Frage von Gold1973, 69

Baby 1 Jahr sehr schüchtern und sensibel, was hilft dagegen?

Hallo Zusammen,

unser Sohn gerade 1 Jahr geworden ist in der Krippe und hat irgendwei keine Lust mit anderen Kindern zu spielen. Mag auch nicht von anderen angefasst werden. Ist mehr so der Eigenbrödler.

Zudem ist er sehr schüchtern und sehr sensibel. Wenn man "Nein" sagt, dann hört er kurz. Beim zweiten nein fängt er laut an zu weinen. Also sehr sensibel.

Ist das normal ? Was kann man dagegen machen ?

Vielen Dank Goldi

Antwort
von conelke, 69

Wenn Dein Sohn erst ein Jahr alt ist, sollte man ihm das Recht zugestehen in der Art reagieren zu dürfen. Normalerweise sind Kinder in dem Alter ja noch zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung unter Mamas Schutz. Eine Krippe ist dagingehend etwas ganz anderes. Mama ist nicht da und man ist einer unter vielen. Ein 1jähriges Kind kann auch noch nicht mit anderen Kinder spielen, dafür ist er definitiv zu jung. Hier sind die Erzieher gefragt, sich mit ihm zu beschäftigen oder ihm Dinge an die Hand zu geben, mit denen er sich minutenweise beschäftigen kann. Er braucht in diesem Alter noch ganz viel Unterstützung. Ich kann auch verstehen, dass er sich nicht von jedem anfassen lassen will. Es wäre schön, wenn es in der Krippe eine besondere Bezugsperson geben würde, die sich seiner annimmt. Und das er weint, wenn man NEIN sagt, ist völlig normal. Die Kinder müssen erst verstehen lernen, dass halt nicht alles nach ihrem Kopf geht. Du musst hier echt noch sein Alter berücksichtigen. Bis vor kurzem war er noch ein Baby!!!!!

Antwort
von hertajess, 39

Es gibt eine Sache die ich wohl nie verstehen werde:

Wenn ich ein Auto fahren will brauche ich einen Führerschein. Ein Auto ist ein toter Gegenstand.

Wenn ich ein Kind zeuge ohne jede Not dann brauche ich mich auf gar keinen Fall vorbereiten. Ich brauche mich nicht zu fragen wie menschliche Entwicklung wohl abläuft, ob es dazu Informationen gibt und so weiter uns so fort. Woher denn auch? Es ist doch nur ein lebendes Wesen, nicht systemrelevant. 

Ja. Da rege ich mich tatsächlich auf. Mein Vater ist 1969 gestorben und wenn ich diese Frage hier lese dann weiß ich mit Sicherheit dass er mehr über menschliche Entwicklung wusste als die Fragestellerin. Also frage ich mich: Wie kommt Das? Woher kommt Das? 

Es gibt heute viel mehr Literatur zu menschlicher Entwicklung als früher in viel leichter verständlicher Sprache. Es gibt online massenweise Foren für Eltern. Es gibt auf youtube wirklich empfehlenswerte Kanäle von Fachmenschen für Eltern. Dort gibt es auch sehr gute Dokumentationen die auf leicht verständliche Weise die menschliche Entwicklung darlegen. Und nicht nur dort gibt es sie. Fachmenschen inklusive der Wissenschaftler veröffentlichen vor allen Dingen für Eltern online in leicht verständlicher Sprache kostenlos damit das Wissen bei den Eltern auch ankommt. Und dann gibt es öffentliche Bibliotheken die in der Regel auch gute und empfehlenswerte Literatur haben inklusive Fachmenschen die gerne qualifiziert beraten. 

Das musste einfach sein. 

Mit einem Jahr ist noch gar kein eigenes Ich entwickelt. Davon kann ausgegangen werden denn nur sehr wenige Kinder entwickeln sich in so rasanter Schnelligkeit im neuronalen Bereich. Wo kein eigenes Ich da auch keine Interaktion nach unserem entwickelten Verständnis. 

Sollte die Krippe solches Wissen nicht haben würde ich tatsächlich nach einer anderen Betreuungsmöglichkeit Umschau halten. Denn wie ausgeführt: Es gibt reichlich Möglichkeiten sich entsprechend zu bilden. Menschen die in Kinderkrippen arbeiten und eine angeblich entsprechende Ausbildung vorweisen können sollten mindestens das Wissen vorweisen welches mein Vater vor so vielen Jahrzehnten schon hatte. Ohne entsprechende Ausbildung. 

