Hallo uwepete,

Sie schreiben:

Lt. Rehabericht unter 3 Std. in letzter Tätigkeit, ansonsten 6 und mehr?
Ich bin inzwischen 60 Jahre alt und habe einen GdB 50 aufgrund einer Hirnblutung vor 7 Jahren und mittlerweile 3 Bandscheiben-OPs, die letzte im Januar. Vor mehr als 2 Jahren habe ich die Rente beantragt und wg. teilweiser Erwerbsminderung bekomme ich (nach langem Hin und Her) etwas. 

Antwort:

Behinderung/Schwerbehinderung hat in der Regel auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente keinen Einfluß!

Aus Ihren Zeilen ist nicht eindeutig ersichtlich, ob es sich bei Ihrer teilweisen Erwerbsminderungsrente um eine sogenannte "teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit" handelt!

Es ist auch nicht eindeutig ersichtlich, ob Ihnen die DRV diese teilweise Erwerbsmindeurngsrente versagen möchte und/oder ob Sie ergänzend eine "volle Erwerbsminderungsrente" anstreben!

Diese "teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit" kommt in der Regel dann zum Tragen, wenn Sie vor dem 2.1.1961 geboren sind (Ihre Leistungsfähigkeit in Ihrem allgemein anerkannten und ausgeübten Beruf auf Dauer auf 3-bis unter 6 Stunden abgesunken ist) und wenn dann in diesem Zusammenhang der "Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit" greift!

Ob und wann diese "Vertrauensschutzregelung" tatsächlich greift, das ist in der Praxis eine sehr komplexe Angelegenheit, denn die DRV kontert hier sehr oft mit sogenannten Verweisungsberufen!

https://rentenbescheid24.de/rente-mit-berufsschutz/

Auszug:

„Berufsunfähig sind Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist.

Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfangs ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufs und der besonderen Anforderung ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können.

Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind.

Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit täglich ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen“.

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Stichwort: "Arbeitsmarkt-Rente!"

Was es mit der Arbeitsmarkt-Rente (ebenfalls eine sehr komplexe Angelegenheit) auf sich hat, können Sie zum Beispiel unter folgendem Link nachvollziehen:

https://rentenbescheid24.de/die-arbeitsmarktrente/

====

Sollten Sie mit der Durchsetzung Ihrer Vorstellungen weiterhin bei der DRV gegen eine Wand laufen, wäre ggf. als weitere Alternative die "vorgezogene Altersrente für schwerbehinderte Menschen" ein Thema!

Hierzu unter folgendem DRV-Link ab Seite 15:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publicationFile/51387/die_richtige_altersrente_fuer_sie.pdf

Auszug:

Lassen Sie sich am Besten von Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt in der nächstgelegenen DRV-Beratungsstelle gründlich beraten und entsprechende Rechenexempel anstellen!

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Fazit:

Nur ein versierter und sehr kompetenter Rechtsbeistand wird nach Sichtung der Aktenlage beurteilen können, was nun in Ihrem speziellen Einzelfall ganz genau zutrifft und wo der Hebel angesetzt werden kann, denn der Teufel steckt im Detail!

Wenn Sie "alternativ" zusammen mit Ihren Ärzten/Kliniken klar und sehr detailliert an Hand Ihrer eigenen Krankenakte nachweisen können, daß Ihre Leistungsfähigkeit auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag abgesunken ist; dann wäre die volle Erwerbsminderungsrente ohne den Umweg mit dem Vertrauensschutz eine Möglichkeit!

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo soso39,

Sie schreiben:

Was ist eine Erwerbsminderung?

Antwort:

https://de.wikipedia.org/wiki/Verminderte_Erwerbsf%C3%A4higkeit

Auszug:

Die verminderte Erwerbsfähigkeit ist in Deutschland ein Begriff der gesetzlichen Rentenversicherung.

Der Begriff ist der Oberbegriff für die Erwerbsminderung und für die im Bergbau verminderte Berufsfähigkeit.[1]

Nach der gesetzlichen Definition ist voll erwerbsgemindert, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zumindest drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Erwerbsgemindert ist nicht, wer unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig sein kann (§ 43 SGB VI).

Die Erwerbsminderung bezieht sich anders als der Grad einer Behinderung ausschließlich auf die Leistungsfähigkeit im Arbeitsleben und nicht auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.

Tritt eine Leistungsminderung infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit ein, spricht man von einer Minderung der Erwerbsfähigkeit, die zulasten der gesetzlichen Unfallversicherung (Siebtes Buch Sozialgesetzbuch) ausgeglichen wird. Liegt jedoch gleichzeitig eine Erwerbsminderung vor, können Ansprüche gegen beide Versicherungsträger bestehen.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo Ich59,

Sie schreiben:

Behindertenausweis fast abgelaufen. Jetzt musste ich neu ausfüllen aber neue Krankheiten wurden nicht berücksichtigt. Was tun?

Antwort:

Schwerbehinderung wird auf gar keinen Fall in Prozent, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung "GDB50" ausgewiesen!

Daß neue Krankheiten hinzugekommen sind, sagt natürlich noch gar nichts aus!

So manche Krankheiten haben überschneidende Auswirkungen, dies muß Alles im Detail erfaßt und bewertet werden!

https://www.youtube.com/watch?v=np1SB-fBsdE

Es geht bei der Schwerbehinderung nicht um Krankheiten, sondern im Endeffekt um die dauerhaften Auswirkungen vorhandener Krankheiten und dies muß selbstverständlich an Hand von aussagefähigen, ausführlichen Arzt- Entlassungsberichten klar und sehr detailliert nachgewiesen werden!

