Also ich würde dir raten, als erstes das Gespräch mit deinem Anleiter zu suchen. Bei der Gelegenheit kannst du nachfragen, was genau von dir erwartet wird und wie die Abläufe in deinem Kindergarten sind. Ich war einmal in einem Waldorfkindergarten, da bekam ich gleich den ganzen Jahresplan mit den Farben, in denen der Jahreszeitentisch jeweils gedeckt wird und den Themenwochen, ausserdem einen genauen Wochenplan. Oft ist ja in den Waldorf-Einrichtungen für jeden Tag bereits etwas vorgesehen, bei uns war das zB. Eurythmie, Aquarellmalen, Harfenstunde, etc. Jeden Tag wurde eine andere Speise mit den Kindern für die Vormittagsbrotzeit angerichtet, zB Haferbrei gekocht, Äpfel u Bananen geschnitten, Brötchen oder Brot gebacken, Milchreis gekocht oder Hirsekekse gebacken. Das könntest du doch mit den Kindern übernehmen. Ganz allgemein sollen im Waldorfkindergarten die Erwachsenen "tätiges Vorbild" sein. Ich bekam am Anfang, bis ich die Kinder und die Abläufe besser kannte, die Aufgabe morgens einfach an einem der Tische zu sitzen und etwas zu häkeln, zB ein langes Band, das dann später von den Kindern aufgewickelt werden konnte (Förderung der Feinmotorik) oder beim Freispiel vielfältig eingesetzt werden konnte (als Zügel, Hundeleine, zum Festbinden, als Wäscheleine etc.). Später habe ich dann kleine Bastelprojekte angeboten zB Kastanienmännchen oder - Tiere. Dabei ging es nicht darum den Kindern etwas vorzumachen, was sie dann nachbauten, sondern ihnen nur die Technik zu zeigen, also: wie halte ich die Kastanie, damit ich mich beim Anbohren nicht selbst verletze, wie funktioniert der Bohrer etc. Aquarellmalen habe ich aich schon früh angeboten als Nass-in-Nass-Technik, wobei die Kinder am Anfang nur 1 Farbe, gelb, bekamen. Das war schon sehr spannend, welche Erfahrungen sie mit nur einer Farbe sammeln konnten (eigentlich waren es ja 2 Farben, das weisse Papier und die gelbe Farbe), Farbe mit viel Wasser erzeugte ganz andere Bilder, als mit wenig Farbe, mit Ruhe und Geduld entdeckten die Kinder, dass sich die Farbe auf dem feuchten Papier von selbst fortbewegt usw. Nach ein paar Wochen kam dann eine zweite Farbe dazu, mit der man wieder neue Mischerfahrumgem sammeln konnte. Es gibt also schon einiges, was du machen kannst. Wichtig ist dass Du mit deinem Anleiter bespricht, was bei ihnen üblich ist. Singen ist natürlich immer gut. Du kannst dir bestimmt eine Liedsammlung geben lassen und jeden Tag mit den Kindern singen. Leih dir ein Bastel- bzw. Werk- oder Handarbeitsbuch über Waldorfspielzeug aus. Da gibt es ganz einfache Zwerge, die die Kinder bei uns schon selbst genäht oder aus Märchenwolle geformt haben. Oder du bist einfach im Raum bei den Kindern und stellst selbst solche Spielsachen her, da sind die Kinder sicher begeistert und lernen auch viel. Wenn du Geschichten magst, kannst du Märchen nacherzählen. Das ist auch eine wichtige Tradition in Waldorf Kigas, das freie Erzählen von Märchen und Geschichten; lass dir aber die Geschichten von deiner Einrichtung geben. Kreisspiele wurden bei uns auch viele gespielt, da haben die Kinder großen Spaß dran. Ausserdem haben wir aus Getreideähren Erntekränze oder Sträuße gebunden, die Körner zu Mehl gemahlen und damit gebacken, aus gesammelten Blättern Girlanden gebunden oder Bilder geklebt, Kerzen gezogen oder aus Bienenwachsplatten gerollt, aus Walnusshälften kleine Kerzen gebastelt, mit Wolle flechten geübt usw. Also das war jetzt eine kleine Auswahl, aber da sollte doch was dabei sein.. Ich wünsche dir viel Spass und Erfolg in deinem FSJ.

