Jungfrau bis zur Ehe bleiben?

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24 Antworten

Wie schön wäre es,  wenn Sex noch seinen Anschluss an Liebe  hätte!

Die Vereinigung in Lust wäre mit dem Wunsch „immer“
füreinander da zu sein untrennbar verbunden. Dass diese „Immer“ fast immer
fraglich wird, gehört zum Leben. Trotzdem beieinander bleiben, kann ein Fehler sein oder ein großes Glück.

Selbstverantwortete Liebe bringt Unsicherheit ins gesellschaftliche Miteinander.

Die monotheistischen und patriarchalischen Religionen (Judentum,
Islam, Christentum)  wollen die chaotische Sprengkraft der Liebe unter das Joch strikter bis widerwärtig-brutaler Regeln zwängen – das Gott sein Dank
mit immer weniger Erfolg.

Die Sexmanager der Lustindustrie wollen die Liebe in eine ausbeutbare
 Ware verwandeln – und das mit immer größeren Erfolg.

Sowohl die brutale Unterdrückung wie auch die kommerzielle „Befreiung“
 stürzen Menschen tagtäglich in Verzweiflung, in das Erleben der Ausweglosigkeit.

Der „Jungfrauenwahn“ gehört zu den widerwärtigen Regeln, die
sich „Gottesmänner“  zur Durchsetzung ihrer Herrschaftsansprüche von „OBEN“ haben legitimieren lassen. Sie missbrauchen die spirituelle Dimension des Lebens.

Die Vermarkung – meist – des weiblichen Körpers vertieft die
Kluft zwischen Körper und Seele und erzeugt ein amputiertes Bewusstsein, das Spiritualität nicht mehr erlebbar macht.

In einer  wahrhaft befreiten Gesellschaft gäbe es weder die Repression noch die Kommerzialisierung der Liebe.  Junge Männer und junge Frauen
(„Jungmänner“ und „Jungfrauen“) würden emphatisch, vertrauensvoll, liebevoll
miteinander umgehen. Es gäbe keine Männer mehr, die nur das „Eine“ wollen, sondern Männer, denen es in Beziehungen auch immer um „Alles“ ginge.

Unter solchen utopischen Verhältnissen wäre die Ehe wohl  überflüssig, weil befreite Menschen den äußeren Rahmen nicht mehr nötig hätten.

Unter den heutigen Bedingungen rate ich jungen Männern sich
eher an der meist höher entwickelten emotionalen Kompetenz der Frauen zu orientieren. Dann wäre es auch durchaus denkbar, dass Jungmänner und Jungfrauen sich Zeit ließen.

Eine  staatliche oder kirchliche Gestattung des Beischlafs durch einen Ehevertrag – das ist nur noch komisch!

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KEINE EHE VOR DEM SEX! 

Jungfräulichkeit wird oft völlig überbewertet. In ferner Vergangenheit war eine jungfräuliche Braut die Gewähr dafür, dass der frischgebackene Ehemann nicht versehentlich die Nachkommen eines Konkurrenten großzieht bzw. eine ledige Mutter ohne Versorger mittellos zurückbleibt. Daher haben praktisch alle Religionsstifter den vorehelichen Verkehr zur "Sünde" erklärt und entsprechend sanktioniert -was ja auch durchaus gut gemeint und mangels Alternativen der einzig mögliche Weg war. Daher hat diese Praxis und das Ideal der Enthaltung bis zur Ehe auch Eingang in viele Kulturen gefunden.

Leider gibt es immer noch Kulturen, welche diese (und andere - ich sag nur "Ernährungsvorschriften") gut gemeinten jahrhundertealten Regeln bitterernst nehmen ohne diese in den Kontext der heutigen Zeit zu setzen - bis hin zum ("Ehren-")Mord... .

