Frage von DieMauslol, 27

Frühlingsnach von joseph von eichendorff?

ich finde in diesem gedicht keine 3 rhetorischen figuren und kann sie auch nicht erklären geschweige denn bennen hilfe

Übern Garten durch die Lüfte Hört ich Wandervögel ziehn, Das bedeutet Frühlingsdüfte, Unten fängts schon an zu blühn. Jauchzen möcht ich, möchte weinen, Ist mirs doch, als könnts nicht sein! Alte Wunder wieder scheinen Mit dem Mondesglanz herein. Und der Mond, die Sterne sagens, Und in Träumen rauschts der Hain, Und die Nachtigallen schlagens: Sie ist deine, sie ist dein!

Antwort
von Haldor, 12



Metapher: Alte Wunder scheinen....herein: Uneigentlicher Gebrauch des Wortes „scheinen“. Ein weißes Gebäude kann hereinscheinen, nicht aber „alte Wunder“. Das ist eine romantische Verwandlung (Verklärung) der Welt, ganz im Sinne von Novalis, der in der Dichtung eine Romantisierung der Welt forderte.
Oxymoron:
Jauchzen möcht ich, möchte weinen (zwei sich widersprechende Empfindungen)
Personifikation: der Mond, die Sterne sagen's oder der Hain rauscht in Träumen.
Personifikation:
die Nachtigallen schlagen's: Sie ist dein...(Nachtigallen fangen an zu sprechen).
Dann: 3x „und“ in der letzten Strophe: eine Anapher; oder: Parallelismus in der letzten Verszeile: Sie ist..... sie ist... (bedeutet starke Betonung)

Intention:
Die zunehmende romantische Verwandlung (Romantisierung) ist Inhalt des Gedichtes; sie verspricht dem lyrischen Ich die Erfüllung seiner Wünsche: „Sie ist dein!“ Zunächst hält sich alles im realistischen Rahmen (1. Strophe); dann, ab Strophe 2, setzt die Verwandlung ein, mit den sich widersprechenden Empfindungen und der Als-ob-Vorstellung:(eigentlich könnt's nicht sein, aber sie sind da: die alten Wunder, sie erscheinen; der Mond, die Sterne fangen an reden, der Hain träumt, die Nachtigallen sprechen. Jetzt ist das lyrische Ich reif dafür, fest an die Liebeserfüllung zu glauben.


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