Ich habe das Vorhaut zurückgefaltet tragen früher immer wieder probiert, weil mich das Gefühl einer freien Eichel in der Hose fasziniert hat. Es hat aber eine Weile gedauert, bis ich eine funktionierende Technik gefunden habe.

Letztlich bin ich bei einer Variante des Löffeltricks gelandet, sogar am Ende ohne Hilfsmittel. Dazu habe ich die Vorhaut straff zurückgezogen. Am Übergang von innerer Vorhaut zur äußeren mit Zeigefinger und Daumen auf der Oberseite ein straffes "Zelt" (90° weg vom Penis) gezogen und dieses Zelt dann straff gehalten bis zur Eichel gespannt und dort abgelegt. War ein bisschen Übungssache, hat aber sehr zuverlässig gehalten. Ich habe, seit dem ich es herausgefunden hatte, sicherlich 3 Jahre am Stück meinen Penis im Alltag so getragen. Unter unerwünschten Erektionen habe ich nicht gelitten.

Eine sehr gute Anleitung für eine Variante des Löffeltricks mit einer Haarnadel findest Du hier: https://www.pe-community.eu/threads/die-vorhaut-langfristig-zurueckgezogen-halten.5578/

Ein Video vom selben Nutzer mit der selben Technik findest Du unter https://files.catbox.moe/xi924i.mp4

Bei mir sah das Ergebnis mit meiner Technik auch so aus. Nach drei Jahren war ich jedoch das Gebastel leid und wollte auch im sexuellen Kontext zuverlässig eine freie Eichel haben -- weshalb ich mich beschneiden lassen habe.

Einen sexuellen Sensibilitätsverlust an der Eichel habe ich nicht feststellen können -- weder durchs frei tragen der Eichel noch infolge der Beschneidung. Welche Wahrnehmungen aus der Eichel ankommen, ist eine Gehirnleistung, also Ergebnis eines Lernprozesses. An den "Nervenbahnen" in der Eichel ändert sich nichts, nur weil die Haut der Eichel freiliegt.

Auch die Haut der Eichel ist nur trocken geworden. Zart, weich und sensibel ist sie geblieben.

Kurzum: ich kann Dein Anliegen bestens verstehen. Wenn es Dir dauerhaft gelingt, wirst Du es nicht mehr anders haben wollen.

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Nüchtern betrachtet ist ein beschnittener Penis einfach ein Penis mit einem anderen anatomischen Konzept als ein unbeschnittener. Nichts an einem beschnittenen Penis muss sich schlechter anfühlen oder funktionieren als an einem unbeschnittenen.

Während sich bei der evolutionären Version des Penis die Eichel in einer mal besser, mal schlechter beweglichen Hautfalte ("Vorhaut") versteckt, ist halt beim beschnittenen die Hautfalte entfernt und der Penis hat nur noch eine glatte Außenhülle, die immer die Außenhülle ist und auch die Eichel und ggf. die ehemals innere Vorhaut gehört dann zu dieser Außenhülle.

Was wird dadurch anders?

  • Die Hautfalte fällt weg, in der sich pausenlos Sekrete, abgestorbene Hautreste, Urin- und ggf. Spermareste sammeln. Klar, man kann gegen diese Sammlung auch beim unbeschnittenen Penis regelmäßig anwaschen, aber beim beschnittenen fällt die Sammlung einfach weg. Dass das kein hygienischer Unterschied sein soll, konnte mir noch niemand logisch erklären.
  • Der Penis ist lückenlos so trocken und weich wie vorher nur die Schafthaut und die äußere Vorhaut. Man kann nun sogar die Eichel anfassen und streicheln, ohne schmierige Finger zu bekommen. Wenn man high&tight beschnitten ist und die ehemals innere Vorhaut nun zur Schafthaut wird, kann man auch die nun immer streicheln -- fühlt sich an wie Seide und Zärtlichkeit darauf das pure Glück ganz ohne Klebrigkeit.
  • Mütze-Glatze als Stimulation fällt weg. Gibt ja keine Mütze mehr.

