Frage von JojoLovesHorses, 136

Junges pferd buckelt was tun?

Hallo zusammen, Ich reite zurzeit ein Pferd ein. So ist er super brav und kennt auch schon die Zügel Hilfen und die Schenkelhilfen zum anreiten/antraben. :) Als ich ihn mal wieder geritten bin, war an seinem Bauch neben meinem Bein eine Fliege, er hat natürlich sofort versucht die Fliege zu verscheuchen und ist dabei an meinem Bein bzw. Fuß angekommen. Dadurch hat er sich so erschrocken , dass er RICHTIG stark losgebuckelt ist un ich mich nach einigen Buckelern nicht mehr halten konnte, weil ich darauf nicht gefasst war! Als ich ihn dann nochmal geritten bin war wieder genau die gleiche Situation, nur war noch ein Helfer da der ihn geführt hat und ich habe mich wegen dem letzten mal mit einer Hand festgehalten. Er ist wieder richtig stark losgebuckelt und hat erst als der Zaun da war aufgehört. Der Helfer wurde übrigens auf dem Boden mitgeschliffen. Nun zu meiner Frage : ● Wie kann ich ihn an mein Bein gewöhnen? (Schließlich kennt er schon die vorwärts treibende Hilfe, weshalb es mich auch gewundert hat, dass er sich so erschrocken hat) ●Und wie soll ich reagieren wenn er nochmal so losbuckeln? (Schließlich soll er lernen, dass er auf den Reiter aufpassen muss und nicht losbuckeln darf!!) Ich freue mich über jede Antwort. LG :)

Antwort
von sukueh, 51

Wer nachfragen muss, wie er beim Anreiten dieses oder jenes Problem lösen sollte, ist meiner Meinung nach noch nicht dazu in der Lage, allein und Unterstützung eines Profis ein Pferd auszubilden. 

Und einen Helfer dabei auch noch in Gefahr zu bringen, geht schon mal gar nicht.

Such dir Unterstützung vor Ort, bevor es noch mehr Probleme gibt, die dann definitiv nur noch ein Profi ausmerzen kann. 

Das Pferd hat zumindest schon mal gemerkt, wie es einen Reiter und einen unerwünschten Menschen am Boden loswerden kann, was willst du ihm noch falsch beibringen.

Kommentar von ponyfliege ,

vielleicht, dass man ganz in ruhe gelassen wird, wenn man hin und wieder mal nach VORN rauslangt... (ironie aus)

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 53

hallo,

du solltest dich um deiner selbst und des pferdes willen von dem rücken dieses pferdes fernhalten.

du bringst ihm gerade bei, dass man durch buckeln verhindern kann, dass man arbeiten muss.

du bist reiterlich und pferdekenntnistechnisch nicht in der lage eine remonte anzureiten.

stellt das pferd weg, bis jemand professionelles zur stelle ist, der das kann.

jeder weitere reitversuch von dir macht das problem nur schlimmer.

du solltest übrigen auf JEDEM pferderücken jederzeit mit allem rechnen. um ein pferd anzureiten musst du ein bisschen buckeln und auch mal einen ausgewachsenen bocksprung sitzen können. wenn das pferd sich in der ersten situation erschrickt und bockt, musst du blitzschnell reagieren, stabil sitzen ohne zu klemmen und gleichzeitig das pferd beruhigen - also in der lage sein, kopfmässig VöLLIG entspannt zu bleiben.

bitte lasst diese "selbstversuche" bleiben und holt einen profi.

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ein pferd, dass zweimal seinen reiter runtergebockt hat, ist alles, aber NICHT superbrav.

redet euch nicht immer die pferde brav, leute, das kann tödlich enden.

Kommentar von JojoLovesHorses ,

Wieso habe ich ihm beigebracht dass buckeln keine Arbeit bedeutet? Schließlich habe ich danach ja nicht aufgehört und bin weitergeritten! Außerdem bin ich nur das erste mal runtergefallen und ich kann mich bei Bock Sprüngen halten.

Kommentar von sukueh ,

Ponyfliege, du sprichst mir so aus der Seele, ich kann es gar nicht sagen. 

Danke!

