Ich beschäftige mich ständig mit Krebs und kann an nichts anderes mehr denken!

Ich bin in meinem kurzen Leben schon einigen wenigen Menschen begegnet, die gegen ihre Krebserkrankung gekämpft haben und dann starben. Mir ging das immer sehr nah.

Seit einem halben Jahr fing ich dann an, mich mit Krebs zu beschäftigen. Ich las extrem viele Foreneinträge, Blogs und Bücher von und über Betroffene. Ich weiß jetzt ziemlich viel über Metastasen, Tumormarker, adjuvante Therapien, Zytostatika, ALL etc. Ich verfolge das Geschreibsel von wildfremden Krebskranken im Internet und bin tottraurig, wenn die Einträge abrupt enden, weil selbige Person stirbt. Meine Gedanken kreisen sehr oft um Krebs und ich weiß nicht warum. Manchmal träume ich sogar davon.

Natürlich habe ich (wie fast jeder Mensch) eine gewisse Angst auch daran zu erkranken, aber diese Angst kann ich beherrschen, da in meiner Familie niemand Krebs hatte und ich nicht zur Risikogruppe gehöre. Ich weiß, dass es zig andere Krankheiten gibt, an denen man sterben kann. Trotzdem lässt mich dieses Thema einfach nicht los und ich habe einfach das Bedürfnis dieser Krankheit kräftig in den Ar*** zu treten.

Ist das ein Zeichen dafür, dass ich Medizin studieren, Zellforschung betreiben und Onkologe werden sollte? (Die Voraussetzungen habe ich)

Oder wie kann ich aufhören so freakig zu sein? Das nimmt mich irgendwie ein. Langsam ist es nicht mehr normal.

Medizin, Gesundheit, Studium, Tod, Krankheit, Zellen, Biologie, Arzt, Krebs
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