Solltest Du mit den betreuenden Menschen nicht über Deine Frage gesprochen haben möchte ich Dich wärmstens dazu ermutigen den regelmäßigen Austausch mit den Fachmenschen pflegen zu wollen. Nicht alle haben Ahnung. Das ist in jedem Beruf so. Die Ahnungslosen erkennen zu lernen übt sich nach meiner Erfahrung. Wesentlich scheint mir vor allen Dingen immer daran zu denken dass die Fürsorge ja geteilt wird. Auch später wenn das Herzblatt zur Schule geht. 

Wie Du Dein Kind jetzt gut fördern kannst? Indem Du Dir kein schlechtes Gewissen machst. Denn Deine Gefühle sind noch die Gefühle des Kindes bis zur Ich-Entwicklung die immer noch so oft fälschlicherweise Trotzphase genannt wird. Und indem Du Dich mit den Fachmenschen besprichst, ruhig Fragen stellst. Und vielleicht nutzt Du mal nach Feierabend wenn das Kind schläft das Internet auf der Suche nach Seiten die sich um die jeweilige Entwicklung drehen. 

Antwort
von wurstbemmchen, 42

Ich verstehe gut, dass du der Schüchternheit entgegen wirken willst. Ich bin mir sicher, meine Tochter hätte sich von alleine auch nicht so zum Positiven verändert.
Mein Kind war anfangs auch sehr schüchtern. Dann hatte sich das im Alter von 3 Jahren innerhalb weniger Tage völlig geändert. Sie wurde aufgeschlossener, ist auf andere zugegangen und kaut nun jedem gleich ein Ohr ab. ;) Meine Strategie bestand vorwiegend darin ihr Selbstbewusstsein zu fördern. (Mut machen, mehr Aufgaben alleine erledigen lassen, gut zureden, viel loben...) aber ich schätze mit einem einjährigen ist das noch etwas schwer umzusetzen.
Wie lange geht er jetzt in die Kita? Ich denke mal die Sensibilität kommt daher, dass er gerade eine anhängliche Phase hat. Ist bei meiner Tochter auch so. Dann weint sie wegen jeder Kleinigkeit. Versuch ihm soviel Nähe zu geben wie er braucht.

Antwort
von Kitharea, 34

1 Jahr altes Kind?
Chill :o Frage mich wo das später hinführt wenn du jetzt schon überall nur Probleme siehst. Jedes Kind ist anders - was nicht heißt dass da ein Problem ist.
Lass es einfach wachsen wie und so schnell es will und gut ist.
Das Einzige was ich bei meinem 1. Sohn heute noch bereue ist dass ich genau das NICHT wirklich geschafft habe. Man vergleicht, man sucht "Fehler", man interpretiert. Sei einfach da für das Kind und gut ist. Probleme wirst noch genug haben später wo du was tun musst. Also ... Chill... dein Problem grad nicht das vom Baby.

Das Verhalten in der Krippe bei dem Alter ist völlig normal - sollen die Erzieher eigentlich wissen.

Antwort
von MrMo85, 51

Macht euch keine Sorgen! Kinder spielen erst im Alter von 3 miteinander. Es ist normal das er alleine spielt. Er entdeckt gerade eine neue Welt. Kein Wunder das er verunsichert ist. Mein Tipp an euch- redet mit den Erzieherinnen. Sie nehmen euch Ängste und helfen euch durch die Zeit.

Antwort
von kiniro, 26

In dem Alter spielen Kinder nicht mit- sondern nebeneinander.

Ich kann es absolut nicht verstehen, dass so ein kleines Kind schon funktionieren muss, wie es so manche Erwachsene wollen.

Das Beste wäre es, nach seinen Bedürfnissen zu schauen und ihn sich in seinem Tempo entwickeln zu lassen.

Gras wächst auch nicht schnell, wenn daran gezogen wird. Im Gegenteil: es wird mit der Wurzel ausgerissen.

Antwort
von FragaAntworta, 41

Baby? 1 Jahr? Schüchtern? Wie soll ich das verstehen, steht er auf jeder Party immer im Abseits und hat noch keine Freundin? Was ist eigentlich in meiner Jugend falsch gelaufen? Ich konnte mit zwei Jahren auch noch keine drei Fremdsprachen, nicht mal die eigene beherrschte ich.. Und heute? Einjährige Babys sind sensibel und schüchtern... Häääh würde meine Tochter sagen, die auch erst mit 5 Jahren in den Kindergarten ging..

