Warum denken viele Menschen, dass man überbevorteilt wird, wenn man einen Nachteilsausgleich zugesprochen bekommt?

Ich habe wegen einer Behinderung (die man mir rein äußerlich nicht wirklich ansieht, sondern nur wenn man es weiß) einen Nachteilsausgleich an der Universität zugesprochen bekommen.

Daher kam mein Dozent letztens vor der Vorlesung zu mir und meinte, dass ich wegen des Nachteilsausgleich die Klausur in seinem Büro unter seiner Aufsicht schreibe, damit ich ihm nicht zu unruhig werde, wenn die anderen den Raum verlassen -> mir wurde eine Zeitzugabe und das Schreiben auf dem Laptop genehmigt.

Vielleicht war der Zeitpunkt der Absprache auch etwas unglücklich gewählt, jedenfalls haben das die Umsitzenden mitbekommen und waren danach der Meinung, dass sie im Gegensatz zu mir benachteiligt würden, ohne dass sie mal näher hinterfragt hätten, warum dies so ist.

Mein Hausarzt und mein Sachbearbeiter im Prüfungsamt meinten beide zu mir, ich könnte mir sicher sein, dass es für mich kein Vorteil sein wird, es soll lediglich eine Beeinträchtigung ausgeglichen werden.

Warum denken viele Menschen, dass man überbevorteilt wird, wenn man einen Nachteilsausgleich zugesprochen bekommt?

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Warum gilt man für einen großen Teil der Gesellschaft als faul oder "ewiger Student" wenn man an der Universität studiert und die 30 überschritten hat?

Wenn ich sage, dass ich in der Universität studiere, bekomme ich regelmäßig einen "Shitstorm", weil ich mit 32 immer noch nicht mit dem Studium fertig wäre.

Zugegeben ich hatte in der regulären Schulzeit eine "Null-Bock-Phase" und mir damals viele Türen verbaut und nur mit viel Glück eine Ausbildungsstelle in einem eher unbeliebten Berufsfeld bekommen und auch mehrere Jahre darin gearbeitet.

Irgendwann habe ich die Kurve bekommen und habe auf dem Abendgymnasium erst einmal mein Fachabitur bekommen und auf Drängen meines Stufenleiters dann auch noch das Abitur.

Seit einem halben Jahr bin ich jetzt an der Universität im Grundschullehramtsstudium.

Wenn man sagt, dass man mit über 30 noch studiert, wird mir von vielen direkt Faulheit nachgesagt. Das ist aber ganz sicher nicht der Fall.

Wenn man dann aber sagt, dass man schon so einige Jahre gearbeitet hat, haben auf einmal alle Hochachtung vor dem Arbeitseifer und der Strebsamkeit. Wie kommt das?

Warum gilt man für einen großen Teil der Gesellschaft als faul oder "ewiger Student" wenn man an der Universität studiert und die 30 überschritten hat?

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