Frage von Mausi038, 110

Ich habe große Angst vor Hunden und keiner kann das verstehen!?

Hey :) Wo ich damals noch in der Grundschule in der 4. Klasse war sind mir zweimal Hunde hinterher gerannt. Die Hunde kamen einfach auf mich zu gerannt und ich bin natürlich weggerannt. Seitdem habe ich große Angst vor Hunden, besonders wenn sie nicht an der Leine sind. Mein Herz klopft dann wie verrückt, meine Hände werden nass und ich würde am liebsten heulen und weg laufen! Das hat auch schon mein Umfeld gemerkt aber sie haben anscheinend Spaß daran, wenn ich Angst habe. Zum Beispiel gestern: Ich (jetzt 13 Jahre) war mit meiner Familie spazieren und uns kam eine Frau entgegen mit einem Hund der nicht an der Leine war. Als ich den Hund gesehen habe, habe ich sofort Angst bekommen und habe mich hinter meinem Vater ,, versteckt '' und habe mich gar nicht getraut an dem Hund vorbei zu gehen bis mich mein Vater vorbei gezogen hat. Danach haben alle über mich gelacht und und irgendwelche Sprüche gerissen, das man doch vor Hunden keine Angst haben muss und das ich total übertreibe. Oder meine Freundin: Sie macht sich ständig über mich lustig das ich Angst vor Hunden habe aber sie hat selber panische Angst vor Katzen! Sie bleibt dann einfachen stehen und jammert rum. Ich habe mich noch nie über sie lustig gemacht.

Warum machen die sich über mich lustig anstatt mir zu helfen? Kennt das jemand von euch und was habt ihr gemacht?

PS: Reden bringt nichts das habe ich schon versucht und eine Therapie oder sowas kann ich auch nicht machen da meine Eltern die ganze Sache nicht ernst nehmen!

Danke im Vorraus! LG Mausi038 :)

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 50

Hi,

so bist du natürlich in einer schlechten Situation. Normal Angst zu haben. wäre kein Problem, aber dich schränkt diese Angst ein, schreibst ja selber das dich da nicht vorbeitraust. Das deine Eltern deine Ängste nicht Ernst nehmen finde ich etwas traurig, denn eine Therapie könnte in der Tat helfen, zumindestens mit dieser Angst richtig umzugehen, so das es dich nicht in deiner Freiheit einschränkt. Als Jugendlicher muss man dafür auch nicht direkt zum Therapeuten, sondern es gibt auch Pädagogen die dir da helfen könnten, meine Idee wäre nach den Ferien mal zum Vertrauenslehrer zu gehen und ihm um Hilfe zu bitten.

Antwort
von Julchen1408, 27

Du solltest mal versuchen dich nicht zu verstecken, evt. Abstand nehmen aber selbstbewusst sein und dich einfach mal überwinden. Denn wenn du dich immer versteckst wird es mit deiner Angst nicht besser, eher schlimmer weil du dich da immer mehr reinsteigerst... meine Freundin hatte auch panische Angst vor Hunden. Jeddoch als sie mal bei mir war, waren wir halt in meinem Zimmer und wir hatten meinen Hund am anderen Ende des Zimmers kurz angebunden. Sie ist dann immer ein Stückchen näher gekommen und hat mein Hund dann auch irgendwann gestreichelt.

Informier dich im Internet doch auch mal über Hunde, vorrallem über "Calming signals" denn durch diese erkennst super ob der Hund Frieden will oder ob er "böse" ist und dich beißen will (Ist mir zwar noch nie passiert , obwohl ich einen Hund habe der etwas ... launisch ist und auch gerne mal auf "böser kleiner Hund tut" )

Antwort
von Virgilia, 33

Eine Therapie wäre natürlich am besten... Gibt es bei dir in der Nähe Hundeschulen? Da könntest du fragen, ob du bei ein paar Stunden zugucken darfst. Die Plätze sind eigentlich immer eingezäunt, du könntest den Abstand zum Zaun selber bestimmen und du könntest etwas über die Körpersprache der Hunde lernen. Manche Hundeschulen bieten sogar Kurse für Menschen wie dich an :)

Wenn es in deinem Freundes/Bekanntenkreis einen gut erzogenen Hund gibt, könntest du vielleicht fragen, ob du mit Gassi gehen darfst. Der Hund sollte dabei immer an der Leine bleiben, bis du 'bereit' bist, ihn frei um dich rumzulaufen zu haben.

