Von Chef zurechtgewiesen und "gedemütigt" - ist das okay?

Mein Chef hat heute morgen eine Besprechung mit drei weiteren Herren in unserem Büro. Er bat mich, dem einen Kunden einen Kaffee zu machen und diesen sodann in das Besprechungszimmer zu bringen.

Als ich den Kaffee gerade absetzen wollte auf dem Tisch (links von dem Herrn, für den der Kaffee bestimmt war), wies mein Chef mich etwas rechtshaberisch und "von oben herab" darauf hin, dass der Kaffee immer auf die rechte Seite neben die Person gehöre und man die Tasse auch immer von rechts dort hinstelle. Da ich dadurch extrem nervös wurde (leider eine blöde Eigenschaft von mir), stellte ich den Kaffee von links nach rechts, blieb jedoch dabei links neben dem Herrn stehen.

Daraufhin sagte mein Chef „Ach Mensch, man stellt den Kaffe immer rechts hin und stellt sich dafür auch rechts neben denjenigen. Das müssen wir aber nochmal üben! Wir machen mal nen Grundkurs!" Er lachte dabei und die drei Herren lachten ebenfalls. Ich fühlte mich in dem Moment irgendwie ziemlich gedemütigt, da ich finde, dass man "wir machen mal nen Grundkurs" nicht hätte sagen müssen, das war ziemlich von oben herab. Es fühlte sich an, als machen sich alle über mich lustig. Darf man nicht mal nen Fehler machen?

Schon klar, dass ich vielleicht hätte nach rechts gehen sollen, sodass ich neben dem Herrn stehe, um den Kaffee neben ihm abzusetzen, aber ist das wirklich jetzt so dramatisch, dass man in einer Besprechung zu mir sagen muss, dass ich nen Grundkurs zwecks Knigge brauche?

Ich bin schließlich keine 13 mehr, dass man mit mir reden muss, als wäre ich noch heranwachsend.

Arbeit, Mobbing, Schule, Chef, Unwohlsein, bossing, Demütigung
18 Antworten
Soll und muss ich ihm verzeihen?

Habe letztes Jahr herausgefunden, dass die Freundin meines besten Freundes ihn betrügt. Sie hatte zum damaligen Zeitpunkt eine Affäre, die wohl über mehrere Wochen andauerte.

Als ich davon erfuhr, hielt ich es für angebracht, meinem besten Freund "reinen Wein einzuschenken" und ihm zu erzählen, dass seine Freundin eine Affäre hat und ihn betrügt. Leider endete die Offenbarung, die ich ihm gegenüber nur gut gemeint habe, da ich nicht wollte, dass er weiterhin belogen wird, nicht gut für mich und nicht gut für unsere Freundschaft.

Er warf mir vor, dass das nur dumme Gerüchte seien, die ich bloß irgendwo aufgeschnappt und dann an ihn weitergetragt hätte; dass ich mir das alles ausgedacht hätte, weil ich seine Freundin nicht leiden könne. Und, dass ich ja auch keine Beweise hätte. Wenn ich eine wirkliche gute Freundin wäre, dann hätte ich mich schon längst drum gekümmert, ihm die "entscheidenden" Beweise zu liefern. Ich sei verblendet und einfach verrückt, dass ich den ganzen Mist glauben würde.

Daraufhin brach der Kontakt ab und ich muss sagen, dass ich auch wirklich zutiefst enttäuscht war, dass er mir zutraute, dass ich es erfunden bzw. dass ich gelogen habe. Ich habe ihm gesagt, dass ich hoffe, dass irgendwann die Wahrheit ans Licht kommen wird und er dann sieht, dass ich es immer nur gut gemeint habe und stets ehrlich ihm gegenüber war.

Vor zwei Tagen bekam ich dann (nachdem wir wie gesagt längere Zeit keinen Kontakt hatten) eine Nachricht von ihm. Er hat sich mehrfach entschuldigt, dass er mir damals nicht geglaubt hat, denn er hätte gerade herausgefunden, dass sie ihn mit (einem neuen) Typen betrügt und das wohl schon seit längerem. Er sagte mir, dass ich die ganze Zeit Recht hatte und dass es ihm leid tue, dass er mir damals so unrecht getan hat.

Es geht nicht nur darum, dass er mir nicht geglaubt hat, sondern darum, dass er mir vorgeworfen hat, dass ich es erfunden habe und dass ich das alles nur behaupte, weil ich seine Freundin nicht mag. Diese Sachen hatte er auf eine sehr beleidigende und vorallem sehr verletzende Art geäußert und das ist der eigentliche Punkt, dem ich nicht einfach so nachgeben will und auch nicht kann.