Aus Sicht eines Religionsstifters ist Sex ja  nur eine unerwünschte Ablenkung vom Wesentlichen (nämlich zu beten, missionieren usw.) und daher zähneknirschend zur Vermehrung (der Gläubigen) geduldet. Dies ist auch der Grund warum Verhütung, Abtreibung usw. meist ebenfalls verboten ist. Da man die Menschen in den Betten meist häufiger "Oh Gott!" rufen hört, als in der Kirche, lässt sich dieses Konkurrenz-denken gut nachvollziehen ;-)

Dank Geburtenkontrolle, Safer Sex und Vaterschaftstest sind die eigentlichen Beweggründe für die Forderung nach Jungfräulichkeit längst obsolet. Jetzt geht es nur noch um den obskuren Begriff der "Ehre" - wobei meiner Meinung nach der wichtigste Beweggrund die Angst vor dem Vergleich ist ("Was ist, wenn meine Frau/mein Mann mit einem meiner Vorgänger mehr Spaß hatte...?").

Interessant ist, dass dieses Ideal dann allerdings oft mit allerlei Doppeldeutigkeiten umgangen wird. So ist es manchen Muslimen gestattet eine Zeitehe einzugehen - d.h. ein Mann kann eine Frau (Prostituierte) für eine Stunde "heiraten" und verstößt so nicht gegen heilige Gebote. Viele Gläubige - auch in der christlich-amerikanischen "Purity-Bewegung" haben einfach bis zur Ehe ausschliesslich Oral- und Analverkehr und bleiben so "rein" und "jungfräulich" bis zur Ehe... . Sex ist ja auch etwas, was den Partner nicht "abnutzt" oder "entweiht" - warum also das ganze Bohei?

Beim Mann lässt es sich ohnehin nicht nachweisen, ob er bereits Sex hatte - was viele jungen "Gläubigen" auch weidlich ausnutzen. Von daher ist schon die Natur "ungerecht"... .  

Ob man also sein modernes Leben nach den Buchstaben uralter Schriften und Gebräuche richtet und ein schlechtes Gewissen haben muss, weil man nicht mehr lebt wie vor tausend und mehr Jahren, muss jeder für sich entscheiden bzw. sich überlegen, ob er sich von anderen Menschen (Pfarrer, Imam, Rabbi oder sonstwem) sein Leben diktieren lassen möchte.

Menschen mit gesundem Selbstbewusstsein begrüßen es, wenn die Frau/der Mann auch noch andere Erfahrungen hatte, denn sonst fragen sich

viele erst später, wie es denn mit einem anderen Partner wäre und gehen irgendwann fremd... . Da Sex auch ein wichtiger Faktor in einer Beziehung ist (auch wenn einige Moralapostel und Fantasie-Romantiker dies immer wieder bestreiten), sollte man sich auch im Bett verstehen. Hier den Partner erst zu heiraten und dann herauszufinden, ob man die gleichen Vorstellungen von gutem Sex hat, ist als würde man an der Schiessbude versuchen einen Treffer zu landen - blind und mit nur einem Schuss. Viel Glück dabei... .

Die Vorstellungen einer romantischen Hochzeitsnacht zweier Jungfrauen ist in der Praxis dann auch weit weniger romantisch als verkrampft, bemüht und peinlich - dann lieber eine(n) Partner(in) mit Erfahrung.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von adianthum
24.09.2016, 12:37

Ein Bekannter meinte damals zu mir:

Ich würde nie wieder eine Jungfrau heiraten!

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Natürlich ist das unfair. Die abrahamistischen Religionen dienten stets dem Zweck, die Frau klein zu halten. Aber zum Glück begreifen ja mittlerweile immer mehr Menschen, daß Religionen und Götter Unfug sind. Und in den Ländern, in denen die Religion nichts mehr zu sagen hat, geht es (Überraschung!) nicht nur den Frauen besser.


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Kommentar von suesstweet
21.09.2016, 17:49

Du liegst aber falsch.

