Begründung für den Wechsel in der 10. Klasse von ev. Religion zu Ethik gesucht?
Mein Rektor (kein kirchliches Gymnasium) verlangt eine schriftliche Begründung, warum ich zum Fach Ethik wechseln möchte. Mein wahrer Grund ist, dass die Lehrerin zu tiefe Bibelarbeit voraussetzt und mir die Hausaufgaben sehr schwer fallen (ich bin zwar konfirmiert, aber unsere Familie und ich stehen der Kirche als Institution und der Religion eher ablehnend gegenüber.)
Habt ihr Vorschläge für eine einfache aber überzeugende Begründung, warum ich das Fach Religion abwählen möchte? (Ich möchte die Lehrerin mit ihren zu großen Forderungen nicht als Grund angeben...)
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ich bin zwar konfirmiert, aber unsere Familie und ich stehen der Kirche als Institution und der Religion eher ablehnend gegenüber
Da hast du doch schon deinen Grund. Ich bin auch aus dem evangelischen Religionsunterricht ausgestiegen, weil ichnicht an Gott ect glaube. Das ist ein einleuchtender Grund, warum man nicht teilnehmen möchte. Schließlich müsste man ja dann einen falschen Glauben vorheucheln. Ich habe auch den Glauben nur auf dem Papier inne. Mein Glaube ist auch ein anderer, daher darf ich mich davon abmelden.
Es ist ein Grundgesetz dir deine Religion aussuchen zu dürfen und daher kann dich auch keiner daran hindern, die Religion zu wechseln bzw an einer Religion -der du vom Glauben her nicht einmal angehörst- nicht teilzunehmen.
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Berufe dich auf die Religionsfreiheit und die Religionsmündigkeit.
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Du musst gar nichts begründen. Das würde ich dem Rektor auch so sagen. Wenn er weiter rumspinnt, dann geh zu deinen Eltern, an die Presse oder zu nem Anwalt. Ehrlich, wo gibts denn sowas? Wir leben 2010 und nicht mehr 1410.
Kommst du zufällig aus Bayern?
Kommentar von simmiXD 15.09.2010nein, aus BW!
Kommentar von wueseldueselwueselduesel 15.09.2010Achso. Naja, is quasi das selbe. Süddeutschland halt. Trotzdem würde ich auf mein Recht bestehen. Ohne Einschränkungen.
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Schreib dass due in Anhänger von Nietzsche bist und mit Nietzsche Glaubst, dass Gott tod ist und zitiere dazu aus dem Zarathustra
»Sollte es denn möglich sein! Dieser alte Heilige hat in seinem Walde noch nichts davon gehört, daß Gott tot ist!«
Kommentar von CuoriValitusCuoriValitus 15.09.2010..der war gut..DH ^^
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wähle das fach ohne angabe von gründen ab- verweigert der direktor das geh zum schulamt bzw wende dich ans kultusministerium die freuen sich immer wenn sie sowas hören!
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Antwort von LarsB 15.09.20103 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Laut SchG musst du dafür keine Begründung vorlegen. Auf Wunsch suche ich dir den § raus.
Kommentar von FreeEagleFreeEagle 15.09.2010Woher weißt du so genau, welches Schulgesetz hier zum Tragen kommt?
http://www.kmk.org/dokumentation/rechtsvorschriften-und-lehrplaene-der-laender/u...
Kommentar von LarsB 15.09.2010§ 100
Teilnahme am Religionsunterricht
(1) Über die Teilnahme am Religionsunterricht bestimmen die Erziehungsberechtigten. Nach Eintritt der Religionsmündigkeit steht dieses Recht aus Glaubens- und Gewissensgründen dem Schüler zu.
(2) Die Erklärung über die Abmeldung vom Religionsunterricht ist gegenüber dem Schulleiter schriftlich, von einem minderjährigen religionsmündigen Schüler persönlich abzugeben. Zum Termin zur Abgabe der persönlichen Erklärung des religionsmündigen Schülers sind die Erziehungsberechtigten einzuladen.
(3) Die Abmeldung vom Religionsunterricht ist nur zu Beginn eines Schulhalbjahres zulässig.
