Erfahrung mit Australian Shepherd
Ich möchte mir einen Australian Shepherd kaufen.
Meine Fragen: Vorteile und Nachteile ? Kosten pro Monat ? Ausdauer, wie lange geht ihr mit ihm Raus? Lernt dieser Hund auch schnell ?
Danke schon mal im voraus :)
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Hilfreichste Antwort von AngelofHale 20.01.20131 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Wenn du ihn als Welpe möchtest schau sie dir lange in geduldig an - ein Aussi nimmt genauso viel zeit in Anspruch wie jede andere Rasse auch.
Ich habe mich lange zeit mit dieser Rasse auseinander gesetzt und möchte ein paar Punkte aufführen
kosten variieren je nach Art der Fütterung der Hunde Steuer und ob der Hund krank ist etc
wenn du ihn von klein auf also als Welpe hast erziehen ihn nicht zum Sport Junkie denn je mehr ihm geboten wird um so mehr wird er fordern wenn er älter wird
geistige Auslastung ist wichtig aber bitte nur ein neues Kommando pro Woche da ein Hunde leben lang ist und sie ein lebenlang lernen mach lieber ein paar denk/ such spiele mit ihm - denn mit der Nase arbeiten bereut jedem Hund Freude.
spazieren gehen - als Welpe bitte nicht mehr wie max 15 min alle 2 Std damit er lernt sein geschäfft draußen zu verrichten und nicht zu viele neue Eindrücke auf einmal denn diese müssen auch erstmal verarbeitet werden.
eine gute Welpenschule bzw hundeschule in der Nähe sollte auch dazu gehören denn aussis gehören zu den Rassen die sich ganz schnell Fehlverhalten aneignen was man von Anfang an verhindern kann.
Fahrrad fahren nicht unter 1 Jahr! Und dann auch erst wenn der Hund ein grundgehorsam hat und dir nicht vors Fahrrad springt.
Hundesport erst mit ca 1 1/5 Jahren da sie erst da vollständig ausgewachsen sind und auch damit immer in Maßen.
Allem in allem kann man sagen wenn man sich informiert und die Möglichkeiten einer Auslastung durch geht kann aus einem Australien Shepherd ein wunderbarer Familienhund werden.
Ach und noch etwas zu Anmerkung - ja Aussis sind Hüte Hunde aber anderst als zum border Collie nicht zwingend für schaafe sondern für Rinder! Somit kann auch ein Aussi beim spielen und raufen ein bisschen grob sein.
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Aussies sind keine Anfängerhunde und genauso wenig Familienhunde. Sie sind sehr hübsch und deswegen so beliebt. Aber sie sind eben genauso schön wie anspruchsvoll, und das solltest du einsehen.
Diese Hunde lernen sehr schnell, und genau das ist ein Nachteil. Aussies wurden dazu gezüchtet, mit dem Menschen zu kooperieren und Schafe zu hüten, wofür sie ihre hohe Intelligenz benötigen. Ein Schäfer kann nicht Jahre damit zubringen, dem Hund beizubringen, was genau er bei welchem Kommando zu tun hat.
Wenn man Aussies eine Aufgabe gibt, ist alles prima. Dort können sie Dampf ablassen und auch ihre geistigen Fähigkeiten voll ausschöpfen. Aber Aussies, die in einem normalen Haus gehalten werden, können das einfach nicht in dem Maße. Deshalb lernen sie eine Menge, die sie nicht lernen sollten - am liebsten, wie sie ihre Menschen manipulieren können oder wie man Türen öffnet. Unterforderte Hunde (und das hat man bei den intelligenteren sehr schnell) suchen sich die Beschäftigung, die ihnen nicht geboten wird, und das kann in Unsinn und Zerstörungswut enden. Sehr unterforderte Hunde können auch anfangen zu beißen oder Besucher zu verbellen.
3-4 Stunden täglich sollte man mit diesen Hunden spazieren gehen. Dazu kommen noch Hundesport (Aussies sind wahre Meister im Agility, aber Flyball könnte ich mir da auch gut vorstellen) und die geistige Auslastung, wofür du zusammen ca. anderthalb Stunden veranschlagen solltest. Du musst nicht jeden Tag Hundesport machen, denn nicht jeder hat genug Platz, um seinen Garten in einen Agility-Parcours zu verwandeln, aber dafür musst du dann den Spaziergang ausweiten oder den Hund mit der Reizangel beschäftigen.
