Frage von Erdbeerle848484, 112

Erfahrungen Passt ein Schweizer Sennenhund zu uns?

Hallo, Passt der Schweizer Sennenhund zu uns? Wir sind eine 4 köpfige Familie Mama Papa zwei Kinder junge 1,5 Mädchen 6,5. Wir haben auch zwei Katzen die an Hunde gewöhnt sind. Ich bin selbständig als nageldesignerin ich arbeite zuhause. Bin somit immer zuhause bei Hund und Kindern. Unser zuhause ist ein sehr großes Haus mit Garten und Hof. Alles eingezäunt. Wir würden den Hund gerne im Haus haben man müsste etwa 10 Stufen steigen, um in unseren Wohnraum zu kommen. Ich mache mich jetzt etwa schon seit einem Jahr schlau über die rasse und ich würde sagen die rasse passt perfekt. Ich weiß auch dass er eine strenge aber doch liebevolle Hand braucht. Wir wollen keinen kleinen auch keinen mittleren sondern einen großen mit Minimum 60cm. Zwei unsrer befreundeten Familien haben sennenhunde einmal den Berner und einmal den Appenzeller. Daher meine Frage? Passt unser Traum Hund der GSS zu uns?

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 79

Eure Voraussetzungen klingen super, allerdings würde ich Euch aus Erfahrung eher zum Berner als zum GSS raten.

Der GSS ist charakterlich etwas schwieriger, weshalb ich als Ersthund eher zum Berner tendieren würde, und auch da eher zur Hündin. Ich habe seit vielen Jahren Berner-Hündinnen, sie sind zwar mitunter etwas temperamentvoll, aber in der Regel leichter führig als Rüden. Letztere wollen vor allem in den ersten 2 - 3 Jahren doch recht ausgeprägt ihren Kopf durchsetzen ;-)

Außerdem rate ich Euch dringend, nur einen Hund von einem seriösen Züchter (in Deutschland aus dem SSV, in Österreich aus dem VSSÖ) zu kaufen. Keine Hobbyzuchten oder Vermehrerhunde! Beide Rassen sind mit Erbkrankheiten belastet, über die man sich im Vorfeld informieren und bei der Auswahl der Zuchtstätte und Verpaarung darauf achten sollte.

Antwort
von Virgilia, 57

An sich hören sich die Voraussetzungen gut an :)

Nur die Treppe könnte problematisch werden, weil der Welpe/Junghund möglichst keine Stufen steigen sollte, bis er ausgewachsen ist. Bis dahin müsste er getragen werden, was bei dem Gewicht eventuell schwierig werden könnte ^^
Auch solltet ihr überlegen, ob ihr den Hund im Alter oder wenn er krank/verletzt die Treppe runtertragen könnt.

Bei der Wahl der Hundeschule solltet ihr dann auf jeden Fall darauf achten, dass sie kinderfreundlich ist. Dann lernt eure Tochter (euer Sohn, wenn er dann schon alt genug ist) gleich, wie man sich in der Gegenwart eines Hundes richtig verhält und wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten muss (z.B. der Hund schläft oder frisst). Dazu gehören auch die Beschwichtigungssignale, denn in 97% der Fälle gibt es klare Anzeichen, dass ein Hund gleich zuschnappt. Wenn man diese Anzeichen erkennt, kommt es oft gar nicht erst zu "unschönen/gefährlichen" Situationen.

Bedenken solltet ihr auch, dass Junghunde sehr viel Energie haben. Große Rassen sind oft auch sehr 'tollpatschig' und können ihre Kraft nicht richtig einschätzen. Gerade wenn die Kinder im Haus oder im Garten toben, müsst ihr aufpassen, dass der Hund nicht zu sehr aufgestachelt wird. Das kann sonst sehr schmerzhaft werden ^^

Wie Berni74 schon sagte, solltet ihr den Welpen nur von einem seriösen Züchter holen. Ein guter Züchter hilft euch nicht nur bei der Auswahl des richtigen Welpen, sondern beantwortet, auch noch nach dem Hundekauf, all eure Fragen.

Zum Thema Futter: Trockenfutter ist zwar praktisch, aber total ungesund. Meistens besteht es größtenteils aus Getreide (Hauptallergieauslöser bei Hunden) und der Fleischanteil liegt bei <10%. Außerdem nehmen Hunde den Großteil der Flüssigkeit durchs Futter auf, was bei TF nicht funktioniert. Deshalb führt es oft zu Nierenerkrankungen.
Am besten ist natürlich Barf, also frisches Fleisch, Innereien und evtl. Obst und Gemüse. Wenn es euch zu eklig ist oder ihr es euch nicht zutraut, aber trotzdem barfen möchtet, könnt ihr Fertigbarf kaufen. Das sind dann meistens schon vorgefertigte "Menüs", also ähnlich wie Nassfutter.
Bei Nassfutter solltet ihr darauf achten, dass kein Getreide oder Zucker enthalten ist und der Fleischanteil mindestens 70% beträgt. Es gibt auch gute, günstige Marken.

Antwort
von Bernerbaer, 74

Mit meinem Berner bin ich öfters auch mit Großen Schweizern unterwegs. Stur und Dickköpfig sind beide.

Wenn du jetzt, wie in deinem Text geschrieben, die "strenge" durch eine "konsequente" Hand ersetzt dann ist das noch besser.

Ein GSS ist ein toller Familienhund und ich sehe hier keine großen Probleme. Das einzige, was aber selbstverständlich sein sollte, ist die Vorsicht mit Kleinkindern.

Geklaut: Der Große Schweizer Sennenhund ist klug und gelehrig. Besonders schnell lernt er Dummheiten. Sein großer Dickkopf ist nicht zu unterschätzen, mit ein paar Leckerchen ist er aber schnell zu überzeugen. Man sollte sich aber von ihm nicht um den Finger wickeln lassen. Auch wenn er manchmal etwas gemächlich daher kommt, ist er ein sehr aktiver Hund, der gerne lange Wanderungen mit seinen Menschen unternimmt.

Aber das hast du ja bestimmt schon alles gelesen.

Antwort
von 1Woodkid, 71

Absolut Topp für den Hund. da gibt es nichts Negatives zu zusagen! Holt ihn Euch. Bedenkt nur: der Gr.Schweizer zählt zu den Riesenrassen. ist also nicht sehr langlebig und bekommt schnell Probleme mit den Gelenken. es ist daher auch ratsam, den Welpen langsam wachsen zu lassen,damit sich die Knochen gut schliessen. Also bitte kein Welpenpowerfutter,sondern ganz normales hochwertiges  Nassfutter füttern oder Barfen. (Wildhunde bekommen auch kein Welpenfutter)Trockenfutter NOGO !!- Ist die arftfremdeste Fütterung für Hund oder Katze. Egal was der Züchter meint oder Euch mitgibt.

Antwort
von Erdbeerle848484, 62

Vielen Dank für eure Antworten. Nochmal wegen dem Futter. Muss es unbedingt nass Futter sein oder gibt es auch ein gutesTrockenfutter ?

Kommentar von LukaUndShiba ,

Entweder sehr hochwertiges nassfutter oder barf. Barf wäre die bessere Lösung. Aber kein TroFu

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