Es gibt ein paar Mythen zum beschnittenen Penis, die besonders gerne von unbeschnittenen Beschneidungsgegnern vorgebracht werden.

  • Die Eichel "stumpfe ab" durch die Beschneidung: Nein. Die Eichel transportiert sehr unterschiedliche Empfindungen, abhängig vom emotionalen und sexuellen Zusammenhang. Sie ist aber erstens kein Rubbel-Los und zweitens nur für Lustempfinden offen, wenn der Kopf schon erregt ist. Da das viele Menschen nicht begreifen, führt das zu "Bedienungsfehlern", die dann gerne der Beschneidung in die Schuhe geschoben werden.
  • Als Beleg fürs "Abstumpfen" wird ins Feld geführt, dass die trockene Eichel nun nicht mehr so krass schmerzempfindlich ist wie die immer von Vorhaut bedeckte und deshalb immer matschige Eichel. Auch nein. Das Gehirn gewöhnt sich nur den nach der Beschneidung unnötigen Berührungs-Alarm ab. Das hat aber mit der Lustempfindlichkeit nichts zu tun. Beides eine erlernte und trainierbare Gehirnleistung. Außerdem ist halt eine trockene Haut nicht mehr so überempfindlich. Wer den Daumen einen Monat lang in den Mund nimmt, kann mit diesem Daumen anschließend auch nichts mehr anfassen vor Schmerzen.
  • Die beschnittene Eichel "verhorne" bzw. "keratinisiere". Ja, aber ein Missverständnis, auch gerne vorgebracht, weil so schön missverständlich. Jeder Quadratzentimeter Haut am Körper keratinisiert (deutsche Übersetzung: verhornt). So heißt aber schlicht der Prozess der Zellerneuerung der Haut, der von innen nach außen stattfindet und zwar überall auf dem ganzen Körper. Trockene Hautpartien haben ein paar Schichten mehr trockene äußere Hautzellen, aber nirgendwo mehr als nötig. Unnötige äußere Hautschichten bauen sich von alleine ab. Die Lustrezeptoren in der Eichel haben damit nichts zu tun und an denen ändert sich durch die Beschneidung auch nichts. Fun fact: auch die dauerhaft bedeckte Eichel eines unbeschnittenen Penis keratinisiert, sonst gäbe es ja gar keine Hautreste, die mit Sekreten zu Smegma werden.
  • Die Feuchtigkeit zwischen Eichel und Vorhaut beim unbeschnittenen Penis sei ein "Gleitfilm". Das ist blanker Unfug. Die Vorhaut gleitet nicht über die Eichel, sie rollt wie ein Rollkragen. Du kannst die Eichel in Klopapier einwickeln, die Vorhaut rollt noch immer darüber.

Dann gibt es noch das eine oder andere sexuelle Problem, das gerne der Beschneidung in die Schuhe geschoben wird, aber nichts mit der Beschneidung zu tun hat. Erektionsprobleme und im Alter abnehmende Wahrnehmungsfähigkeit kann alle Männer im Alterungsprozess betreffen -- auch unbeschnittene.

Und zuletzt ist da noch die Frage nach dem Gefühlsverlust, wenn man sexuell lustempfindliches Gewebe wegschneidet. Letztlich ist der Penis mit sehr viel Redundanz ausgestattet -- also viel mehr "Antennen" als wirklich nötig. Ein Flugzeug mag aus Sicherheitsgründen auch Redundanz haben: vier Steuerungen -- wenn eine oder zwei ausfällt, kann man immer noch fliegen. So ähnlich ist das mit den vielen Lustrezeptoren am Penis ja auch. Den meisten Männern reichen die Lustrezeptoren völlig aus, die nach der Beschneidung übrig bleiben.

Am Ende geht es bei der Diskussion um den Erhalt oder Verlust der Lustrezeptoren aber sowieso alleine um die Frage der inneren Vorhaut, alles andere, was entfernt wird, ist völlig irrelevant fürs Lustempfinden. Wer diese Redundanz gerne behalten möchte, kann sich ja high&tight beschneiden lassen -- dann bleibt wirklich alles erhalten, was angeblich durch die Beschneidung verloren geht aber nicht tut.

