Frage von CeeroRap, 117

Ist growlen schlecht für den Kehlkopf?

Ich übe seit paar wochen das growlen für ein kleines Metal-Projekt mit meiner Band und wollte fragen, wenn man ansich weiß wie es richtig geht, ob es schäden hinterlässt, da es den Kehlkopf ja doch etwas belastet

Expertenantwort
von Vando, Community-Experte für Metal, 89

Nach allem was ich weiß, ist es schlecht für den Kehlkopf. Wenn man es falsch macht, kann man sehr schnell heiser werden. Das Wissen wie man es richtig macht ist zwar schön und gut, aber anwenden muss man es auch. 

Falls du also irgendwas bemerkst wie Heiserkeit, Kratzen oder schlimmstenfalls Blutgeschmack im Mund, solltest du ne längere Pause davon machen. Allgemein solltest du sowas langsam angehen lassen.

Antwort
von NoHumanBeing, 67

Wenn Du es richtig kannst (manche nehmen extra Gesangsausbildung dafür), ist es nicht schädlich.

Du darfst insbesondere die Stimmbänder nicht belasten. Growlen geht, wenn man's richtig macht, nur über die so genannten Taschenfalten.

Ich hab's auch mal versucht, aber es klang immer falsch und fühlte sich auch immer falsch an. Es ist, als würde man versuchen, einen Muskel zu bewegen, von dem man nicht einmal weiß, dass man ihn hat. Ich habe Zweifel, ob es ohne Gesangsausbildung geht.

Antwort
von DerTypInSchwarz, 32

Es kann und es wird, wenn man es falsch macht. Gutturaler Gesang wird nicht mit den normalen Stimmbändern sondern den Taschenbändern erzeugt. Wenn man bei falscher Technik die Stimmbänder mitverwendet, dann kann man sich damit die Stimme nachhaltig ruinieren. 

Das ist dann in etwa so wie dauerhaftes Schreien - eine starke Belastung für die Stimmbänder, durch die sich Knoten auf den Bändern bilden können. Die Folgen wären anhaltende Heiserkeit und eventell eine veränderte Stimmlage bis hin zu Schmerzen und Schluckbeschwerden

Theoretisch zu wissen wie gutturaler Gesang funktioniert reicht nicht, man muss es auch praktisch fehlerfrei umsetzen können. Deshalb ist ein Lehrer / Anleiter, der auf mögliche Fehler hinweist und hilft sie zu beseitigen, dringend zu empfehlen. Es kann auch nicht schaden etwas normalen Gesangsunterricht genommen zu haben um sich mit Atem- und Gesangstechniken auszukennen.

Faustregel: Wenn du Heiserkeit oder gar Schmerzen verspürst, dann sofort aufhören und eine längere Pause einlegen.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Wenn man bei falscher Technik die Stimmbänder mitverwendet, dann kann man sich damit die Stimme nachhaltig ruinieren.

Ja und zudem klingt es in der Regel auch "nach nichts", wenn man es nicht kann. (Eigene Erfahrung! Ich kann es definitiv nicht! :-P )

Antwort
von kdp98, 61

Soweit ich weiß macht man es falsch, wenn es weh tut. Ich übe das selber schon seit bestimmt gut 4 Jahren aber sobald ich merke das etwas schmerzt oder kratzt dann höre ich auf bzw. trinke nen Schluck und mache kurz Pause 

Kommentar von CeeroRap ,

wenn es weh tut mache ich zumindest für 1-2 tage pause damit sich alles wieder beruhigt. Ich hatte am anfang öfters leichte schmerzen dabei aber mittlerweile gehts fast immer ohne

Kommentar von NoHumanBeing ,

Wenn man es falsch macht, hört es sich zwar oft für einen selbst gut an, aber wenn man es aufzeichnet, hört es sich "nach nichts" an (z. B. wie Flüstern, anstatt wie Growlen).

Man selbst hört das anders, weil der Schall auch über die Knochen geht, d. h. für einen selbst kann es sich gut anhören. Ich habe es "im Selbstversuch" nie "richtig" hinbekommen. Auf der Aufzeichnung war immer nur Müll.

Antwort
von Blackbloodband, 32

Wenn man irgendwas "unbemerkt" flasch macht kann das fatale folgen haben. Man kann sich die stimme inerhalb von einem Jahr so ruinieren wie ein Kettenraucher in 20. Also sollte man umbedingt in ein Paar Gesangsstunden investiernen, um die richtige Technik und Anwendung zu lernen. 

Antwort
von Canislupuss, 57

Man muss sowas schon richtig machen, wenn man es nicht richtig macht dann ist es auf jeden fall schädlich. Und übertreiben sollte man es auch nicht.

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