Frage von whuiapefhaurgqp, 100

Der Tod fremder Menschen ist mir egal, ist das normal?

immerwieder sieht man in nachrichten irgendwelche unglücke bei denen menschen ums leben kommen. unabhängig davon ob es um einen (eventuell prominenten) menschen geht, oder gleich um mehrere 100 - 1000 (stichwort 9/11). immerwieder wird mir von medien und mitmenschen gesagt, dass ich das gefälligst als schlimm zu empfinden habe. Aber ich versteh nicht warum mich der tod fremder menschen interessieren sollte? ich vermute mal, wenn ich irgendwann sterbe, wird sich die welt auch nicht dafür interessieren...

Bin ich nicht normal, oder sind das um mich herum alles nur mitläufer der mediendiktatur und heuchler?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von pingu72, 70

Jeder ist da anders, manche juckt das nicht und andere sind sehr sensibel und leiden mit. Wenn man zB persönlich ähnliches erlebt hat nimmt einen sowas mehr mit, weil es an das Geschehene erinnert. 

Im Grunde ist es nicht unsensibel sondern auch Selbstschutz. Stell dir vor, du würdest jedes Mal weinen wenn irgendwo jemand stirbt... dann hättest du einen Fulltimejob und die Taschentuch-Industrie kommt nicht hinterher. Von daher ist alles gut ;)

Kommentar von whuiapefhaurgqp ,

woher kommt das salz im meer?

von den kindern aus babylon!

*sing*

Antwort
von sozialtusi, 65

Nein, ich finde das total normal. Das ist eine Art Selbstschutz. Man kann ja nicht jede Woche heulend vorm TV sitzen.

Kommentar von whuiapefhaurgqp ,

naja, bei uns wurde vor ein paar wochen ne junge frau erstochen... 2 strassen weiter...

aber auch als ich das gehort hab, fiel mir nur ein wort ein:

Wayne?

manchmal sagt es ja, es wird emotionaler, je näher das ereignis passiert... ich kann das nicht bestätigen

Kommentar von sozialtusi ,

Näher schon, aber eher "gefühlsmäßig" und nicht entfernungsmäßig.

Als mein Nachbar sich bei uns vor Haus quasi totgesoffen hat und die Polizei bei mir vor der Tür stand, weil sie wen zum Identifizieren brauchten, hat mich das jetzt auch nicht so mitgenommen, wie der Tod meiner GRoßeltern, die weiter weg wohnen ;)

Antwort
von Ekincem3, 60

Bei all den toten von denen man hört (zum Beispiel ertrickende flüchtlinge, Kriegsopfer etc) ist es denke ich normal irgendwann abgestumpft zu sein, so mies das klingt. Ich würde mir sorgen machen wenn du beim tot eines geliebten Menschen nichts empfindest.

Kommentar von whuiapefhaurgqp ,

ein onkel starb im letzten herbst an krebs... ok, ich hatte ihn ein paar jahre nicht gesehen...

wayne?

Kommentar von Ekincem3 ,

Kommt drauf an ob die ihn geliebt hast wie zb einen Bruder etc, ich habe auch einen onkel den ich kaum sehe, sein Tod wäre tragisch aber wirklich traurig wäre ich auch nicht. Mir würde eher meine Mutter leid tun die trauern würde

Kommentar von whuiapefhaurgqp ,

is ne schwierige familiensituation... ich mag eigentlich meine ganze familie nicht... sind alles kapitalistische heuchler... und sich haben mich zu gut erzogen... dahingehend, heuchler zu verachten... hat geklappt...

wie auch immer, die einzigen personen in der familie, die ich mochte sind meine oma, und eben besagter onkel... weil das keine heuchler waren.

meine oma liegt derzeit im krankenhaus, hab ich gestern zufällig erfahren...

aber in mir?

NULL emotion

Kommentar von Ekincem3 ,

Das schwierig. Ich bin mir nicht sicher ob du nur sehr ernst bist, also so das du dir keine sorgen machen müsstest oder ob du wirklich etwas ZU gefühllos bist. Es tut mir wirklich leid das du wieder am Anfang stehst aber ich kann dir erlich nicht helfen.

Kommentar von whuiapefhaurgqp ,

vielleicht auch einfach zu realistisch? der tod ist in meinen augen nichts schlimmes, er ist das ziel des lebens... jedes leben endet im tod, und die toten stört das ja auch nicht... es sind immer nur die lebenden, die sich darüber beschweren

Antwort
von Herb3472, 42

Ich denke, dass das, was Du da formulierst, völlig normal ist.

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