Frage von BeatlesForSale, 60

Geht es in dem Gedicht "Vom Schwimmen in Seen und Flüssen" von Berthold Brecht um (Selbst-) mord?

Hallo, Ich weiß, die Frage klingt komisch, aber im Text gibt ES vielleicht Anspielungen darauf. Zum Beispiel heißt es in Zeile 5-6, dass der Leib im Wasser leicht wird, "Wenn der Arm leicht aus dem Wasser in den Himmel fällt". Das könnte bedeuten, dass der Körper leicht wird, wenn die Seele den Körper in Richtung Himmel verlässt. Des weiteren heißt es in Zeile 7-8, dass der Wind ihn für Braunes Astwerk hält. Damit könnte gemeint sein, dass es eine leiche ist, die sich nicht bewegt und den Fluss hinuntertreibt. In Zeile 11 steht, dass der Schlamm warm ist. ES könnte damit gemeint sein, dass der Leichnam zum Grund fällt. ES gibt noch weitere Hinweise darauf, allerdings will ich sie hier nicht weiter auflisten. Was meint ihr, ist etwas an der Theorie oder ist das bloß ein Hirngespinst? Danke, im voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von KatzenEngel, 45

Es liegt an jedem Einzelnen, der das Gedicht liest, jeder interpretiert anders. Leider können wir Brecht nicht mehr fragen, wie er es gemeint hat. Allerdings haben sich grade unsere "guten alten Dichter" viel mit Selbstmord beschäftigt. Könnte also sein.

Habt Ihr das in der Schule? Ich mein, dann würd ich an Deiner Stelle mal den Lehrer fragen, wie er es interpretiert. Die Antwort wär auch interessant (ließe sich aber auch nicht pauschalisieren).

Antwort
von SchleichSchmitt, 41

Ich kann deine Gedanken nachvollziehen, hätte es aber selbst nicht so interpretiert. Ich stimme da muelli21 zu

Antwort
von DJFlashD, 38

Das liegt an dir es zu interpretieren. Was wirklich damit gemeint war, hätte dir nur brecht persönlich sagen können.

Antwort
von mychrissie, 23

Nein, es geht eher um die Lust der Einswerdung mit der Natur.

Antwort
von muelli21, 38

theorie ja. natürlich lassen solche
gedichte immer viele interpretationsmöglichkeiten. alle haben irgendwo etwas richtiges und man kann denke ich nicht pauschal sagen, dass es falsch ist. ich kenne das gedicht nicht, aber für mich klingt es eher nach der verschmelzung von mensch und natur. also quasi dass der mensch mit der natur im einklang lebt und zu sich selbst findet.

Grüße

Ricardo

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