Angst vor Zukunft, Versagen, nichts zu erreichen?

Guten Abend,
ich mache mir gerade wieder extrem viele Gedanken um meine Zukunft und merke, wie sehr ich wieder Angst bekomme, dass aus mir nie was wird und ich niemals etwas in meinem Leben erreichen werde.
Ich bin nun schon 20, werde diesen Sommer 21 und habe bis auf einen Realschulabschluss gar nichts vorzuweisen.
Mein Abitur musste ich 2016, wegen meiner Gesundheit, nach der elften Klasse abbrechen.
Schon nach dem Beginn des zweiten Halbjahres, habe ich Bewerbungen für verschiedene FSJ stellen geschrieben, von sich aus hatte sich niemand gemeldet, als ich nachfragte, sagte man mir nur, dass man sich noch melden werde, das tat aber auch dann wieder keiner.
Also hab ich mich ab Mai/Juni 2016 auch für Nebenjobs beworben.
Dadurch, dass ich mein Schülerpraktikum im Einzelhandel absolviert habe, hatte ich mich auch gerade im Einzelhandel auf Nebenjobs beworben, aber wieder mal keine Antworten und wenn dann nur Absagen.
Das Ganze hat meiner ohnehin schon sehr angeschlagen Psyche wenig gutgetan, sodass ich im Oktober 2016 beim Krisendienst gelandet bin, diese haben mich dann zu einer Stelle geleitet, bei denen ich zu Aktsprechstunden gehen konnte.
Das Ganze war eher oberflächlich, aber die Frau dort, hat mir geholfen den November zu überleben und mich in einer Tagesklinik zu melden und auf die Warteliste setzten zu lassen.
Ich war dann auch ab Oktober krankgeschrieben.
Trotzdem war ich nebenbei, wenn ich konnte, ehrenamtlich in einem Pflegeheim, dort hab ich mit den Leuten gebastelt, gespielt, ein wenig betreut.
Von Mai 2017 bis Juli 2017, war ich in der Tagesklinik, die mir leider nichts brachte außer einen Verdacht auf Borderline.
Und egal wie dreckig es mir ging, ich haben nebenbei immer versucht mich zu bewerben, immer noch ohne Erfolg.
Ich entschied mich dann dazu, zu einem Bewerbungstraining zu gehen, dort haben wir Bewerbung geschrieben und auch für Bewerbungsgespräche gelernt.
Als ich aber bis Mai 2018 wieder keine Antworten auf meine Bewerbung erhalten habe, hatte ich mich für ein Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung, da wurde ich dann auch Angenommen.
Ich kam mit der Klasse recht gut klar, was für mich sehr positiv war, da ich von meiner alten Schule Mobbing sowohl von Schüler als auch Lehrern gewohnt war.
Dann rief mich am Freitag, der ersten Woche mein Praktikumsbetrieb an und meinte sie können mich doch nicht mehr beschäftigen.
Da ich am Wochenende keinen neuen Platz gefunden habe, bin ich von der Schule geflogen, da dass Praktikum ein Bestandteil der Schulung ist.
Nun steh ich wieder da ohne irgendwas, außer einem Lebenslauf voller Lücken und sowas stellt niemand ein.
Manchmal wüsche ich mir, ich wäre nicht mehr hier oder hätte den Mut alles zu beenden.
Ich habe schon knapp 100 Bewerbungen in den Jahren geschrieben und nie Glück gehabt, ich hatte Nichtmal ein Bewerbungsgespräch.
Ich würde mich freuen, wenn jemand noch einen Ratschlag für mich hätte oder seine Erfahrung mit mir teilt.

Danke.

Leben, Schule, Zukunft, Angst, Ausbildung, Krankheit, Psychologie, Borderline, Depression, hilflos, Psyche, Suizidgedanken, Versagen, hilferuf, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Tagesklinik in einem anderen Bezirk?