==

Ein Verschlechterungsantrag hat also in der Regel nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn der medizinische Dienst des zuständigen Versorgungsamtes an Hand Ihrer eingereichten Krankenakten und an Ihrer bereits vorhandenen Krankenakte feststellen kann, ob sich Ihre gesundheitlich bedingten Dauerschädigungen erhöht haben!

==

Lassen Sie sich ggf. vom VDK unterstützen!

Der VDK kann z.B. eine Akteneinsicht geltend machen und dann ggf. die medizinische Beweisführung neu aufsetzen/ergänzen!

==

https://www.vdk.de/deutschland/pages/teilhabe_und_behinderung/74492/der_weg_zum_hoeheren_grad_der_behinderung

https://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/73646/rechtsberatung_des_sozialverbands_vdk

https://www.vdk.de/deutschland/tag/Schwerbehindertenausweis

==

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo epkt2015,

Sie schreiben unter anderem:

Muß bei Gesundheitsverbesserung währened einer Frührente die Arbeit wieder aufgenommen werden und die Rente freiwillig beendet werden?
Seine Ärzte stellen ihm auf Wunsch die Berichte und Bestätigung seiner psychischen Erkrankung für die Versicherungen aus. Und von seinen Renten kann er gut leben.
Dass er im Arbeitsleben den Belastungen gewachsen wäre, glaubt er nicht. Und dem Berufsstress möchte er sich nicht mehr freiwillig aussetzen.

Antwort:

Psychische Erkrankungen (Erkrankungen der Seele) sind neben Krebs und Herzinfarkt eine Geisel der Menschheit!

Einer Schnittwunde kann man beim Heilen zusehen!

Eine kranke Seele zu Heilen, ist aber eine andere Dimension!

Warum sollte Ihr Bekannter freiwillig auf seine Rentenleistungen verzichten, das ergibt in der Praxis keinen Sinn!

Ihren Zeilen ist zu entnehmen, daß es ich bei Ihrem Bekannten um eine psychische Erkrankung handelt, welche schließlich zur dauerhaften, gesundheitlich bedingten Leistungsminderung geführt hat!

Die Frührente (es handelt sich hierbei vermutlich um eine volle Erwerbsminderungsrente) wird in der Regel dann bewilligt, wenn die Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auch für leichte Tätigkeiten wie Pförtner, Museumswärter usw. abgesunken ist!

Dieser Sachverhalt muß gegenüber der DRV klar und sehr detailliert nachgewiesen werden!

Gerade bei psychischen Erkrankungen, welche in der Regel eine sehr komplexe Vorgeschichte haben, ist es kaum anzunehmen, daß sich die damit zusammenhängenden gesundheitlichen Schädigungen so einfach mir nichts, Dir nichts auflösen!

Vielmehr neigen Betroffene Personen ggf. dazu, Ihr Leistungsvermögen falsch einzuschätzen, wenn diese jahrelang nicht mehr dem starken Gegenwind im aktuellen Arbeitsprozess ausgesetzt sind!

Würden diese psychisch angeschlagenen Menschen wieder dem Arbeitsumfeld ausgesetzt, ist es in der Regel nur eine Frage der Zeit, bis das psychische System wieder versagt!

Diesen Menschen ist anzuraten, sich ab Rentenbezug vorrangig um die Stabilisierung der eigenen Gesundheit zu kümmern und nur noch für die Erhaltung der eigenen Gesundheit zu arbeiten!

Trotzdem hat er Angst, dass ihn die Versicherungen nach seiner über 9-jährigen Berentung wieder über Gutachter dem Arbeitsleben zuführen und die Rentenzahlungen einstellen. Muß er wirklich damit rechnen, dass ihn die Versicherungen wieder in Arbeit bringen können.

Antwort:

Angst ist der denkbar schlechteste Ratgeber, den man sich ausdenken kann, allerdings wiederum typisch für psychisch angeschlagene Menschen!

Als Nachweis (über die nach wie vor vorhandenen, gesundheitlich bedingten Leistungseinschränkungen) gegenüber den Leistungsträgern sollten regelmäßige Arztbesuche eine Selbstverständlichkeit sein!

Wer so vorgeht, hat in der Regel nichts zu befürchten!

Die Versicherungen bringen Niemanden wieder in Arbeit, das wäre ja eine ganz neue Errungenschaft!

Könnte man es auch als Rentenbetrug bezeichnen, wenn es ihm gesundheitlich besser geht und er das den Versicherungen nicht mitteilt. Vielleicht ist er garnicht mehr krank und kassiert einfach unberechtigter Weise Rentengelder, die ihm nicht mehr zustehen? Kann da die Versicherung nicht dahinter kommen? Ist doch eigentlich auch ungerecht, dass andere Arbeiten müssen und so ein Simulant, Rentenbetrüger macht sich auf Kosten der arbeitenden Beitragszahler ein schönes Leben.

Antwort:

Rentenbetrug würde voraussetzen, daß die Rentenbewilligung bewußt und unter Vorspielung falscher Tatsachen erschwindelt worden ist, dies müßte aber seitens der Leistungsträger nachgewiesen werden!

Einen psychisch kranken Menschen wieder in einen Arbeitsprozess zu zwingen (auf Kosten der restlichen gesundheitlichen Ressourcen) wäre Inhuman, verstöst gegen die guten Sitten und bringt Niemandem einen Vorteil!

Natürlich wird es immer wieder "Neider" geben, welche Ihren Mitmenschen nichts gönnen!

Jeder Mensch sollte sich aber immer darüber im Klaren sein, daß unsere Gesundheit an einem dünnen Faden hängt und schon Morgen kann der "Neider" selbst der Betroffene sein!

Fazit:

Es gibt einen alten Lebensgrundsatz:

"Leben und Leben lassen!"

Wünschen Sie Ihrem Bekannten stets das Allerbeste, er wird es Ihnen danken!

Gesundheit ist ein Geschenk!

