Frage von Pupsmausi123, 184

Kann das ein Anzeichen für Scheinträchtigkeit sein?

Hündin ist sehr verschmust, spielt normal, frist fast nichts. Ihre Zitzen sind NICHT geschwollen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von adventuredog, 184

Ja, kann sein. Die Zitzen müssen nicht geschwollen sein, es gibt verschiedene Anzeichen. 

Das sie wenig frisst ist nicht schlimm, denn eine hohe Kalorienzufuhr regt möglicherweise den Milchfluss an. Am besten den Hund draussen viel fordern und dadurch ablenken.  Keine Spielsachen, die sie bemuttern könnte, herum liegen lassen, auch das fördert den Milchfluss und die Hündin steigert sich hinein. 

lies auch hier:

http://partner-hund.de/info-rat/gesundheit-vorsorge/das-sexualverhalten-des-hund...

Eine normale Scheinträchtigkeit ist übrigens keine Krankheit, sondern gehört zum normalen Zyklusverlauf der Hündin dazu. Lass dich mal homöopathisch beraten!

Expertenantwort
von shark1940, Community-Experte für Hund, 132

Kann sein, muß aber nicht sein.

Ist es die ersten Läufigkeit gewesen? Viele verändern sich nach der Läufigkeit. Es kann dadurch einfach das sein und muß keine Scheinträchtigkeit sein.

Vielleicht ist es auch eine - es gibt viele verschiedene. Sollte es eine sein, dann ist diese nicht sehr ausgeprägt.

Wenig fressen ist  - sollte es eine Scheinträchtigkeit sein - gut, denn viel Futter würde den Milchfluß evt. einstellen.

Wenn Du Dir Sorgen machst, weil sie wenig frißt, dann gehe zum Tierarzt. Sollte der nichts feststellen, dann ist es auch relativ egal, wenn sie scheinträchtig sein sollte - solange es nicht heftig wird. Mit heftig meine ich - Zitzen schwellen an mit Milchfluß, seelisch down etc.

Meine Hündin war auch nur ganz leicht scheinträchtig. So leicht, dass man es nicht bemerkt - außer man kennt sie sehr sehr gut.

Ich finde die Einstellung von Dir und Deiner Tierärztin sehr gut. Kastra ist ein sehr großer Eingriff in das Hormonsystem und kann viele negative Folgen haben. Bei manchen wird das Fell schlechter - aber das ist noch eines der nicht so schlimmen Folgen. Manche werden inkontinent, andere haben danach Schilddrüsenprobleme etc. pp. Jeder Hund reagiert anders, daher sind Kommentare wie "bei meiner war das nicht so" überflüssig.

Ich habe mein Lebenlang immer intakte Hündinen und Rüden gehabt. Nur eine wurde kastriert und die arme Maus hatte danach Schilddrüsenprobleme.

Antwort
von IRENEBOA, 146

Ab zum Tierarzt. Ohnehin sollte die Hündin - sofern du sie nicht zur gezielten Zucht einsetzen willst und selbst genügend Kenntnisse hinsichtlich Vererbungslehre, Zuchtlinien etc. hast, kastriert werden, um ungewollte Trächtigkeiten (und damit die unkontrollierte Vermehrung) und Scheinschwangerschaften zu unterbinden.

Kommentar von Pupsmausi123 ,

Meine Tierärztin meinte, ich bräuchte sie nicht katrieren zu lassen, da es nicht medizinisch notwendig ist, ausserdem würde sich ihr Fell sehr verändern und das ist bei ihr ganz besonders schön.

Kommentar von shark1940 ,

Deine Tierärztin hat auch völlig recht und ist einer der wenigen vernünftigen Tierärzte, die nicht einfach rumopierieren.

IRENEBOA - auch Deine Antwort verstehe ich nicht. Was hat die Frage nach einer eventuellen Scheinträchtigkeit mit Deiner Antwort zu tun? Nur weil man nicht züchten will, muß und sollte man nicht kastrieren, denn Kastra ist nicht gesund. Und nur weil jemand nach Scheinträchtigkeit fragt, heißt das nicht, dass eine Trächtigkeitsgefahr da ist.

Scheinträchtigkeiten sind relativ normal und solange diese nicht ausgeprägt ist, macht des der Hündin auch nichts aus.

Kommentar von IRENEBOA ,

shark1940, ich würde stark bezweifeln, dass der Stress der (immer wiederkehrenden) Scheinträchtigkeiten gesünder ist als die Kastration - und damit die Verhinderung einer ungewollten Trächtigkeit, da ja auch viele Besitzer von Rüden es nicht so genau nehmen mit der Kontrolle der Vermehrung...

