Wie findet man eine sinnvolle Balance zwischen Inakzeptanz von Faulheit und Akzeptanz von Er-kann-nicht-besser - wenn man nicht weiß, was von beidem es ist?

Weil die Frage so sicherlich ziemlich unverständlich ist, mache ich das einfach mal an einem Beispiel fest:

Ich finde es ziemlich respektlos, wenn jemand hier eine Frage stellt und sprachlich dabei wie Kraut und Rüben schreibt, sodass man Mühe hat überhaupt die Frage zu begreifen. Das empfinde ich, wie gesagt, als sehr unhöflich und daher sage ich das durchaus dann auch - da ich das verurteilenswert finde.

Aber es gibt ja Menschen, die machen derartige Fehler nicht aus Faulheit oder Unachtsamkeit, sondern können sich bemühen wie sie wollen, ihr Gehirn ist nicht so verdrahtet, dass sie es besser können - diese Menschen sollten dafür finde ich auch nicht verurteilt werden - denn wir alle haben Sachen, die uns einfach erscheinen und Sachen, die uns unmöglich sind.

Die ersten werden weiter unhöflich sein, sofern man sie nicht darauf hinweist, dass sie es mal besser machen sollen.

Die zweiten allerdings behandelt man dann unfair - vielleicht bemühen sie sich sehr - und dann kommt so ein guitschee an, verurteilt sie, obwohl sie eigentlich Respekt dafür verdienen sich so zu bemühen, obwohl es ihnen so schwer fällt - woraus dann wieder resultiert, dass sie es noch viel weniger auch sagen werden, man also noch weniger mitbekommt, wen man jetzt vielleicht gerade, unbeabsichtigt verletzt und unfair behandelt ...

... Ist jetzt nur ein Beispiel, weil ich da gedanklich gerade im Konflikt mit mir selber bin, wenn euch Sprache nicht wichtig ist, könnt ihr es gerne gedanklich durch eigene Beispiele ersetzen.

Die Frage ist also: wie geht man am besten damit um? Wie findet man eine Balance?

Bei jedem annehmen, dass er es nicht besser kann und damit manche Sachen tolerieren, obwohl man sie grauenvoll findet? Oder es weiterhin sagen, solange man es nicht weiß?

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Also, die Frage ist nun schon etwas länger her, vielleicht liest du meine Antwort dennoch und sie möge dir irgendwie helfen?

Aus meiner bisherigen Erfahrung in Kombination mit neuen Vorsätzen für mich und mein Denken kann ich dir sagen/raten? - du solltest nicht versuchen, „die Welt zu verbessern“ (meine Schlussfolgerung aus der Frage)

meistens kannst du überhaupt nicht pauschalisieren, aus welchen Gründen Menschen so handeln, wie sie es tun. Und das sollte dich keinesfalls in irgendwelche persönlichen Miseren bringen, in denen du dich verstrickst. „Man hat ja mit sich selbst immer genug zutun, nicht?“ xd

Wenn du helfen *kannst*, dann tu es :) Und wenn es sich nicht für dich erschliessen lässt, ob diese „Hilfe“ angebracht ist.. du bist niemandem etwas schuldig. Höchstens dir selbst.

(Balance = hast du es nötig, dich wirklich mit der Faulheit langwierig zu befassen?)

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