==

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo chemme,

Sie schreiben:

Kleingewerbe bei EU-Rente?
Habe Neben Einkünfte aus Onlinetatigkeit,
ab welchen Verdienst sollte ich das als Kleingewrbe anmelden, müssen KV u. RV einbezahlt werden

Antwort:

Es gibt da in der Regel keinen Mindestverdienst, sondern ein Kleingewerbe muß in der Regel zeitnah beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden!

Ratsuchende Laien sollten sich vor der Anmeldung eines Kleingewerbes aber grundsätzlich individuell beraten lassen, um in keine Fallen zu tappen!

https://www.gruenderlexikon.de/checkliste/informieren/berater-suchen/wo-beratung-gruendung/gruendernetzwerke/

EU-Rente = Erwerbsunfähigkeitsrente nach altem Recht bis 31.12.2000!

Seit 1.1.2001 gibt es in der DRV nur noch die Erwerbsminderungsrente!

Zwischen beiden Rentenarten gibt es erhebliche Unterschiede!

In der Regel müßen Sie jede Änderung in Ihren persönlichen Verhältnissen unverzüglich (zeitnah) bei Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt anzeigen!

Beachten Sie bei der vollen Erwerbsminderungsrente den zulässigen Hinzuverdienst (6.300 Euro Brutto im Jahr)

Beachten Sie bei der teilweisen Erwerbsminderungsrente Ihren individuellen Hinzuverdienst laut Ihrem Rentenbewilligungsbescheid!

Sobald Sie bei Ihrem zuständigen Gewerbeamt ein Kleingewerbe anmelden, wo immer auch die Steueridentifikationsnummer eine Rolle mitspielt, erfahren zeitnah Finanzamt und Sozialversicherung, samt Müllentsorgung und Industrie- + Handelskammer von Ihren Aktivitäten! Demzufolge können Sie getrost davon ausgehen, daß Ihnen von diesen Seiten Rückfragen ins Haus flattern!

Beispiel bei einer vollen Erwerbsminderungsrente:

Die Bewilligung setzt grundsätzlich voraus, daß Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag abgesunken ist!

Die DRV wird dann ggf. Fragen stellen, wie Sie dann trotz dieser gravierenden Einschränkungen ein Kleingewerbe umsetzen können!

Lassen Sie sich von Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt individuell beraten!

Bei der Erwerbsminderungsrente sind Sie ggf. in der Krankenversicherung der Rentner "Krankenversichert!"

Die Beiträge für die KVdR orientieren sich ggf. an der Höhe Ihrer Erwerbsminderungsrente!

Dies kann dann bei einem Kleingewerbe zu Differenzen mit Ihrer Krankenkasse führen, denn die Krankenkasse wird dann ggf. zusätzliche Beiträge erheben, je nach Ihrem Zusatzeinkommen! Lassen Sie sich von Ihrer Krankenkasse individuell beraten, damit Sie sich da keine finanziellen Nachteile einhandeln!

Fazit:

Wenn Sie sich spätere Unannehmlichkeiten ersparen wollen, sollten Sie sich gründlich beraten lassen!

Googeln Sie ggf., welche neutralen Beratungsmöglichkeiten bei Ihnen vor Ort (Wohnortnähe) zur Verfügung stehen!

Beste Grüße

Konrad

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Hallo Tehiptilla,

Sie schreiben:

Erwerbsminderungsrente - Neuerungen?
Was ändert sich bei bestehenden Erwerbsminderungsrenten?
Es werden bislang nur die sogenannten "Neuzugänge" angesprochen, über die "Bestandsfälle" liest man nichts, scheinbar gibt es hier keine Änderungen geschweige denn Verbesserungen?

Antwort:

In der Regel sollte immer abgewartet werden, bis derartige "Neuerungen" gesetzlich und rechtsverbindlich verankert sind!

Wie die Vergangenheit am Beispiel anderer Änderungen aufzeigt, wird sich für bereits bestehende Erwerbsminderungsrenten nichts ändern!

Es gibt demzufolge keine durchgehende, einheitliche Gerechtigkeit!

Hat das Auswirkungen auf die irgendwann mal kommenden Altersrenten?

Antwort:

Die an eine Erwerbsminderungsrente anschließende Regelaltersrente wird sich (was die Höhe anbelangt) kaum ändern, wenn während der Dauer des Rentenbezugs keine weiteren Beiträge mehr auf das DRV-Rentenkonto abgeführt worden sind!

zurzeit beglückwünschen sich die Politiker zu den vereinbarten und geplanten Änderungen in der Rentenversicherung. In den Medien wird auch sehr viel über diese Neuerungen berichtet, allerdings ohne konkret zu werden.

Antwort:

Für Laien ist beim diesen komplexen Themen die Verwirrung groß!

Ein versierter, professioneller Rentenberater kann die Zusammenhänge plausibler darstellen!

https://rentenbescheid24.de/2018-wird-die-zurechnungszeit-verlaengert/

Auszug:

2018 wird die Zu­rechnungs­zeit verlängert

Vor ein paar Tagen hat der Bundesrat neben der Rentenangleichung Ost an West noch ein weiteres Gesetz verabschiedet.

Das Gesetz zur Verbesserung der Leistungen bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und zur Änderung anderer Gesetze.

Kurz gesagt: das EM-Leistungsverbesserungsgesetz.

Die EM-Rente soll ab 2018 aufgewertet werden.

Wir erklären, wie das geschehen soll.

2018 wird die Zurechnungszeit verlängert, so steht es im Gesetz, welches jetzt durch den Bundesrat verabschiedet worden ist.

Versicherte wollen wissen, was hinter der Zurechnungszeit eigentlich steht.

2018 wird die Zurechnungszeit verlängert:

was ist die Zurechnungszeit?

Die Zurechnungszeit ist eine rentenrechtliche Zeit. Sie ist gesetzlich geregelt.

