Frage von Scotic, 138

Ist meine Hündin durch ihre Läufigkeit aggressiv?

Ich habe seit etwa 3 Wochen eine kleine Hündin (drei Jahre alt) ich habe sie aus relativ schlechter Haltung wo sie von anderen Hunden immer gebissen wurde, also wirklich arg mit Wunden..sie wurde wohl auch von der Besitzern geschlagen ich weiß es nicht genau. Sie hat sich die erste Zeit immer weggeduckt wenn man an ihr vorbei ging und all sowas sie hatte wirklich Angst! Aber Mit anderen Hunden kam sie aber immer sehr gut klar mit unserem großen Rüden kuschelt sie, mit dem Nachbars Hund spielt sie und der Mops von gegenüber macht ihr auch keinen Stress Nun ist sie aber läufig und flippt total aus! Sie bellt,knurrt , fletscht die Zähne und Lehnt sich so doll gegen die Leine dass sie noch Minuten danach kaum richtig atmet weil sie sich so die Luft weg nimmt! Sie hat mein ganzes Bein zerkratzt weil sie zum Hund wollte! Wir haben es versucht mit : ruhig weiter gehen Sitzt machen und warten bis der andere und weg ist Umdrehen und woanders lang gehen Nix hilft. Normalerweise also vor der Läufigkeit hat sie nur etwas gebellt und sich dann bei den Hunden sehr gut benommen, sie war immer ohne Leine unterwegs weil sie sehr gut auf ihrem Namen hört aber nun hört sie garnicht mehr. Wenn kein anderer Hund da ist ist wieder alles okay und sie hört aufs Wort. Wir werden eine Hunde-Trainerin dazu holen auch weil sie so ängstlich ist aber das dauert noch etwas (Ca 3-4 Wochen) habt ihr eventuell eine Idee was wir tuen können ? Ist es normal dass sie in der Läufigkeit so aggressiv wird ?

Antwort
von seelenkinder, 93

Das kann schon gut sein das die Agression jetzt mit der Läufigkeit zu tun hat. Viele sind dann zickiger, vorallem Hündinnen gegenüber (die sind ja dann Konkurenz). Wenn sie mal arg bedrängt wurde , kann es aber auch sein dass sie sich so Rüden vorsichtshalber vom Hals halten will . 

Am sinnvollsten ist es wenn ihr die Zeit versucht andere Hunde zu meiden. Versucht Uhrzeiten und Strecken zu wählen wo möglichst wenig los ist. 

Wenn sie sich so würgt, solltet ihr aber auch schauen , das ihr ein neues Geschirr anschafft. Mit einem gut sitzenden Geschirr würgt ein Hund sich nicht. Empfehlen kann ich da z.b. AnnyX 

Wichtig ist dass das Geschirr AUF dem Brustbein sitzt (NICHT höher!!) und hinter den Vorderbeinen genug Platz ist da es sonst dort Adern und Lymphgefäße abdrückt.

Versucht das Vertrauen von dem Hund zu gewinnen und an eurer Bindung zu arbeiten. Zb. Trickdogging ist da eine gute Sache und könnt ihr auch Zuhause machen.

Ein guter (gewaltfrei!!) arbeitender Trainer ist bei einem so vorbelasteten Hund wirklich sinnvoll. Scheut euch nicht den Trainer zu wechseln wenn er mit irgendwelchen Sachen kommt mit denen ihr euch nicht wohl fühlt . Das A und O bei einem ängstlichen Hund ist das er VERTRAUEN lernt. Alles was richtung "du musst ihm zeigen wer der Chef ist" geht, ist da absolut Tabu.

Wenn er euch vertraut und lernt das du SANFT führst und sie schützt, fängt sie auch an sich an euch zu orientieren. Also Regeln ja, führen ja . Aber KEINE Gewalt, KEIN Unterwerfen. 

Kommentar von Scotic ,

Wir haben ihr extra ein Geschirr gekauft nachdem sie das erste mal am Halsband so los gerannt ist dass sie sich überschlagen hatte als die Leine zuende war. In den letzten Tagen hat sich auch unser Bündnis schon verbessert( duckt sich nicht mehr weg außer sie weiß sie hat was gemacht was sie nicht tuen soll wie zB den Papier Müll zu zerfetzen obwohl auch da nicht "bestraft"wird außer etwas schimpfen) da sie sehr klein und noch ziemlich dünn ist (wir arbeiten dran!) passt ihr das Geschirr in XS noch nicht perfekt obwohl es ganz klein eingestellt ist :/ somit verrutscht es halt wenn sie so ausflippt..

Und die Problematik mit anderen Hunden ist auch dass wir direkt am Spazierweg wohnen wo jeder aus dem Dorf mit den Hunden lang geht es ist schwer niemanden zu begegnen.. 

Wir gehen jetzt schon immer durchs Feld und nicht am Weg damit wir anderen so gut es geht aus dem Weg gehen können was aber zecken zur Folge hat 

Antwort
von froeschliundco, 58

gut möglich,meide wege mit andern hunden, so kann sich das verhalten nicht festigen und die andern hundehalter sind dir sicher auch dankbar,vorallem die rüdenhalter...denk dran das sie evtl.scheinträchtig wird,in ca 2monaten u.sich ihr verhalten nochmals ändert, nest bauen, spielzeug zusammentragen, andere hunde wegbeissen, ect...unter umständen solltest du über eine kastration nachdenken wen sich ihr verhalten extrem ändert mit den hormonschwankungen...

Kommentar von Scotic ,

Sie soll auf jeden Fall kastriert werden nur geht das wegen der Läufigkeit nicht bzw meinte die Tierärztin dass wir noch bis nach der nächsten Läufigkeit warten sollen und tada so schnell kanns gehen !

Kommentar von froeschliundco ,

das ist klar das in der läufigkeit nicht kastriert werden kann...aber dannach😉

Antwort
von Bitterkraut, 72

Zuerst mal sollte sie ein Geschirr bekommen, damit sie sich nicht selbst würgt am Halsband. Daß läufige Hündinnen vor den Stehtagen zum Rüden sollen, ist mir neu, eher halten/wehren sie sie ab.

Geh Wege, wo wenig andere Hunde laufen und schaff das Halsband ab.

Kommentar von Scotic ,

Die kleine hat schon ein Geschirr nur passt es nicht (ist schon XS) sie ist einfach noch zu dünn und muss noch weiter zunehmen 

Sie soll zu garkeinem Rüden(außer unserem und der ist kastriert!) sie will zu den anderen Hunden egal ob rüde oder Hündin sie will die beißen! Sie ist einen der größten Hunde unseres Dorfes angegangen zum Glück ist er so ein ruhiger .. 

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