Ich bin deshalb hight&tight beschnitten, Gefühlsverlust: Null. Ich kenne allerdings einige Männer, die sich low nachbeschneiden haben lassen und sagen: kein nennenwerter Unterschied. Sagen aber nicht alle low beschnittenen und ist deshalb vielleicht Typsache. Oder Einstellungsache.

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Na wenn schon, dann straff. Warum?

Eine Beschneidung ist eine ziemliche Umstellung des Konzeptes "Penis". Es fühlt sich danach alles anders an: die freie Eichel im Alltag, die Stimulation bei Masturbation und Sex, andere Reinigungs- und Hygieneroutinen.

Daran kann man sich ziemlich gut gewöhnen, aber die Umgewöhnung funktioniert auf die Dauer nicht so gut, wenn sich der Penis halb beschnitten und halb unbeschnitten anfühlt und verhält:

  • die sexuelle Stimulation etwa funktioniert mit "Unbeschnittenen-Technik" nicht mehr so gut, bei Techniken, die sich gut bei straff ("tight") beschnittenen Penissen anwenden, ist jedoch die Restvorhaut im Weg.
  • eine trockene Eichel und innere Restvorhaut fühlt sich seidenweich an. Wenn durch Loose-Technik noch Hautfalten übrig sind, bleiben dann dennoch "klebrige" Stellen. Das kann ganz schön nerven -- bei Stimulation wie bei der Hygiene. Dabei hat die Klebrigkeit nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, sondern in übrigen Haut-auf-Haut-Abschnitten funktioniert die Schleimhaut halt noch als Schleimhaut und sammelt Sekrete.
  • Loose sieht es insgesamt eher schrumpelig aus ohne Mehrwert für Gefühl und Hygiene.

Das entspricht der Erfahrung vieler Beschnittener und spiegelt sich auch in vielen Umfragen dazu wieder.

Ich selber kenne auch alles drei und fühle mich mit dem jetzigen Tight-Zustand viel wohler als mit dem "Zwischending" (und das war schon eigentlich eher tight vorgesehen).

Wenn Du Sorge vor einem möglichen Gefühlsverlust hast, gehst Du mit High&tight auf Nummer Sicher: andere Gefühle als die Schafthaut bietet nur die innere, nicht die äußere Vorhaut. Mit High&Tight kann man so viel Gefühl aus der inneren Vorhaut behalten wie man will und bekommt stattdessen entsprechend mehr Schafthaut entfernt — die ehemals innere Vorhaut wird dann Teil der Schafthaut und transportiert auch in dieser Rolle weiter alle geilen Gefühle.

Ich bin high&tight beschnitten und wenn ich schon mit 18 gewusst hätte, wie toll sich das anfühlt und dann auch noch das Angebot meiner Eltern dazu gehabt hätte, das machen zu lassen, hätte ich nicht lange gezögert.

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Ich würde mal bei https://www.co2-lasern.de vorbeischauen. Der Arzt praktiziert in Düsseldorf und bietet Beschneidungen per Laser an.

Beschneidungen per Laser erzielen besonders erfreuliche Ergebnisse und heilen besonders schnell.

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Eine Menge Erfahrungsaustausch zu der Frage findest Du hier: https://www.eurocirc.org/beschneidungsfrage/86/1/beschneidung_und_piercing.php

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Habe ich Dir schon beantwortet. Lies mal die Antworten auf Fragen, die Du schon gestellt hast, statt immer neue Fragen zu stellen.

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Zum Umgang mit der Schwellung habe ich Dir heute Morgen schon auf Deine letzte Frage etwas geschrieben.

Bei der Beschneidung werden eben nicht nur Blutgefäße, sondern auch viele Lymphgefäße durchtrennt (sind für den Transport von Zellflüssigkeit zuständig). Diese müssen sich erst neue Verbindungen suchen; solange gibt es einen Flüssigkeitsstau, was sich in einer Schwellung äußert.

