Wenn ich Beratung wünsche, sag ich Bescheid

Das ist ein Problem, welches nicht neu ist. Dabei gibt es aber immer zwei Seiten. Eine Verkäuferin ist stets und ständig unter Druck: 1. der Chef, der Umsatz sehen will, sonst ist sie raus und 2. ist es der Service, der auch wieder von den Chefs gefordert wird den Kunden gegenüber. Ich weiß, das es nervt, wenn ein Verkäufer alle Minuten auf der Matte steht und wenn der Verkauf gut ausgebildet ist, dann macht er das möglichst diskret. In der Ausbildung lernt man, daß der Kunde nicht bedrängt werden soll, aber man soll ihn auch weiterhin im Auge behalten, damit der Verkäufer da ist, wenn er gebraucht wird. Das erfordert eine gewisse Sensibilität vom Verkäufer, die leider einige nicht haben. Andererseits ist es ja auch so, daß man sich gleich aufregt, wenn kein Verkäufer in der Nähe ist. Dann heißt es auch wieder, was ist denn das für ein Laden - nicht mal ein Verkäufer in der Nähe, quatschen die denn nur? (Das bestimmt nicht, denn sie haben heutzutage noch mehr Aufgaben im Laden zu erledigen) Also sitzt der Verkäufer zwischen den Stühlen. Ist er nicht gleich zur Stelle, wenn der Kunde etwas benötigt, wird sich auch beschwert. Verkäufer haben es nicht leicht - muß mal eine Lanze für diejenigen brechen, denn ich kenne selbst aus jahrelanger Erfahrung den Druck, dem ich zum Glück jetzt nicht mehr ausgesetzt bin. Wenn dem Verkäufer deutlich, aber höflich, zu verstehen gegeben wird, man möchte zur Zeit noch keine Beratung, dann akzeptiert er das auch. Gut ausgebildete Verkäufer wissen, daß der Kunde in Ruhe zunächst aussuchen möchte. Dabei behält ein guter Verkäufer den Kunden aus dem Hintergrund im Auge und merkt sich, wofür der Kunde sich interessiert. Wenn dann Fragen vom Kunden kommen, kann er darauf eingehen und Empfehlungen geben. Es sollte auch und gerade in einem Bekleidungsgeschäft ein dezenter, freundlicher aber ehrlicher Service herrschen, dann sind alle zufrieden. Mit ehrlich meine ich auch, daß nicht nach dem Motto gehandelt wird, na endlich hat er was gefunden und der Kunde zur Kasse gedrängt wird mit den Worten: Das haben Sie aber gut gewählt, sondern auch dezent mal ein Hinweis gegeben wird, ob der Kunde sich nicht doch für eine Nummer größer oder eine andere Farbe entscheiden könnte, denn manchmal stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich sehe, mit welchen Kleidungsstücken Leute einen Laden verlassen. Es ist nicht immer die beste Wahl, die man selbst trifft und ein Verkäufer sollte auch das Recht haben, dem Kunden zu sagen, daß ihm das Ausgesuchte ganz und gar nicht steht oder zu klein ist. Sind wir aber nicht gerade da auch etwas empfindlich? Wir werden schnell komisch, wenn wir uns etwas ausgesucht haben, was uns gefällt, im innern sogar wissen, es zeichnet sich dabei der Hüftspeck ab, aber lassen uns vom Verkäufer nicht gerne genau das sagen? Also seht mal beide Seiten im richtigen Licht, im richtigen Tonfall und dann klappt das auch. Viele sind keine richtig ausgebildeten Verkäufer und froh, einen Job zu haben. Sie versuchen, es allen recht zu machen, um den Job zu behalten. Da ist dann die Firma gefragt, ihre Mitarbeiter stets und ständig zu schulen, aber leider ist da sehr oft gar kein Interesse von der Leitung her. Kostet ja was!! Ein guter Service und gut geschulte Verkäufer bringen allerdings mehr rein, als die Kosten für eine Schulung ausmachen, aber viele Chefs sind da leider nicht gut beraten und somit der Kunde leider auch nicht.

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Kann mir gut vorstellen, daß Du nicht die richtige Sitzhöhe hast. Deine Hände sind dann erhöht über der Schreibtischplatte z.B., der Körper insgesamt tiefer und das Blut läuft zurück. Das gibt dann kalte Hände. Stelle Deinen Stuhl höher ein, daß die Hände waagerecht oder nur leicht erhöht eine Linie mit dem Laptop sind, dann sollte das klappen.

LG

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