Wir Menschen verwenden für vieles den Begriff "Alter" zur Bestimmung der zeitlichen Differenz seiner Entstehung und des jetztigen Seins.
Somit ist das Alter = Jetzt - Entstehung
Nun gut. Nun kann ich damit das Alter eines Menschen bestimmen. Ich kann das Alter eines Baumes bestimmen. Ich kann selbst das Alter bestimmter Steinsschichten oder Galaxien damit bestimmen, doch kann ich auch das Alter von Atomen bestimmen?
Alles was wir sehen, fühlen und schmecken besteht aus Atomen. Letztendlich ist alles nur eine Anordnung von Atomen und somit eine Struktur. DIese Strukturen bezeichnen wir als Objekte und das Alter eines Objekts ist dann abhängig vom Zeitpunkt, als die Atome des Objekts eine spezifische Struktur angenommen haben.
Doch wie ist es mit Atomen selbst? Diese Bausteine, die einem Objekt seine Identität geben. Haben diese selbst ein Alter? Oder ist ihr Alter gleich Alter des Universums?
Ich weiß, dass Atome sich in andere Atome wandeln können und somit selbst eine Strukturänderung vornehmen, aber ist dies messbar? Selbst die Halbwertzeit bezieht sich nur auf den Durchschnitt der Zerfälle einer Atomansammlung. Und wenn man dann noch weiter geht zu den subatomaren Teilchen, haben diese denn ein Alter?
Ich konnte bisher nichts zu meinem Gehirngespenst hier finden, aber vielleicht findet sich ja einer von euch, der sich etwas mit dieser Materie auskennt und mir Erleuchtung bietet. :)
Nun klar hat ein Mensch sowas wie Stoffwechsel und die Struktur insgesamt ändert sich ständig, aber die Grundstruktur bleibt doch gleich, sonst hätten wir ein Problem. Die Zellen oder Atome nehmen den Platz von anderen ein und lassen so die Struktur weiterbestehen. Wäre dies nicht so, wär beispielsweise das Denken und Erinnern nicht möglich. Aber du hast mit einigen Punkten womöglich recht. Genau deswegen Frage ich ja, weil ich darauf keine eindeutige Antwort habe. Wie kann man überhaupt das "Alter" universell definieren? So damit es für Lebewesen, wie auch andere Objekte im Mikro- und Makrokosum gilt.
Ist das Alter womöglich mit Veränderung vewandt? Wenn es keine Veränderung gäbe, gäbe es kein Altern. Wenn eine Struktur in eine andere Struktur wandelt, ist sie gealtert? Langsam wirds philosophisch.
Ja, das meine ich ja. Alternde Dinge verändern sich. Und klar bleibt die Grundstruktur des Menschen gleich, aber sie wird ja doch aus neuen Zellen gebildet. Man müsste das Alter universell definieren, aber das ist es meiner Meinung nach nicht, sondern das ist eben Konvention.Aber wer sagt, dass sich alle Dinge beim Altern verändern? Und wer legt fest, wann eine Veränderung altern ist und wann etwas neues, das finde ich eigentlich die spannendste Frage. Und wenn man mal den Menschen nimmt: Wenn der tot ist, ist die Struktur auch noch so wie vorher, dann vergammelt er. Ab wann ist denn die Strukturänderung so groß, dass es nicht mehr ein höheres Alter, sondern etwas anderes ist? Wenn aus dem Zeug Pflanzen entstehen?Wenn Bakterien es umwandeln? Wenn es nicht mehr aussieht wie ein Mensch? Im Prinzip könnte man auch sagen, es gibt kein Alter, sondern alles ist immer da und wandelt sich nur um.
Puh. Also ist alles ein Wandeln und das Altern (vllt kommt Alter von alternieren und wechseln bedeutet). Nungut, wenn ich noch weiter darüber nachdenke, komm ich irgendwann zu Gott und die Welt und das bringt mich nicht weiter.
Oder lateinisch "alter": der andere. Allerdings kommt alternieren ja wahrscheinlich daher, oder? Ich kenn mich mit Sprache nicht aus. Ziemlich interessante Idee. Das mit dem alternieren würde ja sogar Sinn ergeben.