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Hallo christina3456,

Du hast völlig recht, nur von einer Frau zu verlangen, bis zur Ehe Jungfrau zu bleiben, ist unfair. Im christlichen Glauben ist es so, dass es Männern und Frauen vor der Ehe nicht gestattet ist, sich sexuell zu betätigen. Leider halten sich wohl die meisten nicht an diese in der Bibel aufgestellt Norm. Dabei ist die Bibel sehr deutlich, denn sie sagt: "Die Ehe soll bei allen  in Ehren gehalten werden; es darf zwischen Mann und Frau keinerlei Untreue geben. Denn wer unmoralisch lebt oder Ehebruch begeht, den wird Gott richten" (Hebräer 13:4, Neue Genfer Übersetzung).

Wie Du siehst, macht dieser Text keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Nach christlicher Lehre müssen sich demnach beide bis zur Ehe rein erhalten.

LG Philipp

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Halte ich für den größten Unsinn! Haben irgendwelche verklemmten Männer ohne Selbstbewusstsein erfunden!

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Hallo

Ich kann nicht für andere Religionen sprechen aber eines kann ich dir sicher sagen , im Islam ist es nicht so auch wenn es von vielen Menschen leider so praktiziert wird .

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Hallo christina3456,

du mischst hier bunt etwas zusammen, was Religionen vertreten und wie sich Menschen verhalten.

Das, was du schreibst, vertritt keine Religion. Religionen vertreten die Ansicht, dass für Männer und Frauen das Gleiche gilt, zumindest, was die christlichen angeht.

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Jungs  behaupten  , sie haben Schmerzen , wenn sie keinen Sex haben .

" Wenn Du mich nicht lässt , dann leide ich unendlich" ...schluchtz...

Meine Frau hat immer Migräne... heul ....

Ich liebe Dich wirklich !!

Du magst nicht ?

Dann Tschüss....

Sollen wir mal eine Umfrage starten, ob dies so ist ? ?  ;)

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Im Islam darfst du als Mann keine Jungfrau heiraten, wenn du selbst keine bist. Sie hat es dann so gesehen in der Hand.

Deutschland wollte so günstig wie möglich Arbeiter ins Land holen. Die, die gekommen sind, die kommen oft aus Dörfern und leben Ihr eigenes Leben bzw. habe Ihre Kultur und verwenden Islam, nur wenn es passt.

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Das widerspricht sich, was du da schreibst. Wenn Männer nicht warten würden, dann kann es auch keine Jungfrauen geben. Aber egal ich verstehe was du meinst.

Du findest es unfair, dass der Islam angeblich den Männern erlaubt, sich so zu benehmen wie sie wollen, aber verbietet den Frauen alles.

Das ist falsch und wer daran glaubt, hat keine Ahnung vom Islam.

Sag zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. Das ist lauterer für sie. Gewiß, Allah ist Kundig dessen, was sie machen.
Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. (24:30-31)

Wie man hier sieht warnt Gott erstmal die Männer.

Ibn al Arabi sagte: Wisse, dass die Frau, im Verhältnis zur Wirklichkeit, mit dem Mann identisch ist. Erst im Verhältnis zur Spezifikation differenziert sich das eine vom anderen.
Und auch der Großgelehrte Sayyid  Fadlallah sagte: Frauen haben Rechte und Pflichten, und wenn die Männer ihnen übergeordnet sind, dann nur wegen den verschiedenen, organisatorischen Stellungen, die die Männer einnehmen müssen.

Wenn ein Mann Sex vor der Ehe hat, hat er die gleiche Sünde begangen wie die Frau. 

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Kommentar von dermitdemhund23
20.09.2016, 18:08

Ist ja schön, dass im Koran alle so gleichberechtigt sind. In der Praxis ist das aber häufiger nicht der Fall. 

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Das Ding ist, dass man bei Frauen angeblich anhand des Jungfernhäutchen besser nachweisen kann, dass sie Jungfrau ist (was aber eigentlich totaler Quatsch ist). Beim Mann gestaltet sich das schon schwieriger.

Ich bin zwar kein Profi auf dem Gebiet, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es unter anderem deswegen so gekommen ist.

