Projekt Positron von Microsoft Xbox muss gestoppt werden!
Die aktuellen Gerüchte rund um Microsofts mögliches „Disc-to-Digital“-Projekt Positron machen mir ernsthafte Sorgen — und ich glaube, viele Menschen unterschätzen gerade, was das langfristig bedeuten könnte. Auf den ersten Blick klingt es bequem: „Lege deine Disc einmal ein und spiele danach digital weiter.“ Viele feiern diese Idee bereits als modernen Komfortservice. Aber denkt bitte einen Schritt weiter. Wenn physische Xbox-Spiele irgendwann dauerhaft an Accounts gebunden werden, dann sind sie keine echten physischen Spiele mehr. Dann hätten wir am Ende nur noch Installationskeys auf Plastikscheiben. Und nein — ich rede NICHT von Nintendo-ähnlichen Game Key Cards, die trotz Download-Zwang noch als physisches Medium funktionieren. Ich rede von echten Einweg-Keys: Codes, die einmal eingelöst werden, dauerhaft an einen Account gebunden sind und danach praktisch verfallen. EINWEG-KEY-DISCS. Die Folgen könnten enorm sein: • Kein echter Besitz mehr • Kein freier Weiterverkauf • Kein Verleihen von Spielen an Freunde oder Familie • Keine langfristige Offline-Sicherheit • Vollständige Abhängigkeit von Microsoft-Servern • Schaden für Spielarchivierung und Preservation • Physische Sammlungen verlieren ihren eigentlichen Sinn Und das Gefährlichste: Spiele könnten langfristig viel leichter komplett verschwinden. Schaut euch nur die Forza-Horizon-Reihe an. Diese Spiele werden wegen auslaufender Musik- und Markenlizenzen regelmäßig aus digitalen Stores entfernt. Bisher waren physische Discs wenigstens eine Form der Absicherung und Erhaltung. Aber wenn Discs nach einer „Digitalisierung“ irgendwann eingeschränkt oder dauerhaft accountgebunden werden, könnte selbst diese letzte Form echten Besitzes verschwinden. Dann würden Spiele nicht nur delistet — sie könnten langsam aus der normalen Nutzung verschwinden. Das betrifft nicht nur Sammler. Das betrifft: • Verbraucherrechte • Eigentum • Spielbewahrung • Gaming-Geschichte • Und die Frage, ob wir unsere gekauften Spiele überhaupt noch wirklich besitzen Viele sagen: „Das ist doch einfach nur bequemer.“ Genau das ist das Problem. Die negativen Folgen kommen schleichend. 2013 hat die Gaming-Community bereits gezeigt, dass öffentlicher Widerstand funktionieren kann. Der geplante Online-Zwang der Xbox One wurde nach massiver Kritik wieder zurückgenommen. Deshalb sollten wir jetzt darüber sprechen: • Sprecht darüber • Gebt Feedback an Microsoft • Unterstützt Spielarchivierung • Unterstützt physische Releases • Startet Diskussionen und Petitionen • Macht klar, dass echter Besitz wichtig ist Denn wenn wir erst reagieren, nachdem physische Spiele nur noch accountgebundene Aktivierungsschlüssel sind, könnte es bereits zu spät sein.