Wie gesagt, Penis hochlegen hilft gegen den Stau. Und Geduld. In einer Woche sieht es schon viel besser aus.

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Die Schwellung nach so einem Eingriff ist normal. Das einzige, das Du dagegen tun kannst, ist den Penis hochhalten bzw. hochlegen. Das heißt, trage einen eher engen Slip mit dem Du den Penis möglichst mit Eichel Richtung Bauchnabel fixierst.

Dass die Eichel und die Narbe unter dem „Pflaster“ (Verband?) erstmal sehr berührungsempfindlich sind, ist auch normal. Die Schmerz-Empfindlichkeit im Bereich der Wunde geht mit der Wundheilung in kurzer Zeit zurück, wahrscheinlich auch an der Eichel, die mit „beleidigt“ ist.

Wenn Du den Penis einigermaßen fixierst, minimiert das die Reibung und somit das Gefühl „immer neuer“ Berührung. Allerdings wurde Deine Eichel vor der Beschneidung auch ständig berührt — nämlich von der Vorhaut. Wenn Du weiche Slips aus Mikrofaser trägst, kommt das dem Gefühl der Vorhaut auf der Eichel am nächsten.

Was Du an der Eichel unangenehm empfindest und was nicht, ist eine Gehirnleistung. Dein Gehirn muss also jetzt umlernen. Schöne Gefühle aus der Eichel, die es auch gibt, möchtest Du aber nicht verlernen!

Wenn die Rückmeldung aus dem Gehirn auf Berührungen an der Eichel im Moment vor allem Schmerz sind, hilft auch, die Eichel viel an der frischen Luft zu tragen. So gewöhnt sie sich schneller an ihre neue Rolle als Teil der Außenhülle und trocknet auf ein angenehmes Maß.

Dabei hilft es, wenn der Hodensack rasiert ist. Die Haut ohne Haare ist fast so weich wie die innere Vorhaut, die vor der Beschneidung die Eichel immer berührt hat. Wenn die Eichel nun auf dieser Haut auf dem Hodensack aufliegt, sollte sich das ähnlich anfühlen.

Gute Heilung und ein bisschen Geduld!

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Na wenn schon, dann straff. Warum?

Eine Beschneidung ist eine ziemliche Umstellung des Konzeptes "Penis". Es fühlt sich danach alles anders an: die freie Eichel im Alltag, die Stimulation bei Masturbation und Sex, andere Reinigungs- und Hygieneroutinen.

Daran kann man sich ziemlich gut gewöhnen, aber die Umgewöhnung funktioniert auf die Dauer nicht so gut, wenn sich der Penis halb beschnitten und halb unbeschnitten anfühlt und verhält:

  • die sexuelle Stimulation etwa funktioniert mit "Unbeschnittenen-Technik" nicht mehr so gut, bei Techniken, die sich gut bei straff ("tight") beschnittenen Penissen anwenden, ist jedoch die Restvorhaut im Weg.
  • eine trockene Eichel und innere Restvorhaut fühlt sich seidenweich an. Wenn durch Loose-Technik noch Hautfalten übrig sind, bleiben dann dennoch "klebrige" Stellen. Das kann ganz schön nerven -- bei Stimulation wie bei der Hygiene. Dabei hat die Klebrigkeit nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, sondern in übrigen Haut-auf-Haut-Abschnitten funktioniert die Schleimhaut halt noch als Schleimhaut und sammelt Sekrete.
  • Loose sieht es insgesamt eher schrumpelig aus ohne Mehrwert für Gefühl und Hygiene.

Das hat weder etwas mit Getrolle noch mit einem Fetisch zu tun, sondern entspricht schlicht der Erfahrung vieler Beschnittener und das spiegelt sich dann auch in den Umfragen wieder.

Ich selber kenne auch alles drei und fühle mich mit dem jetzigen Tight-Zustand viel wohler als mit dem "Zwischending" (und das war schon eigentlich eher tight vorgesehen).