Kommentar von Unwissend123321 ,

Nunja, du sagst beim ersten mal hat er sich erschreckt weil die Nase an dein Bein kam....und beim zweiten mal? Wird doch nicht zufällig dergleiche Grund gewesen sein. Also hats zumindest gereicht, das Bocken unterm Reiter spitz zu bekommen. Und selbst, wenn du jeeeeedes Mal jeden Bocksprung dich irgendwie halten kannst, das ist doch kein Reiten, wenn der Reiter sich in Dauer-Aufpass-Haltung bereithält. Nur dann kannst du dich ja halten, du schreibst selber, beim ersten mal hast du nicht damit gerechnet...sebst, wenn man nicht damit rechnet und drauf wartet, muss man fix genug sein, sich dann halten zu können und noch fixer, um auch ein junges Pferd mal in die Schranken zu weisen, Junges Pferd hin oder her, auch dieses muss aufgezeigt bekommen, was es darf und was nicht.

Kommentar von ponyfliege ,

richtig.

und wenn beim zweiten mal das pferd schon definitiv WEISS, dass es machen kann, was es will und einen helfer durch die reitbahn schleift (warum hat der vollhorst eigentlich nicht losgelassen und sich unnötig in gefahr gebracht?), dann wird es schon zeit für die erste korrektur.

das pferd hat GELERNT. es weiss nun, wieviel kraft es hat und dass es sich durchsetzen kann.

ein grosspferd schleift allein am zaumzeug problemlos 2 kräftige männer - sprich 200kg mit sich mit. irgendwann stört aber der "ballast" und es langt nach vorn raus.

nach zwei dieser aktionen kriegt ein profi das noch in ein paar wochen wieder hin.

allerdings - das pferd kennt seine kraft ein für allemal.

Kommentar von Boxerfrau ,

hab noch kein Pferd gesehen das sich erschreckt wenn es mit der Nase ans Bein kommt. es sieht es ja schließlich auch wenn es den Kopf dreht

Kommentar von ponyfliege ,

vermutlich lags an der fliege. die ist losgeflogen...

mannmannmann...

der ist einfach gehopst, weil er bock drauf hatte... und jetzt weiss er: mache ich theater, kriege ich die hauptrolle.

Antwort
von Hjalti, 63

Kann man aus der Ferne ja nicht so gut beurteilen... grundsätzlich gilt, nix erzwingen sondern im Training wieder einen Schritt zurück. Vllt hat er sich gar nicht mal so sehr vor deinem Bein erschrocken, sondern die Drehung der Nase zu deinem Bein hat ihn einfach aus dem Gleichgewicht gebracht. Je nachdem, wie lange er schon unter dem Sattel ist und sich schon ausbalancieren kann.

Kommentar von JojoLovesHorses ,

Naja, aber selbst wenn er dadurch das Gleichgewicht verloren hätte, würde er wahrscheinlich ein paar Schritte machen und nicht wie ein Rodeo Pferd los buckeln!

Kommentar von ponyfliege ,

aber nun hat er aber gebuckelt.

ps: gebuckelt oder gebockt?

ist ein riesenunterschied.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 27

Darauf, was  davon zu halten ist, wenn Reiter die es nicht können, Pferde einreiten, haben die jetzt schon einige recht deutlich zu verstehen gegeben.

Aber da Du das offensichtlich nicht einsehen willst (oder kannsr, weil Hilfe durch Beritt leider im Budget nicht vorgesehen ist): ruhig bleiben, locker sitzen und vorwärts reiten, bis du das Pferd weich anfangen kannst. So reagiert man, wenn ein Pferd los buckelt!

Und das andere, dass er " lernen soll, auf seinen Reiter aufzupassen" , dass vergiss mal ganz schnell! Das Pferd ist nicht Dein Kindermädchen,  und das Leben ist kein Ponyhof - nicht mal, wenn man reitet. 

Ein Pferd, das schon am Anfang gelernt hat, dass sein Reiter schon mal verloren geht, wird das wohl kaum als etwas verwunderliches empfinden. In gewisser Weise aufpassen kann nur ein Pferd, mit dem Du zu einer Einheit verschmilzt - das kannst du ihm nicht   " beibringen" wie einem Hund das Apportieren.

