Für kleine Leisten und Tritte müssen die Zehen zur optimalen Druckübertragen leider tatsächlich etwas aufgestellt sein. Versuche doch einfach mal, mit Turnschuhen zu klettern, da merkst du warum: die Zehen knicken bei großen Schuhen um und der Fuß rutscht vom Tritt. Dennoch ist das nicht nur eine Frage der Schmerztoleranz: zu eng ist Unfug! Außerdem gibt es symetrisch und asymetrisch geschnittene Schuhe, welche mit Vorspannung und solche ohne, dünne und dickere Sohlen. Du mußt leider ganz alleine herausfinden, welcher Schuh am besten auf deine Haxen passt. Da hilft Beratung zwar auch, aber letztendlich merkst du das erst nach einem Klettertag. Jede Kletterschuhmarke hat natürlich eigene Leisten zur Fertigung und eine eigene Philosophie, du mußt einfach probieren. Das dauert ein paar Schuhgenerationen, aber irgendwann weißt du genau, wie dein Schuh sein muß. Und mit dem richtigen Schuh zieht man wirklich gleich mal eine Schwierigkeit mehr. Grüße www.felsenkind.com

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Ich rate dir zu einem Kurs an einem echten Kitesurfrevier, am besten deutschsprachig. Perfekt ist ein Revier mit Stehtiefe, das bringt am Anfang echt viel, denn da kann auch dein Lehrer mit im Wasser stehen und nicht nur vorher dieses ewige Strandtraining machen. Ein ein bis zwei Wochen Kitetrainingsurlaub bringt dich schon auf´s Brett, ist alles gar nicht so schwer. Etwas Talent mal vorausgesetzt. Außerdem hilft Ehrgeiz sehr. Wer schon nach dem ersten Mal blöd auf´s Wasser knallen aufgibt, ist für jede Art von Surfsport eh ungeeignet. Alternativ kannst du es natürlich auch alleine lernen. Dann brauchst du aber auch gleich das ganze - sauteure - Material, weißt noch gar nicht, was genau du brauchst, und wirst viel viel länger brauchen, um es zu lernen. Das Erfolgserlebnis kommt beim Kiten schneller, als beim Windsurfen, dafür kommt man mit dem Windsurfer viel schneller in die Welle. Kiten bringt die höheren "Sprünge", beim Windsurfen sind die Sprünge dafür schneller und radikaler. Dafür braucht Kiten viel weniger Wind. Aber noch eine Warnung- egal ob Kiten, windsurfen oder wellenreiten: Surfen verändert dein Leben! Grüße, www.felsenkind.com

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Höhenangst kann man ganz gut wegtrainieren. Ich hatte eigentlich recht ausgeprägte Höhenangst, einfach, weil ich genug Fantasie habe, mir vorzustellen, wie sich der Aufschlag nach einem Absturz anfühlt. Nun klettere ich seit 7 Jahren sehr intensiv und schwer und habe mich immer mehr an die Höhe gewöhnt. Hatte ich anfangs schon Schiss nach nur 6Metern, sind mir heute auch kniffligste Einseillängenrouten egal. Bei mehreren Seillängen aber muss ich immer noch an den wackligen Stellen mit der Angst ringen. Aber das Vertrauen in das Equipment und konzentriertes Absichern nehmen einem schnell die Angst. Angst ist gut! Sie hilft dir Überleben und auch nach Jahren der Kletterroutine immer noch deinen Knoten, dein Equipment und deinen Partner zu kontrollieren. Ich kenne kaum einen Kletterer, der ohne Angst ist. Zumindest keinen mit Hirn. Inzwischen habe ich auch einen Absturz hinter mir, der gottseidank glimpflich ablief, und habe daraus dennoch keine neue Angst entwickelt. Also ganz klar: geh viel viel viel klettern und die Angst wird so klein, dass die Lust auf den Adrenalinkick tausend mal größer ist! grüße von www.felsenkind.com

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Bevor du in einer Kletterhalle das erste Mal klettern darfst, mußt du die Hallenregeln unterschreiben, die unter anderem einen Haftungsausschluß des Betreibers beinhalten. Also scheint es auf den ersten Blick alles ganz klar zu sein. Wenn es ein Fehler der Hallenbetreiber ist haften die, ansonsten bei Eigenverschulden haftest du. Die Praxis aber zeigt, dass es eben doch nicht immer so eindeutig ist. Fast alle Unfälle passieren durch Eigenverschulden der Kletterer. Und davon sehr häufig durch die Fehler des Sichernden! Es gibt auch schon einige Fälle, in denen der Kletternde nach dem Unfall seinen Sichernden verklagt hat. In einem Fall sogar seine eigene Freundin! Prinzipiell gibt es kaum eine Sportart, bei der so wenig schwere Unfälle passieren. Allerdings steigt in den letzten zwei Jahren die Zahl auffällig an, nicht nur, weil immer mehr klettern, sondern weil die Hallen immer überfüllter und immer mehr nur so gelegentlich klettern. Dennoch ist das Risiko nicht so hoch, wie es auf den ersten Blick scheint. Ein Tip zum Schluß: Immer immer immer Partnercheck!!! Fast alle Unfälle hätten verhindert werden können, hätten die Leute mal den Anseilknoten und die Gurte des anderen gecheckt. Ich klettere mehrmals die Woche und bestehe immer auf den Check. Und immer mal wieder haben wir einen nicht fertig gebundenen Achter, ein falsches Einbinden und vor allem einen nicht geschloßenen Schraubkarabiner entdeckt. Und im Freien: Immer kontrollieren, dass das Seilende einen Knoten hat! Haben wir einmal (!!!) nicht gemacht, und tatsächlich war die Route länger als 30m und das 60m Seil rutschte durch. Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert. Grüße, www.felsenkind.com

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