Im ersten Satz wird "andere" ohne Artikelwort gebraucht. Im wird zweiten wird es mit Artikel (diese) gebraucht und wird dann anders gebeugt. Das ist übrigens bei allen Adjektiven so:

  • kleine Männer -> die kleinen Männer
  • große Frauen -> diese großen Frauen

Siehe auch hier: https://www.verbformen.de/deklination/adjektive/gros5.htm

Das nennt sich starke, schwache und gemischte Konjugation, je nachdem ob und mit welchem Artikel.

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Mit der Satzapp kannst Du schonmal das Prädikat bestimmen. Ein Satzglied steht dann immer vor dem Prädikat und die restlichen dahinter.

http://www.satzapp.de/?s=In+Gallien+wohnen+die+beiden+Freunde+in+einem+kleinen+Dorf+abseits+der+gro%C3%9Fen+Verbindungswege.

In Gallien wohnen die beiden Freunde in einem kleinen Dorf abseits der großen Verbindungswege.

wohnen = Prädikat

die beiden Freunde = Subjekt

In Gallien = Ortsbestimmung

in einem kleinen Dort = Ortsbestimmung, bezogen auf Gallien

abseits der großen Verbindungswege = Attribut zum Nomen Dorf, als nachgestellte Präpositionalgruppe realisiert

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Ganz grob:

  • der Unterricht des neuen Deutschlehrers = Subjekt
  • wirkt echt anspruchsvoll = Kopula Prädikat
  • auf mich = Präpositionalobjekt
  • auf den ersten Blick = adv. Bestimmung
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Du kannst in der SatzApp zumindest das Prädikat und eventuelle Personal- und Reflexivpronomen herausfinden:

http://www.satzapp.de/?s=Kennst+du+dich+mit+den+Satzgliedern+gut+aus%3F

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Im Prinzip hast Du recht. Wenn ein Personalpronomen steht oder wenn man dafür eines einsetzen kann, dann muss auch ein gebeugtes (finites) Verb vorhanden sein.

Eigentlich ist es aber so, dass ein Verb dann gebeugt ist, wenn es ein Subjekt hat. Ein Subjekt ist vereinfacht ausgedrückt der, die oder das Handelnde. Eine Möglichkeit das Subjekt auszudrücken, sind die Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr und sie.

Gebeugte Verben in der 1. oder 2. Person Singular und Plural stehen dann auch immer mit diesen Personalpronomen ich, du und wir, ihr. Auch in dieser Hinsicht hast du mit Deiner Annahme recht.

Die 3. Person hat aber eine Art Stellvertreterfunktion. Hier können die Personalpronomen er, sie, es und sie stehen. In der Regel steht hier aber ein Nomen bzw. eine Nominalgruppe, die das Subjekt darstellt.

So auch in Deinem Fall: Lili und Paul bilden das Subjekt. Somit ist das Verb dazu auch gebeugt. Man kann dafür auch das Personalpronomen der 3. Person Plural einsetzen: sie = Lili und Paul. --> Das wissen wir auch, sagen sie.

Auch im zweiten Beispiel steht das (unpersönliche) man für das Subjekt. Da es unpersönlich ist, könnte man alle drei Personalpronomen der 3. Person Singular einsetzen. man = er, sie oder es. --> Nicht immer kann er, sie oder es hören, wo ein Komma geschrieben wird.

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Mach es wie folgt. Bestimme zunächst die Verbform mit der SatzApp:

http://www.satzapp.de/?s=Leider+mussten+wir+heute+einen+Aufsatz+schreiben.

Dann kannst du auf die Verbformtabelle klicken und hier findest du die passende Form im Perfekt: wir haben schreiben müssen

https://www.verbformen.de/konjugation/muss_schreiben.htm

Somit ergibt sich der Satz im Perfekt: Leider haben wir heute einen Aufsatz schreiben müssen.

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Deine Erklärungen, wie man von einer Zeitform zur nächsten und sogar zu den Modi kommt, sind etwas verwirrend ;) Ich empfehle einschlägige Literatur.

Unterstützend kannst Du den Satz auf satzapp.de analysieren lassen. Dann erhältst Du wie geschrieben das Präteritum:

http://www.satzapp.de/?s=Ich+spielte+Fu%C3%9Fball.