Wo steht die Regelung? Im § 59 Sozialgesetzbuch Nr. 6.

„ Die Zurechnungszeit ist die Zeit, die bei einer Rente wegen Erwerbsminderung oder Rente wegen Todes hinzugerechnet wird, wenn der Versicherte das 62. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.“ Wissenswertes und Details zur Zurechnungszeit können Sie hier nachlesen!

Sie gilt für:

  • Erwerbsminderungsrenten, teilweise Erwerbsminderungsrente, Erwerbsunfähigkeitsrenten, Berufsunfähigkeitsrenten und Rente wegen teilweise Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit und
  • Für Witwen-und Witwerrenten, Erziehungsrenten, Waisen-und Halbwaisenrenten.

Die Zurechnungszeit ist nichts anderes, als dass der Versicherte im Falle einer Erwerbsminderung, ab dem Zeitpunkt des Leistungsfalles (Tag der Krankheit oder Behinderung) auf Grundlage seiner bisher erwirtschafteten Entgeltpunkte weitere Entgeltpunkte gutgeschrieben bekommt.

Und zwar so, als hätte er bis zum 62. Lebensjahr diese durchschnittlichen Verdienste oder Rentenzeiten tatsächlich gehabt.

Sie ist nichts anderes als eine fiktive Rentenzeit, die die Erwerbsminderungsrente finanziell anheben soll.

Die Rentenabschläge von bis zu 10,8 Prozent kann sie nicht ausgleichen!

2018 wird die Zurechnungszeit verlängert:

wie soll es gehen!

Nach dem Willen des Gesetzgebers wird die Zurechnungszeit ab dem 01.01.2018 stufenweise angehoben.

Jedes Jahr nehmen ca. 170.000 Versicherte die Rente wegen Erwerbsminderung in Anspruch.

Viele Versicherte, die wegen Krankheit vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen, sind mit der EM-Rente finanziell nicht abgesichert.

Deshalb soll mit der Erhöhung der Zurechnungszeit eine Verbesserung der Leistungen in der EM-Rente sichergestellt werden.

Wir hatten berichtet, dass die Leistungen aus der EM-Rente im Durchschnitt erschreckend niedrig sind. Im Einzelfall sind die Renten wegen Erwerbsminderung aber auch sehr hoch. Wenn der Versicherte vor dem Leistungsfall gut verdient hat.

Wenn wir als Rentenberater in solchen Fällen beratend tätig werden und die Renten nachrechnen, können wir einen Zusammenhang zwischen der Dauer der Zurechnungszeit und dem vorherigen Verdienst feststellen.

Keine Abschaffung der Abschläge!

Die Bundesregierung lehnt die Abschaffung der 2001 eingeführten Abschläge generell ab. Grund: zu teuer!

Die stufenweise Anhebung der EM-Rente ab 2018 soll sogar zu einer Erhöhung der Steuereinnahmen des Bundes führen. So steht es im Gesetzesentwurf zum EM-Leistungsverbesserungsgesetz.

2018 wird die Zurechnungszeit verlängert:

Tabelle im neuen § 253 a SGB VI

253 a SGB VI wird neu geschrieben:

Beginnt eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder eine Erziehungsrente vor dem 01.Januar 2024 oder sind bei einer Hinterbliebenenrente Versicherte vor dem 01.Januar 2024 verstorben, wird das Ende der Zurechnungszeit wie folgt auf die Lebensjahre angehoben:

  • 2018 um 3 Kalendermonate, auf 62 Jahre und 3 Monate,
  • 2019 um 6 Kalendermonate, auf 62 Jahre und 6 Monate,
  • 2020 um 12 Kalendermonate, auf 63 Jahre,
  • 2021 um 18 Kalendermonate, auf 63 Jahre und 6 Monate,
  • 2022 um 24 Kalendermonate, auf 64 Jahre und
  • 2023 um 30 Kalendermonate, auf 64 Jahre und 6 Kalendermonate.

Wer im Jahr 2023 eine Erwerbsminderungsrente beantragt und auch bekommt, dem wird je nach Lebensalter eine Zurechnungszeit auf das 64. Lebensjahr und 6 Kalendermonate angerechnet.

Wer 2024 eine EM-rente beantragt bekommt die Zurechnungszeit bis zum 65. Lebensjahr anerkannt.

Bestandsrentner profitieren nicht!

EM-Rentner vor 2018 kommen nicht in den Genuss der höheren Zurechnungszeit.

Nur wenn die EM-Rente aberkannt und später neu zuerkannt wird, werden die neuen Regelungen der Zurechnungszeit greifen.

Nachrechnen lohnt sich auf jeden Fall.

Fazit:

Die neuen Spielregeln gelten für Neuanträge!

Die Leidtragenden sind und bleiben die nach dem alten Recht bewilligten Erwerbsminderungsrentnerinnen und -Rentner!

Der VDK prangert seit Jahren diese ungerechten Mißstände zu Recht an!

Dasselbe trifft auch auf die Mütterrenten zu, welche auch nach dem neuen Recht immer noch nicht ausgeglichen sind!

https://rentenbescheid24.de/muetterrente-2-ist-in-gefahr/

Auszug:

https://www.youtube.com/watch?v=T-sczdUbCLM

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo Joy89,

Sie schreiben:

3. Rentenverlängerung?
hat jemand von euch Erfahrung mit der 3. Rentenverlängerung? Wann melden die sich (wie viele Monate) vor Ablauf der befristeten Rente?
 Die Rente geht bis Januar 2019, müssten die sich nicht langsam mal melden?
Aber die Frau von der Rente meinte, die schicken mir die Papiere zu? Jetzt weiß ich nicht so recht, was los ist und wie ich handeln soll.

