Wie sollte man sich als Nichtgläubiger und selber Konfirmierter an der Konfirmation von Geschwistern verhalten?

Mein jüngerer Bruder feiert in einigen Wochen seine Konfirmation und möchte einfach mal ein paar - fremde - Meinungen und Lebenserfahrung dazu hören.

Situation ist folgende:

ich werde erst in ein paar Monaten 18, wurde selber viel zu jung (schon mit 12!) konfirmiert, bin aber schon vor langer Zeit ausgetreten und mittlerweile strikter Atheist. Mit meinen Eltern ist in der Hinsicht leider nicht gut Kir(s)chen essen. Ich konnte sie davon überzeugen den Gottesdienst nicht besuchen zu müssen, aber meinen, um den guten Schein zu wahren, dass ich bei der Feier dabei sein müsse. Zusätzlich artet es - nicht nur bei ihm - aus mit "Geschenken" - er will Moneten, eine Kamera und ein neues Handy. Alleine seine Verhaltensweisen sind dermaßen unreif und raffgierig, dass ich es als Zeit- und Geldverschwendung betrachte, für gläubig halte ich ihn auch nicht wirklich.

Mein Standpunkt ist eben, dass ich religiöse Feste nicht unterstützen muss, vor denselben Bekannten fünf Jahre später nicht als undankbar dastehen oder als schlechterer Teil von beiden dargestellt werden möchte. Ich erachte es als meine Freiheit, meine Eltern hingegen kommen mit zig Drohungen und emotionaler Erpressung daher.

Sollte ich nur des Anstands wegen dieser Konfirmation beiwohnen oder währenddessen still und leise abwesend sein?

Und sollte ich ihm etwas schenken (kein Geld oder Technik!)?

Achja, auf "Antworten" der Zeugen Jehovas hier kann ich gerne verzichten!

Religion, Familie, Freundschaft, Christentum, evangelisch, Konfirmation
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Sind "demokratische" Zwangsabgaben im Schuljahrgang für den Abiball rechtlich bindend?

Und zwar geht es um die Finanzierung sämtlicher Abiveranstaltungen. Ich besuche ein Gymnasium in Düsseldorf und mache dieses Jahr Abi. Im Jahrgang befinden sich knapp 75 Leute.

Inzwischen wollten die Verantwortlichen, die noch nicht einmal (bis auf die Jahrgangssprecher) demokratisch gewählt worden waren, ca. 60 Euro Grundgebühr aus verschiedenen "Eintreiberunden"+ 20 Euro Eintritt pro Besucher inkl. einem selbst von jedem Schüler im Jahrgang. Dazu kamen noch Strafzahlungen für die, die nicht genug Biounterwäsche auf Provisionsbasis für das Abiballkommitee an Familie und Freunde verkauft haben.

So wie ich erfahren habe, beläuft sich die Raummiete für einen mittelprächtigen Hühnerstall in Innenstadtlage (ab 11 ist Ruhe!) unter 1000 €. Hingegen wurde der Löwenanteil in ein "Gourmetpaket" des hauseigenen Caterers investiert - 40 € pro Besucher für ein stinknormales Büffet!

Achja, mittlerweile wollen sie auch noch über 30€ für einen potthässlichen, knallgrünen Abipulli - keiner wurde einzeln gefragt, ob er das Ding bestellen möchte. Mehrere tausend Euro gehen noch für Kollektivsaufen drauf.

Da ich ohnehin keinen Wert auf diese Festivitäten lege, relativ arm bin und zumindest der Abiball rein privat ausgerichtet wird (auf Namen der Schüler!), sehe ich mich nicht gezwungen diese Zwangsverprassung von über 100 Tacken pro Schüler nur aufgrund meiner Schulzugehörigkeit weiter mitzutragen und habe dementsprechend meine Zahlungen eingestellt.

Mittlerweile jedoch sind die Stufen"vertreter" echt angepisst, versuchen, "ihr Geld" einzutreiben, drohen mir mit schulischen Folgen und den Direktor einzuschalten. Dabei habe ich ihnen schon von Anfang an erklärt, dass sie mich aus diesen Sachen heraushalten werde.

Darf mich die Schulgemeinde kollektiv zur Bezahlung ihrer Festlichkeiten verknacken, auch wenn ich daran kein Interesse habe? Können sich daraus legitime zivilrechtliche Ansprüche oder schulrechtliche Konsequenzen ergeben?

Versteht es nicht als Ablehnung zwischenmenschlicher Kontakte, aber für mich ist es nun mal viel Geld und ich lege auf diese Leute und Veranstaltungen keinen Wert.

Schule, Geld, Recht, Abiball, Abitur, Feier, Oberstufe, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen
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Warum fallen knapp 40 % bei der Theoretischen Klasse B durch? Ist die Prüfung soo schwer?

