Ich hab das Gefühl meine deutsch Lehrerin hat enorme Vorteile mir gegenüber und da sie schon bei jedem Aufsatz erwartet, dass er schlecht ist, hat sie immer Mengen daran auszusetzen. Ich will nicht bestreiten dass ich nicht die beste in Deutsch bin, würde euch aber gerne eine kleine Charakterisierung vorlegen, damit ihr mir sagt was ihr daran falsch findet. Ich weiß es is kein Schulforum hier aber ich bitte nur um eure Hilfe. Es geht mehr um meinen Ausdruck als um Rechtschreibung. Möchte gerne eure Verbesserunge mit denen meiner Professorin vergleichen. Danke!
Charakterisierung - Spiel im Morgengrauen - Leopoldine
In "Spiel im Morgengrauen", einem Wekr von Arthur Schnitzler, geht es um einen Leutnant namens Willi Kasda, der vergeblich versucht einem ehemaligen Kameraden aus der Klemme zu helfen. Dieser Otto Bogner hatte sich in seinem Unglück hoch verschuldet. Durch Willis Versuch diesem zu helfen, stürzt er selbst in Spielschulden. Vergebens hofft er auf die Unterstützung seines Onkels Robert und dessen Gattin Leopoldine, bis alles zu einem tödlich, tragischen Ende führt.
Leopoldine lernte Willi einst als Blumenmädchen kennen und sah sie erst nach Jahren wieder, getrieben von seiner Not. Sei beindet sich in mittlerem Alter, trägt ab und zu Brillengläser und hat "einen blonden Wuschelkopf" (S.73). Ihre Vergangenheit als Blumenmädchen hinter sich gelassen, entwickelt sie sich zu einer strengen Geschäftsfrau. Scheint sie auch als generell lieblich Person, äußert sie sich doch oft streng und provokant. Außerdem macht sie teilweise einen eher überheblichen Eindruck. "Ihre Lippen kräuselten sich ironisch, und seine geschäftliche Naivität nachsictig belächelnd [...]" (S.81) sprach sie zu Willi, als Willi diese bezüglich der Geldanleihe zu überreden versuchte. Durch ihre Geschäftstüchtigkeit wirkt sie zum Teil auch sehr tempramentvoll und selbstständig. Kasda scheint sich dadurch oft eingeschüchtert zu fühlen. "Willi schwieg und blickte zu Boden. Eine brüske Abweisung hätte ihn nicht minder verlegen gemacht als diese kühle Höflichkeit" (S.79). Es ist nicht zuletzt Leopoldines Schadenfreude und Provokanz, die Willi am Ende das Leben kostet.