ich studiere koreanistik im master. habe auch ein auslandsjahr in korea gemacht. entschieden für kor habe ich mich, weil ich damals (2010) fast nichts über das land wusste und eher nur berichte über china und jap im tv zu sehen waren. kor war da noch nicht so medienpräsent. das hat sich jetzt geändert. kor und jap sind beides agglutinierende sprachen. die grammatik ist also sehr ähnlich. wenn du jap lernst, musst du extrem viele kanji (altchinesische zeichen) pauken um ordentliches jap schreiben zu können. koreaner benutzen keine kanji (auf kor.: hancha) wenn sie schreiben (bis auf wenige ausnahmen in sachbüchern oder auf reklameschildern). das lernen ist also ein ganz anderes. dennoch verstehst du koreanisch manchmal besser, wenn du ein paar hancha kennst (vor allem die lesung), da du so in einer konversation beispielsweise auf den sinn von dir unbekannten vokabeln schließen kannst, wenn du eine silbe hörst, für die ein bestimmtes hancha-zeichen steht. deswegen muss man im koreanistik studium in bonn auch 4 semester lang hancha kurse belegen. korea ist toll, das reisen innerhalb des landes macht spaß, aber die menschen sind schon ziemlich anders. auf den ersten blick etwas verpeilt, unbeholfen und schüchtern. natürlich ist vieles durch konfuzianismus und kultur zu erklären, aber ich stelle mir vor, dass das arbeiten mit japanern einfacher ist. als ich (nur) 10 tage in japan war, war ich geschockt, wie unterschiedlich kor und jap sind. japan an sich ist wie eine mischung aus dem teils wuseligen und leider manchmal etwas schmutzigen korea und deutschland. manche gegenden haben mich echt an düsseldorf erinnert. du musst wissen, wofür dein herz schlägt. wenn dich die jap kultur fasziniert, dann lerne japanisch. vor allem wenn du den klang der sprache magst. korea hat vergleichsweise nicht viel zu bieten, historisch bedingt..durch..japan heheh man muss koreanisch und korea schon mögen, um es auch durchzuziehen, das mit dem lernen. gilt aber bestimmt auch für jap. koreanisch ist durch die verschmelzung bei der kombination mancher laute (nasalisierung, folgt auf g ein r, wird ein ngn raus) deutlich schwieriger für anfänger zu verstehen, als jap, wo silben eindeutig heraushörbar sind, da sie aus nur 2 lauten bestehen + die ausnahme n. ein beispiel wie unterschiedlich kor und jap sind: jap hört sich für mich so an: anata no takanama kito kami no yoshi (keine bedeutung). kor so: eojeneun suhangyohaeng gattdawanneunde jaemi eobseosseoyo (eo=offenes o, eu= wie das i in irgendwer). korea ist aber auch bekannt für seine tollen buchcover-designs. die bücher dort sehen echt anders aus, also die cover. ganz anders als hier. was design angeht, so wirst du dort bestimmt viel finden, nur wirken meiner meinung nach viele leute dort unprofessionell und stellen sich oft selbst toller dar als sie eig sind. in japan wirkt alles direkt seriöser (was aber such falsch sein kann). wenn du mit chaotischem arbeiten und komplexen höflichkeitsregeln klarkommst und du was an korea findest und mal was anderes als die üblichen bekannten asiatischen kennenlernen möchtest, dann versuch dich an koreanisch. das gute ist, dass es tolle lernwebsites gibt, wie zb talktomeinkorean. außerdem ist kor am kommen;) nur das hörverständnis ist meines erachtens nach schwieriger als wenn du jap machst. mach aber jap wenn du wirklich angetan von der kultur und der sprache bist und mit japanern klarkommst (anders als kor). japan ist aber so 30% teurer als kor heißt es. wenn du noch fragen hast, frag;)

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in den altisländischen Sagas steht bestimmt viel was dich interessieren könnte. vielleicht findest du im internet ja übersetzungen der texte.

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