Antwort:

Vermutlich geht es hier um die zeitlich befristete Erwerbsminderungsrente in der DRV, was aus Ihren Zeilen so leider nicht eindeutig ersichtlich ist!

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/R0120.html

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/217424/publicationFile/56539/R0120.pdf

Von September 2018 bis Ende Januar 2019 sind es noch 5 Monate!

Ihre Aufregung ist nicht notwendig!

https://www.arbeitslosenselbsthilfe.org/weiterbewilligung-erwerbsminderungsrente/

In der Regel meldet sich die zuständige DRV-Rentenanstalt ca. 3-4 Monate vor Ablauf der zeitlichen Befristung und sendet Ihnen entsprechende Informationen zu!

Wenn Sie im Laufe des Oktober seitens Ihrer zuständigen DRV-Rentenanstalt keine Reaktion feststellen, dann schreiben Sie einfach einen formlosen Antrag auf Weitergewährung mit der Bitte um Eingangsbestätigung! (Per Einschreiben)!

Alternativ kann das auch Ihr Rechtsbeistand (z.B. der VDK) für Sie erledigen!

Mit dem Antrag auf Weitergewährung gibt es in der Regel keine Probleme, wenn Sie an Hand Ihrer Arztberichte regelmäßige Arztbesuche (auch ab Rentenbezug) vorlegen und zusammen mit Ihrem Hausarzt glaubhaft machen können, daß sich Ihre gesundheitlich bedingten Leistungseinschränkungen nicht gebessert, eher verschlechtert haben!

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https://rentenbescheid24.de/renten-abc/befristete-erwerbsminderungsrenten/

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo HentaiHavenUSER,

Sie schreiben:

Darf ich einen Behinderten zurück schlagen?
mein Bruder ist 8 und sitzt im Rollstuhl.

Antwort:

Niemand hier bei GF kann Ihnen da seriös weiterhelfen, denn das ist eine Sache/Aufgabe für die Eltern/Erziehungsberechtigten/Jugendamt/Therapeuten hier die Weichen richtig zu stellen!

Auf gar keinen Fall ist es gerechtfertigt, daß Sie Ihren 8-jährigen Bruder (im Rollstuhl sitzend) schlagen!

Hart oder nicht hart, wo ist da die Grenze?

Kein Gericht wird Sie da in Schutz nehmen!

Gewalt und Gegengewalt führt im Endeffekt ins Chaos, dieses Chaos ist unbeherrschbar!

Ihr Bruder im Rollstuhl ist schon genug gestraft, da müßen Sie diesen nicht auch noch schlagen!

Provozieren Sie nicht, weichen Sie einfach aus!

Ggf. sollte rechtzeitig ein Facharzt/Therapeut hinzugezogen werden, bevor hier erzieherische Fehler gemacht werden!

Beset Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo bubrak18,

Sie schreiben:

50% behindert?
ich habe eine Behinderung von 50 %. das habe ich meinem Chef auch beim Vorstellungsgespräch gesagt.

Antwort:

Ob Ihr Chef eine Förderung erhält oder nicht, das hat mit Ihrem eigentlichen Anspruch auf Sonderurlaub als Schwerbehinderter keinen Einfluß!

Behinderung/Schwerbehinderung wird auf gar keinen Fall in Prozent, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung (GDB50) ausgewiesen!

Was Sie Ihrem Chef beim Vorstellungsgespräch gesagt haben ist die eine Sache!

Was aber im Endeffekt wirklich zählt, das ist der schriftliche Nachweis über das Vorliegen der Schwerbehinderung!

https://www.vdk.de/deutschland/pages/teilhabe_und_behinderung/9196/der_schwerbehindertenausweis

Die Schwerbehinderung weisen Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber mit Ihrem Schwerbehindertenausweis nach!

Stellen Sie Ihren Sonder-Urlaubsantrag schriftlich und fügen Sie Ihren Schwerbehindertenausweis (Kopie) bei!

Wird Ihr Urlaubsantrag seitens des Arbeitgebers abgelehnt, gehen Sie zu Ihrem Integrationsamt (Agentur für Arbeit) und lassen Sie sich dort über die weitere Vorgehensweise beraten!

Alternativ Fachanwalt für Sozialrecht hinzuziehen!

https://www.integrationsaemter.de/Fachlexikon/77c3648i1p/index.html

Auszug:

Entstehung und Geltendmachung des Anspruchs auf Zusatzurlaub: 

Das Anrecht auf den Zusatzurlaub entsteht ohne Rücksicht auf die Kenntnis des Arbeitgebers von der Schwerbehinderung.

Das Vorliegen der Schwerbehinderung muss der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber jedoch durch den Schwerbehindertenausweis nachweisen.

Wenn das Versorgungsamt oder die nach Landesrecht zuständige Behörde über einen Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderung nicht im Jahr der Antragstellung entscheidet, kann der Anspruch auf Zusatzurlaub für dieses Jahr nur dadurch gesichert werden, dass der Arbeitnehmer die Gewährung des Zusatzurlaubs von seinem Arbeitgeber ausdrücklich fordert (geltend macht). Allein der Hinweis, er habe einen Anerkennungsantrag gestellt und mache vorsorglich einen Zusatzurlaubsanspruch geltend, reicht dazu nicht aus.

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo Wully,

Sie schreiben:

Aktuelle Kindergelddiskussion:

Antwort:

Wenn ein in Deutschland jahrzentelang arbeitender Mensch brav seine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abführt, dann unverschuldet durch chronische Krankheit zum Erwerbsminderungsrentner wird (sofern er gegen die DRV gewinnt), dann wird er in der Regel mit lebenslangen Abzügen von bis zu 10,8 % sanktioniert!

