Gartenhäuschen als Frettchengehege?

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4 Antworten

Ich halte meine Frettchen auch draußen im Garten und habe dafür auch ein altes Gartenhäuschen verwendet. Ich halte 3 Frettchen in einem 12 qm großen Gehege, wobei das die Mindest-Anforderungen sind, auch für 2 übrigens (; Ich hab im Baumarkt ein paar dicke Balken gekauft und ein Grundgerüst draus gemacht. Das Gartenhäuschen habe zerlegt und die Wände als Wände für mein Gehege benutzt. 2 Wände waren somit geschlossen. Um Durchzug zu vermeiden, sollte man eine dritte Wand schließen, die hab ich mit einem Teil unseres alten Carport-Dachs geschlossen, also durchsichtig. Dadurch hab ich unheimlich viel Geld gespart ^^

Was sonst noch so wichtig ist:

- das Gehege nicht in der prallen Sonne bauen, lieber unter Bäumen, denn Frettchen sind sehr hitzeempfindlich. Mein Gehege wurde zB rundum mit Bambus bepflanzt und steht zur Mittagszeit im Schatten.

- Du brauchst isolierte Schlafhöhlen, am Besten 2, damit sie in der Nacht wechseln können oder getrennt schlafen können, wenn sie wollen.

- Der Draht um das Gehege sollte kein Kaninchendraht sein, sondern punktverschweißter Draht mit quadratischen Kacheln, sonst können die Biester sich einfach durchbeißen

- Manche Frettchen klettern gern am Draht hoch und fallen dann vielleicht runter. Das kannst du vermeiden indem du den untersten halben Meter mit Plexiglas oder Holzplatten abdeckst.

- Der Boden sollte entweder gepflastert oder noch besser mit Draht unterlegt werden (was aber mit Sicherheit unheimlich aufwändig ist, keine Ahnung) damit kein Buddelfetischist ausbüxen kann

Ein paar Inspirationen aus meinem Gehege:

- Ein großer Trog mit Blumenerde zum Buddeln

- Plantschbecken mit Wasser, Bällen, Laub usw, die immer mal neu gemacht werden können.

- doppelstöckiger Hasenstall zum drauf klettern und drin verstecken

- Tunnel in jeglichen Formen und Größen: Rohrförmige Steine, lange Plastikröhren, Katzen-Knister-Tunnel, ...

- ein Schaukel-Körbchen, das von der Decke hängt

und was in keinem Frettchengehege fehlen sollte ist ein richtig gemütlicher Sessel/Stuhl, damit man auch mal mit seinen Frettls kuscheln kann. Denn im Winter und zu Beginn der kalten Tage sollte man sie lieber nicht zum Spielen mit reinnehmen, weil ihr Winterfell sonst nicht so gut ausgeprägt wird.

Wenn du noch Fragen hast, fragen (:

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Kommentar von Anna482
04.11.2016, 21:06

Erstmal danke für deine ausführliche Antwort, sie hat mich wirklich weiter gebracht - Danke :-) 

Also da Frettchen ja Raubtiere sind fressen sie ja Fleisch, mit was fütterst du deine Frettchen und wo bekomme ich das Futter her?

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Also das Gartenhäuschen müsste in jedem Fall eine Grundfläche von min. 10 qm haben. Es muss natürlich auch Tageslicht reinkommen.

Wenn die oben genannten Kriterien zu Licht und Größe erfüllt sind, würde ich einfach alles rausschmeißen und erstmal PVC verlegen (ist stabil und leicht zu reinigen). Dann würde ich noch Etagen zum Klettern an der Wand festschrauben. Diese mit Röhrensystemen (Drainageröhren aus dem Baumarkt) und Leitern verbinden. Die Etagen sollten breit sein und am besten noch eine kleine Sicherung am Rand haben, normalerweise passiert nichts, aber wenn die beim Raufen da runter fallen... man weiß ja nie.

Außerdem muss bei Außenhaltung min. ein gut isloiertes Schlafhäuschen bereitstehen, wo beide Frettis Platz haben.

Dann einfach noch Kuschelsachen und Spielzeug rein, Futter- und Wassernapf, Klos in die Ecken und fertig ist das Frettchenparadies.

Zusätzlich zum Gartenhäuschen ist es natürlich schön, wenn Sie auch im Garten auslauf haben. Ohne Aufsicht dauerhaft dort leben sollten Sie aber nicht, daher muss auch das Gartenhäuschen ausreichend groß sein.

Warum nicht dauerhaft im Garten leben?

Zum einen ist es extrem schwer den Garten 100% ausbruchsicher zu machen.