So viel wie möglich Vorhaut mit spezifischen Nerven kann man auch tight behalten: anderen Gefühle als die Schafthaut bietet nur die innere, nicht die äußere Vorhaut. Mit High&Tight kann man so viel Gefühl behalten wie man will und bekommt stattdessen entsprechend mehr Schafthaut entfernt.

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Du könntest auch noch mal Deine Waschtechnik überprüfen. Entscheidend ist meiner Erfahrung nach nämlich nicht, mit welchem Pflegemittel Du Dich wäschst.

Der Geruch in Deiner offenbar sehr ausgeprägten Vorhaut-"Tasche" sitzt vermutlich in den Poren der inneren Vorhaut und der Eichel und geht auf die Stoffwechselprodukte von Bakterien zurück, die dort ihr Lieblingsfutter in Form Deiner dortigen Hautausscheidungen finden. Soweit so normal. Unsere Haut ist überall von Bakterien besiedelt. Nur offenbar passen Deine individuellen Hautausscheidungen unter der Vorhaut und die dort ansässige Bakteriensorte perfekt zusammen und weil sich in der langen Vorhauttasche zusätzlich und unvermeidbar ein feucht-warmes Klima bildet, ergeben diese beiden Bedingungen kombiniert ideale Voraussetzungen für eine explosiv-kurzfristige Exponentialkurve stinkender Substanz.

Wenn Du die betreffenden Stellen jetzt nur mit Super-Duper-Intim-Seife plus Wasser behandelst, bekommst die Party zwar oberflächlich in den Griff, jedoch nicht porentief. Das heißt, sobald Du die Vorhaut wieder über die Eichel schiebst, geht die Party mit der Exponentialkurve sofort wieder los, denn die Startmasse ist in den Poren ja noch da und das Klima auch.

Die Poren bekommst Du nur mit mechanischer Reinigung sauber -- heißt Waschlappen oder Waschbürste. Nimm mal ein paar Tage bei jedem Waschen eine Bürste (etwa eine Badebürste) oder einen Waschlappen und reinige alle relevanten Hautabschnitte (innere Vorhaut plus Eichel, auch die Furche) nicht nur chemisch sondern auch mechanisch.

Außerdem stelle sicher, dass Du beim Wasserlassen die Vorhaut immer vollständig zurück ziehst und dass Du die Eichel nach dem Wasserlassen mit Klopapier trocken tupfst -- weniger Feuchtigkeit und weniger Sekrete unter der Vorhaut entziehen dem Bakterienwachstum auch schon mal ein bisschen an Boden.

Und ja, eine straffe Beschneidung behebt das Problem auch, denn ein wichtiger Faktor für die beschriebene Party ist wie beschrieben das feucht-warme Klima unter der Vorhaut und ein Penis mit einer einzigen glatten Außenhülle bietet diese Voraussetzung nicht mehr.

Versuche es aber ruhig erst mal mit meinen hygienischen Tipps. Hat bei mir jahrzehntelang zu einem geruchlosen Penis geführt, bis ich mich (aus anderen Gründen) als Erwachsener habe straff beschneiden lassen (High&tight, also straff mit 3cm innerer Vorhaut -- alles schön glatt, trocken und weich, und alle Gefühle noch da)

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Nein, kein Gefühlsverlust. Es fühlt sich ein bisschen anders an, aber nicht weniger intensiv, eher im Gegenteil. Bin high&tight beschnitten.

Sexuelles Empfinden ist eine Gehirnleistung, und was man daraus macht, Folge eines Lernprozesses. Dieser kann beschnitten genauso gut funktionieren wie unbeschnitten -- er kann bei manchen Männern unbeschnitten sogar genauso schlecht funktionieren wie bei anderen, die beschnitten sind und ihren schlechten Kontakt zu ihren Gefühlen auf die Beschneidung schieben.

Wichtiger als die Frage beschnitten oder nicht ist die innere Erregung, und dass man aus dieser Erregung heraus mit wacher und offener Wahrnehmung denjenigen Berührungen nachgeht, die wirklich mit der Lustempfindung korrespondieren -- und es ist wichtig, dass man es sich zur Gewohnheit macht, mit dieser Fantasie für sich selbst vorzugehen und nicht mit einer stumpfen Mechanik.

