Lehrer haben bekanntlich fast immer mehr oder weniger große Probleme mit ihren Schülern. Lehrer müssen Leistung einfordern, die Schüler zwar bringen wollen, aber eben oftmals nicht in der gewünschten Menge und Konsequenz. Lehrer brauchen eine Lernatmosphäre, sonst ist ihr ganzes Bemühen vergebens. Schüler wollen sich auch mal unterhalten oder gedanklich abschweifen, weil ihnen auch andere Probleme wichtig sind. So sind die Konflikte vorprogrammiert. Folglich suchen Lehrer immer nach Möglichkeiten, wie sie ihre pädagogischen Ziele verwirklichen können. Ein ganz elementarer Mechanismus ist nun der, der darauf abzielt, die Opinionleader, d.h. die anerkanntesten Schülerinnen und Schüler auf ihre Seite zu ziehen. Über die Modellfunktion können sie berechtigterweise hoffen, dass, wenn sie die Sympathieträger der Klasse, und das sind im Regelfall die Klassensprecher, auf ihre Seite gezogen haben, die anderen diesen Vorbildern folgen werden und ebenfalls deren Verhalten zu imitieren versuchen. Wenn also die Lehrer von dir fordern, dass Du Vorbildfunktion hast, meinen sie ja im Klartext, das Du ihren Erwartungen entsprechen sollst, weil dann die übrigen Schülerinnen und Schüler auf das von Dir gezeigte Verhalten einschwenken werden. Bilanz: Die Vorbildfunktion haben die Klassensprecher ohnehin. Die Erwartungen der Lehrer gehen aber dahin, dass sie das Verhalten der Klassensprecher in ihrem Sinne gestalten wollen, um so die ganze Klasse zu dem gewünschten 'guten Lern- und Leistungsverhalten' zu bewegen.
allerdings solltest du eine vermittelnde Position einnnehmen, denn du willst ja was erreichen