Brief an meine alkoholsüchtige Mutter- so in Ordnung?

Hallo! Hier kam der Rat, dass ich meiner Mutter, die in einer Entzugsklinik ist, zum Geburtstag einen Brief schreiben soll. Am besten ihr schaut euch meine anderen Fragen an. Ich habe noch nie so einen Brief geschrieben und wollte deswegen eure Meinung wissen, ob das so in Ordnung geht.

Hallo!

Ich habe lange nachgedacht, ob ich "Liebe Mama" oder "Sehr geehrte Mutter" schreiben soll, aber beides schien mir nicht angemessen, also begrüße ich Dich mit diesem Wort, das so viel passender ist.

Es tut mir leid, dass ich mich nicht früher gemeldet habe, aber ich brauchte Zeit, um meine Gedanken und Gefühle zuordnen. So ganz ist mir das bis heute nicht gelungen.

Der Grund, dass ich Dir genau jetzt schreibe, ist Dein Geburtstag nächste Woche. Ich wollte Dir gerne gratulieren und wusste nicht, ob ich Dich besuchen soll. Als wir uns das letzte Mal gesehen habe, sagtest Du, dass Du mich hasst. Das hat mich verletzt, aber ich weiß jetzt, dass Du es nicht so gemeint hast. Zumindest hoffe ich das. Aber da ich mir nicht sicher war, beschloss ich, dass ich Dir vorerst nur einen Brief schreibe. Wenn Du mich gerne sehen möchtest, kannst Du mir gerne zurückschreiben. Wenn Du nicht möchtest, ist das auch in Ordnung.
Ich möchte, dass Du weißt, dass es Mariella und Johannes gut geht. Sie sind in einer sehr lieben Pflegefamilie untergebracht, die selber keine Kinder bekommen können. Sie haben eine zweijährige Adoptivtochter, mit der die beiden gerne spielen. Johannes hat in der Matheolympiade den zweiten Platz gemacht und Mariella hat vergangene Woche ihr Seepferdchen bekommen.

Mama. Es fällt mir sehr schwer Dich so zu nennen und ich weiß nicht mal, ob Du es überhaupt willst, aber Du bist es nun einmal: Meine Mama. Du hast mich neun Monate in Deinem Bauch getragen und warst früher immer versucht, mich glücklich zumachen. Seit Papa Dich vor acht Jahren verlassen hat, hast Du Dich dem Alkohol zugewandt und hattest kaum noch Zeit für uns. Ich war oft traurig und auch sauer, aber die Zeiten sind vorbei. Ich hatte nicht vor Dich zu verletzten, als ich zum Jugendamt gegangen bin, aber Du hast uns nicht mehr wahrgenommen. Du brauchtest Hilfe. Papa hat uns verlassen und Du hast Dein Bestes gegeben, aber es hat leider nicht gereicht.
Nun werde ich bald 16 und musste die letzten acht Jahre meines Lebens damit verbringen, erwachsen zu sein, obwohl ich doch selber noch viel mehr Kind war. Aber auch das ist okay. Denn dadurch habe ich viele gute Menschen kennengelernt, die mir beigestanden haben. Und deswegen, weil jeder Hilfe braucht, möchte ich Dir meine Hand reichen. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, die Zukunft schon. Ich möchte für Dich da sein- nicht als Tochter sondern als Freundin.

Alles Gute und ich hoffe, dass ich bald von dir höre.

Deine Henrietta

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