Ich bin italienische Staatsbürgerin. Wohne in der Schweiz seit 15 Jahren.
Ich bin in Kaufmännischer Ausbildung und habe vor zwei Wochen einen Nebenjob angenommen.
Ich arbeite neben einer Disco in einem Burger-Stand.
Die Leute sind ganz nett. Aber es gibt eben auch solche die nicht nett sind. Gestern zum Beispiel. Da kamen zwei Schweizer und wollten nicht den vollen Preis bezahlen.
Da ich mir das nicht gefallen lassen wollte, sagte ich, sie sollen den vollen Preis bezahlen, ansonsten gäbe es eben nichts. Sie fingen mit Ausländerdiskriminierung an. Die Masseninitiative "Zum Glück habe ich mit ja gestimmt" hiess es. Sie klauten mir meine Burger Zange. Und beleidigten mich weiter.
Wie beschämend das wäre hinter einem Burgerstand zu sein. Mittwoch um diese Zeit. Es sei ein scheissjob, aber das müsse ja auch jemand machen. Dafür seinen Ausländer ja da.
Ich habe alles so gut es ging ignoriert. Habe erwähnt dass es mir gut gehe und ein Nebenjob eine gute Beschäftigung wäre. Sie sagten, für diese paar Rappen (falls wir diese überhaupt verdienen würden) würde er nicht mal aufstehen. Ihm ginge es bestens.
Mein Schwager (er ist Serbe) konnte nicht so gut deutsch. Er arbeitete gestern mit und half mir. Sie fingen an ihn ebenfalls zu beleidigen. Wie beshcämend dies und jenes sei.
Wir haben lange Vernunft bewahrt. Doch uns wurde kein Respekt entgegen gebracht, so wie wir es entgegengebracht haben. Also nahm mein Schwager die Bürger und shcmiess sie auf den Boden, und sagte ihnen laut und deutlich sie sollen verschwinden.
In meinen Augen eine Gute Reaktion. Aber Verbal konnten wir und leider überhaupt nicht wehren. Mir ist es wirklich egal was die anderen von mir denken. Aber ich will mich auch nicht fertig machen lassen als Ausländerin.
Was soll man in solchen Situationen am besten tun, damit man nicht als oberflächlicher Ausländer rüberkommt? Wie kann mann moralisch aber auch politisch zurückargumentieren?