Ohne jetzt in verwirrende Details abzuschwenken und hier bereits geschriebenes zu wiederholen:

"Als Deutscher Staatsbürger muß man sich so langsam wirklich fragen, wer da eigentlich im Hintergrund die Fäden zieht bzw. bisher die Fäden gezogen hat und wer die gesetzlichen Vorgaben überwacht und in die Praxis umsetzt oder bisher nicht korrekt umgesetzt hat?"

Interessanter Weise geschehen diese mysteriösen Dinge bevorzugt immer wieder in denselben Bundesländern; ein Schelm, der Böses dabei denkt!

In letzter Zeit gärt es offensichtlich an allen Ecken und Enden!

  • Da sind die endlosen Eskapaden mit dem "BAMF=http://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite-node.html
  • Die jahrelangen Eskapaden mit den Clans in den Großstädten
  • Die endlosen Berichte über veruntreute Steuergelder
  • Die Horrorgeschichten über den Fall "Amri" in Berlin
  • Nun die Kindergeld-Abenteuer

Haben die zuständigen Gremien/Sachbearbeiter/Verantwortlichen in den letzten Jahren geschlafen oder muß man sich darauf einstellen, daß diese Dinge nur die Spitze eines riesigen Eisberges sind, der uns so langsam um die Ohren fliegt!

Was passiert, wenn die Gelddruckmaschinen abgeschaltet werden und der Gürtel enger geschnallt werden muß; wer wird dann als "Erster" und wer wird dann als "Letzter" bedient?

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo kobaltblau007,

Sie schreiben:

Habe Arbeidsunfaelle gehabt. Habe von Holland 10 Jahre Lange eine Rente bekommen,hat das was mit meine Rente in Deutschland zu tun.?

Antwort:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232780/publicationFile/55169/19_meine_zeit_in_den_niederlanden.pdf

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/02_international/europaeische_vereinbarungen/19_meine_zeit_in_den_niederlanden.html

Auszug:

Wir beraten vor Ort

Die Deutsche Rentenversicherung bietet speziell für Versicherte mit ausländischen Versicherungszeiten regelmäßig Internationale Beratungstage an.

Für länderübergreifende Beratungen in allen Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung sind neben deutschen Beratern auch Kollegen der niederländischen Rentenversicherung vor Ort.

Sie beraten Sie rund um das niederländische Rentenrecht.

Orte und Termine finden Sie unter www.deutsche-rentenversicherung.de in der Rubrik Services (Kontakt & Beratung > Beratung > Beratung vor Ort > Internationale Beratungstage). Am kostenlosen Servicetelefon informieren Sie die Mitarbeiter unter 0800 1000 4800 über das Angebot.

Die Deutsche haben mich fallen gelassen.Die Niederl. haben mir 650 DM 10 Jahre lang. Rente bezahlr. und war bis ins Renteneintritt Krankenversichert.Habe ich eventuel Recht auf mehr Rente. von die Deutsche Rentenvers.Ich bin froh um jeden cent

kobaltblau007 vor 47 Minuten

Habe ca 17 Jahre in Deutschland gearbeitet und 7 Jahre in Holland. bin in Septem,ber 72 Jahre und wohne in die Dom.Rep.

Antwort:

Ihr richtiger Ansprechpartner ist Ihre zuständige DRV-Rentenanstalt, das ist dort, wohin Ihre Beiträge 17 Jahre lang abgeführt worden sind!

Stellen Sie dort einen Antrag auf Kontenklärung mit aktueller Rentenauskunft!

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/01_versicherte/01_vor_der_rente/_DRV_Paket_Versicherung_Kontenklaerung.html

Jeder Rentenversicherte in Deutschland hat eine Rentenversicherungsnummer, diese sollte Ihnen wohl vorliegen; wenn nicht, fragen Sie bei Ihrer damaligen Krankenversicherung oder beim Arbeitgeber nach, wo Sie zuletzt in Deutschland gemeldet waren!

Als juristscher Laie lohnt sich ggf. die Hinzuziehung eines kompetenten Rechtsbeistandes!

z.B:

https://rentenbescheid24.de/produkte/rentenbescheidpruefung/

https://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/73646/rechtsberatung_des_sozialverbands_vdk

==

Fazit:

Stellen Sie bei der Kontenklärung in Ihrem eigenen Interesse sicher, daß jeder in Deutschland zurückgelegte Monat korrekt erfaßt ist; denn jeder fehlende Monat bedeutet eine lebenslange Rentenkürzung!

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/rente_jeder_monat_zaehlt.html

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo zbrms,

Sie schreiben:

Welche Vorteile habe ich als Schwerbehinderter wenn ich eine eigene Wohnung mieten würde?
Ich habe 80 Grad und bald vielleicht Pflegestufe 2 statt 1, bin derzeit Student und voraussichtlich bald fertig. Bekäme ich die Wohnung vielleicht bezahlt? Oder eine Assistenzdienst oder dergleichen?

Antwort:

Von Vorteilen kann bei einer Schwerbehinderung wohl nicht gesprochen werden, allenfalls von sogenannten Nachteilsausgleichen!

Siehe hierzu z.B. unter folgendem Link:

https://www.betanet.de/nachteilsausgleiche-bei-behinderung.html

==

https://www.betanet.de/wohnungshilfe.html

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  habe 80 Grad und bald vielleicht Pflegestufe 2 statt 1, bin derzeit Student und voraussichtlich bald fertig. Bekäme ich die Wohnung vielleicht bezahlt? Oder eine Assistenzdienst oder dergleichen?

Antwort:

Jeder Einzelfall ist anders und jedes Bundesland (jede Kommune) kocht da Ihre eigene Suppe!

Ihr richtiger Ansprechpartner sollte Ihr zuständiges Sozialamt an Ihrem Wohnort sein! Ggf. betreffs der Pflegesituation Ihre zuständige Krankenkasse (Pflegekasse)!