Du könntest zwar auch mit einer (volljährigen) Person ins Tierheim gehen und dich dort mit einem Hund beschäftigen, aber erst, wenn du dir das wirklich zutraust. Im Tierheim wird man eigentlich immer angebellt und manche Hunde hören sich sehr "gefährlich" an ^^

Antwort
von DonCredo, 33

Hi! Ich hatte als Kind ein ähnliches Erlebnis mit einem Schäferhund und mir ging es danach ähnlich wie Dir - kann das also absolut nachvollziehen. Aber irgendwann ging mir das so auf die Nerven, dass ich das loswerden wollte. Und heute habe ich schon den inzwischen 4ten Hund zu Hause und finde Hunde toll - die meisten wenigstens. Mein Rat: beschäftige Dich mit Hunden und ihrem Verhalten, damit Du einschätzen lernst, wie sie gerade ticken. Angst kommt oft durch Unwissenheit - ich bin dann ins Tierheim und habe mich mit Hunden beschäftigt (aber immer im Beisein von Leuten mit Ahnung - Safety first!) und so meine Angst nach und nach verloren. Hunde merken dummerweise dass man Angst hat und werden dadurch eher neugierig als dass sie einen ignorieren ... insbesondere wenn man stiften geht oder sich komisch benimmt, was auch als Angriff verstanden werden kann. Für den Moment verhalte Dich ganz normal, ignoriere den Hund und gehe einfach an ihm vorbei. Auch Sonnenbrille absetzen, das können Hunde nicht verstehen wenn sie Deine Augen nicht sehen. Insbesondere nicht anstarren ... das wird i.d.R. als Drohung verstanden. Wie gesagt, informiere Dich, dann wird es bestimmt leichter. Viel Erfolg und Gruss

Antwort
von sigsak, 16

Ich habe solche Ängste zum Glück nicht, habe einen Hund und halte diesen auch zurück, wenn ich weiß der ein oder andere hat ein Problem damit. Ich habe auch eine Bekannte, sie wurde in der Kindheit mehrfach gebissen, hat nun deshalb ich nenne es lieber Respekt als Angst vor Hunden. Da ich meinen Hund schon als Welpe dabei hatte, kann sie nun etwas einfacher mit ihm umgehen. Das heißt er darf an ihr vorbeilaufen und manchmal auch schnüffeln. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit mit einem Welpen anfänglich zu arbeiten, da greift ja oft noch das Kindchenschema. Man muss sich nur im Klaren darüber sein, dass Milchzähne sehr scharf sind, sich also nicht unbedingt anknabbern lassen. Ich hoffe für jeden Menschen, dass man Ängste in Griff bekommt, denn eine Freundschaft mit einem Hund gibt einem sehr viel. Viel Erfolg

Antwort
von Verjigorm, 40

Ich hatte in meiner Kindheit auch so ein Erlebnis, bei ich dem vor einem Köter stiften ging. Hab mich dabei ziemlich übel lang gelegt, aber eine richtige Angst vor Hunden hab ich zum Glück nie entwickelt. Ich hab Respekt vor Hunden, bin aber Katzenliebhaber.

Bei mir sind es da eher Spinnen: Vor denen flüchte ich vorzugsweise; und das als erwachsener Mann. Aber wenn ich mich zusammen nehme, kann ich die Viecher sogar fangen und draußen freilassen (ich töte sie trotz allem nur ungern), sofern das nicht echt riesige oder widerliche Vertreter sind.

Was ich sagen will: Du wirst sicher selbst wissen, dass man eigentlich keine Angst zu haben braucht, aber gegen das Gefühl kann man erst mal wenig machen. Möglicherweise hilft es dir, wenn du dich schlau machst, wie man Hunde z.B. effektiv abwehrt. Nicht, dass du es brauchst (hoffe ich), aber bei einer Konfrontation mit einem Hund kannst du dann nach und deine Selbstkontrolle üben (1. Fluchtreflex unterdrücken, 2. nicht zurückweichen, irgendwann 3. sogar auf den Hund zugehen).

Sowas geht nunmal nicht von jetzt auf gleich.

Alles Gute und viel Erfolg.

Antwort
von theadult, 28

Hallo, ich kann dich verstehen, Hunde sind auch nicht unbedingt meine Lieblingstiere. Aber mit ein paar wenigen Tricks lassen diese einen beim Vorbeigehen auch in Ruhe. Wichtig ist nicht immer sofort lauthals in Panik zu verfallen, wenn man einen unangeleinten Hund sieht. Schau ihm nicht in die Augen und gehe ruhig an ihm vorbei. Meist sind Hunde mit ganz anderen Dingen beschäftigt als dich anfallen zu wollen. Viele Verhaltensweisen kann man sowohl beim Tier als auch beim Menschen beeinflussen. Bleib einfach locker, dann brauchst du auch nicht gleich einen Therapeuten. Viele angesammelte Ängste sind einfach nur Unwissen. 

