Leichter Sitz im Springparcours?

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5 Antworten

Schau mal, das schreibt die FN zum Thema leichter Sitz im Springparcours:

"Der leichte Sitz: Der Reiter kann sich im leichten Sitz mit seinem Körperverhalten den ständig wechselnden Bewegungssituationen des Pferdes/Ponys anpassen. Zwischen den unterschiedlichen Ausprägungen der Entlastung sind die Übergänge fließend. Besonders in der Phase vor dem Sprung und in engen Wendungen wird das Gesäß näher an den Sattel kommen, um dem Pferd/Pony die größtmögliche Unterstützung zu geben, ohne dabei jedoch die Rückentätigkeit einzuschränken. Der Oberkörper bleibt dabei vor der Senkrechten. Beim Springreiten muss der Reiter besonders gut im Gleichgewicht sitzen, um in den verschiedenen Phasen der Entlastung vor, über und nach dem Sprung mit den Bewegungen des Pferdes/Ponys mitgehen zu können. "

Korrekt angewendet soll ein Leichter Sitz den Rücken des Pferdes entlasten. Aus diesem Grunde wird dieser oft auch als Entlastungsitz bezeichnet, der sich vom tatsächlichen leichten Sitz jedoch etwas abgrenzt.

Beim Springreiten komm es auch auf die Rittigkeit des jeweiligen Pferdes  an, das heißt inwieweit der Reiter sein Pferd unter Kontrolle hat. Je feiner das Pferd geritten ist, desto mehr kann der Reiter natürlich entlasten. Bei Gut gerittenen Pferden ist es einfacher, da diese durch den Entlastungssitz und den damit fehlenden Gewichtshilfen trotzdem rittig und damit auch weiter in der Anlehnung und an den Hilfen bleiben.

Beim Parcoursreiten sollte das Gesäß vor dem Hindernis und in den Wendungen im Sattel bleiben um besser auf das Pferd einwirken zu können und die Kontrolle im Parcours zu behalten. Denn ohne Kontrolle über das Pferd ist der Reiter beim Springreiten verloren. Ein Pferd kann auch nur dann im Entlastungsitz kontrolliert geritten werden, wenn es an den Hilfen steht. Das bedeutet, dass das Pferd auch im Entlastungs- oder Leichten Sitz weiterhin nur durch die treibenden Hilfen nach vorne geht und wieder abgefangen werden kann. Somit sollte beim Trainieren des Entlastungssitzes sowohl das Pferd aber auch der Reiter gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen.

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Kommentar von Daisy20051998
15.08.2016, 10:26

Danke für die ausführliche Antwort :)

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Kommentar von Dahika
15.08.2016, 11:50

der korrekte leichte Sitz ist etwas ganz anderes als der Entlastungssitz. Man darf, wie es allerdings oft geschieht, beide nicht in einen Topf werfen. Im Springparcour hat der Entlastungssitz, wenn man stilistisch gut reiten will, nichts verloren.
Viele benutzen ihn allerdings, weil sie mit viel zu langen Bügeln springen, der Reitlehrer dem Motto huldigt: "Stil ist doch egal, Hauptsache rüber." Dieses Motto sieht man leider auch bei vielen Profispringreitern.

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Das wird heute selten gemacht, da es heißt: Hauptsache rüber, egal wie.

Aber wenn man stilistisch korrekt reiten will, dann bleibt man von A bis Z im leichten Sitz. Im korrekten leichten Sitz, wohlgemerkt, der leider auch kaum noch gelehrt wird.

Guck dir die Vielseitigkeitsreiter an, da kannst du noch was von lernen. (Im Gegensatz zu den Spezialisten).

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Ich hab leichter sitz immer gemacht weil es auch für mich 1000 mal angenehmer war :P

schadet dem Pferd ja nicht. Ich kenne viele die es nicht machen, andere machen es wiederum. Mal so mal so.

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Kommentar von Daisy20051998
15.08.2016, 10:27

Stimmt, danke :)

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Ganz richtig, auf längeren Wegen geht man üblicherweise auch in den Leichten Sitz, oder später auch in den Entlastungssitz. In Stilspringen ist der Leichte Sitz auf langen Wegen oft auch durchaus gern gesehen.

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Also da wo ich springen lerne gehen wir nur über dem Sprung in dem leichten Sitz und den Rest des Parcours sitzen wir aus

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Kommentar von Dahika
15.08.2016, 11:52

tja, dann wechsel mal den Springlehrer.

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Kommentar von Purzelmaus99
15.08.2016, 12:19

dann erklärt mir doch mal genau was dagegen spricht auf dem weg zum Hindernis auszusitzen

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Kommentar von ReterFan
16.08.2016, 08:13

Die Lockerheit des Pferdes bzw sein Rücken spricht dagegen, permanent auszusitzen, wenn da nicht grade absolut geschmeidig gesessen wird.

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