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo Newcastleboy,

Sie schreiben:

Unterschied zwischen Arztbrief und Fachärztlicher Befundbericht?
Was ist der Unterschied zwischen einen Arztbrief und einen Fachärztlichen Befundbericht?

Antwort:

Ein Arztbrief sollte alle in Betracht kommenden Diagnosen umfassen und sehr detailliert beschreiben, welche Behandlungsschritte bereits erfolgt sind, wie die Zukunftsaussichten sind!

https://de.wikipedia.org/wiki/Arztbrief

http://www.jura.hhu.de/fileadmin/redaktion/Fakultaeten/Juristische_Fakultaet/Hilbig_Lugani/Fotos/AEJT/Vortraege/Vortrag_MAKOSKI.pdf

Der fachärztliche Befundbericht ist, wie der Name schon sagt, auf das jeweilige Fachgebiet begrenzt!

https://de.wikipedia.org/wiki/Befund_(Medizin)

Wenn ich sowas beim Arzt anfordere bezahlt das die Krankenkasse oder wird mir das in Rechnung gestellt?

Antwort:

https://de.wikipedia.org/wiki/Arztbrief

Auszug:

Honorierung

Gemäß GOÄ-Nr 75 der Gebührenordnung für Ärzte wird der ausführliche schriftliche Krankheits- und Befundbericht (einschließlich Angaben zur Anamnese, zu dem(n) Befund(en), zur epikritischen Bewertung und gegebenenfalls zur Therapie) honoriert (17,43 € bei Ansatz des 2,3-fachen Satzes). Jedoch ist die Befundmitteilung oder der einfache Befundbericht mit der Gebühr für die zugrundeliegende Leistung abgegolten.

Wenn Sie als Privatperson bei einem Arzt einen Arztbrief oder einen Befundbericht anfordern, dann sind Sie logischerweise der Auftraggeber und der Adressat für die Kostenrechnung!

Aus diesem Grund ist es sehr zu empfehlen, mit den Ärzten im Vorfeld einen entsprechenden Kostenrahmen zu vereinbaren!

Die Sozialversicherungsträger rechnen mit den Ärzten nach diversen Vereinbarungen ab, diese Konditionen erhalten Sie als Privatperson sicherlich nicht!

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Fazit:

Zeit ist Geld, auch für Ihren Arzt!

Je nachdem, was Sie mit dem Arztbrief oder mit dem fachärztlichen Befund anstellen wollen, sollten Sie mit Ihren Ärzten ausführlich klären, was enthalten sein soll!

Die Ausarbeitung eines ausführlichen, aussagefähigen Arzt-/Entlassungsberichtes kann (je nach speziellem Einzelfall) für den Arzt eine mehrstündige Beschäftigung mit Ihrem Anliegen mit sich bringen!

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo eliaska,

Sie schreiben:

rente vorzeitig?
meine schwester wird im September 60, hat eine schwerbehinderung von 50%, Sie möchte mit 63 aufhören, wieviel Abschläge hätte sie?

Antwort:

Schwerbehinderung wird auf gar keinen Fall in Prozent, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung (GDB50) ausgewiesen!

Unter folgendem Link der DRV können sie nachvollziehen, ob und welche Abzüge anfallen werden:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publicationFile/51387/die_richtige_altersrente_fuer_sie.pdf

Auszug:

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Fazit:

Abzüge gelten "Lebenslang!"

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo realStephan,

Sie schreiben:

Was machen die EU-Rentner eigentlich wenn Europa mal nicht mehr existieren sollte?

Antwort:

EU-Rente = Erwerbsunfähigkeitsrente (in der Deutschen Rentenversicherung nach altem Deutschen Rentenrecht bis einschließlich 31.12.2000!) (Altfälle laufen nach altem Recht weiter)

Das hat nichts mit der EU zu tun!

Seit 1.1.2001 gibt es in der DRV nur noch die Erwerbsminderungsrente, auch diese hat nichts mit der EU zu tun!

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Wenn Europa mal nicht mehr existieren sollte, (und was dann passiert); diese Frage ist bestenfalls für Wahrsager mit funktionierender Kristallkugel und kann Ihnen hier bei GF mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Niemand seriös beantworten!

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo Isac91,

Sie schreiben:

Darf mein Hausarzt einen Reha-Antrag stellen oder können das nur Psychiater tun?

Antwort:

Ihr Hausarzt kann Ihren REHA-Antrag unterstützen/mitbegründen/befürworten!

Für die Antragsstellung sind Sie aber persönlich zuständig!

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/1_Lebenslagen/03_Familie_und_Kinder/02_Rehaangebote/Antrag_und_Ablauf_einer_Reha.html

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/01_versicherte/03_reha/_DRV_Paket_Rehabilitation_%20Med_Rehabilitation.html

Für Personen, welch aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht in der Lage sind, den REHA-Antrag selbst zu stellen, ist dann ggf. der gesetzliche Vertreter / Betreuer dafür zuständig!

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo klassik1989,

Sie schreiben:

was heißt das genau wenn der Schwerbehindertenausweis unbefristet ist?
kann das jederzeit sich ändern? Weil meiner ist seit Juli 2010 unbefristet.

Antwort:

Wie der Name/die Bezeichnung schon aussagt:

Unbefristet heißt, der Schwerbehinderte kann sich nicht darauf verlassen, daß die Schwerbehinderteneigenschaft lebenslang gilt, egal wie sich die gesundheitliche Situation des Betroffenen im Laufe der zeit entwickelt!

Unbefristet ist kein Freibrief für alle Ewigkeiten!

https://www.vdk.de/deutschland/pages/69863/urteil_kein_schwerbehindertenausweis_auf_ewig

Wenn ein Schwerbehindertenausweis für einen bestimmten Zeitraum befristet ausgestellt worden ist, so kann der Schwerbehinderte in der Regel darauf vertrauen, daß diese Befristung seitens des zuständigen Versorgungsamtes nicht angefochten wird!

