Gute Frage!

Ich denke im Endeffekt schon. Also wir reden jetzt von einem Kuss/Bussi, dass der Mensch dem Tier gibt. Ich würde sagen, dass diese zärtliche Geste z.B. der Fellpflege durch das Muttertier auch recht nahe kommt, ähnlich wie streicheln. Deshalb werten sie das denke ich schon als positives Zeichen.

Abgesehen davon spricht man (zumindest bei Katzen, ob es bei Hunden auch so ist weiß ich nicht dafür kenne ich mich mit ihnen zu wenig aus) ja auch oft vom "siebten Sinn" der lieben Miezen, und ich glaube auch, dass sie den haben. Sie sind sehr feinfühlig und spüren genau, was in uns Menschen vorgeht. Da für uns ein Kuss eben eine zärtliche Art der Zuneigung ist, "strahlen" wir das in dem Moment auch für das Tier aus. Und auch wenn es selbst die Zuneigung zu uns anders zeigen würde (bei Katzen gibt's z.B. einen sog. "Liebesbiss", wenn die Mieze ganz langsam und vorsichtig an dem Menschen "knabbert"), versteht sie, was wir ihr damit sagen wollen.

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Hallo Onur17,

das mit der Binde auf den Augen verstehe ich jetzt zwar nicht, aber das ist auch egal.

Es ist so. Katzen sind starke Gewohnheitstiere und sehr Revierbezogen. Ihr Revier ist ihr Zuhause, und da wollen sie sein. Wenn man z.b. umzieht und das Tier dann gleich wieder raus lässt, dann wird die Katze versuchen, zu ihrem Revier zurück zu finden. Und ja, auch dann wenn das hunderte Kilometer entfernt ist.

Katzen haben quasi eine Art "eingebauten Kompass". Sie können intuitiv spüren, welche Richtung die richtige ist um wieder "nach Hause" zu kommen. Zugvögel z.B. haben ja auch weder nen Kalender der ihnen sagt wann sie los fliegen sollen, noch ne Landkarte oder ein Navi nach dem sie fliegen, das findet auch intuitiv statt. So auch bei einer Katze.

Es ging schon oft so etwas durch die Medien, dass eine Katze Wochenlang verschwunden war und dann irgendwann sehr dürr und entkräftet wieder an ihrem Zuhause angekommen ist... ob sie nun eigentlich mit ihren Besitzern in eine andere Stadt gezogen war oder versehentlich in die offene Türe eines LKW gesprungen war, und nicht bemerkt wurde etc. So was hört man immer wieder.
Aber natürlich ist das keine Garantie. Manche Katzen können das Besser, andere weniger. Jede Strecke ist auch verschieden, bei manchen ist es einfacher wieder zurück zu finden, bei anderen gibt es große Hindernisse wie breite Flüsse etc., die groß umgangen werden müssen usw.
Und natürlich birgt eine solch lange Reise auch massig Gefahren für das Tier. Natürlich hört man immer nur die "Erfolgsgeschichten" in den Medien, wenn's mal wieder ne Katze geschafft hat eine besonders weite Strecke zurück zu finden. Aber viele Tiere sterben dabei leider auch. Ob es bei dem Versuch ist, eine große Straße zu überqueren oder weil sie so entkräftet war usw. Und natürlich kann auch eine Katze mit eingebautem Kompass sich mal verirren und einfach nicht mehr nach Hause finden. Auch das gibt es.

Aber ganz generell ist die Aussage schon richtig, dass Katzen eben Tiere sind, die so etwas besonders gut können. Drauf ankommen lassen sollte man es dennoch nicht, so etwas ist natürlich gar nichts schönes für das Tier!

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Hi cooly2 oder Snoopy3000 (?) ;-)

Also. Generell heißt es oft dass Katzen besser auf Namen hören, die einen Vokal am Ende haben, am besten ein i (oder y, wird ja ähnlich gesprochen). Wie z.B. Lilly, Charly etc.
Abgesehen davon hören die Katzen auch besser auf kurze Namen und vor allem auf die Endung. Deshalb solltest Du bei mehreren Kätzchen drauf auchten, dass sie am Besten Namen haben mit unterschiedlichen Vokalen am Ende und dass die Namen möglichst kurz sind (z.B. Buddy, Cara, Chico, Minou (sprich: Minu")
So haben die Tiere eine hohe Chance, ihren Namen auch zu erkennen.

