Frage von DarkPerse, 96

Hund aus Auffangstation in Bulgarien aufnehmen?

Hallo :) Ich bekomme am Wochenende einen Hund aus einer Auffangstation in Bulgarien. Vertraglichkeiten etc sind alle erledigt und erfüllt und natürlich habe ich mich vorher informiert.

Nun wollte ich aber einmal nachfragen, ob ihr bereits Erfahrungen in die Richtung gemacht habt und ob ihr noch Tipps für mich habt. Der Hund ist ein Dackel-Schäferhund-Mix und 1 1/2 Jahre alt.

Danke ♥

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Virgilia, 12

Meine Eltern und ich haben insgesamt vier Hündinnen aus Rumänien. Bis auf eine lebten sie allerdings nicht in einem großem Tierheim oder gar der Tötung, sondern in einem kleinen, privaten Shelter einer mittlerweile sehr guten Freundin von uns. Und auch die vierte Hündin ist nach kurzer Zeit zu ihr gezogen. Zwei von ihnen haben ihr voriges Leben komplett auf der Straße verbracht, bei den anderen beiden weiß man nicht sicher, ob sie ein zu Hause hatten. Die jüngste war knapp 2, die älteste 4 - 5 Jahre, als wir sie bekommen haben. 

Hündin 1 ist der Peki-Mix meiner Mutter. Sie hat mit Abstand am längsten gebraucht, um uns zu vertrauen. Die ersten Wochen hat sie ihr Körbchen nur zum Fressen und Lösen verlassen. Wir haben ihr einen Napf mit Wasser hingestellt und sie ansonsten weitestgehend in Frieden gelassen. Nach einiger Zeit hat sie angefangen das Haus zu erkunden und unsere Nähe zu suchen, auch wenn sie, im Vergleich zu den anderen, den wenigsten Körperkontakt sucht. Aber sie verlässt bis heute nicht freiwillig das Grundstück. Wenn es nach ihr ginge würde sie "ihren" Garten nur verlassen, um sich auf die Couch zu legen. Wenn wir erst einmal unterwegs sind, ist auch alles in Ordnung, so lange sie nicht wieder ins Auto steigen soll. Man muss nur aufpassen, weil sie einen ausgeprägten Jagdtrieb hat. Außerdem ist sie der sturste Hund, den ich je kennengelernt habe ^^ 

Hündin 2 ist meine Terrier-Hündin, die aber bei bei meinen Eltern lebt. Sie wurde schwer misshandelt  (u.A. Zähne ausgeschlagen oder getreten, wahrscheinlich der Kiefer gebrochen) und sie hatte Herzwürmer, die mit einer sehr schmerzhaften Behandlung verbunden waren. Trotzdem ist sie ein kleiner Sonnenschein, der (fast) alles und jeden liebt. Für Angst hat sie keine Zeit, weil die Welt viel zu interessant ist und sie alles kennenlernen will (Terrier halt ;)). Sie ist eigentlich zu Hause angekommen sobald die Haustür geschlossen wurde. Da sie aber ebenfalls einen ausgeprägten Jagdtrieb hat und schnell gelangweilt ist, muss man draußen gut aufpassen. Ansonsten wäre sie der perfekte Hund für eine Familie mit Kindern. 

Hündin 3 ist die extrem sensible mittelgroße Hündin von meinem Freund und mir und wurde auch schwer verletzt gefunden. Sie war ein "Angsthund" und wird vermutlich ihr Leben lang sehr schreckhaft bleiben (wir wussten was auf uns zukommt). Sie hat uns überraschend schnell vertraut. Ein Besuch in der Hundeschule wäre bei ihr aber kontraproduktiv gewesen, deshalb haben wir uns einen Hundetrainer gesucht, der zu uns nach Hause kam. Theoretisch wussten wir zwar, was wir tun mussten, trotzdem hätten wir ohne Trainer nicht so schnell so "große" Fortschritte machen können. Sie wird wohl nie ein "einfacher" Hund sein, aber inzwischen ist schon fast ein "normales" Leben mit ihr möglich. Sie orientiert sich stark an unserer anderen Hündin, hat aber im Gegensatz zu den anderen überhaupt keinen Jagdtrieb. 

