Ja, du kannst ihn mit anmelden.

Beim Wohngeld wird er nur berücksichtigt, wenn ihr beide das Sorgerecht habt und es annähernd zu gleichen Teilen tatsächlich ausübt. Dazu muss er übrigens nicht zwingend bei dir angemeldet sein.

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Du hast also während eines laufenden Bewilligungszeitraumes an vier nicht aufeinander folgenden Monaten jeweils eine einmalige Zahlung erhalten, die jedoch für einen anderen Zeitraum bestimmt war. Nämlich für die Jahre 2009/2010 bis 2012. Richtig?

Gemäß § 15 Abs. 2 S. 1 WoGG ist einmaliges Einkommen, das für einen bestimmten Zeitraum bezogen wird, diesem Zeitraum zuzurechnen. Das heißt, wenn die Zahlungen für die o. g. Jahre bestimmt waren, würde es nicht für den laufenden Bewilligungszeitraum, jedoch für evtl. damalige Bewilligungen interessant. Voraussetzung ist jedoch, dass es sich bei dem Geld, dass dir da zugeflossen ist, überhaupt um wohngeldrechtlich zu berücksichtigendes Einkommen handelt. Schade, dass du nicht weißt, was das ist.

Wäre es wohngeldrechtliches Einkommen, müsste die Wohngeldbehörde für die Vergangenheit prüfen, ob sich dein monatliches Gesamteinkommen (lt. Wohngeldbescheid), durch die Zahlungen um mehr als 15 % erhöht hat (§ 27 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 WoGG). Dazu würden die Zahlungen den Zeiträumen (Jahren) zugeordnet, für die sie bestimmt waren, und gezwölftet. Bei der Höhe der Gesamtzahlung halte ich es aber für unwahrscheinlich, dass dadurch das Gesamteinkommen 15 % höher wird. Im Übrigen geht dies nach § 27 Abs. 4 WoGG auch nur rückwirkend für 3 Jahre vor deiner Kenntnis über die Sonderzahlung.

Wohnst du denn selber im ambulant betreuten Wohnen? Könnte es sein, dass der Träger überzahlt wurde und dir jetzt etwas wieder ausgezahlt hat, was du selber vor Jahren bezahlt hast?

Ich tendiere dahin, zu sagen, dass du vermutlich nichts zurückzahlen musst. Einfach weil du möglicherweise in den vorherigen Jahren gar kein Wohngeld bezogen hast und selbst wenn, würde eine Anrechnung deiner Sonderzahlung nicht zu einer wohngeldrechtlich relevanten Einkommenserhöhung führen. Wobei wie gesagt, nicht einmal sicher ist, ob es sich hierbei überhaupt um wohngeldrechtliches Einkommen handelt.

Daher jetzt mein Rat, melde es der Wohngeldbehörde und bereite denen Kopfzerbrechen. :-)

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