Dann sollte dir bewusst sein, dass eine Katze nie so auf ihren Namen hören wird, wie ein Hund oder so. Nur die wenigsten Katzen sind so fixiert auf ihren Namen und so trainierbar, dass sie wirklich immer und zuverlässig auf ihren Namen hören. Auch wenn Du es mit ihnen übst und sie irgendwann wissen dass sie gemeint sind, werden die meisten Katzen nur dann auf ihren Namen "hören", wenn sie gerade Lust haben bzw. was von Dir wollen (sich z.B. ein Leckerchen oder sonstige positive Dinge davon versprechen, auf den Namen zu hören und zu dir zu kommen).

So. Und wenn Du es ihnen nun beibringen möchtest, wie ihr Name ist, solltest Du ihn einfach oft genug zu jeder Katze sagen. Verbinde den Namen mit was positivem. Z.B. einem Leckerchen. Schimpfe deine Katzen NIEMALS mit ihrem Namen, wenn sie etwas falsch gemacht haben. Man soll Katzen ja generell nicht schimpfen, aber Du musst echt drauf achten, dass Du z.B. auch nicht wenn dein Tier mal was falsch gemacht hat du dann sauer sagst "Boah, man, Buddy!!!". Denn dann verbindet das Tier den Namen mit was Negativem und wird lang nicht so gut "hören"...

viel Erfog, hoffe ich konnte helfen!

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Hi BeautyGirl1,

super, dass Du deiner Katze was Gutes tun möchtest!

Um wirklich gesunde Leckerchen herzustellen, solltest Du dich generell mal über Katzenernährung informieren, weiß nicht in wiefern Du das schon getan hast.

Für die Leckerchen-Geschichte solltest Du wissen, dass Katzen Carnivoren, also Fleischfresser sind. Dh: Auf ihrem natürlichen Speiseplan steht so etwas wie Getreide und Co nicht.

Und damit fallen schon viele Sachen weg, die Du selbst zubereiten könntest. Richtig Leckerchen "backen" ist nicht gesund für Katzen. Das Gesündeste ist Fleisch. (kein rohes Schwein, das ist gefährlich!).

Deshalb empfehle ich Dir folgendes: Lege mal eine Hühnchenbrust ins Gefrierfach. Lass sie dann etwas antaun. Sie sollte aber noch leicht angefroren sein. So kannst Du das Fleisch am einfachsten in ganz dünne Streifen schneiden. Natürlich kannst Du das auch im Rohzustand machen, ich denke aber wenn es angefroren ist, ist es nicht so weich und es klappt besser. Diese dünnen Streifen kannst Du dann auf ein Backpapier auf einen Rost legen und im Backofen bei geringer Temperatur (weniger als 130°, manche empfehlen 80°, aber je niedriger die Temperatur, desto länger dauert es)trocknen. Manche Backöfen haben für so etwas auch eine spezielle Funktion, andere lassen den Backofen dabei ein bisschen offen. Es geht hier ja nicht darum das Fleisch zu garen oder zu backen, sondern ihm einfach die Feuchtigkeit zu entziehen. Solche Snacks kann man auch im Fachhandel oder Internet kaufen, die meisten Katzen futtern das sehr gerne, und so könntest Du es eben auch selbst machen. DAs müsste auch mit Rinderfleisch, Thunfisch etc. gehen.

Es gibt übrigens auch spezielle Dörrautomaten, vllt hast Du ja zufällig so etwas daheim. Bevor du jetzt aber gleich los ziehst und dir so etwas zulegst, solltest du erstmal testen ob deine Katze das überhaupt gerne frisst ;-)

Hoffe ich konnte Dir etwas helfen!

LG

Hoffe ich konnte Dir etwas helfen?

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Das Spülwasser solltest Du sie wg. des Spülmittels nicht trinken lassen. Aber hast Du ihr schonmal einfach so ein bisschen Wasser eingelassen und beobachtet ob sie das dann auch mag?