Sorry, aber ich hoffe ich verstehe Deine Frage falsch.

Antwort
von Pinacolada830, 31

Jedes Kind hat einen anderen Charakter. Ich finde das Verhalten nicht schlimm. Gut ist, dass euer Kind in den Kindergarten geht, so lernt es den Umgang mit anderen Kindern. Vielleicht legt sich die Schüchternheit ja noch von ganz allein.

Antwort
von Glueckskeks01, 48

Können Kinder mit 1 Jahr schon miteinander spielen? Ich meine, sie würden diese Fähigkeit erst später erwerben (3 Jahre?).

Antwort
von Wonnepoppen, 51

Er ist noch sehr klein!

Seit wann ist er denn schon in der Krippe?

wie lange ist er am Tag dort?

Kommentar von Gold1973 ,

Seit ca 6 Wochen in der Krippe.

Ist dort ca. 5 Stunden. Ist noch Eingewöhnungszeit.

Kommentar von Wonnepoppen ,

"Eingewöhnungszeit"

daran kann es durchaus liegen, also Geduld haben. Er vermißt sein Zu Hause die gewohnte Umgebung u. die Eltern!

Antwort
von Seeteufel, 56

!, Ist das Kind erst 1 Jahr alt, da kann man wohl noch nicht von schüchtern und sensibel sprechen.

2. Wäre es für das Kind besser, ihr würdet euch mehr um das Kind kümmern und nicht in der Krippe "abliefern"

3. Ein Kind braucht seine Eltern und ihre Liebe um selbstsicher zu werden.

4. Ein Kind heißt: Verantwortunhg übernehmen und diese nicht auf andere übertragen.

5. Zusammengefaßt heißt das: Euer Kind weiß gar nicht wo eswirklich              hingehört. Darum diese Reaktionen.

Kommentar von Yingfei ,

Warum so harsch?

Kommentar von Seeteufel ,

Weil ich einfach nicht verstehen kann, das man von einem 1 jährigen Kind so viel verlangt. Das Kind muß doch langsam heranwachsen.

Wenn das bei einem Erwachsenen immer noch so ist, heißt es dann: Ach der/die hat aber eine schwere Kindheit gehabt, sie/er mußte ja so werden.

Kommentar von Micha84w ,

Etwas gebe ich dir recht, nämlich in dem Punkt, dass das Kind erst ein Jahr alt ist und somit noch zu klein ist um die Situation zu verstehen. 

ABER, es gibt Eltern, die MÜSSEN arbeiten und würden gerne bei ihrem Baby sein, geht aber finanziell nicht. Und dann so einen Vorwurf lesen zu müssen ist absolut fehl am Platz

Kommentar von Seeteufel ,

Es gibt aber auch Elterngeld!

Kommentar von Seeteufel ,

@ Micha84w

So barsch oder vorwurfsvoll  finde ich meine Antwort gar nicht. Welche Punkt zutreffen oder nicht, wissen nur die Eltern..Wenn sie als reiner Vorwurf aufgefasst wird, so tut es mir leid, nur anders konnte ich es nicht schreib

Kommentar von eostre ,

Genau, 12 Monate lang, also ziemlich genau bis zum 1. Geburtstag!

Antwort
von kreuzkampus, 50

Was kann man dagegen machen ?

Am besten "nichts". Oder möchtest Du Dein Kind schon mit einem Jahr "abrichten"?

Kommentar von Gold1973 ,

Wer redet denn hier von Abrichten ? Soll natürlich nicht gedrillt werden. Sondern ich möchte nur ein paar Tipps oder Hinweise.

Kommentar von kreuzkampus ,

Wer redet denn hier von Abrichten ?

Ich kann es auch anders sagen: Mach Dir bei einem 1-jährigen Kind einfach keinen Kopf über sowas. Das reguliert sich von ganz alleine. Daran kannst Du nichts ändern. Das sagt Dir ein Vater von vier erwachsenen Kindern, der auch so einiges mitgemacht hat.. Ist das jetzt ein Tipp in Deinem Sinn? Ich fürchte leider: Nein.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community