Wenn ein Schwerbehindertenausweis zeitlich unbefristet ausgestellt worden ist, so muß der Schwerbehinderte jederzeit damit rechnen, daß das zuständige Versorgungsamt per Stichproben feststellt, ob die Schwerbehinderteneigenschaft überhaupt noch gegeben ist!

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo platinflake,

Sie schreiben:

teil em endet mit 60 jahren was nu?
Bin in ungekündigter Anstellung. Beziehe Teilerwerbsminderungsrente. War in Reha. Bin lt. Reha vollschichtig arbeitsfähig. Nun läuft mein Krankengeld aus. Was muss ich tun

Antwort:

Die Aussagen in einem REHA-Bericht, welche von einer DRV-abhängigen REHA-Einrichtung dargestellt werden, müßen nicht zwangsläufig den Tatsachen entsprechen!

Laut REHA-Entlassungsbericht vollschichtig arbeitsfähig!

Sie merken aber nicht an, ob dies aus Ihrer Sicht auch tatsächlich so ist!

Sie haben zwei Möglchkeiten:

a)

Sie nehmen diese Aussage widerspruchslos hin und fügen sich in Ihr Schicksal,

oder

b)

Sie zeigen Flagge und beweisen, daß die Aussage im REHA-Bericht nicht den Tatsachen entspricht!

Sollten Sie aus Ihrer Sicht weiterhin nicht voll belastbar sein, so müßten Sie dies zusammen mit Ihren Ärzten an Hand von detaillierten, aussagefähigen Arzt-/Entlassungsberichten beweisen!

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Wenn Ihr Krankengeldanspruch ausläuft, so stellen Sie rechtzeitig bei Ihrer Agentur für Arbeit den Antrag auf ALG 1!

Auch das ALG 1 ist zeitlich individuell befristet, diese zeitliche Befristung kann jedoch in der Regel im Zusammenhang mit einem laufenden Antrags-Verfahren auf Erwerbsminderungsrente (Antragsverfahren auf Weitergewährung) für die Dauer des Antragsverfahrens ausgedehnt werden!

Stichwort: "Nahtlosigkeitsreglung!"

https://sozialversicherung-kompetent.de/sozialversicherung/allgemeines/792-nahtlosigkeitsregelung.html

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Als juristischer Laie empfiehlt sich die Hinzuziehung eines kompetenten Rechtsbeistandes, wie z.B. VDK:

https://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/73646/rechtsberatung_des_sozialverbands_vdk

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo ToniKim,

Sie schreiben:

Was wird mit Leuten(ü40) passieren, wenn die auf Rentnern werden und nicht vorgesorgt haben? Wird es in 20 Jahren noch Sozi geben?

Antwort:

Nach heutigem Stand der Dinge werden die von Ihnen beschriebenen Zeitgenossinnen/Zeitgenossen in der sogenannten "Altersarmut" ankommen, wenn nicht rechtzeitig privat vorgesorgt worden ist!

Dabei spielt es im Endeffekt keine Rolle, ob Selbstverschulden vorliegt oder Fremdverschulden, denn es werden Alle in einen Topf kommen!

https://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-armut-und-verschuldung/altersarmut-ursache-tipps-100.html

Was in 20 Jahren mit unserem Sozialsystem sein wird, das kann Ihnen nur der liebe Gott sagen, denn die Heerscharen an Asylanwärtern aus den "Afrikanischen Staaten" werden unsere Sozialsysteme buchstäblich auf den Kopf stellen!

(Zur Zeit klopfen diese Leute auf der spanischen Seite der Meerenge von Gibraltar bereits in großer Zahl und laut Medienberichten sogar mit selbstgebastelten Flammenwerfern) an, überwinden selbst mehrere Meter hohe, Rasierklingenscharfe Militärzäune ohne Rücksicht auf persönliche Verluste!

Ob unsere Politiker, (welche in der Regel nur von Legislatur bis Legislatur agieren) da wirksam etwas gegensetzen können, darf nach derzeitigem Stand der Dinge stark bezweifelt werden!

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Man muß sich fragen, was hat unsere Entwicklungshilfe der letzten Jahrzehnte getaugt; was ist es für eine Wirtschaftspolitik, wenn die Industrieländer die Märkte in Afrika mit Fertigprodukten überschwemmen und die Einheimischen Bauern Ihre Produkte nicht loswerden! Die Horrorbilder mit Bergen an Plastikmüll sind zusätzlich die Spitze des Eisbergs!

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo nubi70,

Sie schreiben:

Warum verstehen manche Pensionäre nichts mit sich anzufangen?
es gibt doch so viele Sachen die man lernen kann

Antwort:

Der Mensch lebt nicht allein um zu arbeiten, der Mensch arbeitet nicht zuletzt um zu Leben!

Viele Leute vergessen während des Berufslebens, daß es ein Leben nach der Arbeit gibt, daß man sich auf dieses Leben vorbereiten muß und daß jeder Tag ein persönliches Programm beinhalten sollte, wenn man in kein "Loch" fallen will!

https://www.amazon.de/Ruhestand-f%C3%BCr-Einsteiger-Paulus-Vennebusch/dp/3845819332/ref=pd_sim_14_4?_encoding=UTF8&pd_rd_i=3845819332&pd_rd_r=86363750-91b8-11e8-9a6f-ad3730aad927&pd_rd_w=lM4M4&pd_rd_wg=4nQMZ&pf_rd_i=desktop-dp-sims&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_p=5296994838746851949&pf_rd_r=96YC5GSH7QJERANXHDJH&pf_rd_s=desktop-dp-sims&pf_rd_t=40701&psc=1&refRID=96YC5GSH7QJERANXHDJH

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Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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