Ich habe übermorgen Theorieprüfung (Kl. B) und bin bis jetzt alle Fragen nochmal durchgegangen und habe mir die kritischen herausgesucht. Mit dem Lernen begonnen habe ich schon im Januar, indem ich öfters Bögen bearbeitet und jetzt die letzen paar Tage/Wochen gezielt die unbearbeiteten/falschen herausgepickt habe. Ein Buch mit allen Lektionen habe ich natürlich auch, lerne mit dem und fahrschulcard und habe in den normalen Übungsbögen meistens 0-3 FP. Ich fühle mich eigentlich mehr als prüfungsbereit - wenn nur nicht die allermiesesten Fragen drankämen.

Trotzdem werde ich bei dieser enorm hohen Durchfallquote von hier 38, woanders über 40 Prozent das diffuse Gefühl nicht los, mir etwas zu sicher zu sein. Woran liegt das?

Ich lese u. a. hier täglich von Leuten, die einen Monat und mehr täglich über eine Stunde gelernt haben und trotzdem durchfielen.

Meine Theorien

  • der Ausländeranteil
  • Leute aus bildungsferneren Schichten (beides hier relativ hoch)
  • zu viele machen den Führerschein nebenbei
  • alle anderen lügen, was das Lernen angeht

Prüfungsängste hatte ich noch nie - höchstens Respekt und keinen Bock auf das Geld, was flöten geht. Stehen die Chancen wirklich so gut, wie ich denke, im ersten Anlauf zu bestehen? Und werden die Fragen nur nach dem Zufallsprinzip ausgesucht?

Ein paar Erfahrungsberichte zur Beruhigung wären auch hilfreich^^

Auto, Schule, Prüfung, Führerschein, Fahrschule, Ausbildung und Studium
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Werde ich jemals noch die Chance bekommen, eine Freundin zu haben?

Ich, ein einsames Männchen von bald 18 Jahren.

Schule ist bald fertig, dann geht es ab ins Hamsterrad Arbeit. Man darf arbeiten, seine verbleibende Zeit mit unsinnigen Dingen töten und vom Staat 45 Jahre lang gemolken.

Es ist samstagabends und ich bin wieder komplett alleine, habe wieder mehrere Tage am Stück vor dem Rechner verbracht anstatt irgendwann mal für das Abitur zu lernen (schreibe schon in vier Tagen). Ich hocke heute mal wieder seit 10 Uhr ununterbrochen davor. So etwas wie echte Hobbies, Interessen oder Freude empfunden hatte ich schon lange nicht mehr.

Das Leben rast vorbei. Bald werden die ersten schon ihr Studium anfangen und ich weiß noch überhaupt nicht was ich überhaupt machen möchte. Vom Lernen habe ich die Schnauze voll. Von beschissenen, intriganten und scheinfröhlichen Leuten auch. Ich weiß nicht, ob ich die beneiden sollte, die sich beschweren unglücklich zu sein, denen alles zufliegt: Freunde, Frauen, Freude, Geld, Erfolg, Glück. Das Spiel geht immer weiter: in neuen Gruppen stehe ich nach spätestens 3 Tagen alleine da. Die anderen kichern herum, albern, lachen über bescheuertste Witze und unterhalten sich über Sachen, von denen ich mich frage, ob man bescheuert sein muss, um das interessant zu finden. Wie im Kindergarten. Aber mich ignorieren sie konsequent. Echte Freunde hatte ich seit Jahren nicht gehabt, höchstens Zweckgemeinschaften. Menschen, mit denen ich mich gut verstehe, sind allesamt zwischen 40 und 70.

So etwas wie Liebe, Verliebtsein oder Unbeschwertheit gefühlt hatte ich noch nie. Eine Freundin oder irgendeine Liebschaft hatte ich noch nie - im Gegenteil: mit wurde immer wieder gesagt oder vermittelt, dass ich dumm, unintegrierbar, hässlich und anders sei. Ich habe mich mittlerweile darauf eingestellt, womöglich als Jungfrau zu sterben. Es lebt sich einzeln und unabhängig doch auch sehr gut, oder? Ich bin überzeugter Antinatalist, Atheist sowie teilweiser Nihilist.

Trotzdem frage ich mich, ob ich nicht irgendetwas verpasse. Weit über die Hälfte aller Gleichaltrigen hat/hatte schon eine Freundin, eine scheinbar perfekter Deckel für jeden Topf scheint vorhanden zu sein.

Wird sich jemals noch die Chance bieten einen Menschen so gut kennenzulernen, wenn nicht in der Jugend? Was kann ich machen, dass es dazu noch kommt, ohne mich selbst zu verraten?

Ich denke nicht, dass ich krank oder irgendwie behandlungsbedürftig ist, oder?

Liebe, Leben, Freundschaft, Beziehung, Psychologie, Freundin, Liebe und Beziehung
6 Antworten
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