Hündin 4 ist mein Mops-Mix (?). Sie war, als sie gefunden wurde, fast verhungert und hatte Welpen, von denen aber leider keiner überlebt hat. Sie liebt auch fast jeden und würde sich am liebsten von jeder Frau streicheln lassen, bei Männern ist sie ein wenig zögerlicher, aber nicht ängstlich. Auch sie hat sich nach wenigen Tagen schon eingelebt. Da sie, wie die Mädels 1 und 2, einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb hat und sehr eigenständig ist, ist ableinen bisher undenkbar. Das größte Problem bei ihr ist ihre Versessenheit auf Futter. Sie versucht oft, besonders nachdem sie Futter/Leckerlis bekommen hat, krankhaft mehr Futter zu finden (und zu fressen). Zum Glück kann ich ihr alles wegnehmen (bzw. mit ihr tauschen), aber es ist sehr anstrengend, weil man sie unterwegs nie aus den Augen lassen darf. Mit Leckerlis kann man mit ihr gar nicht arbeiten. 

Stubenrein waren alle nach relativ kurzer Zeit und auch bei der Leinenführigkeit hat nur bei "Nr. 1" länger als ein paar Tage gebraucht. Wichtig ist, dass der Hund Zeit hat, um sich an alles zu gewöhnen und in seinem Tempo zu erkunden. Auch nicht jeder Hund will am Anfang angefasst werden. Am Anfang sollte der Hund auch nur doppelt gesichert und/oder an einem Panikgeschirr geführt werden. Je nach Hund sollte ein Anfänger entweder eine (gewaltfrei arbeitende!) Hundeschule besuchen oder das Geld für einen Trainer investieren. So kann ungewünschtes Verhalten schon im Ansatz korrigiert werden. Auch das Alleinebleiben muss ganz langsam aufgebaut werden, nachdem der Hund Vertrauen gefasst hat. 

Natürlich ist ein Hund mit (unbekannter) Vergangenheit "schwieriger" als ein gut aufgezogener Welpe vom Züchter, aber ich würde mich jederzeit wieder für eine "Straßenratte" entscheiden. Klar, zum Teil sind sie sehr zeit- und arbeitsintensiv, aber es lohnt sich! Natürlich gibt es Problemhunde, aber eine gute Orga wird diese Hunde nicht an Anfänger vermitteln! Ich habe in Rumänien so viele tolle Hunde kennengelernt, die perfekte Familienhunde wären <3  

Antwort
von Dahika, 41

Ich habe dreimal einen Hund aus dem ausl. Tierschutz bekommen. Also immer, da ich bisher nur drei Hunde hatte.
Ich würde es immer wieder machen!!!

Stimmt, der erste Hund war etwas ängstlich, als ich ihn bekam. DA war er so ein Jahr alt. 17 Jahre alt wurde er. Sein Leben lang hat er die Küche nicht betreten, und wenn ich ihn lockte, war er sichtlich verängstigt. Vermutlich ist er oft aus Küchen hinausgetreten worden.  Ansonsten war er ein toller Hund, der sich praktisch selbst erzogen hat, so sehr wollte er gefallen.

Der zweite Hund kam aus Antalya. Der hatte vor nichts Angst. D.h. doch vor Sylvesterknallern. Aber ansonsten ließ er alles an seiner Sturheit abprallen. Was der nicht wollte, wollte er nicht. Man musste bei ihm gut aufpassen, da er ein passionerter Dieb war. Ließ man Essen auf dem Tisch stehen und stellte nicht alle Stühle sorgfältig weg, war er schwups auf dem Tisch und bediente sich. Durch ihn habe ich gelernt, dass Spargel auch ohne Schinken gut schmeckt.

Meine jetzige Hündin kommt aus der Ukraine. Als sie mich bei der Übernahme das erste Mal sah, hat sie sich sozusagen in meine Arme geschmissen.  Sie ist schmusesüchtig. Sehr intelligent und selbstbewusst. Sie wäre ein idealer Filmhund, so lernbegierig ist sie. Wachsam, aber dennoch kein Kläffer.


Alle Hunde waren/sind tolle Hunde. Verträglich, verstehen sich auch mit Katzen, konnten fast von Anfang an auch mal  alleine bleiben, waren/sind stubenrein, gute, unkompizierte Autofahrer. Alle Hunde kamen/kommen mit an den Arbeitsplatz.


Ich würde immer wieder Hunde aus Tierschutz nehmen. Ich kenne viele Hunde aus dem Süden. Und ich kenne kaum einen Hund, der nicht klasse ist.



Antwort
von planplants2, 29

Ich habe bisher nur Nothunde aufgenommen, sowohl Welpen, als auch erwachsene Tiere. Diese Hunde sind unheimlich dankbar aber nicht immer einfach. Ich nehmen mal an, dass dein kleiner vorher auf der Straße gelebt hat.