Manche Katzen sind recht Eigen was das Trinken angeht. Meine stehen auch gar nicht auf das Wasser in einem gewöhnlichen Napf. Sie schlecken gern das Wasser vom tropfenden oder laufenden Wasserhahn, schlecken gerne den Duschboden ab (wenn man das die Katze machen lässt nach dem Duschen nochmal nachspülen damit keine Reste von Duschgel, Shampoo etc. mehr da sind), sie LIEBEN abgestandenes Wasser auf dem Balkon (das darf dann auch im gleichen Schälchen sein wie das frische Wasser innen was sie nicht anrühren..), sie trinken gerne aus der Gießkanne, bzw. wenn die schon recht leer ist tunken sie die Pfote rein und schlecken sie ab (Vorsicht bei Gießkanne, wenn die Katze ran geht darf kein Dünger im Wasser sein!!!). Manche Katzen trinken auch gerne das Wasser aus Blumenübertöpfen (auch hier gilt gleiches wg. Dünger). Ich habe mir einen Keramikzimmerbrunnen gekauft, aus dem trinken meine Katzen auch sehr gerne.

Das ist bei vielen Katzen so, dass sie nicht die einfachen, gewöhnlichen Wassernäpfe mögen. Vor allem nicht, wenn sie neben dem Futter platziert sind. Das ist zum Teil auch auf ihre Wurzeln zurückzuführen: Früher waren sie Wüstentiere, tranken allgemein recht wenig, nahmen fast den gesamten Flüssigkeitsbedarf über das Fressen von Beutetieren auf. Und wenn sie mal was getrunken haben, gab es das Wasser nie direkt neben dem Futter. Deshalb ist es wohl auch heute noch komisch für sie.

Ich würde Dir raten, einfach mal auszuprobieren, worauf deine Katzen so stehen was das Wasser trinken angeht. Biete ihnen ruhig verschiedene Möglichkeiten an! (ich hab inzwischen eine Mini-Gießkanne auf dem Fensterbrett stehen, die ausschließlich dem Zweck der "bewässerung" meiner Katzen dient. Sie wird nur wieder aufgefüllt wenn die Miezen nicht mehr so gut ans Wasser kommen. Sie ist nur für die Katzen, nicht für Pflanzen gedacht. Und da trinken meine Katzen auch echt gerne draus... Probier einfach aus was ihr gefällt und richte dich ein bisschen danach. Dann hört sie vielleicht auch auf Spülwasser zu trinken.
Wenn sie übrigens Wasser gar so toll findet, leg in das voll gelaufene Waschbecken doch mal ein schwimmendes Spielzeug, einen Tischtennisball oder ähnliches rein. Manche Katzen brauchen etwas, damit sie sehen können dass da Wasser ist. Bzw. sie wollen bewegtes Wasser. Durch den schwimmenden Ball hat die Katze ein Spielobjekt und sieht, dass da Wasser ist. Vielleicht spielt sie auch richtig gerne damit - und entwickelt sich sogar zur "Wasser-katze", wer weiß? Ich habe schon von Katzen gehört, die angeblich zu ihren Besitzern unter die Dusche springen... also, warum nicht? ;-)

Alles Gute und viel Spaß!

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Hi Mimi,

das kann durchaus sein, dass es daran liegt. Wenn man beim Zahnarzt z.B. ne Spritze bekommt kann es danach noch Stunden dauern bis man seine Gesichtszüge wieder unter Kontrolle hat ;-)

Warum sollte also die kleine Mieze, die gerade eine große OP mit Vollnarkose hinter sich hat, sofort wieder Kontrolle über ihre Blase haben... ;)

Gerade wenn es jetzt erst einmal vorkam brauchst Du dir erstmal keine Gedanken machen, man weiß ja noch gar nicht wie's weiter geht.

Wenn sie noch recht benommen ist, würde ich sie auch erstmal in einen Bereich eurer Wohnung/eures Hauses separieren, wo sie "sicher vor sich selbst" ist. Im torkelnden Zustand auf einen Schrank oder den Kratzbaum etc. zu springen ist nicht so toll für die Katze und kann in unglücklichen Stürzen enden. Wenn Du keinen Raum hast wo diese Gefahr nicht besteht, dann setze sie in einen Raum in dem Du dich auch aufhälst (Wohnzimmer z.B.) und beobachte sie. So kannst Du einschreiten, falls sie irgendwo hoch will.