Hallo,

die letzten Wochen geht es mit stetig schlechter und ich breche immer öfter zusammen.
Der drang danach, mich wieder selbst zu verletzten wird auch immer schlimmer.
Deswegen überlege ich momentan, ob ich wieder in eine Tagesklinik gehen sollte.
Ich war letztes Jahr im Sommer schonmal in einer Tagesklinik, nur leider hat mir die reich gar nichts gebracht.
Ich bekam weder Hilfe noch Diagnosen, weswegen ich ja eigentlich in die Klinik gegangen bin.
Prinzipiell war es dort oft einfach furchtbar.
Die Mitpatienten waren eigentlich ganz nett, nur war die Altersspanne zwischen mir und den anderen extrem groß.
Die Leute waren größtenteils 20–30 Jahre älter als ich und dadurch hab ich nicht so richtig Anschluss finden können.
Es gab keine wirklichen Gruppentherapien oder ähnliches.
Ich hatte in sechs Wochen nur ein Gespräch mit der Psychologin, die meinte, dass ich auf sie zu fröhlich wirkte und sie dadurch dachte ich bräuchte kein Gespräch.
Die Ärztin hat vor der gesamten Gruppe meine Essstörung breitgetreten und meinte, dass mir Sport doch guttäte, wenn ich abnehmen will.
Durch meine Zukunftsängste hatte ich auch mit der Sozialpädagogin zu tun, die meine Sorgen nur noch schlimmer machte.
Diagnostiziert wurde ich nicht, da ich laut Psychologin für eine Borderline Diagnose zu jung bin, aber der Fragebogen, den ich ausfüllen sollte sehr stark dafür spricht und ich doch einfach in zwei Jahren mich noch mal diagnostizieren lassen sollte.
Dass einzig gute in der gesamten Klinikzeit waren die Krankenschwestern, die mir mehr zugehört und geholfen haben als alle anderen zusammen.
Das sind alles Gründe die mich daran Zweifeln lassen, ob ich nochmal in eine Klinik sollte.
Denn mein Problem ist, dass mir von einer Frau von meiner Krankasse gesagt worden war, dass ich nur in die Klinik darf, die für meinen Bezirk zuständig ist.
Aber diese ist nun mal furchtbar.
Hat einer von euch da Ahnung oder Erfahrungen, ob man unter Umständen vielleicht doch die Klinik eines anderen Bezirks beanspruchen darf? (Falls es wichtig ist, ich komme aus Berlin)

Vielen Dank im Voraus.

Therapie, Schule, Berlin, Psychologie, Borderline, Depression, Gesundheit und Medizin, Klinik, Krankenhaus, Psyche, Psychiatrie, Psychologe, Psychotherapie, tagesklinik, Erfahrungen
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Tetrahydrocannabinol für Psyche verschreiben?

Hallo,

ich leide nun schon seit ca. 7 Jahren an eine Schlafstörung.
Ich wurde ebenfalls mit einer Anpassungsstörung, Panikstörung und mittelschwere Depression diagnostiziert.
Als ich mit 18 in einer Psychiatrie war, wurde ebenfalls der verdacht geäußert, dass ich Borderline haben könnte, aber ich das mit 20 erneut testen lassen soll, da ich mit meinen 18 Jahren zu jung für so eine Diagnose sei.
Als ich bei einem Psychiater war, wollte diese mir sofort Antidepressiver verschreiben.
Nur habe ich vor diese höllische Angst, die Liste der Nebenwirkungen ist sehr lang, es ist ungewiss, ob ich direkt eine Sorte erwische, die bei mir wirkt und zu dem hat ein bekannter von mir nur noch schlimmere Suizidgedanken von Antidepressiver bekommen.
Und ich habe ebenfalls angst vor dem Risiko abhängig zu werden.
Bei Schlafmitteln ist es eigentlich dasselbe.

Zuvor habe ich bei schlimmen Schlafstörungen, anbahnenden Panikattacken oder auch bei depressiven Verstimmungen Cannabis konsumiert.
Bisher hat es mir immer geholfen herunterzukommen, ruhig zu werden und durch Schlafen zu können.
Bei sehr starken Suizidgedanken hilft es ebenfalls.
Aber ich rauche es auch nur in extrem fällen und nicht wirklich zum Spaß.
Klar werde ich davon etwas heiter, aber ich möchte mir die Wirkung nicht durch übermäßigen Konsum verderben.
An andere Drogen gehe nicht ran.

Nun ist meine Frage. Ob jemand mit einer ähnlichen Diagnostik Erfahrungen mit medizinischem Cannabis hat und ob man das verschrieben bekommen kann.
Ich habe im Internet zwar gelesen, das es möglich ist, nur lese ich auch oft, das sowas erst die Psychosen auslöst.

Ich hoffe, jemand kann mir mit seinen Erfahrungen weiter helfen.

Danke im Voraus.

Gesundheit, Psychologie, Antidepressiva, Arzt, Borderline, Depression, Gesundheit und Medizin, Panikattacken, Panikstörung, Psyche, THC
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Durch streitigkeiten getriggert?

Es tut mir jetzt schon leid, wenn der Text zu lang sein wird, nur verzweifle ich immer mehr.

Um alles besser zu verstehen, muss ich ein wenig ausholen.

Damals wurde ich sehr stark gemobbt, gleich am ersten Tag, der siebten Klasse war ich das Opfer, anfangs machte es mir nicht viel aus, da ich immerhin Freunde hatte.
Diese wendeten sich jedoch leider auf die Seite meiner Gänger und beleidigten mich nun auch.
Dadurch das meiner Klassenkameraden auch Freunde ich höheren Klassen hatten, hetzten sie die auch noch auf mich.
Manchmal wurde ich von ihnen Geschlagen, jedoch hab ich nie was gesagt oder getan.
Der Höhepunkt der ganzen Sache war dann, dass ich Morddrohungen erhalten hab, damit bin ich dann auch zu meiner Lehrerin, die sich für mich eingesetzt hat.
Gemobbt wurde ich weiterhin, jedoch nicht mehr so sehr wie davor.

