Gibt es Gesetze zur psychischen Unversehrtheit?

Hallo liebe GF-Community,

gibt es Gesetze die sich gegen psychische Angriffe an einer Person richten, die über allgemeine Dinge wie Arbeitschutzbedingungen (z.B. Lärmschutz) und Strafgesetzen (z.B. Missbrauch oder Beleidigungen) hinausgehen?

Also wenn man z.B. richtig angeschrien und erniedrigt wird, der gegenüber aber einen dabei nicht beleidigt oder öffentlich demütigt, aber schon so das man daran zerbricht, hat man da behaupt eine Chance sich zu wehren oder ist man dann selbst schuld weil man nicht "belastbar" oder "stark" genug ist. Also nicht gemeint ist natürlich sachliche konstruktive Kritik oder Meinungen, die moderat geäußert werden, sondern Äußerungen die einen niedermachen mit z.B. Hohn und Spott, Ignoranz, Ausgrenzen, Gaslighting bis hin zu Mobbing. Schwierig ist es natürlich mit Humor a la Dieter Bohlen, da die meisten Menschen wohl eher drüber lachen als dabei verletzt zu werden. Strenggenommen wäre das aber eigentlich schon eine Beleidigung, die nicht mehr durch Satire, Ironie, Sarkasmus etc. gedeckt wird (aber hier ja eh ein Sonderfall wegen Vertrag und öffentlichem Leben etc.). Trotzdem ist sowas sicherlich ein schwieriges Thema, da einige Leute sagen, solche Gesetze lassen unsere Gesellschaft verweichlichen, "das gehört zum Leben dazu" und "man darf ja wohl mal Spaß machen", womit sie ja auch nicht ganz unrecht haben. Nur gibt es auch viel Leidensdruck bei den Menschen, der nicht nur psychotherapeutisch sondern auch rechtlich "behandelt" werden sollte und nicht totgeschwiegen werden sollte.

Gibt es auch Gesetze zu Burnout, Mobbing oder Boreout-Gefahr am Arbeitsplatz, oder etwas in die Richtung? Und wie sieht es mit speziellen Erkrankungen wie Phobien und Somatisierungen usw. aus? Gibt es da Richtlinien für Arbeitgeber und Einrichtungen zur Rücksichtsnahme bzw. Inklusion?

Sorry für die komischen Fragen aber ich finde keine passenden Gesetze dazu. Und ich bitte hier um sachliche Antworten. Sowas wie das ist Aufgabe einer Psychotherapie, will ich nicht hören, da es mir um den rechtlichen Aspekt geht und das ein anderes Thema ist. Natürlich kann diese besser helfen damit umzugehen, so das man vielleicht für einiges keine Gesetze braucht, aber darum gehts nicht. Gibt ja auch Arbeitschutzmaßnahmen, die man nicht zwangsweise braucht, wenn die Menschen alles richtig machen und dann nicht sagt, ja selber Schuld "Arbeitsunfall", nun überlass den Rest dem Arzt. Mir geht es hierbei auch primär um die Rechte der einzelnen Person. Das es eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen von Arbeitgebern gibt ist mir bewusst, aber das bezieht sich ja eher auch äußere allgemeine Faktoren als auf individuelle.

Mobbing, Schule, Recht, Sozialrecht, Arbeitsrecht, Gesetz, Psychologie, Strafrecht, Philosophie und Gesellschaft
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