Meine Eltern kaum an meinem Leben teilhaben lassen?

Hallo, ich möchte kurz meine Situation schildern:

Ich bin jetzt 23 Jahre alt, habe einen 3 Jährigen Sohn und bin jetzt zum 2. mal schwanger.
Zuerst will ich sagen, dass meine Jugend nicht die einfachste war, habe mit 16 und nochmal mit 18 versucht, mir das Leben zu nehmen, meine ganze Jugend lang gelitten, mehrere Klinikaufenthalte, mit 16 schon Borderline Verdacht..

Die gesamte Pubertät lang hatte ich u.a. Probleme mit Distanz und Nähe, und jetzt, nach vielen Jahren Therapie, immer noch. Als ich meiner Familie von meiner ungeplanten Schwangerschaft erzählte, ist mein Vater extra nach Deutschland geflogen, er war auch relativ unterstützend.

Der Mann meiner Mutter (konnte ihn nie leiden) war allerdings sehr negativ eingestimmt, benahm sich wie mein Vater mit seinen Lehren, dass man mit als 20 Jährige „Psychopathin“ niemals fähig ist, ein Kind gescheit groß zu ziehen, dass ich keine beruflichen Ziele habe und hat mich, wie ich von meinen Schwester erfuhr, hinter meinem Rücken auch beschimpft. (Meine Schwangerschaft war körperlich wie seelisch wirklich anstrengend) Jedenfalls hat meine Mutter keine Partei bezogen, erst später in der Schwangerschaft habe ich ihre Unterstützung bekommen (von mir abgelehnt) aber in meinen Augen war sie immer auf seiner Seite. Ich bin mit 18 ausgezogen, war aber auch schon vorher selten zuhause, deshalb war ich auch emotional sehr distanziert zu meiner Mutter, was sie traurig machte und so distanzierte sie sich auch.

Seit mein Sohn da ist, bin ich sehr beschützerisch, der Mann meiner Mutter hat ihn in 3 Jahren nicht oft und nur mal kurz gesehen. Er und meine Mutter standen am Anfang oft vor der Tür, um ihn und mich zu sehen. Ich will einfach nicht, dass er irgendwas mit meinem Sohn zutun hat, er ist nicht sein Groß Vater, er hat mich in der schwierigen Schwangerschaft nicht unterstützt und weder mein Freund noch ich können ihn leiden.
Meine Eltern dürfen uns natürlich sehen, jedoch halte ich mein Leben auch vor meinen Eltern privater, mein Vater lebt eh im Ausland, die Besuche meiner Mutter schränke ich sehr ein. ich ich will einfach nicht, dass es mir einer kaputt macht...

Meine Mutter und meine Schwester meinen jedoch, es wäre boshaft von mir, kaum einen aus der Familie so richtig an meinem Leben teilhaben zu lassen. Ich habe eben immernoch das Problem, Sie alle unterbewusst von mir weg zu drängen, sobald sie uns näher kommen wollen. Außerdem habe ich jetzt meine eigene Familie, die ich 1. viel mehr liebe und die mich 2. endlich wieder glücklich sein lässt.

Wie seht ihr das? Bin ich ein schlechter Mensch? Oder ist es doch plausibel, den Mann nicht in meinem Leben haben zu wollen? Ich versuche meine Eltern ab und zu zu treffen, aber bin dann sehr verschlossen.

Bitte nur ernstgemeinte Antworten. Mache derzeit wieder eine Therapie für Borderline Mütter, aber alles in allem läuft es sehr gut, ich bin Azubi, mein Freund arbeitet, dem Kleinen geht’s blendend und nun bin ich geplant schwanger. :)

Kinder, Familie, Eltern, Psychologie, Borderline, Liebe und Beziehung
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