Jetzt versetze dich einfach mal in den Hund: Stubenreinheit? Nein, Erziehung? Nein (außer evtl. auf der Pflegestelle), Leinenführigkeit? Nein usw. du kannst so einen Hund anfangs auch kaum allein lassen (ich hoffe das hast du bedacht)!

Viele dieser Hunde tauen sehr schnell auf, andere bleiben
lange ängstlich und unsicher. Habe leider gerade so einen Fall in meinem
Bekanntenkreis, zu wenig informiert, Hund geholt. Die Maus ist eine ganz süße aber sehr ängstlich. An der Leine läuft sie, versteckt sich dabei hinter Frauchen.
Kommandos kann sie keine. Zuhause gräbt sie den Müll um, weil sie das von
früher kennt. Vor dem Ehemann hat sie immer noch gehörigen Respekt. Alleine Bleiben geht noch gar nicht, da hat sie Todesängste und Kotet alles voll, neulich ist sie vor lauter Panik aus dem Fenster des ersten Stocks gesprungen, zum Glück ist nicht viel passiert und sie wurde von Nachbarn eingefangen. Aber sowas muss man bedenken. Du brauchst am Anfang sehr viel Zeit und Geduld. Es kann auch ein sehr aufgeschlossener Hund sein, ich hatte schon Fälle, die nach ein paar Tagen die Grundkommandos beherrschten und freundlich auf alle Menschen
zugekommen sind. Jeder Hund ist anders. Aber du brauchst auf jeden Fall Geduld, Zeit und Wissen. Am besten besuchts du auch eine Hundeschule.

Ich wünsche dir und dem Kleinen gutes Gelingen.

Kommentar von planplants2 ,

Habe noch etwas vergessen: Je nach Ängstlichkeit/Unsicherheit nicht gleich die Hundeschule besuchen, das würde ihn überforndern! Erstmal Geduld haben und Vertrauen aufbauen.

Antwort
von skjonii, 58

Ich denke generelle Tips gibt es da kaum. Wichtig ist, dass der Hund zu Anfang viel Zeit und genügen Freiraum bekommt sich zurück zu ziehen und das alles zu verarbeiten. Außerdem solltet ihr in erstmal nicht von der Leine lassen, wenn ihr draußen seid. Eventuell müsst ihr auch mit dem Futter vorsichtig anfangen um zu gucken, ob der Hund das auch alles gut verträgt, zumal er ja auch unter starkem Stress gestanden hat. 

Ich finde es eine tolle Entscheidung einen Hund aus dem Tierschutz zu holen :) Viel Spaß und Erfolg mit eurem neuen Bewohner :)

Antwort
von Airbus380, 16

Wir haben seit ueber 10 Jahren 2 ungarische Straßenhunde (aus der Toetungsstation) und hatten auch mal einen uralten russischen Tierheimhund. Alles tolle Hunde. Die Ungarin ist (immer noch) etwas aengstlich, der maennliche Kollege dafuer um so weniger. In unserer Nachbarschaft sind viele Tierheimhunde und keiner ist ein Problemfall.

Antwort
von Hollandgroede, 22

Auch ich habe zwei Hunde aus dem Ausland, als sie kamen, waren sie schon 7 und 8 Jahre alt.

Sie sind jetzt 17 bzw. 15 Monate bei uns - "normale" Hunde, wie ich es von meinen vorherigen Hunden, die ich vom Züchter und von klein auf hatte, werden sie wohl nie.

Die übergroße Angst hat sich gelegt, ist aber immer noch vorhanden, sie wird auch sicher niemals vollständig verschwinden. Von der Leine lassen - obwohl ich sehr erfahren im Umgang mit Jagdhunden bin - daran ist nicht zu denken. Sie haben überlebt, weil sie scheinbar gute Jägerinnen waren - das Jagdverhalten ist aber nicht mehr sicher zu kontrollieren. Damit sind sie eine Gefahr für sich selbst und für andere.

Obwohl sie nun in einem sehr ruhigen, sicheren Umfeld leben, können sie nicht wirklich entspannt schlafen, fürchten sich vor allem Neuen.

Ja, sie sind sogar recht problemlos stubenrein geworden, sie können auch alleine bleiben - sie suchen auch die Nähe und wollen schmusen - aber eine unbedachte Bewegung - und sie sind weg.