Auszug aus dem SchG BW! Er muss lediglich schriftlich Verfassen, dass er von dem Reli Unterricht befreit werden möchte!
Weiter heißt es:
§ 100 a Ethikunterricht (1) Für Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, wird das Fach Ethik als ordentliches Unterrichtsfach eingerichtet.
(2) Ethikunterricht dient der Erziehung der Schüler zu verantwortungs- und wertbewußtem Verhalten. Sein Inhalt orientiert sich an den Wertvorstellungen und den allgemeinen ethischen Grundsätzen, wie sie in Verfassung und im Erziehungs- und Bildungsauftrag des § 1 niedergelegt sind. Der Unterricht soll diese Vorstellungen und Grundsätze vermitteln sowie Zugang zu philosophischen und religionskundlichen Fragestellungen eröffnen.
(3) Das Kultusministerium stellt bei Vorliegen der personellen und sächlichen Voraussetzungen durch Rechtsverordnung fest, ab welchem Zeitpunkt der Unterricht im Fach Ethik in den einzelnen Schularten und Klassen zu besuchen ist.
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Sag doch, dass du der evangelischen Kirche nicht sonderlich nahe stehst und auch andere Religionen und allgemeine ethische Grundsätze kennenlernen möchtest. Dir ist der Blickwinkel aus protestantischer Sicht auf die Werte, die für dich und unsere Gesellschaft wichtig sind, zu eingeschränkt und einseitig. Das müsste genügen.
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dann gib doch einfach an, dass du dich mit dem evangelischen Glauben nicht mehr identifizieren kannst und daher lieber Ethik belegen würdest. Wäre ja nichtmal gelogen.
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Sag du einfach du bist Atheist oder du sag du willst ein breiteres Spektrum lernen und vor Allem ein seriöseres ;)
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Wie schon andere unter mir bezweifle ich das das rechtens ist...es gibt hier eine gewisse religionsfreiheit (auch wenn das von mind.70% aller familien sowiso nicht beachtet wurd)also geht deine konfession niemanden etwas an...glückwunsch...ethik ist sowiso lehrreicher.. ^^
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Ehrlich?
Wenn dir keine Begründung einfällt, dann lass es eben sein. Und wenn dir Mathe zu schwer fällt, würdest du dich wahrscheinlich von diesem Fach auch abmelden, wenn es ginge, oder?
Im Leben gibts nun mal nichts umsonst. Ohne Fleiß kein Preis.
Kommentar von CuoriValitusCuoriValitus 15.09.2010äääähm...meinst du also..der fragesteller soll lieber in einem fach bleiben was ihn nicht die bohne interessiert und schlechte noten schreiben als diesem trottel von "lehrer" (was ja eigentlich nicht mal richtige lehrer sind) klar zu machen das es religionsfreiheit gibt und das ganze ihn sozusagen einen sch*dreck angeht?
Kommentar von omikronomikron 15.09.2010So ähnlich ja. Wenn mich Geschichte nicht interessiert, dann kann ich mich ja auch nicht abmelden, schon gar nicht mit den lächerlichen Begründungen "interessiert mich nicht", "wegen schlechter Notengefahr" u.ä.
Kommentar von simmiXD 15.09.2010@omikron: zur Info: ich gehöre zu den 5 besten Schüler/innen meiner Jahrgangsstufe!
Kommentar von omikronomikron 15.09.2010Dann mach deiner Position Ehre und streng dich auch in diesem Fach an und wirf nicht einfach das Handtuch!
Kommentar von simmiXD 15.09.2010Ich sehe keinen Sinn darin, mich intensiv mit der Bibel zu beschäftigen, ich konzentriere mich lieber mit beweisbaren Lehrinhalten in anderen Schulfächern!
Kommentar von simmiXD 15.09.2010sorry: "auf beweisbare Lehrinhalte"...
Kommentar von CuoriValitusCuoriValitus 15.09.2010...es ist verdammtnochmal ein unterschied ob du von einem WICHTIGEN Fach sprichst oder einem fach das keinerlei beweise für seine thesen hat und für den schul-und berufsverlauf KOMPLETT nutzlos ist..