Ich habe ihm anschließend mitgeteilt, dass ich erstmal über die ganze neue Situation nachdenken muss. Schließlich stehe ich immerhin nicht mehr als Lügnerin da. Ich muss überlegen, ob ich ihm das verzeihen kann. Denkt ihr, man muss soetwas verzeihen? Sicherlich denkt der ein oder andere von euch, ich stelle mich an und mache nur noch mehr Drama aus dem Ganzen, anstatt einfach Ruhe zu geben und zu verzeihen.

Für mich war dies eine Handlung, die unsere Freundschaft sehr beeinträchtigt hat und ich weiß nicht, ob es nochmal gut werden kann. Zumindest nicht unbedingt so gut, wie es eben nunmal war.

Freundschaft, Sex, Psychologie, Liebe und Beziehung, Streit, vergeben
14 Antworten
Affäre mit bestem Freund, obwohl er Freundin hat. Ich weiß nicht, wie das weiter gehen soll oder was das ganze für ihn ist?

Habe seit Mai 2016 wieder Kontakt zu meinem ehemals besten Freund. Der Kontakt ist damals verloren gegangen, da er nur noch Zeit für seine Freundin hatte und die Freundschaft dadurch zugrunde ging. Seit letztem Jahr haben wir sowas wie Freundschaft+ oder manche würden es auch Affäre nennen denke ich, obwohl wir wohl selbst nicht wissen, was wir da eigentlich tun. Der Haken an dem ganzen: Er ist nach wie vor mit seiner Freundin zusammen und das schon seit mittlerweile 5 Jahren. Ich weiß, es ist moralisch mehr als verwerflich, etwas mit ihm "am laufen zu haben" obwohl er doch in einer Beziehung steckt, aber ich liebe ihn und das tat ich schon immer. Ihn interessiert es nicht, dass er seine Freundin betrügt und dass das absolut ungerecht ist. Zwischendurch haben wir immer mal wieder keinen Kontakt, da er oft lügt und z.B. erzählt, er verbringe das Wochenende bei seinem Bruder, obwohl er nachweislich bei seiner Freundin ist und das weiß ich mit 100%iger Wahrscheinlichkeit. Warum er lügt und nicht zugibt, dass er bei ihr ist, das kann ich mir selbst nicht erklären. Die Situation ist komisch, da wir nach außen so tun, als wären wir Freunde bzw. Bekannte (je nachdem), aber wenn wir zu zweit und alleine sind, dann sind wir wie ein Paar, das in einer Beziehung miteinander ist. Wir küssen uns und das volle Programm. Wenn ich ihm schreibe, dass er mir fehlt, dass ich ihn vermisse oder dass ich hoffe, dass wir uns bald mal wieder sehen, dann schreibt er, dass er das auch so sieht und stimmt zu. Ich weiß nicht weshalb man dann noch mit seiner Freundin zusammen ist, wenn man nebenbei jemand anderem Hoffnungen macht und mit demjenigen Zeit verbringt. Ich denke er liebt sie schon, allerdings nicht vollständig, sonst würde er sowas nicht tun. Ich weiß nicht ob wir nur Freunde sind, die ab und zu Sex haben und sich sagen, dass man den anderen vermisst und dass er einem wichtig ist oder ob wir mehr sind. Vorallem weiß ich nicht, was das ganze für ihn ist. Wir sind seit ca. 6 oder 7 Jahren befreundet. Wenn er bei seiner Freundin ist, schaltet er immer den Flugmodus auf dem Handy ein, damit seine Freundin die empfangenen Nachrichten auf dem Sperrbildschirm des iPhones bloß nicht sieht. Vor ein paar Tagen sagte er, dass er jetzt gerne bei mir wäre, da fragte ich ihn, was denn seine Freundin dazu sagen würde. Er antwortete darauf "ich dachte das interessiert dich nicht? Und erzählen wollte ich ihr das sowieso nicht." Er versteht nicht, dass das, was er da macht, seiner Freundin gegenüber unglaublich unloyal ist bzw. das interessiert ihn einfach nicht. Durch die vielen gemeinsamen Stunden, die wir schon verbracht haben, habe ich mir natürlich immer mehr Hoffnungen gemacht, dass aus uns was wird. Von seiner Freundin war er im Oktober 2016 bis Mai 2017 getrennt, jedoch sind sie wieder zusammen und das hat er mir nicht mal selbst erzählt sondern ich hatte dies durch Dritte herausgefunden. Danach folgte großer Streit, da ich eifersüchtig war. Was soll ich machen?

Liebe, Freundschaft, Beziehung, Affaire, Eifersucht
17 Antworten