Frage von Dedate, 116

Darf man einen großen Hund in einem kleinen Auto transportieren?

Hallo,

ich möchte mir in nächster Zeit einen Hund zulegen und habe mir das alles gut durchdacht. Finanziell und wohntechnisch ist alles geklärt. Erfahrung in der Erziehung von Hunden etc. ist auch vorhanden, ebenfalls die Zeit dazu. Einziges Problem: mein Auto.

Ich möchte gerne einem der Straßenhunde hier(lebe zurzeit noch in Bulgarien und habe einige Kontakte zu den Auffangstationen in der Umgebung) ein neues Zuhause geben, die meisten hier sind mittelgroß bis groß (viele Schäferhundmix etc...). Vorziehen würde ich einen mittelgroßen Hund, aber mal sehen wo die Liebe hinfällt.

Naja, in meinem Auto (habe momentan einen Citroen C1) ist leider ziemlich klein und hat keinen Kofferraum, in dem man einen Hund, geschweige denn einen Hund in einer Transportbox mitnehmen könnte. Da ich aber fast jeden Tag in mehreren Reitställen unterwegs bin und dieses Umfeld ja auch sicher positiv für den Hund wäre (viel Bewegung, Natur, andere Hunde/Tiere) ist es leider nicht fast unmöglich, den Hund nicht zu transportieren.

Was gibt es jetzt für Möglichkeiten? Kann man auch größere Hunde mit diesen Hundegurten auf der Rückbank transportieren? Wie ist das gesetzlich geregelt, damit es keine Probleme mit der Versicherung etc gibt?

Natürlich werde ich mir jetzt mit diesem Problem nicht leichtfertig einfach einen Hund holen und es kommt ja auch auf den Hund an (vllt hat er ja Probleme mit dem Autofahren....?), aber es kann doch eigentlich nicht sein, dass das jetzt an meinem Auto hakt oder? Ich kann mir leider in absehbarer Zeit kein neues Auto kaufen und will das im Moment eigentlich auch noch nicht...

Was meint ihr?

Freue mich auf jeden Fall über alle Antworten, vielen Dank schonmal :)

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 94

U.a. über den ADAC- Shop gibt es ein Autogeschirr mit einem Sicherheitsadapter. Damit kannst Du den Hund auf dem Sitz transportieren. VetBed drunter, u.U. Airbag deaktivieren und los geht’s.

Auch wenn Du nicht danach gefragt hast, noch ein Gedanke von mir: überleg Dir bitte sehr gut, ob Du für Deine Zwecke wirklich einen Hund aus dem Auslandstierschutz holen willst. Ich habe in den letzten Jahren unzählige Hunde erlebt, die u.a. aus Ungarn und Rumänien nach Deutschland gebracht und vermittelt wurden. Es waren einige tolle Hunde dabei, aber der Großteil hat auf der Straße ein freies und selbstbestimmtes Leben gelebt, sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, viele Baustellen gehabt (Verhaltens- und Angststörungen, Traumata) und ist mit den Erwartungen, die wir an einen Begleithund stellen, komplett überfordert, gestresst und in den seltensten Fällen glücklich. Auch Pferde können sehr problematisch werden, weil Auslandshunde regelmäßig sehr triebig sind.

Als vor einer Weile bei mir die Entscheidung stand, dass ein weiterer Hund (Welpe) einzieht, standen ebenfalls Welpen aus dem Auslandstierschutz zur Auswahl. Letztendlich habe ich mich dagegen entschieden, weil es mir zwar ein gutes Gefühl gegeben hätte, einen Hund zu retten, er mit dem Leben, das ich ihm bieten kann, aber alles andere als glücklich geworden wäre.

Meine Hunde stammen aus dem deutschen Tierschutz (als Welpen im Tierheim zur Welt gekommen und aufgezogen) und vom Züchter (VDH). Meine Hunde sind meine ständigen Begleiter und lassen sich durch nichts aus dem Tritt bringen, weil sie in mein Leben hineinwachsen konnten und keinerlei traumatischen Erfahrungen gemacht haben. Wenn Du ein zurückgezogenes Leben fernab einer Großstadt und ohne viele fremde Menschen und Trouble lebst, fände ich einen Auslandshund geeignet. Aber einem aktiven Menschen, der viel unterwegs ist, würde ich im Sinne des Hundes davon abraten.