Vielleicht hilft dir auch diese Frage ehrlich selbst zu beantworten: Wie viele Menschen aus deiner Familie und von deinen Freunden kennst du, die ernsthaft von einem Hund angefallen wurden? Meist ist es doch noch niemanden passiert. Wie sieht es da bei dir aus? Wenn du mit deiner Familie unterwegs bist, versuch doch mal deine Ängste zu kontrollieren. Denk dir: Warum sollte der Hund ausgerechnet mich in der Gruppe anfallen? Manchmal sind es wirklich nur die einfachsten Sachen, die einen die eigenen Ängste überwinden lassen.

Alles Gute und viel Erfolg.

     

Antwort
von Fluflu100, 35

Bei mir war das auch so. Wir hatten, als ich klein war einen Hund, der hat mich immer umgeworfen und mir mein Essen geklaut. Danach hatte ich riesige Angst vor Hunden, ich nenne sie immer meine Hundephobie. Mich konnte auch niemand verstehen. Sie meinen es nicht böse, doch es trifft einen sehr, wenn sie sich lustig machen. Sie versuchen damit die Situation hinunterzuspielen. Sie glauben nicht, dass es einen so trifft. Bei mir hat sich das dann immer weiter gelegt. Das lag hauptsächlich daran, dass ich versucht habe den Hunden zu vertrauen. Ich habe mich langsam den Hunden einer Freundin genähert. Nach und nach hatte ich weniger Angst. Heute ist die Angst beinahe weg. Zwar bekomme ich immer noch Angst, wenn ein Hund bellend auf mich zukommt, aber Mittlerweile kann ich einigermaßen entspannt an hunden vorbeilaufen und sie auch mal kraulen. Ich kann dir leider nicht genau sagen, wie du das Problem lösen kannst. Bei mir war es die langsame Konfrontation mit Hunden. Meine Mutter wusste auch von meiner Angst, was es mir etwas leichter machte. Kehr das Problem bloß nicht unter den Tisch und lass dich nicht unterkriegen. Auch wenn die anderen immer wieder gemeine Kommentare machen. Du weißt, dass es dir Angst macht, also erinnere sie immer wieder dran. Sie werden merken, dass du es ernst meinst, weil es dann kein Einzelfall ist. Doch sie können nix daran ändern, das kannst nur du. Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen ;-)

Antwort
von froeschliundco, 21

find ich echt gemein von deiner familie...die tun das,weil es immer einfacher ist auf einem schwächeren rumzuhacken,als auf einem starken...wen du in eine situation kommst mit hund, ruhig stehn bleiben (auf keinen fall wegrennen), arme am körper ruhig halten, blick weg vom hund (nie anstarren oder anschreien), und am besten drehst du dich leicht vom hund weg, gut durchatmen und erzähl dir selber eine geschichte,in einer ganz leisen,ruhigen stimme....bleib einfach stehn bis der hund das intresse an dir verliert, vielleicht kommt er auch schnuppern...eigentlich sollte alleine an deiner körperhaltung der hundehalter kapieren u.den hund abrufen u.anleinen...ansonsten bitte gaaanz ruhig darum...vielleicht wäre für dich auch eine therapie mit therapiehunden gut, such mal bei tante google

Antwort
von phil0411, 44

Kontrollier in den derbsten Momenten ausschliesslich deine Atmung.Du siehst,dir passiert nichts und die Angst verschwindet,je eher du die Atemtechnik beherrschst.

Antwort
von Adanaaa01, 48

Ich verstehe dich so gut, bin 16 und fühle 1 zu 1 das gleiche wie du. Ich weiß auch nicht mehr was ich machen soll

Kommentar von Dahika ,

eine Verhaltenstherapie kann dir rel. schnell helfen.

Antwort
von Iminent, 43

Hey mein Freund hat auch höllische angst vor Hunden und wir machen auch manchmal Scherze mit ihm. Ich weiß du hast richtig Angst vor Hunden, aber sieh es doch mit Spaß^^ Jeder hat Angst vor irgendwas. Und wenn das nächste Mal einer deiner Freunde Angst vor irgendwas hat kannst du sie lauthals auslachen^^ :D

Antwort
von hallowgd, 26

Um eine angst loszuwerden muss man sich der Angst stellen.eine Freundin hat das auch gehabt.sie hat sich dann nen Ruck gegeben und hat einen chiwauwa (ka wie man das schreibt) gestreichelt. Dann ist sie mit mir und dem Hund mal gassi gegangen und sie hat heute viel weniger angst

Antwort
von zersteut, 46

das gibt es häufiger!

Antwort
von steefi, 38

Hunde haben ein einfaches, fest bei ihnen einprogrammiertes Muster das besagt:

Wer größer ist, ist stärker als ich und ist mir überlegen.

Da kannst Du mal davon ausgehen, außer bei Kampfhunden bei denen diese Grenze bewußt eliminiert wurde. Die sehen Dich also immer als stärker an.

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