Nun hoffe ich, dass du die Lage überdenkst und wünsche Dir und dem Pferd  Glück!

Kommentar von beglo1705 ,

Das Leben ist kein ponyhof, geritten wird trotzdem ;-)

Antwort
von Viowow, 40

"ich reite zur zeit ein pferd ein" ?! sorry, nein. du sitzt vllt drauf, hast ihm vllt auch das ein oder andere beigebracht. aber einreiten bzw ausbilden sieht anders aus...
was du machen kannst? einen vernünftigen trainer nehmen und dir helfen lassen....

Antwort
von Boxerfrau, 36

Das Pferd hat sich sicherlich nicht erschrocken als es an deinen Fuß gekommen ist.. Ein Pferd ist nicht doof.. außerdem sieht es dein Bein und deinen Fuß. Geb das Pferd in Beritt oder bitte den jenigen darum dem das Pferd gehört. Denn du bist sicherlich nicht in der Lage das Pferd ein zu reiten. Sonst landest du früher oder später im KH und das Pferd beim Schlachter oder sonst wo. Vielleicht bestenfalls bei einem Profi. Aber das wird dann sehr teuer

Kommentar von ponyfliege ,

und sehr langwierig. und für das pferd sehr unangenehm.

Antwort
von Unwissend123321, 79

Hört sich nach dem Fehler an, den viele (auch bei älteren) Pferden machen.

Man benutzt das Bein nicht auf einmal, wenn man irgendwas vom Pferd will. Man hat es ständig anliegen, das Bein hält ständig Kontakt und somit leichten Druck zum Pferd, es ist immer "da". Dann erschreckt sich das Pferd auch nicht und fühlt sich überfallen, weil auf einmal was kommt, dann muss man nämlich nicht mit der Hilfe wie mit der Tür ins Haus fallen, sondern nur den Druck leicht erhöhen, um die Hilfe zu geben (dosiert - auf einmal dann zuquetschen ist natürlich auch nicht Sinn der Sache ;) so viel Feingefühl und Selbstkoordination sollte man aber haben). 

Was jetzt kommt, hört sich vielleicht etwas rabiat an, aber bei jungen Pferden kann es immermal sein, dass sie mal buckeln oder sowas. Einen Helfer zu gefährden, der dann führt, sollte man vermeiden. Kaum jemand ist in der Lage, ein losstürmendes Pferd zu halten und wenn das Pferd dann buckelt, ist mitschleifen dann noch das kleinere Übel, denn da kassiert der Helfer auch schnell mal nen Tritt. Wenn sowas ist, versuche ich niemals, zu bremsen. Salopp gesagt, umso schneller ein Pferd nach vorne rennt, umso weniger kann es dabei buckeln ;) Und langsamer werden sie irgendwann immer, hab noch keins erlebt, dass ewig weitergerannt ist :D Wie gesagt, hört sich blöd an, aber man korrigiert so und so nie nach hinten, sondern immer nach vorne.

Kommentar von JojoLovesHorses ,

Aber wie kann ich ihn denn an mein Bein gewöhnen? Wenn ich ihn antreiben erschrickt er schließlich nicht, nur wenn er mit der Nase daran kommt! :)

Kommentar von Unwissend123321 ,

Die Nase hat an deinem Bein auch nix zu suchen eigentlich. Das sind ja zwei verschiedene Schuhe, treiben und mit der Nase ans Bein kommen. 

Kommentar von JojoLovesHorses ,

Das ist schon klar. Natürlich hat die Nase am Bein nichts zu suchen, allerdings will ich schließlich nicht noch öfter deswegen runterfallen, weshalb ich ja gerne daran gewöhnen würde!

Kommentar von ponyfliege ,

das gehört sowieso zu den gleichgewichtsübungen, die man vom boden aus macht.

Kommentar von Urlewas ,

Wieso soll sich das blöd anhören? Die meisten Schwierigkeiten, insbesondere bei jungen Pferden, löst man durch Vorwärtsreiten. Das ist doch völlig normal! Beide Dauemn hoch!

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