Kommentar von omikronomikron 15.09.2010Achja, Werte sind völlig nutzlos. Klar.
Kommentar von simmiXD 15.09.2010Werte werden auch im Fach Ethik behandelt!
Kommentar von CuoriValitusCuoriValitus 15.09.2010Ethik vermittelt genau die ethischen werte die RELIGIONEN seltenst einhalten...vielleicht solltest du auch mal den ethik unterricht besuchen...dann würdest du so etwas lernen...
Kommentar von Raubkatze45Raubkatze45 15.09.2010gehört es auch zu den sog. ethischen Werten, Religionslehrer als Trottel zu bezeichnen oder die Fähigkeit zum Lehrberuf abzusprechen?
Man kann von einem Religionslehrer normalerweise erwarten, dass er auch Inhalte der Bibel lehrt und voraussetzt. Sonst wäre er kein Religionslehrer. Schüler, denen das nicht passt, können sich abmelden. Bisher hat die Schülerin das nicht getan, also kann man dem Religionslehrer nicht vorwerfen, dass es ihn "einen Dreck" angeht.
Nicht der Rel.-Lehrer ist dafür zuständig, sondern der Rektor und in einigen Ländern können sich Schüler erst nach dem 18. Lebensjahr vom Rel.-Unterricht abmelden.
Und was die Wichtigkeit anbetrifft, rein weltlich gesehen: Viele Arbeitgeber schauen sehr wohl auf eine gute Religionsnote, unsere Schüler wurden deswegen grundsätzlich schriftlich darauf hingewiesen.
Kommentar von CuoriValitusCuoriValitus 15.09.2010erstens,ich kenne keinen "weltlichen" arbeitgeber der auh religion schaut,denn wir leben glücklicherweie nicht mehr im mittelalter, zweitens;ich würde jede person die so reagiert als trottel bezeichnen,unabhängig jeder konfession und drittens;reli-lehrer SIND keine richtigen ausgebildeten lehrer sondern kommen direkt von der kirche...
und ja,er hat das hinzunehmen wenn schüler sich abmelden und nicht noch schriftlich nazufragen...wo kommen wir denn da hin..da können wir gleich die hexenbefragung wieder einführen..
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seid wann muß man sowas begründen ???
finde das nicht gut
ich lasse niemanden in meinen gleuben reinreden
und ich zwinge auch niemanden dazu einen glauben anzunehmen
ich würde mich weigern was dazu zu sagen
es ist deine sache und du bist niemanden rechenschaft schuldig
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Bei uns reicht es wenn man sagt das man nicht mehr an gott glaubt.
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Wie hier schon genannt wurde, brauchst du für einen Wechsel tatsächlich keine Begründung angeben.
Das bedeutet, du kannst den Wechsel sogar damit begründen "Weil heute Mittwoch ist". Selbst dann kann dir der Rektor den Wechsel nicht verwehren.
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Antwort von LarsB 15.09.20101 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Da einiges untergegangen ist, möchte ich abschließend noch einmal auf die Paragraphen 100 und 100a der SchG Baden-Württembergs hinweisen.
Ich denke diese Artikel fassen die ganze Diskussion einmal zusammen!
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Einfach, aber überzeugend: Weil dich Ethik mehr interessiert.
Wenn dir das noch nicht genug ist, such dir irgendwas aus dem Ethiklehrplan raus und sag, dass dich das total interessiert.
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Warum nicht? Ich denke, dass der Rektor das verstehen wird. Sei in der Hinsicht einfach ehrlich.
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Schreibe die Wahrheit!
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Ich denke mal, es ist eine reine Formsache. Wenn du irgendetwas drauf schreibst, werden sie schon kein großes Theater drum machen.
Ich scheue halt ein wenig die Gegenfrage, warum ich mich dann überhaupt hab konfirmieren lassen (das war eher ein Gruppenzwang als der Glaube an Gott...)...
es ist dein gutes Recht dich für eine andere Religion entscheiden zu können. Auch nach deiner Konfirmation bist du ja nicht lebenslang daran gebunden ;)