Es geht ja nicht darum, einfach sinnlos herumzuoperieren, sondern darum, einem Tier den Stress der Läufigkeit und der Scheinträchtigkeit zu ersparen. Dass eine Kastration nicht natürlich ist, ist mir klar - aber das Halten eines Hundes in Wohnung/Haus mit zwei- oder dreimaligem Gassigehen am Tag ist auch nicht natürlich. Man kann meiner Ansicht nach nicht für eine natürliche Handhabung plädieren, wenn die Rahmenbedingungen (im Regelfall) alles andere als natürlich sind.

Antwort
von brandon, 115

Bei meiner Hündin hat sich das Fell nicht verändert nach Ihrer Kastration.

LG

Antwort
von xttenere, 98

Wenn man nicht züchten kann (will) mit einem Hund, und anscheinend nicht fähig ist, wähend der Löufigkeit die nötigen Schritte zu unternehmen, damit die Hündin nicht gedeckt wird....sollte seinen Hund kastrieren um unerwünschten Welpen vorzubeugen.

Kommentar von shark1940 ,

Was hat denn das mit der Frage zu tun? Sie geht nicht von einer Trächtigkeit aus sondern einer Scheinträchtigkeit

Kommentar von xttenere ,

Hast eigentlich recht, hab etwas überreagiert...mich hat die Bemerkung, dass das Fell leiden könnte etwas dauer gemacht.

Kommentar von adventuredog ,

es leidet übrigens nicht nur das Fell nach einer  Kastration!


Eine der umfassendsten und bezüglich der Fallzahlen beeindruckendsten Arbeiten zu dem Thema ist für mich "Evaluation of the risk and age of onset of cancer and behavioral disorders in gonadectomized Vizslas (Risiko und Erkrankungsbeginn von Krebs und Verhaltensstörungen bei kastrierten Vizslas)". In dieser im Februar diesen Jahres im angesehenen Journal of the American Veterinary Medical Association veröffentlichten Studie greift die Kollegin Christine Zink auf die Daten von 2505 (!) ungarischen Vorstehhunden (Magyar Vizsla) zurück. Es macht im Rahmen eines Blog-Artikels wie diesem keinen Sinn, detailliert auf Kollegin Zinks Ergebnisse einzugehen, aber alles in allem muss man feststellen, dass kastrierte Tiere beiderlei Geschlechts ein teilweise um ein Mehrfaches erhöhtes Risiko aufwiesen, an bestimmten Krebsarten (Mastzelltumore, Hämangiosarkom, Lymphosarkom) zu erkranken, und das auch noch zu einem deutlich früheren Zeitpunkt als intakte Artgenossen. Auch bestimmte Verhaltensstörungen, vor allem die Angst vor Gewittern, kamen bei kastrierten Tieren deutlich häufiger vor. Andere Studien belegen, dass das Risiko für die Entwicklung eines Osteosarkoms (Knochenkrebs) für kastrierte Hunde um das drei- bis vierfache erhöht ist. Selbst die Datenlage zur Verhinderung von Gesäugetumoren durch die Kastration steht unter Beschuss. Und bösartige Prostatatumoren beim Rüden treten bei Kastraten nicht seltener, sondern häufiger auf!
Insgesamt wird die erhöhte Anfälligkeit für Tumorerkrankungen aktuell mit einer durch den Wegfall der Geschlechtshormone zusammenhängenden Beeinträchtigung des Immunsystems in Zusammenhang gebracht. Dafür spricht auch, dass bei kastrierten Hunden offenbar sogar eine höhere Infektanfälligkeit nachzuweisen ist.

Besonders bedrückend ist für mich, dass eine Kastration fast sicher das Auftreten von Hämangiosarkomen, den berüchtigten Milztumoren, fördert. Ich bin auf diese Erkrankung in einem früheren Blogartikel schon einmal eingegangen. Mit dieser extrem bösartigen und gefährlichen Tumorart haben wir es bei älteren Hunden andauernd zu tun. Unsere Nandi wurde aufgrund metastasierter Milztumore eingeschläfert. Die Vorstellung, dass wir diese fiese Krankheit durch Kastration auch noch gefördert haben sollen, finde ich einfach schrecklich. Meine amerikanische Kollegin und Krebsspezialistin Alice Villalobos findet dafür einen sehr passenden Ausdruck: Earth shattering!

Quelle http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=1...

Kommentar von Pupsmausi123 ,

Vielen vielen Dank für die Kommentare und detaillierten Antworten. Hat unsere Entscheidung noch einfacher gemacht, sie nicht kastrieren zu lassen und hoffen, dass unsre süße Hundeschnauze uns laaaaange gesund und munter erhalten bleibt 🐾😄

Antwort
von Schleinina, 108

Frag mal den Tierarzt. Webprognosen sind leider sehr unsicher. :)

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