Du brauchst viel Geduld und noch mehr Liebe - und musst dich an allem erfreuen, was der Hund von sich aus zu geben bereit ist. Unter Umständen ist das nicht viel - aber es gibt auch andere Fälle.

Mein Tochter hat eine Podenca aus Spanien - über ein dt. Tierheim. Der Hund war ca. 3 - 4 Jahre alt (schwer misshandelt worden, mit schiefer Schnauze und vielen Narben gezeichnet) - und hat fast ein ganzes Jahr nur in einer Ecke in ihrem Wohnzimmer gelebt. Nahm keinen Kontakt auf, wollte nicht berührt werden, war vollkommen teilnahmslos - so einen Hund hatten wir alle noch nicht erlebt.

Und dann platzte der Knoten - von heute auf morgen war es ein völlig anderer Hund, der seine Streicheleinheiten forderte, auf die Couch hüpfte, freudig spazieren ging, mittlerweile frei laufen kann und hört ....

Auch so kann es gehen - aber es braucht manchmal einen langen Atem. Zum Glück hatte meine Tochter diesen und den starken Willen, diesen Hund zurück ins Leben zu holen.

Ich wünsche euch einen prima Freund.

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 48

Hallo,

worüber hast du dich vorher informiert?

Diese Straßenhunde haben alle ihre ganz speziellen Problematiken - meist haben sie mit Menschen keine guten Erfahrungen gemacht und haben deshalb Angst vor ihnen. Sie kennen kein festes Zuhause, sie kennen keine Stubenreinheit, kein Vertrauen zum Menschen, etc. pp.

Hast du dich darüber informiert? Oder glaubst und hoffst du, dass der Hund aus "reiner Dankbarkeit" ein folgsames Lämmlein sein wird?

Wie soll denn wohl ein Dackel-Schäferhundmix zustanden kommen. Der Dackel müsste der Rüde gewesen sein - wie will der an eine Schäferhündin kommen?

Zeit brauchen diese Hunde und ganz ganz viel Geduld. Nichts darfst du erwarten und bedrängen darfst du ihn auch nicht. Er muss von ganz alleine kommen - und oft schaffen diese Hunde noch nicht einmal das.

Hoffentlich bist du den ganzen Tag Zuhause und musst ihn nicht alleine lassen - das könnte eine böse Überraschung werden.

Natürlich gibt es immer auch mal wieder Hunde, die nicht so viel Schlechtes erlebt haben oder einfach nicht so geprägt sind - vllt. hast du ja auch Glück.

Aber wenn du nichts erwartest von dem Hund - dann kannst du auch nicht enttäuscht werden und dann freust du dich über alle positiven Reaktionen.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von Gargoyle74 ,

Man kann auch alles übertreiben ! Hunde leben im HIER UND JETZT , nicht in der Vergangenheit ! Und ob es sich tatsächlich um genau diesen Mix handelt-wissen wir alle-ist reine Spekulation! Da muss man nicht drüber lammentieren !

Kommentar von dsupper ,

Nein, Hunde leben überhaupt nicht im Hier und Jetzt. Gerade Hunde sind geprägt durch ihre Vergangenheit, durch ihre Erfahrungen, die sie gemacht haben, durch das Leid, dass sie erlebt haben.

Ich arbeiten seit vielen Jahren für den spanischen Auslandstierschutz, habe selbst mehrere Hunde als eigene und immer wieder Pflegehunde. Glaub mir, ich weiß, wovon ich schreibe. Es nutzt leider gar nichts, die Sache immer wieder "schönzureden". Es ist schwierig, diese Hunde wieder so zu resozialisieren, dass sie "taugliche" verlässliche Familienhunde werden.

Kommentar von Dahika ,

dann habe ich wohl immer die falschen Hunde kennengelernt. Die, die ich kenne, sind ausnahmslos reizend.

Kommentar von dsupper ,

reizende Hunde, die aus Spanien kamen,  habe ich bisher noch nicht kennengelernt: ängstliche, verstörte, hilflose, geschlagene und gequälte Wesen dafür umso mehr.

Ja, viele dieser Hund sind nach langer Zeit mit viel Liebe und Geduld in einem tollen Zuhause aufgeblüht und dürfen die Umschreibung "reizend" oder "wunderbar" sicher jetzt tragen.

Aber fragt man die Besitzer, dann steckt dahinter eine Unmenge an Zeit, Geduld, Liebe und auch die Fähigkeit, immer wieder Tiefschläge wegzustecken.