Aussies haben für "normale" Menschen fast ausschließlich Nachteile. Nur wenn man in der Lage ist, ihnen entweder eine Schafherde oder genug Ausweichprogramm zu geben, kann man sich so einen Hund holen. Es gibt deutlich mehr Rassen, die man besser zuhause halten kann, auch wenn ich verstehen kann, dass du den Aussie optisch ansprechend findest. Aber lass bitte die Finger davon, solange du kein Schäfer bist ...
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Vorteile:
Intelligent, lernwillig, eignet sich für Hundesport, sieht hübsch aus
Nachteile:
Hütetrieb, braucht Hundesport, wenn er nicht hüten darf, sensibel, unruhig, muss extrem viel ausgelastet werden
Kosten - wie bei jedem anderen (gesunden) Hund - 50-150 Euro pro Monat.
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Lass das besser!
Aussies sind aufgrund ihres Aussehens sehr zu Modehunden geworden. Dabei hat allerdings kaum einer ne Ahnung welche Bedrüfnisse der Hund hat!
Aussies sind Hütehunde, denen reichen einfache Gassirunden nicht aus! Sie brauchen extrem viel körperliche als auch geistige Auslastung, man MUSS z.B. Agility o.ä. betreiben, sonst kommt es früher oder später zu Verhaltensauffälligkeiten beim Hund (Bissigkeit u.a.)
Geh lieber in ein Tierheim und schau dich dort um und lass dich beraten.
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Vorteile: Pflegeleicht, sehr intelligent, robust und sensibel, kein Kläffer.
Nachteile: keine
Wer einen Australian Shepherd hält, sollte - eigentlich wie bei allen Hunden - allerdings auf eine konsquente Erziehung achten und den Hund auch mental auslasten. Dafür reichen 30 Minuten am Tag und einige Übungen beim Gassigehen. Joggen mit Hund wäre optimal, so dass er auch körperlich gut ausgelastet ist. Alle paar Tage 30 Minuten bis 1,5 Stunden Joggen ist prima, Gassigehen vielleicht morgens 15-20 Minuten und abends 30 Minuten bis 2 Stunden bei zusätzlicher sportlicher Auslastung. Ansonsten ist er auch ein guter Begleiter bei langen Wanderungen. Zum Sportjunkie muss man ihn nicht erziehen. Je nach Typus benötigt er mehr oder weniger Bewegung. Das findet man aber mit der Zeit raus. Ich war selbst voll berufstätig und habe nach der Trennung von meinem Partner den Hund behalten, da er bereits aus einer Scheidung kam. So bin ich meistens morgens mit ihm schon eine Runde Joggen gegangen, danach hat er eine kleine Kaustange bekommen für den Tag, den er dann verschlafen hat und abends seine "richtige" Mahlzeit. Abends natürlich gleich eine Gassirunde und später vor dem Schlafengehen noch einmal. Die kann man nach Belieben ausdehnen. Am Wochenende freut sich Hundi, wenn längere Wanderungen anstehen und mehr Zeit fürs Spielen ist. Er braucht ansonsten genau das, was alle Hunde brauchen: eine gute und liebevolle, aber auch konsequente Erziehung mit klarer Richtung, klare Ansagen, viel Lob und ausreichend Bewegung. Viel Spaß!
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Du gehst zur Schule und hast folglich überhaupt keine Zeit für einen Hund. Erst recht nicht für einen Aussie.
Aussies gehören neben Border Collies zu den intelligentesten Hunderassen überhaupt, und das ist für "normale" Hundehalter ein gigantischer Nachteil. Denn Aussies lernen immer. Die sind unheimlich neugierig, haben eine fantastische Beobachtungsgabe und sind supersensibel. In der Folge nehmen sie alles mögliche wahr, das normalen Hunden an der Rute vorbeiginge. Sachen, die mein Aussie gelernt hat, ohne, dass ich sie ihm beigebracht habe: Schuhe apportieren, Schränke öffnen, Schubladen aufziehen. Der beobachtet mich und macht das nach, was ich ihm "vormache". Nun bin ich in der Lage, seinen Lerndrang in positive Bahnen zu lenken (er weiß inzwischen auch, wie man die Schränke und Schübe wieder schließt und räumt auf Kommando sein Spielzeug weg und macht dann den Schrank zu), aber ein Hundeanfänger ist das in aller Regel nicht.
