Auf einem abgelegenen Grundstück ist ein Bauernhaus abgebrannt. Dort liegen wohl schon seit ein Paar Jahren die Reste in grossen, überwucherten Schuttbergen. Als Kaufinteressenten fielen uns die Asbestwellplatten auf, mit denen die Dächer gedeckt waren. Zum Teil wurden sie gestapelt, zum Teil sind überall Brösel zwischen dem Mauerwerkschutt. Mir ist klar, dass Asbest für die Atemwege krebserregend ist. Wenn jedoch die Platten professionell entsorgt worden sind, dürften ja trotzdem immer noch kleine Stücke in der Erde sein. Wenn es sehr trockenes Wetter ist, könnten Asbestfasern bei Gartenarbeit aufgewirbelt werden, oder? Muss die Erde abgetragen werden und wenn ja, in welchem Umfang? Welches Institut oder Amt wäre für Tests zuständig?

Das regionale Amt für Umweltschutz dürfte der korrekte Ansprechpartner sein. Melde die Sache beim Bürgeramt, die werden Dich weiterleiten. Je nach Dauer der Lagerung der Asbestplatten sind die feinen Fasern durch Niederschlag tief ins Erdreich eingedrungen, ich denke, dass mindestens 1 Meter Erde als Sondermüll entsorgt werden muss. Die Kosten sind vom derzeitigen Eigentümer des Grundstücks zu tragen. Kann sogar sein, das der Eigentümer rechtliche Konsequenzen wegen Umweltverschmutzung tragen muss, wenn die Sache den Ämtern bekannt wird.
Die Eternitplatten durch einen Fachmann entfernen lassen und den Boden mit einem Asbestsauger reinigen. Das Erdreich abtragen ist absolut übertrieben und macht so gut wie keinen Sinn. Mehr Infos: asbest-entfernung.ch oder gebaeude-check.ch
Wenn das Asbest nicht gebunden ist, ist es gesundheitsgefährdend. Asbestplatten ohne Beschädigungen sind also ungefährlich. Nur an Bruchstellen können sich Fasern lösen. Vielleicht kannst Du ja bei der Feuerwehr / Umweltschutzbehörde nachfragen wie nach Bränden damit unmgegangen werden muß.
Das Umweltamt. Asbest ist in dem Moment gefährlich, wenn es geschnitten, zerbrochen oder ä. wird. Intakte Platten nicht. Sollten draußen Reste "aufgewirbelt" werden, ist das weniger schlimm als in geschlossenen Räumen. Eine wirkliche Gefahr sind Reste draußen daher nicht. Dennoch würde ich eine Schicht von ca. 10 cm in dem Bereich abtragen lassen, wo sie gelegen haben. Auch Pflanzen mögen Asbest/Eternitplatten nicht so sehr.
das Umweltamt gibt weitere Auskunft. (oder auch Amt für Umweltschutz, meistens am Landratsamt angegliedert.)

der asbest liegt ja nicht in reiner form vor. es ist ja ethernit = asbest/zement. das ist schon recht schwer. ich würde die gefahr geringer einschätzen als den jahrelangen gebrauch von alten elektrogeräten und nachtspeicheröfen.
Asbest ordentlich entsorgt ist soo schlimm nicht. Dioxin - bei Brandschaden ist viel schlimmer......!!
Herzlichen Dank. Das klingt nach fundiertem Wissen! Da werde ich gleich Montag anfragen.