Man müsste eine Mauer oder etwas ähnliches komplett geschlossenes ums ganze Grundstück ziehen und dies auch noch min. 1/2 m tief in den Boden einlassen, da sie sich sonst raus graben. Ein Zaun geht nicht, da klettern sie drüber.

Zum anderen gab es schon Fälle, wo Frettchen von Raubvögeln oder anderen Tieren geschnappt wurden. Zusätzlich müsste man also ein netz über dem ganzen Garten spannen, keine wirklich realistische Idee.

Ich persönlich würde meine Frettchen nie außen halten, da hätte ich viel zu wenig Kontakt mit Ihnen. Sie sind Familienmitglieder. Einen Hund würde man im normalfall ja auch nicht im Garten halten. Aber das ist eine persönliche Sache. Im Winter wäre es mir auch einfach zu ungemütlich mich Stunden in die Kälte zu setzen ;).

Meine drei haben leben bei mir in der Wohnung, haben einen abgetrennten großen Bereich inkl. umgebautem Schrank als Rückzugsort. Wenn ich da bin, dürfen Sie die ganze Wohung unsicher machen.

Zu beachten bei der Frettchenhaltung allgemein ist noch:

- Das Futter: Frettchen sind reine Fleischfresser, daher hat Getreide, Zucker und Gemüse auf ihrem Speiseplan nichts verloren. Eine ausgewogene Ernährungbesteht aus allen Teilen vom Tier (außer Schwein), also Muskelfleisch, Sehnen, Knochen, Knorpel, Innereien etc. Am besten sind Futtertiere wie Frostmäuse (also schon tot).
Zusätzlich sollte 24 Std. hochwertiges Trockenfutter (am besten Frettchen4you) zur Verfügung stehen. 99% aller Frettchentrockfutter sind Müll und enthalten Getreide oder andere schädliche  Stoffe, immer auf einen sehr hohen Fleischanteil achten. Hochwertiges Katzentrockefutter, wie Etosha Wildcat, ist auch in Ordnung. Hochwertiges Futter ist zwar mit knapp 50 EUR/5 kg nicht ganz günstig. 5 kg halten aber auch locker 6 Monate. Und da Frettchen allgemein keine billigen Haustiere sind, macht das auch nichts mehr aus ;)

Das Fleisch bestellt man am besten gefrostet beim Tierhotel.de, die Futtertiere bei frostfutter.

- Die Kastration und Impfung: Frettchenfähen (weibchen) müssen kastriert werden, da Sie ansonsten in eine Dauerranz fallen können, die tödlich endet (östrogenvergiftung). Rüden sollten Kasrteiert werden, weil sie in der Ranz sonst extrem stinken und agressiv werden können.

Geimpft werden müssen Frettchen jährlich gegen Staupe, bei Außenhaltung kann zusätzlich Tollwut sinnvoll sein.

Solltest du weitere Fragen haben, melde dich gerne.

LG



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Ich halte meine Frettchen in einem eigenen Zimmer mit zusätzlich Freilauf in der Wohnung.
Vergiss nicht, deine Frettchen kastrieren zu lassen!

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Kommentar von Anna482
02.11.2016, 17:04

Ja daran habe ich auch schon gedacht , nicht das ein Frettchen noch stirbt 

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Kommentar von ApfelTea
02.11.2016, 17:07

Genau :) Und sichere dein Gehege gut ab. nicht, dass ein Greifvogel sie holt oder einer ausbüchst.

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http://www.haustierseiten.de/frettchen/artgerechte-haltung/

https://www.google.de/search?q=frettchen+au%C3%9Fengehege&sa=X&biw=1280&bih=860&tbm=isch&tbo=u&source=univ&ved=0ahUKEwi6x\_a0tYrQAhVMsxQKHcwHAy8QsAQIIQ&dpr=1

Hier kannst du dir einiges durchlesen und auch die Fotos anschauen miot Aussengehege.

Suche dir mal spezielle Frettchen - Foren, dort bekommst du hilfreiche Tipps, wie du sie artgerecht im Aussengehege halten kannst, was das Futter kostet und wie du ein Gehege so einrichtest, dass sie sich auch beschäftigen können.

Es ist gut, dass du dich vorher rechtzeitig informierst und du weist sicher auch, dass das keine Schmusetiere sind, sondern mehr zur Beobachtung dienen.

Habe noch einen Link für dich gefunden

http://www.frettchenbande.net/haltung.html

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Kommentar von Anna482
02.11.2016, 16:55

Danke dir, den letzten habe ich mir auch schon angesehen :-) 

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