Außerdem kannst Du alle Formen (auch das Konjunktiv) auf der Seite verbformen.de bilden lassen:

https://www.verbformen.de/konjugation/?w=Fu%C3%9Fball+spielen

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Deine Frage richtet sich auf die Großschreibung. Von daher: Ja, solche nominalen Ausdrücke werden großgeschrieben.

Und nein, "das Verkaufen" gehört nicht zur Wortart Substantiv! Es gibt in diesem Fall nur das Verb "verkaufen". Dei der genannten Form handelt es sich vielmehr um ein "nominal gebrauchtes Verb" oder (wenn der Begriff unbedingt sein muss) um ein "substantivisch gebrauchtes Verb".

Das mag kleinlich klingen, aber die Unterscheidung Wortart und Funktion ist wichtig. So können im Deutschen viele Wortarten nominal gebraucht werden: das Ich, das Verrückte, das Das, ….

Um zu entscheiden, welche Wortart vorliegt, sollte man ein Wörterbuch zu rate ziehen. Hier werden die Ausdrücke entsprechend eingeordnet. Ein Hinweis kann auch der Artikel sein. Nominal gebrauchte Wörter erhalten in der Regel das sächliche Genus (das …). So gibt es durchaus Wörter, die im Laufe der Zeit zu Substantiven werden oder auch Überschneidungen: der Junge (Substantiv, männlicher Jugendlicher) gegenüber von das Junge (nominales Adjektiv) oder auch der Junge (nominales Adjektiv für einen jungen Menschen).

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Ich meine nicht, dass es hier um Silbentrennung geht. Oder Fragensteller? ;)

Wenn man im Zusammenhang mit Verben von Trennbarkeit spricht, dann geht es um sowas wie:

  • abtrennen -> ich trenne ab (trennbar)
  • zerreißen -> ich zerreiße (nicht trennbar)

Hier ist die Betonung wichtig. Unbetont i.d.R. untrennbar und betont i.d.R. trennbar.

Hierzu gibt es passende Listen. Z.b auf https://www.verblisten.de

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Das Verb zugewinnen ist eher unüblich (Im Gegensatz zum Substantiv der Zugewinn). Satt dessen wird üblicherweise dazu- bzw. hinzugewinnen verwendet, die ähnliche Bedeutungen haben.

Nichtsdestotrotz können für beide Verben Infinitive mit zu gebildet werden (https://www.verbformen.de/konjugation/zugewinnen.htm):

  • zugewinnen: zuzugewinnen
  • hinzugewinnen: hinzuzugewinnen
  • dazugewinnen: dazuzugewinnen

Allerdings finde ich beide Formen etwas gewöhnungsbedürftig ;-)

Fazit: Ich würde dazugewinnen verwenden.

..., um Stimmen bei der Wahl dazuzugewinnen.

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Man spricht von einer Verbendstellung, wenn der finite Teil des Prädikats am Satzende steht. Die infiniten Teile des Prädikats stehen bereits immer am Satzende.

  • Ich habe das gemacht. (Verbzweitstellung des Finitums habe)
  • Es ist perfekt, weil ich das gemacht habe. (Verbendstellung des Finitums habe)
  • Habe ich das gemacht? (Verberststellung des Finitums habe)

Man sieht, dass der infinite Teil gemacht immer am Satzende steht; unabhängig von der Stellung des finiten Teils habe. Dieses kann entweder am Anfang (Frageform), an zweiter Stelle (Aussageform) oder an letzter Stelle (Nebensatzform) stehen.

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Bist Du Muttersprachler? Wenn ja, dann empfehle ich Dir die Fragen zu den Kasus zu lernen. Du solltest diese dann mit Deinem Sprachgefühl beantworten können. WEM stellt er sich? -> DEM Bundestag.

Falls du kein Muttersprachler bist, helfen Dir die Fragen sicherlich nicht weiter. Dann bleiben Dir nur 2 Dinge:

  1. Du musst Dir die Kasus der wichtigsten Verben einprägen oder ggf. nachschlagen. Fehler bei der mündlichen Rede wird Dir jeder Muttersprachler verzeihen (zumindest ich jedenfalls ;-).
  2. Oder du versucht es über die Zuordnung aktiv - passiv. Das klappt meistens; auch bei den Wechselpräpositionen. Ist der Bundestag hier aktiv beteiligt? Eher nein; von daher kannst Du den Dativ annehmen. Diese Regel klappt fast immer. Versuche es mal.
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