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Es gibt wirklich sehr unterschiedliche Schulen! Allgemein kann man sagen, dass die Schulsysteme der jeweiligen Länder den Schulsystemen ihrer früheren Herrscher aus der Zeit der Kolonialherrschaft ähneln. Zu den ehemals französischen und belgischen Kolonien kann ich dir nicht so viel sagen, die früheren britischen Kolonien haben deren Schulsystem immer noch. Das heisst z. B., dass die Schüler Schuluniformen tragen (was für die Eltern ein finanzielles Problem darstellt, denn das Kind darf nur mit Schuluniform in die Schule), ausserdem sind die Klassen oft nach Geschlechtern getrennt. Oft sind auf dem Land die Klassen auch altersgemischt. Je nach Land muss ausserdem Schulgeld bezahlt werden. Die Klassen sind oft sehr gross(60-70 Schüler), auch in den guten Schulen bzw in den Schulen für Reiche. Es muss daher viel Disziplin herrschen in den Klassen. Die Technik der Unterrichtsvermittlung besteht häufig darin, dass der/die Lehrer/in den Stoff vorträgt, und die gesamte Klasse dann die wichtigsten Sätze nachspricht. Da oft kaum Bücher oder Hefte vorhanden sind, ist das die einzige Möglichkeit zur Wissensvermittlung. Tafeln sind, sofern ein Schulgebäude existiert und nicht nur unter freiem Himmel unterrichtet wird, meistens vorhanden. Sonst aber nicht viel, keine Schulbibliothek, keine Overheadprojektoren, keine Turnhallen, keine Schulinstrumente. Solche Dinge finden sich nur in gut ausgestatteten Privatschulen, die entsprechend viel Schulgeld verlangen und daher nur für die Kinder von Regierungsbeamten oder wohlhabenen Geschäftsleuten erschwinglich sind. Oft müssen die Kinder weite Strecken zur Schule zurücklegen, vor allem im ländlichen Raum. Das dann natürlich zu Fuss. 2 Stunden Fussweg -in eine Richtung- sind da keine Seltenheit. Also es gibt gewaltige Unterschiede, wie Du siehst!

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Viele alte, sogenannte "klassische" Skulpturen waren ursprünglich mal bemalt, sodass die Iris und Pupille aufgemalt waren. Dann war es eine Zeit lang modern, die alte Bemalung nicht wieder aufzufrischen, sondern den Marmor unbemalt zu belassen - dadurch wirkt der Blick dann natürlich leer. Es gibt aber auch Portraits, wo die Pupille negativ dargestellt wird, also als Loch im Augapfel. Das ergibt dann einen Schatteneffekt und der Betrachter hat den Eindruck, die Skulptur würde ihn wirklich anblicken. Diese Skulpturen waren nie bemalt geplant und der Bildhauer hat von vornherein daran gedacht, dass die Figur trotzdem "schauen" kann. Bei manchen Skulpturen kann es aber auch sein, dass der Künstler beabsichtigt hat, dass die Figur etwas "entrückt" wirkt, dadurch dass der Blick leer ist - weil sie vielleicht einen Gott darstellt, der gar nicht von dieser Welt ist. Durch den blicklosen Ausdruck wird dann gezeigt, dass die dargestellt Person in der geistigen Welt zu Hause ist und auch mit dem Blick nicht am Irdischen festhalten muss.

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Ihr könntet in die Tierfamilien einsteigen: wie heisst die Mama bei den Rindern? Kuh. Der Papa ist der Stier, die Kinder die Kälbchen, dann weiter, wie heissen viele davon? Kühe, Stiere, Kälber, Rinder, und alle zusammen sind eine Herde. Das ist für die Kinder gar nicht so einfach, aber sie finden es sehr spannend! Besonders, wenn man zu den Unterschieden kommt wie Rinderherde, Schweinerotte, Hundemeute, Krähenschwarm usw. Das ist ein weites Feld und bei vielen Gattungsbezeichnungen muss man als Erwachsener auch nachschlagen zB weibl Fuchs? männl Hase usw. Natürlich könnt ihr da auch wieder den Bezug zu den Menschen herstellen: wir leben im Haus und schlafen im Bett, und die Hühner? Die Ziegen? Die Pferde? Ihr könnt ja auch mal ein Strohbett ausprobieren, ist das eigentlich weich und warm, oder nicht? Vielleicht fallen dir dazu jetzt selbst noch ein paar Sachen ein! Viel Spass!

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