Ich lebe schon eine weile, mit psychischen Problemen, auch vor dem Mobbing.
Das Ganze hat es nicht besser gemacht, ich verletzte mich jeden Tag und wollte nur noch sterben.
Ich konnte niemanden mehr Vertrauen, da ja auch meine Freunde mich nun gemobbt haben.
Bis wir ein Jahr später einen neuen Schüler bekommen hatten, ich hatte ihn schon vorher flüchtig, jedoch hatten wir noch nie geredet. (ich nenne ihn Ben)
Er schrieb mich dann nach einer Woche an und fragte, wie es mir geht etc.
Aus irgendeinem Grund konnte ich mich ihm direkt anvertrauen und Ben hat mir wirklich gut geholfen und mich öfter aus meinen Tiefphasen bekommen, als er denkt.

Nachdem die Schule vorbei war, hatten wir jedoch keinen Kontakt mehr.
Mir Psychisch immer schlechter, sodass ich nach einem Jahr mein Abitur abbrechen musste.
Ich bin danach freiwillig in eine Psychiatrie gegangen, damit ich besser mit allem umgehen kann.
Ich konnte das Mobbing und anderes hinter mir lassen.

Über Umwege hatte ich Kontakt zu Ben
Ich erzählte ihm nun alles aus meiner Vergangenheit, er wusste mehr als jeder andere Mensch zuvor.
Leider war das ein Fehler...

Ben hatte mit einer Freundin Stress und hat seinen Frust an mir ausgelassen, er beleidigte mich und zum Schluss schrieb er mir, dass es doch besser wäre, wenn ich mich ins Koma saufen würde.
Aus irgendeinem Grund hatte mich das getriggert und alles was ich verarbeitet hatte, kam auf einmal hoch, wirklich alles.

Seitdem hab ich immer wieder Panikattacken, weil alles aus meiner Vergangenheit wieder in meinem Kopf ist.
Ich war auch noch mal kurzzeitig in psychologischer Behandlung, was leider nicht geholfen hatte.
Jemand meinte zu mir, dass ich ihm das alles schreiben sollte, um damit abzuschließen, aber es ist immerhin fast ein Jahr her.
Ich weiß nicht was ich tun soll, vielleicht übertreibe ich auch nur maßlos und ich selbst bin das eigentliche Problem.

Ich bin einfach so verzweifelt....

Hatte jemand von euch schon ähnliches erlebt und kann mir bitte helfen?

Mobbing, Schule, Freundschaft, Psychologie, Liebe und Beziehung, Mobbingopfer, Panikattacken, Psyche, Streit, trigger
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Wie Lücke im Lebenslauf erklären?

Guten Abend, 

ich habe folgendes Problem. 

Bei Bewerbungsschreiben steht ja oft, dass man keine Lücke in seinem Lebenslauf haben sollte, wenn man eine hat stehen die Chancen recht schlecht einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Nun ist bei mir aber der Fall, dass ich nach der Schule drei Jahrelang nicht wirklich gearbeitet habe oder einer Ausbildung nachgegangen bin.

Jedoch nicht ohne Grund, denn ich musste damals die elfte Klasse abbrechen, da es meine Psyche immer schlechter ging und ich Jahrelang dieses Problem ignoriert habe.

Nach mehren Zusammenbrüche kam ich in eine Klinik, in der ich dann mit Borderline diagnostiziert worden bin.

Daraufhin war ich immer wieder krankgeschrieben und nach zwei Jahren von dem medizinischemdienst als arbeitsunfähig geschrieben.

Immer wenn ich konnte habe ich ehrenamtlich in einem Pflegeheim ausgeholfen um nicht nichts zu tun.

Die letzten Jahre habe ich mich trotz Krankschreibung auf alle möglichen Nebenjobs und Ausbildungen beworben. 

Dabei habe ich meine Lücken im Lebenslauf nie erklärt und auch nie eine Antwort von den Betrieben bekommen, was mich wieder weiter runter zog.

Mein Umfeld meinte auch, dass ich mit den Lücken nie einen Job finden werde bzw. eine Ausbildung, aber sie sagen auch das ich nicht sagen soll das ich Psyisch erkrankt bin, da dass meine Chancen noch schlechter machen würde.

Nun hab ich das Gefühl die letzten Jahre umsonst so sehr gekämpft zu haben, ich habe sogar meine sozialphobie besiegt können.

Nun hab ich aber wieder große Angst nie eine Ausbildung zu finden, zumindest nicht in den Gebieten die mich erfüllen würden.

Was sagt ihr, sollte ich das in den Lebenslauf schreiben und einfach die Lücken dort stehen Lassen

Danke im voraus für eure Antworten.

(bitte entschuldigt mögliche Fehler oder wenn ich etwas verwirrend schreibe, nur kann ich gerade nicht klar denken)

Schule, Bewerbung, Ausbildung, Borderline, Lebenslauf, Psyche, Lücke, Ausbildung und Studium
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