Kommentar von brandon ,

Ich habe eine Hündin aus Bulgarien die eine Angststörung hat aber das war mir auch bekannt.

Nun haben wir noch eine Pflegehündin aus Rumänien und man kann sich kaum einen freundlicheren und unkomplizierteren Hund vorstellen.

Meine Freundin hat drei Hunde aus Rumänien und hat keine nennenswerten Probleme mit ihnen.

Auf meinen Spaziergängen treffe ich immer wieder Leute die ihre Hunde aus dem Auslandstierschutz haben und ich habe noch keinen getroffen der seine Entscheidung einen Hund aus dem Tierschutz zu nehmen bereut hat.

Natürlich gibt es Tiere mit Verhaltensstörungen dort aber wenn das so ist dann wird das nicht verheimlicht. Solche Hunde gehören sowieso nur in erfahrene Hände.

Für alle anderen Intressenten gibt es genug Hunde darunter die einfach wunderbar sind und ein schönes Zuhause verdient haben.

Diese Hunde sind mindestens so viel Wert wie ein teurer Hund vom VDH Züchter der womöglich aus einer Qualzucht stammt.


Kommentar von Naninja ,

Meine Erfahrungen sehen anders aus. Bei den Hunden, die ich ebenso wie die direkten und regelmäßigen Einschätzungen der jeweiligen Pflegestellen kenne, ist so gut wie kein tiefen entspannter Hund dabei.

Fast alle haben Angst vor Männern, schnellen Bewegungen und bestimmten Gegenständen. Wenn man sich ansieht, unter welchen Bedingungen die Hunde aufwachen und Leben, ist das auch nicht weiter verwunderlich.

Oftmals frieren die Hunde ein/ dissoziieren. Unerfahrene Halter meinen dann, dass der Hund entspannt ist. Einige landen nach einer Weile wieder bei den Pflegestellen, weil die neuen Halter komplett überfordert waren.

Ob die Hunde mit dem Leben, dass sie hier erwartet, glücklich werden, ist für mich oftmals mehr als fraglich.

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 92

Solange der Hund ins Auto passt und die Türen zugehen, darfst du ihn mitnehmen.

Sichern musst du ihn, wie jede andere Ladung (auch Tiere zählen dazu) auch.

Antwort
von Wummel1975, 78

Schau mal hier:

http://www.bussgeld-info.de/bussgeldkatalog-tiere-im-auto/

Da steht das Wichtigste. :-)

Antwort
von adisonator, 74

Man darf jeden Hund in einen Wagen haben . Egal ob der Hund klein oder groß ist oder das Auto klein oder groß ist . 😉

Kommentar von friesennarr ,

Ja, aber Dogge und ein Smart wird echt schwierig.

Antwort
von derhandkuss, 89

Bei der Beförderung von Tieren in einem Kfz gelten diese in der Regel in Deutschland als Ladung. Dementsprechend müssen die auch während der Fahrt wie eine Ladung gesichert werden. Im einfachsten Fall machst Du dies nun also mit einem Rückhaltegurt zum Beispiel auf der Rücksitzbank (falls der Kofferraum für Transportboxen zu klein).

Antwort
von JasminaAlthaus, 31

Ich hatte das selbe Auto und sogar 2 Hunde dabei! ;-) Das geht problemlos auf der Rückbank! Mit Guten oder in einer Box. Gute Fahrt

Antwort
von frax18, 83

Ich denke mal, dass es für die Rücksitzbank gehen würde. Es gibt bestimmt erwerbbare Sicherheitsvorrichtungen dafür. Du wärst sicher nicht der erste mit diesem Problem.

Antwort
von adisonator, 51

Sorry hab es nicht durchgelesen aber ich glaube auf dem Beifahrersitz nicht aber auf der Rückbank mit einem speziellen Gurt glaub ich schon

Kommentar von wotan0000 ,

Wenn der Beifahersitz einen nicht abschaltbaren Airbag hat, fällt dieser Sitz weg.

Rücksitz mit Sicherheits-Gurt-/Geschirrsystem wäre OK.

Kommentar von wotan0000 ,

Unser kann auf den Beifahrersitz, den Airbag kann man deaktivieren.

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