Kommentar von dsupper ,

Und selbst seriöse Tierschutz-Orgas weisen ihre Interessenten schon ganz im Vorfeld - meist sogar schon auf ihrer Internetseite - auf die vielfachen Problematiken mit den Hunden hin.

Nur als Beispiel

http://www.streunerhilfe-bulgarien.de/hunde/

Kommentar von planplants2 ,

@Dahika es gibt durchaus "reizende" Nothunde, meist steckt dahinter aber eine Menge Arbeit. Natürlich ist jeder Hund anders und ich hatte auch schon Hunde, die sehr schnell aufblühten und stets freundlich und offen waren. Aber je mehr schlechtes die Hunde erlebt haben, desto mehr prägt sie dies. Hunde haben sehr wohl Erinnerungen an schlechtes. Das beste Beispiel: Mein wunderbarer letzter Hund. Ich habe diesen damals aus einem Garten "gerettet" (die ganze Geschichte würde jetzt zu weit reichen) jedenfalls wurde er als Welpe mit 6 Wochen dorthin verfrachtet, war alleine und der Besitzer brachte 1x täglich Essesnreste und verprügelte den Kleinen. Nachdem er dann bei mir war, wollte er NIE an deisem Garten vorbei. Er setzte sich stur hin und ging nicht weiter, drehte um, zog den Schwanz ein. Hunde leben also nicht nur im hier und jetzt! Trotz dieser Erfahrungen war er aber ansonsten ein sehr freundlicher und mutiger Hund. Aber an diesem Garten habe ich ihn Jahrelang nicht vorbei bekommen.

Antwort
von derHundefreund, 25

Meine Mutter hat auch einen Hund aus Bulgarien geholt. Ist ein toller Hund. Ich finde es übrigens großartig, dass du einem Hund eine zweite Chance gibst, anstatt zum Züchter zu gehen. Toll!

Antwort
von Gargoyle74, 49

Er muss ersteinmal auf eine Quarantänestation für 21Tage. Das kann eine Pflegefamilie in Deutschlabnd sein,die Veterinärmässig abgecheckt wurde für so eine Aufnahme. Ansonsten sind Hude aus dem Süden sehr sozial und umgänglich. Aber oftmals auch sehr ängstlich,was eine dringende Hundeschule erforderlich macht.

Kommentar von dsupper ,

Wie kommst du denn auf diese Idee? Bulgarien gehört zur EU und da braucht es keine Quarantäne. Der Hund muss vor der Einreise gegen Tollwut geimpft sein und die anschließende Wartezeit von 21 Tagen in Bulgarien verbracht haben.

Das wird sicher in der bulgarischen Auffangstation so erledigt worden sein. Die Tierschützer, die die Hunde nach Deutschland vermitteln, kennen sich da sehr gut aus.

Kommentar von Gargoyle74 ,

Habe selbst eine aus dem Süden und kenne mich bestens mit den Gegebenheiten der Quarantänevorschriftenh aus, Zudem muss der Hund natürlich gegen Tollwuit und Para. geimft sein und benötigt einen EU-Pass. Chippen ist wohl selbstverständlich für die Ausreise !

Kommentar von dsupper ,

Nein,es gibt KEINE Quarantänevorschriften für Hunde aus der EU.

Vorschrift ist NUR eine vor 21 Tagen erfolgte Tollwutimpfung - und natürlich der Chip. MEHR Bestimmungen gibt es nicht! Noch nicht mal deine angeführte Impfung gegen Parvovirose.

Kommentar von Hollandgroede ,

Ja, genau so sind die Bestimmungen.

Kommentar von skjonii ,

Ganz abgesehen davon würde ich dir dringend raten NICHT umgehen in die Hundeschule zu rennen. Für ängstliche Hunde kann der Hundeplatz eine richtige Tortur sein. Viele Hunde, viel Gebell, viele Menschen... Das kann man später machen, aber bitte nicht zu Anfang. 

Kommentar von Gargoyle74 ,

Da gebe ich DIR ABSOLUT Recht. Nicht für einen ängstlichen Hund. Ich habe das ganz OHNE Hundeschule hinbekommen,aber ich habe auch jahrelange Tierschutzerfahrung und weiss,wie man solche Hunde "aufbaut". Nur Anfänger sollten sich da wirklich Hilfe suchen,denn nichts braucht so ein Hund mehr,als souveräne selbstbewusste Hundeführer,denen sie sich bedingungslos anvertrauen können.

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