Heute war so ein typischer Aussietag:
Gegen 9 Uhr aufstehen, Zähneputzen (meine!), derweil Kaffee aufsetzen und Hundefutter aus dem Kühli holen, damit es nicht so super kalt ist. Dann eine Runde laufen gegangen - mit Hund; ca. 'ne Dreiviertelstunde. Dann bin ich unter die Dusche, derweil der Aussie das alle paar Tage Zuhause frisch zubereitete Futter verschlungen hat. Dann ich mit Kaffee an den Schreibtisch, etwas Hundefutter verdienen. Der Herr Aussie hat derweil Spaß mit seinem Kong. Zwischendrin lasse ich Herrn Aussie immer mal zu ein paar Gehorsamsübungen antanzen. Gegen 11 Uhr kurz raus (etwa eine Stunde nach dem Füttern), damit Herr Aussie sich erleichtern kann. Dann gegen 14.30 Uhr: ab aufs Rad. 3,5 Stunden Radtour (mit zwei kurzen Stopps, damit der Hund trinken/pullern kann und einer guten Dreiviertelstunde Pause auf halber Strecke; da haben wir etwas gespielt und er hatte Hundegesellschaft); die Radtour insgesamt ca. 28 Kilometer. Mindestens 25 davon hat er das Rad gezogen, weil er schneller rennen will als ich strampeln kann (und ich fahre seit 30+ Jahren täglich viele Kilometer Rad - ich bin fit und gut trainiert).
Gegen 18 Uhr wieder Zuhause; nach fünf Minuten signalisiert er, dass er definitiv nicht müde ist. Also ein Suchspielchen für ihn initiiert (15 Minuten intensive Kopfarbeit ermüden ihn mehr als drei Stunden rennen; er braucht aber beides).
Nun ist es 20.30 Uhr, sein Abendessen steht gerade auf dem Herd. Sobald das fertig ist, gehen wir auch eine flotte einstündige Abendrunde (zu Fuß, da werden dann die Zeitungsecken abgegangen). Zwischendrin immer ein paar Unterordnungsübungen. Danach bekommt Herr Aussie sein Dinner, so gegen 22 Uhr wird das sein. Um 23 Uhr und gegen 2 Uhr morgens geht's dann nochmal raus.
Alles in allen bekommt er an einem typischen Tag fünf bis sechs Stunden Bewegung plus ca. eine Stunde Kopfarbeit. Üblicherweise ist er zudem jeden Tag mindestens eine Stunde im Hundepark oder am Hundestrand, wo er mit anderen Hunden toben kann. Außerdem arbeiten wir nun darauf hin, ihn auf Mantrailing anzusetzen. Er hat an Schnüffelarbeit unheimlich viel Spaß. Als ich ihn bekam, dachte ich, dass er mal ein Frisbee- oder Agilityhund werden könnte, aber auf beides hat er keinen Bock. Auch solche Aussies gibt's. Nasenarbeit hingegen liebt er, und das ist mir recht, weil ich bei Agility ein wenig um seine Gelenke fürchten würde.
Bottom Line: Hast Du jeden Tag mindestens sechs bis sieben Stunden Zeit, um einen Aussie auszulasten? Doch wohl ganz sicher nicht. Also lass die Finger von dieser Rasse. Es gibt geeignetere "Familienhunde".
Kommentar von Jule59Jule59 31.12.2012Du hast dir einen Junkie erzogen. Mit einer normalen Auslastung hat das, was du machst, nichts zu tun.
Wer aus Hunden Leistungssportler macht, sollte sich nicht wundern, wenn sie nicht mehr runterkommen.
Was Arbeitshunde lernen müssen ist, zu wissen, wann Schluss ist. Das muss man ihnen beibringen, weil sonst genau das passiert, was du beschreibst: Man erzieht einen Hund, der nur noch innerhalb von Erschöpfungsgrenzen leben kann.