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Kommentar von dermitdemhund23
20.09.2016, 17:48

Ich glaube der wichtigere Grunde war der, dass Frauen den Männern in früheren Kulturen häufig unterlegen waren. Daher mussten die Frauen immer gut genug für die Männer sein und nicht umgekehrt. 

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Bevor es Verhütung gab, durften weder Männer noch Frauen vor der Ehe Nachwuchs zeugen.

Denn stell dir mal vor, in einem hinterwäldlerischen Dorf kam ein uneheliches Kind zur Welt. Oder noch schlimmer: Ein Kind sah dem Junggesellen von nebenan ähnlicher als dem Ehemann der Mutter!

Der Skandal war riesig, niemand wollte der Papa sein, die Mutter hatte keinen Versorger und das Kind verhungerte.

Solche Dramen ließen sich ganz einfach verhindern, indem man Vermehrung nur nach offiziellem Eheschluss erlaubte. So stand fest, von wem welches Kind war.

Seit es Gummi und Gentest gibt, müsste man das Verbot eigentlich umformulieren zu "Du sollst nichts zeugen, was du nicht durchfüttern willst".

Leider taugt es aber hervorragend, um Mädchen zu unterdrücken. Darum halten die Frauenhasser es weiterhin aufrecht.

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Allgemein finde ich es unnötig solche Einschränkungen im Sinne der Religion zu tun. Wenn man an einen Gott glaubt, schön und gut, aber ich bezweifle, dass dieser verlangt, dass man Jungfrau bis zur Ehe bleiben soll, oder fasten soll oder Kopftuch tragen soll etc.

Hat er das zu irgend jemandem persönlich gesagt??

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unfair ? das ist purer blödsinn ! Männer toben sich vor der ehe aus und frau muss warten - nein, finde ich absolut nicht gut

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Ein Grund mehr sich auf diesen Unsinn nicht einzulassen.

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Natürlich ist das unfair. War früher in Deutschland übrigens ähnlich: die Damen hatten sich bis zur Ehe zu beherrschen, die Herren durften sich austoben. Dass sei dafür aber auch Frauen brauchten und diese dadurch abgewertet wurden, war wurscht.

"Der Untertan" von Heinrich Mann beschreibt das verdammt gut - der Kerl verführt eine junge Frau und deren Vater will dann, dass die beiden heiratet. Woraufhin der Mann sagt, dass er so eine Frau nicht will, die sich vor der Ehe auf einen Kerl einlässt - auch wenn er das selber war.

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Kommt wohl ursprünglich daher, dass Frauen ja schwanger werden können und dann ohne Kerl dastehen. Zum Glück ist das heute nicht mehr problematisch. 

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Hallo Christina,

ich selber bin Moslem und kann dir garantieren dass Im Islam Mann und Frau bis zur Ehe Jungfrau bleiben müssen, das was du da schilderst wird oft behauptet aber im Islam muss der Mann ebenfalls bis zur Ehe Jungfrau bleiben.

ich finde auch dass die Männer die so etwas von einer Frau erwarten selber auch Jungfrauen sein sollten, sonst sind es Heuchler!!

Grüße 

TCdeniz

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Unfair?? Wer mit so einer Religion lebt, ist selbst schuld. 

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İch fürchte, dass Muslime denken, Männern sei eine voreheliche Beziehung gestattet, eine ziemliche Irrung ist. Und ich fürchte solche Leute kennen den Islam nicht gut genug, Oder schreiben sich da etwas vor... 

Der Islam gestattet weder der Frau noch dem Mann vor der Ehe GV zu haben. Also so sei bitte unbesorgt und konzentriere dich bitte auf deine Ibada', OK? 😘

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Kommentar von suesstweet
20.09.2016, 22:49

Ohjee..dachte du wärest eine Muslima..😳 konzentriere dich auf deine Ibada' kannst du wegstreichen. (Gedanklich) :)

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Kommentar von TCdeniz
28.03.2017, 18:54

Genau meine Worte, besser hätte ich es nicht schreiben können, Männer dürfen ebenfalls keinen vorehelichen GV haben!

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