Frage von BlackST, 104

Gegen Argumentation zu Lenins Behauptung?

Hallo , Ich soll eine Gegenargumentation zu folgender Behauptung von Wladimir Iljitsch Lenin, dass nur Schufte und Idioten fordern, dass Proletariat zunächst die Mehrheit durch Wahlen erringen müsse, schreiben, doch leider fällt mir kein einziges Argument gegen diese Behauptung ein. Kann mir wer helfen?

Vielen Dank im Voraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von alexklusiv, 93

Es ist schwierig, Argumente dagegen zu finden, zumal Lenins Position in dieser Frage richtig ist.

Das gewichtigste ist aber folgendes - das Proletariat muss mit dem Kommunismus nicht übereinstimmen. In Deutschland entspricht die Fraktion DIE LINKE zum Beispiel dem wirtschaftlichen Interesse von 85% der Bevölkerung, dennoch wird sie nicht gewählt. Man könnte Lenin unterstellen, dass er das gleiche in Russland befürchtete.

Kommentar von BlackST ,

OK, aber trotzdem danke

Kommentar von Karl37 ,

Die Montagsdemonstrationen in der DDR sind als Revolution friedlich abgelaufen, damit ist die Meinung Lenins widerlegt. Die Menschen in der DDR mussten nicht hungern nach Speise und Trank, sondern sie hungerten nach Freiheit. So ein Gedanke passt nicht in den Kopf der Kommunisten.

Kommentar von alexklusiv ,

Kommunismus ist Freiheit, junger Mann :) Ohne könnte man ihn nicht so nennen. Freiheit gehört zum Kommunismus wie ein Monarch zur Monarchie.

Nicht Lenin hat die Berliner Mauer gebaut - da verwechselst du was^^

Antwort
von MrHilfestellung, 75

Ich sehe das Problem darin, dass das Proletariat, sofern es in Westeuropa überhaupt noch existiert, kein Interesse daran hat den Kapitalismus abzuschaffen, da selbst arme Europäer immer noch von der Ausbeutung, die der Kapitalismus verursacht profitieren.

Desweiteren glaube ich, dass die Gesellschaft an sich, die Konkurrenzdruck fördert und Leistung über alles belohnt den Menschen, auch wenn er seine Situation theoretisch verbessern könnte, nämlich im Kommunismus, dazu treibt den Kapitalismus für das bessere System zu halten. 

Antwort
von soissesPDF, 58

Lenin schrieb auch: "Revolutionen gehen durch den Magen".

Wenn das Volk satt ist, revolutioniert es nicht.
Heutige Gesellschaftskritiker meinen: "Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten".

Hinsichtlich seiner Revolutionstheorie lag Lenin richtig.
Hinsichtlich dessen was einer Revolution folgt lag er ebenso falsch.
Er selbst machte noch zu seinen Lebzeiten die Erfahrung, dass die Bauern so gar nicht einverstanden waren mit dem Ergebnis, der Vergemeinschaftung des Bodens.

Antwort
von Karl37, 45

An dem Zitat kann man ermessen, welch menschenverachtender Mensch Lenin war. Es ging Lenin nicht um die Verbesserung der Situation der Menschen, sondern um Revolution. Mitstreiter als Schufte und Idioten zu bezeichnen, geht schon unter die Gürtellinie. Er hat es dabei aber nicht belassen, allerdings Schwergewichte innerhalb der Partei wie Leo Trotzki konnte er nicht mehr umbringen lassen, das besorgte sein Nachfolger Stalin

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