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ih würde mal sagen ein austrailian sheperd ist einer der zeitraubensten hunde. ich denke man benötigt 4 stunden am tag zum rausgehen. und dann kommt noch mentale forderung dazu. die ist nciht ganz so zeitaufwändig. die kannst du zum beispiel beim spazieren gehen durch schwimmen, apportieren und über einen baumstamm balancieren schonmal voranbringen. es gibt im internet viele hundeintiligenzspiele zu kaufen. so ein angebot würde ich auf jeden fall nehmen. manche hundeshops verleihen sowas auch für 1€ den tag. das ist eigenlich besser, denn wenn der hund den dreh raus hat werden viele psile langweilig. bei manche allerdings muss er das leckerli unter dem deckel erschnüffeln. soetwas kann man ewig spielen. bei anderen muss man hebel mit der schnauze schieben und ein leckerli kommt rausgefallen. dass erfordert auch immer sehr viel konzentration...auch wenn der hund den dreh raushat. andere allerding wo man nur mit der pfote einen knof drücken muss werden langweilig. kosten denke ich liegen bei 200€? und dieser hund lernt sehr schnell und ist leicht erziehbar. alles allerdings nur, wenn er ausgelastet ist. sonst wird er zum frustbeisser. auch das sozialleben sollte bei ihm herausforderungen stellen,, setzte ihn immer wieder neuen situationen aus. eine hundegruppe einmal die woche wäre auch nicht schlecht, oder ein hundepark. allerdings solltest du auch vor solchen sachen trotzdem einen spaziergang davor mit ihm mahcne. den dieser hund ist schon ein außergwöhlich starkes energiebündel. sonst würde er die anderen hunde nerven. außerdem musst du mit diesem hund noch einen hundesprot machen. am besten eiggnet sich meiner meinung nach agility. das fordert kraft enorm viel konzentration und sehr viel abwechslung. frisbee oder so für hunde hingegen stellt meist die gleiche aufgabe. du solltest ihn auch oft sachen suchen lassen. also meiner meinung nach braucht dieser hund um die 5 stunden am tag. 1 stunde dafür für das mentale und fellpflege, tierarzt und hundefutter kaufen kommt auch noch dazu.
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Vorteile: toller Gefährte,wachsam,Beschützerinstinkt,lernt schnell (leider auch das negative),sehr Menschenbezogen
Nachteile: meiner hat einen starken Jagdtrieb und ist sehr verfressen
Kosten: ca. 50-100 Euro im Monat
Wir gehen mit ihm 2-3 Stunden täglich und machen auch noch Kopfarbeit mit ihm,denn die braucht er genauso wie körperliche Auslastung.
Alles in allem kein Anfängerhund,er braucht eine konsequenze Erziehung,denn sonst erzieht er dich!
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Antwort von Emmapaul 31.12.2012
Du musst dich auf jeden Fall darauf einstellen, dass ein Aussie viel Arbeitet bedeutet. Sie bringen aber oft eine höhere Agression als Border Collies mit und neigen eher zum Kläffen, oder wie sagt man so schön - Bellfreudig - es gibt in der Zucht verschiedene Linien von richtig schweren großen und eher schwerfäligen Aussies bis hin zu Aussies, die man fast nicht vom Border unterscheiden kann. Man muss sich die Eltern gut anschauen, nicht dass man nachher überrascht ist, wenn ein "Brummer" rauskommt. Klar ist, dass du viel Zeit für die Erziehung, Ausbildung und Auslastung stecken musst.
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Man sollte sich generel nicht auf eine rasse fixieren, vorrallem nicht weil sie ja so schön aussehen. Erster hund? Dann auf keinen fall. Kosten; ist immer verschieden manchmal muss das tier ja auch zum tierarzt wenn es krank ist und dann sind in diesem monat höhere kosten. Die hunde haben sehr viel ausdauer müssen 3-4 mal am tag raus jedes mal für mindestents eine stunde wenn nicht mehr (welpen noch nciht so viel denn die sind ja noch im wachstum). Das lernen kommt immer darauf an wie oft man mit ihm/ihr trainiert und ob man in die hundeschule geht.
Kommentar von em1990em1990 30.12.2012Aussies haben den "Will-to-please", also den Willen zu gefallen!
Sie lernen sehr schnell, das heißt aber nicht das sie leicht zu erziehen sind. Ebenfalls lernen sie auch unerwünschte Dinge sehr schnell ;-)
Kommentar von NoLiesNoLies 30.12.2012Aha, und, ist nur eine ergänzung zu was ich geschrieben habe?? Mal wieder besswerwissen wollen. Was du schreibst stimmt schon, aber jeder hund ist anders und lernt in seinem tempo und oft kommt es nicht drauf an ob es die gleiche rasse ist oder nicht.
Kommentar von em1990em1990 30.12.2012Was ist denn dein Problem?
