Frage von Daleduc, 64

Ist eine beglaubigte Kopie gleichwertig?

Hallo,

ich soll demnächst das "Original des Abiturzeugnisses" vorlegen.

Muss es wirklich das Original sein oder ist eine beglaubigte Kopie in diesem Sinne als gleichwertig zu betrachten?

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Antwort
von Matahleo, 33

Hallo Daleduc, 

eigentlich ist eine beglaubigte Kopie gleichwertig mit dem Original. 

Aber ich weiß von meiner Tochter, dass sie bei der Einschreibung fürs Studium keine beglaubigte Kopie akzeptieren wollten. 

Es war ein ziemliches "gerenne" um eine Zweitschrift vom Abizeugnis zu erhalten. Die  Schule lehnte es ab und gab ihr ein Schreiben mit, dass keine Zweitschriften gefertigt werden und die Uni das so akzeptieren müsse. 

Nach vielen Briefen, mehr oder weniger erbosten oder frustrierenden Anrufen und der Androhung einer Klage wurde dann von Seiten der Uni doch eine beglaubigte Kopie akzeptiert, allerdings musste es von der Stadt, nicht von "Irgendeinem" Urkundsbeamten einer anderen Behörde beglaubigt sein. 

Rechtlich können ist eine beglaubigte Kopie durch einen Urkundsbeamten gleichgestellt  mit dem Original. 

LG Mata

Kommentar von Navvie ,

Ich denke, das hängt damit zusammen, dass bei einer Beglaubigung, die auch ein Notar oder Pfarrer vornehmen darf, lediglich bescheinigt wird, dass die Kopie mit dem Original "übereinstimmt". Die Beglaubigung sagt nichts darüber aus, ob das Original, von dem diese Kopie stammt, "echt" ist. Es könnte auch ein "gefälschtes" Original sein.

Aus diesem Grunde gibt es eine Apostille, eine Bescheinigung der Echtheit. Das dürfen nur wenige Personen ausstellen. Im Kultusbereich des Landes Hessen müssen diese Personen die Echtheit eines Zertifikats ihres Bereiches erkennen können.

Die Namen dieser Personen sind bei den RP´s hinterlegt und nur diese Personen sind befugt dazu.

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Regelung auch auf andere Ressorts zutrifft und auch auf andere Bundesländer.

Antwort
von akkurat01, 21

Nein.

Aber beglaubigte Kopien sollte man immer dabei haben wenn man die Originale vorlegt.

Es wird auch von Uni zu Uni völlig verschieden gehandhabt. Wenn das Original verlangt wird muss man es nur vorlegen. Eine Zweitausfertigung ist keinesfalls nötig weil man das original immer wieder mit bekommt.

Das sind aber nur die kleinen Probleme. Einfach gelassen sehen.

Übrigens machen die Krankenkassen meist beglaubigte kopien (auch mal 10 Stück) kostenlos.

Antwort
von Kuhlmann26, 11

Rechtlich sind das Original und die beglaubigte Kopie gleichwertig. Zu beachten ist, dass Du das Original nur vorlegen sollst, nicht abgeben. Möglicherweise hatte die Uni es schon mit Fälschungen bei den beglaubigten Kopien zu tun. Anders ist die Forderung nicht zu erklären. Ein Recht, das Original einzubehalten, hat die Uni nicht.

Gruß Matti

Antwort
von Zumverzweifeln, 32

Wenn deutlich nach dem Original gefragt wird, dann solltest du es persönlich vorlegen.

Abgeben würde ich es auf gar keinen Fall.

Hab halt eine beglaubigte Kopie zum Abgeben dabei und das Original zum Ansehen.

Wenn es sich nicht um einen persönlichen Termin handelt, dann gib die Kopie hin und schreib dazu "Das Original kann gerne jederzeit eingesehen werden".

Ich hoffe, das hilft dir?!

Antwort
von Navvie, 2

Kommentar:

Ich denke, das hängt damit zusammen, dass bei einer Beglaubigung, die auch ein Notar oder Pfarrer vornehmen darf, lediglich bescheinigt wird, dass die Kopie mit dem Original "übereinstimmt". Die Beglaubigung sagt nichts darüber aus, ob das Original, von dem diese Kopie stammt, "echt" ist. Es könnte auch ein "gefälschtes" Original sein.

Aus diesem Grunde gibt es eine Apostille, eine Bescheinigung der Echtheit. Das dürfen nur wenige Personen ausstellen. Im Kultusbereich des Landes Hessen müssen diese Personen die Echtheit eines Zertifikats ihres Bereiches erkennen können.

Die Namen dieser Personen sind bei den RP´s hinterlegt und nur diese Personen sind befugt dazu.

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Regelung auch auf andere Ressorts zutrifft und auch auf andere Bundesländer.

Antwort
von terrial, 13

Original heißt Original.

Hintergrund: Fälschungen sind so leichter zu erkennen

Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Schule, 12

Es gilt folgende Grundregel: Ein Orginalzeugnis gibt man niemals aus der Hand ! Man legt es höchstens vor.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Und genau darum geht es.

ich soll demnächst das "Original des Abiturzeugnisses" vorlegen.

Kommentar von Joshua18 ,

Na ja, ist ja ok. Es müsstest irgend ein Weg gefunden werden, solche Dokumente fälschungssicher zu machen, am besten eine zentrale Registrierung mit Code No., dann würde für öffentliche Institutionen schon eine einfache Kopie reichen.

Schliesslich kann doch heutzutage jeder Trottel z.B. mit Photoshop und irgendeiner aktuellen Abitur-Kopie, sich mit etwas Mühe ein Abiturzeugnis basteln. Das lässt er sich anschliessend auch noch von seinem Pfarramt beglaubigen, nach dem Motto: "Dein Glaube hat dir geholfen !".

P.S. Sorry, für die Polemik ! Spass muss bei dem Wetter sein.

Antwort
von laurent1709, 39

ja viele Arbeitgeber möchten das Original gesehen haben weil früher oft Fälschungen abgegeben worden sind

Kommentar von Daleduc ,

Das beantwortet die Frage nicht.

Kommentar von laurent1709 ,

Na sicher wenn der Arbeitgeber meist beim Vorstellungsgespräch das Original verlangt dann ist eine beglaubigte Kopie nicht gleichwertig.

Kommentar von Daleduc ,

1. den Arbeitgeber hast du dir ausgedacht, zumal kein Arbeitgeber sind in meinem Fall für ein Zeugnis interessieren würde. Niemanden juckt, ob man da 8 Punkte oder 14 hat.


 2. das ist die Frage, ob es juristisch gesehen genauso akzeptiert werden müsste

Kommentar von laurent1709 ,

Frag doch mal bei Bayer oder BASF nach müssen tun die gar nichts

Kommentar von Daleduc ,

Bayer und BASF sind für diese Frage aber völlig irrelevant. Und ich "muss" ja bei denen auch nicht arbeiten ;)

Antwort
von Herb3472, 24

Eine beglaubigte Kopie entspricht juristisch inhaltlich dem Originaldokument.

Antwort
von JaguarFTYPE, 35

Eine notarielle beglaubigte Kopie müsste auch gehen 

Antwort
von joheipo, 26

Beglaubigt: kein Problem. Entspricht dem Original.

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