Mein Leben ist hoffnungslos, ich habe psychische Probleme. Hilfe!

Guten Abend Leute,

ich weiß, dass der Titel schon relativ "heftig" aussieht, aber mir geht es echt mies.

Ich fange erstmal mit dem Wesentlichen an. Es fällt mir schwer das alles hier zu sagen, aber ich tue es einfach.

Ich habe das Asperger Syndrom, eine Form des Autismus. Außerdem habe ich damit verbunden Zwangsstörungen, schon so lange ich denken kann. Seit ca 3 Wochen habe ich wieder schlimme Depressionen.

Ich bin ein 18 jähriger Junge und studiere, aber ich merke, dass das nicht gut läuft. Erst heute hat jemand zu mir gesagt, dass ich es nicht packen werde wenn ich so weiter mache.

Man hat mir zwar immer gesagt, ich sei schlau, ich kann locker studieren. Aber jetzt sieht's anders aus. Durch meinen Autismus bin ich leicht ablenkbar, bin fast unfähig in Gruppen zu arbeiten u. ä.

Meine Familie, bei der ich noch wohne, hat kaum Verständnis für meine Probleme und Autismus. Es gibt sowieso schon lange keinen Zusammenhalt und es wird kaum miteinander geredet.

Früher wurde ich andauernd gemobbt, das ist jetzt endlich vorbei. Meine Freunde habe ich seit dem Studium leider verloren und keine neuen gefunden, tja das ist ja auch schwer für mich, war schon immer so.

Ihr werden jetzt vielleicht etwas antworten wie: "Geh' zum Psychologen." Jedoch habe ich mich da schon gemeldet und kann nichts tun außer zu warten. :-(

Im Winter werden zwar viele Leute depressiv, aber bei mir sitzt das Problem tiefer. Ich hatte schon oft seelische Tiefs, aber jetzt ist es so schlimm wie noch nie.

Ich weiß auch, dass Sport mir helfen könnte, aber Fehlanzeige, ich bin seit 2 Monaten aus körperlichen Gründen dazu nicht in der Lage.

Die Sachen, die mir Spaß machen, kann ich nur teilweise tun. Oft habe ich keine Kraft mehr.

Ich denke nun jeden Tag an Selbstmord, aber ich habe mir fest vorgenommen das nicht zu tun, denn ich bin sehr gläubig.

Am Tag verbringe ich seit meiner depressiven Phase außerdem ca. eine Stunde mit intensiven weinen. Für alle die es noch nicht wissen: Auch Autisten haben Gefühle.

All das habe ich noch kaum jemanden erzählt, aber Arzt und Eltern wissen es. Mein Arzt hat auch nur gesagt, dass ich zum Psychologen soll, habe keine Medikamente bekommen, wie Antidepressiva.

Es fällt mir natürlich sehr schwer es noch mehr Leuten aus meinem Leben anzuvertrauen, es kostet mich riesige Überwindung und abgesehen davon habe ich ja kaum jemanden, der mir zuhört. Also weiß davon sonst niemand bist jetzt.

Was ich brauche sind irgendwelche Strategien, wie ich die Wartezeit zum psychologen rum kriege !

Auch wenn mir dann nicht gleich geholfen werden kann, wird's sicher eine Erleichterung sein, mal dort zu sein.

Hat jemand solche Tipps wie ich diese unerträgliche Zeit "überleben" kann ?

Ich wäre sehr dankbar für eine paar kompetente Antworten, die mir mehr Zuversicht verleihen!

Freundliche Grüße, ViceT.

Trauer, Psychologie, asperger-syndrom, Autismus, Depression, Psychologe, zwangsstörungen, Hoffnungslosigkeit
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