Hier geht es nicht um Besserwisserei sondern einfach darum dem Fragesteller zu helfen. Meine Anmerkung war einfach eine Ergänzung zu deinem Kommentar, richtig, da muss dir nicht gleich der Hals zuschwillen^^
DH! Da hat jemand richtig Ahnung von Aussies!
Warum erzählen viele Besitzer von Australian Shepherds und Border Collies häufig so viel Unsinn?
Es ist richtig, dass diese Hunde Arbeitshunde sind. Die Exemplare, die in den letzten 5-7 Jahren in Deutschland gezogen wurden, taugen allerdings zu einem hohen Prozentsatz längst nicht mehr an der Herde.
An Arbeitsbedarf unterscheidet sich ein AS oder ein BC in keinster Weise von einem Jagdhund, wie etwa dem Jack Russel, dem Setter oder den Arbeitslinien der Retriever. Und wie diese machen AS und BC Probleme, wenn sie ihren Kopf nicht ausgelastet kriegen.
Völliger Blödsinn sind aber die Aussagen, dass diese Hunde nicht zu handeln wären, wenn sie nicht täglich zig Stunden arbeiten können. Die meisten Besitzer dieser Hunde bringen - weil sie diesen Gerüchten glauben - ihre Hunde erst dazu, dass diese abdrehen, wenn sie nicht tatsächlich zig Stunden beschäftigt werden.
Damit werden die Gerüchte von "Wahnsinns-Arbeitshund-Fingerweg!!" tapfer am Leben gehalten. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sich die Besitzer dieser Hunde gerne als die Auserwählten betrachten, die einem solchen Hund gerecht werden können.
Ich arbeite seit mehreren Jahrzehnten im Hundesport und im Verhaltenstraining und habe eine Menge durchgeknallter Hunde - auch eine Menge AS und BC - erlebt. Die Therapie war immer auf die gleiche Weise erfolgreich:
Ein normales Arbeitspensum von 1-2,5 Stunden täglich in einer Kombination aus Bewegung und Kopfarbeit und dann dem Hund beibringen, dass jetzt Ruhe angesagt ist. Das ergibt in Summe einen arbeitsfreudigen, aber nicht süchtigen Hund, der durchaus auch für die Familie taugt, wenn diese sich an die Regeln hält.
Die Hyper-Hyper-Hunde werden nicht geboren, sondern gemacht.
Ich habe keinen BC oder Aussie, falls du das mit deiner Antwort sagen willst, weil ich weiß, was für eine Aufgabe diese Hunde darstellen. Aussies sind meine absoluten Traumhunde, aber sie sind in einem normalen Haushalt einfach nicht zu halten. Zwar brauchen sie nicht das Arbeitspensum eines Huskys, aber mit den von dir genannten Rassen kann man sie meiner Meinung nach nicht gleichsetzen. Jack Russell Terrier, Arbeits-Retriever etc. sind zwar anstrengend und brauchen auch Beschäftigung, aber nicht in dem Maße wie ein Hütehund. Man kann Glück haben und ein ruhiges Exemplar erwischen, man kann auch Pech haben und einen Hund bekommen, der sein Leben lang unglücklich ist, weil der Hütetrieb so tief verwurzelt ist.
Ich habe schon mehrere Exemplare dieser Rassen gesehen, die unzufrieden und sogar aggressiv geworden sind, weil sie nicht die nötige Auslastung bekommen haben. 1-2,5 Stunden täglich? Das von dir angesetzte Maximum würde meinem Hund ja noch nicht einmal reichen, und der ist ein Havanesermix, verfügt also bei Weitem nicht über so viel Energie wie ein Aussie oder ein BC. Mit einer Stunde oder zwei kann man so einen Hund keinesfalls auslasten, das ist ja so, als würde man einen Leistungssportler nach einer Stunde Sport pro Tag auf die Couch verbannen. Auf Dauer geht das nicht gut.
Ich habe selbst miterlebt, dass diese eigentlich wundervollen Hunde unhändelbar geworden sind und deshalb lege ich jedem, der hier danach fragt, ans Herz, sich nicht so einen Hund ins Haus zu holen, wenn er sich nicht ausreichend mit ihm beschäftigen kann. Es gibt genug anderer toller Rassen, da muss man nicht gerade den Arbeitshund schlechthin nehmen. Wenn ich nicht vorhabe, Musher zu werden, hol ich mir ja auch kein Rudel Huskies und wenn ich nicht vorhabe, eine Schafherde zu holen, kaufe ich mir keinen Herdenschutzhund.