Gottesdienst--wer dient wem?

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7 Antworten

Gottesdienst wurde bis vor ca. 50 Jahren im Christentum einheitlich so verstanden, dass wir Gott dienen.

Wer sich vor Augen führt, wie gewaltig derjenige ist, der das Weltall erschaffen hat (man schaue sich nur einmal den Sternenhimmel an), der wird begreifen, dass wir winzigen und unbedeutenden Geschöpfe diesem Unendlichen mit absolut nichts dienlich sein können.

Aber er war es, der aus uns Nichtsen etwas gemacht hat, indem er uns durch Christus lehrt, dass wir alle "Kinder Gottes" sind und dass Gott als liebender Vater mit uns ist.

In dieser Rolle macht er uns Tag und Nacht sein Angebot, mit uns zu sein, seine liebevollen Empfehlungen ("Gebote") zu befolgen, um an der Vollendung der Schöpfung mitzuwirken und jede Sekunde seine hilfreiche Gegenwart zu spüren. Dazu braucht es von uns keinen Dienst, sondern nur eins: die bewusste Bereitschaft, seine Geschenke entgegenzunehmen.

Besonders sinnvoll ist es, sich dazu zu mehreren oder mit der Gemeinde zu versammeln, um sich besonders auf Gott auszurichten (Altarssakrament) und damit auch besonders beschenkt zu werden. Leider sind die etablierten Kirchen zurzeit anscheinend unfähig, diese frohe Botschaft glaubwürdig zu vermitteln. Mit Kirchengeboten unter Androhung von Strafen erreicht man nur das Gegenteil.

Wenn man "Gottesdienst" so sieht - und das tun immer mehr Christen - dann ist es klar, dass hier Gott den Menschen einen Dienst leistet und nicht umgekehrt.

Es steht aber jedem frei, alle Geschenke auszuschlagen und sich nicht auf ihn auszurichten. Wer nicht will, der hat schon. Gott lässt jedem seine Freiheit.

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Kommentar von fahrer88
05.09.2016, 22:41

Hatte ich auch immer so geglaubt das nur wir Gott dienen, ist aber überwiegend das Gegenteil der Fall. Danke für gute Antwort

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Üblicherweise wird es so verstanden, dass wir Gott dienen.

Heut betonen manche, dass die tiefere Wahrheit ist, dass Gott uns dient.

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Kommentar von gottesanbeterin
04.09.2016, 21:47

Na serwas, weshalb sollte Gott uns denn dienen?

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Kommentar von Eselspur
04.09.2016, 22:18

das kannst du bei jeder Messe meditieren - und darüber staunen!

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Ich würde es als gegenseitiges Geben und Nehmen bezeichnen.

Es dienen auch die Menschen einander: Der Prediger dient den Zuhörern, wer für andere betet, dient dem Nächsten etc.

Die Bibel sagt zu diesem Thema:

"Brüder und Schwestern, weil Gott so viel Erbarmen mit euch gehabt hat, bitte und ermahne ich euch: Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat. Das ist für euch der »vernunftgemäße« Gottesdienst." (Röm 12,1)

und


"Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten." (Jak 1,26 f)




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Es ist in der Tat ein Wechselspiel:

Wir dienen Gott, indem wir seine Gebote halten, das heißt unter anderem, sein Wort hören.

Im Gegenzug hält Gott seine Zusagen ein und dient damit uns.

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die menschen dienen gott, damit er sie zu vollmenschen machet

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Gott dient uns :)

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Kommentar von Elli002
04.09.2016, 17:17

in dem er uns zuhört (Gebet), ermutigt (durch Predigt), uns hilft, dran zu bleiben, die Schuld vergibt,..

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Kommentar von Elli002
05.09.2016, 09:02

Aber insgesamt ist Gott derjenige, der im Gottesdienst etwas für uns tut, nicht umgekehrt. Ich finde schon, dass Zuhören, Ermutigen, usw. eine "Dienstleistung" an jemanden ist. Dienen nicht im Sinne von "anbeten", sondern im Sinne von "Gutes tun".

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Ich würde es auch als gegenseitiges Geben und Nehmen verstehen: Es geht um Gemeinschaft, Zusammensein, zusammen das Leben feiern, zuhören.

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