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Im Vorfeld meiner Beschneidung hatte ich auch viel Gutes gelesen über Laserbeschneidung. Im Beschneidungsforum von Eurocirc.org ist insbesondere der Nutzer LowTightHappy sehr begeistert von seiner Beschneidung, wo offenbar seinerzeit mit Laser geschnitten und statt nähen nur geklebt wurde. Das Ergebnis ist auf seinen Profilfotos in der Tat sehr überzeugend.

Meine Anfrage bei Eurocirc vor 4 Jahren ergab jedoch damals, dass der nächste Arzt, der mit Laser beschneidet, in München praktiziert (wohne auch in NRW) und auch nicht mehr klebt, weil das im Nachgang des Eingriffs bei nächtlichen Erektionen wohl leichter wieder aufreißt als bei vernähten Beschneidungen.

Es handelt sich um https://www.dermatologie-am-dom.de/leistungen/zirkumzision-beschneidung/

Mir war das zu weit weg. Eine geschickt operierende Person kann auch mit Skalpell erstklassige Ergebnisse erzielen. Alternativ kann man auch eine Beschneidung mit der Alisklamp in Betracht ziehen, die auch quasi nahtfreie glatte Ergebnisse erzielt. Nachteil ist hier, dass das Frenulum nicht mit entfernt wird, das kann hinterher unangenehm spannen. Eurocirc kann auch hier eine gute Adresse nennen.

Generell kann ich Dir die Arztempfehlung von Eurocirc nahelegen. Die haben eine Liste mit empfehlenswerten Adressen in ganz Deutschland sortiert nach Ort und gewünschtem Beschneidungsstil. Da kannst Du auch solche Wünsche wie Laser angeben.

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Macht mir nichts aus.

Im Gegenteil. Meinem Gefühl nach verhalten sich unbeschnittene in Männer-Gemeinschaftsduschen oft viel eher so, als würden sie sich genieren.

Dabei fällt mir generell nicht ein, wofür man sich in diesen Situationen genieren soll. Wir haben halt alle irgendwie einen Penis und jeder ist halt wie er ist.

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High/tight

Ich habe mich high&tight beschneiden lassen, weil mir das anatomische Konzept eines straff beschnittenen Penis gefiel (vollständig trockene Außenhülle ohne bewegliche Teile) und ich die Gefühle aus der inneren Vorhaut sicherheitshalber behalten wollte. Ich habe dazu einen medizinischen, aber nicht zur Beschneidung zwingenden Grund als Anlass genommen.

Geruch war bei mir nicht das Problem und Hygiene auch nicht. Trotzdem war ich nach der Beschneidung beeindruckt, wie viel einfacher es ist, sein bestes Teil vollständig seidenweich, trocken, glatt, sauber und geruchsfrei zu halten. Die Hauttasche, die die Grundlagen und Zutaten für Geruchsbildung sammelt, ist dann halt vollständig Geschichte.

Mit einem high&tight beschnittenen Penis kannst Du hinter alle Hautbereiche, die Dir auch jetzt schon Lust bereiten, trocken und lustvoll streicheln. Am besten versuche gar nicht, das alte Mütze-Glatze-Spiel zu imitieren, sondern entdecke dann neu, welche Berührungen dann geil und schön sind. Das kann streicheln ebenso wie massieren sein. Spoiler: rubbeln ist am schlechtesten.

Wenn Du Dich darauf einlassen kannst, ist eine High&tight-Beschneidung eine super Lösung auch für Dich und das Masturbieren macht hinterher mindestens genauso viel Spaß, wenn nicht sogar noch viel mehr. Denn der Penis ist danach immer so schön anfassbar wie jetzt Dein Oberschenkel und Du kannst ihn zur Lustbereitung streicheln und manipulieren, wie es vorher aufgrund der klebrigen Feuchtigkeit zwischen Eichel und innerer Vorhaut gar nicht geht.

Ich habe die Beschneidung also in allen Gesichtspunkten als Verbesserung erlebt.

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Hat sich toll angefühlt. Ich habe vorher jahrelang die Eichel mit nach hinten gefalteter Vorhaut frei getragen und mich dabei nicht so richtig getraut, den Schritt zum Schnitt zu gehen, obwohl mich die ganze Zeit der Wunsch fasziniert hat, beschnitten zu sein.

Als es dann so weit war, war ich sehr happy, es endlich in die Tat umsetzen lassen zu haben.

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Erstaunlich wie viele Leute hier das "u" bei u18 nicht lesen können.

Also wenn mein u18-Sohn sich das gewünscht hätte, hätte ich mich mit ihm darüber unterhalten, ob er weiß, was das im Detail für seinen Penis bedeutet. Wenn ihm das klar gewesen wäre, hätte ich ihm diesen Wunsch auf jeden Fall erfüllt.

Bin ja selber beschnitten und sehr glücklich und zufrieden damit.

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Wenn Du heute beschnitten wurdest, dann kann man noch überhaupt keine Rückschlüsse auf das Ergebnis ziehen. Bei einer Beschneidung werden so viele Gefäße (Blutgefäße und Lymphgefäße) durchtrennt — die müssen sich alle neue Verbindungen suchen. Das dauert einige Tage. Solange staut sich überall Flüssigkeit, was den Penis ziemlich verformt aussehen lassen kann. Außerdem wird dabei die verbliebene Haut ziemlich hin und her gespannt und im Zweifel auch Haut von der Bauchdecke und vom Hodensack „geborgt“. Dann sieht der Penis kürzer aus.

Da Du Deiner Beschreibung nach einen Blutpenis hast, kann der bei Stress sich auch noch deutlicher zusammenziehen als im normalen entspannten Zustand. Die Heilung ist in diesem Sinne Stress. Wenn der Stress vorbei ist, entfaltet der sich schon wieder, keine Sorge

Meiner sah nach der Beschneidung sicherlich eine Woche lang kürzer aus als normal. Das hat sich aber nach dem Abklingen der Schwellungen und Hämatome wieder gegeben.

Gute Heilung wünsche ich Dir!

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Es gibt dafür ja quasi 2 Aspekte: Empfindlichkeit im Sinne von schmerzempfindlich und Empfindsamkeit für schöne, sexuelle und lustvolle Wahrnehmungen. Beides scheint aber eine Gehirnleistung zu sein.

Ich habe die Eichel schon vor der Beschneidung zwei Jahre frei getragen, in dem ich die Vorhaut ähnlich wie beim Löffeltrick zurück gefaltet getragen habe. Eine eventuell unangenehme Empfindlichkeit im Alltag ist da schon beim Eichel frei tragen nach sehr kurzer Zeit weg gewesen -- sobald die Eichel getrocknet war. Trotzdem spüre ich im Alltag die Eichel manchmal immer noch in der Hose am Stoff: dann aber als angenehme, feinsinnige und zarte Gefühle, die ich so quasi nebenbei sehr genieße.

Generell habe ich keinen Einfluss auf die Empfindsamkeit für schöne Gefühle feststellen können. Ich habe die Wahrnehmungen in der Eichel schon immer kontextabhängig erlebt: wenn ich erregt war, war die Eichel für Lustempfindungen offen, wenn ich nicht erregt war, waren ernsthaft stimulative Berührungen an der Eichel eher unangenehm. Dieser Zusammenhang ist eben auch Teil der Interaktion zwischen Gehirn und Penis und hat sich durch die Beschneidung überhaupt nicht verändert.

Von einer „Abhärtung“ oder Unempfindlichkeit kann also nicht die Rede sein.

So habe ich das erlebt. Aber auch sagen Sexualtherapeut*innen übereinstimmend: Lusterleben ist Ergebnis eines Lernprozesses -- unabhängig von der Frage der Beschneidung. Diesen Lernprozess muss man nach einer Beschneidung ggf. neu durchlaufen, er ist aber offenbar entscheidender für die Wahrnehmungen als das Vorhandensein der Vorhaut oder das Frage, ob die Eichel frei liegt oder nicht.

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