Es gibt so saugfähige Transportboxeinlagen bzw. So ne Art Teppiche für kleine Hunde zum Training für die Stubenreinheit. Die sind gaaaanz flach, weich und saugfähig und wären für heute und vllt. auch die nächsten paar Tage bestimmt Klasse für deine Katze, falls sie auch gerade einfach nicht aufs Klo gehen mag (man muss hoch steigen, evtl. ziept die Nahn am Bauch, es sind viele Krümel da usw.) Sie sehen so aus: http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundepflege/toilette/13770
Bei Fressnapf oder anderen Tierfachgeschäften dürfte es so etwas auch geben, falls Du da was in der Nähe hast...

Alles Gute für euch!

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Hi Snow,

Katzen sind keine Einzelgänger. Als sie reine Wohnungskatzen waren, waren die zwei die einzigen "Gleichgesinnten".

Es könnte vllt. sein, dass sie außen neue "Freunde" gefunden haben und eigentlich vom Charakter her nicht ideal zueinander passen. In der Zeit in der sie nicht die Wahl hatten, haben sie sich vllt deshalb recht gut verstanden. Jetzt wo sie es sich aussuchen können brauchen sie die starke Bindung zueinander vllt nicht mehr so, bzw. wollen diese auch nicht mehr. Kann gut sein dass sie durch den Freigang selbstständiger geworden sind und jetzt jede "ihr eigenes Leben lebt", mit eigenen Katzenfreunden etc.

Wie beim Menschen auch, hat jede Katze ihren eigenen Charakter und somit gibt es auch unter Katzen welche die besonders gut miteinander auskommen und andere bei denen es eben nicht so die riesengroße Freundschaft ist.

In diesem Fall solltest Du darauf achten, dass die Miezen Zuhause genug Plätze haben wo sie sich zurück ziehen und aus dem Weg gehen können. Wenn sie drinnen ständig aufeinander hocken kann das schneller mal zu zickereien und Streit führen. Versuche auch viel mit ihnen zu spielen und sie geistig zu fordern, wenn sie genug zu tun haben kommen sie vllt auch gar nicht so oft auf die Idee, sich zu ärgern. Ein Katzenfummelbrett (geb's mal bei google ein und schau dir die Bilder an, kann man einfach selber machen!) ist z.B. auch eine super Beschäftigungsmöglichkeit, bei der man nicht ständig selbst dabei sein muss. Damit können die Miezen sich auch selbst mal eine Weile beschäftigen.

Es kann aber natürlich auch eine andere Ursache haben. Vielleicht gab es außen mal einen Vorfall, der die beiden etwas entzweit hat. Streit um Futter oder Revier etc. Es kann auch was anderes gewesen sein, vllt. ist eine Katze beim toben mit der anderen mal in eine Dorne von einem Busch geraten und hat sich verletzt oder so und hat das dann auf die Schwester projeziert oder so etwas. Es kann alles mögliche gewesen sein.

Um die Gemüter zu besänftigen könntest du z.B. auch mal Feliway ausprobieren.

An "den Katern" im Sinne des Geschlechtstriebes kann es bei kastrierten Kätzinnen nicht liegen. Höchstens in dem bereits oben beschriebenen Sinne, dass sich die eine oder auch beide Katzen mit einem anderen Katzentier außen einfach besser verstehen als mit der Schwester und sie deshalb auf ein so enges freundschaftliches Verhältnis nicht mehr angewiesen sind...

Hoffe ich konnte Dir etwas helfen. Alles Gute!

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Hi Rainbowpuke,

also ich denke nicht dass deine Katze hier zwischen "interessant weil Tier" und "uninteressant weil Auto" oder so etwas unterscheidet.

Ich kann mir z.B. vorstellen, dass die Katze erst durch ein Geräusch oder ein Bild von einem Tier, welches sie kennt, auf den TV aufmerksam wird. Wenn da irgendwo im Hintergrund ein Vogel piepst oder durchs Bild flattert, weckt das die Aufmerksamkeit deiner Katze und sie schaut hin. Und gut, wenn dann danach ein Elefant oder eine Giraffe durch's Bild poltern, bewegt sich das auch und ist interessant für deine Katze. Wie Du schon geschrieben hast weiß deine Katze ja nicht, wie dieses Tier im wahren Leben aussieht. Im Fernsehbild sehen diese Tiere viel kleiner aus und sind somit auch "interessanter" für die Katze - würde sie in Echt einen Elefanten sehen wäre sie denke ich eher auf der Flucht als interessiert daran ;-) Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Katze, wenn sie erstmal auf das bewegte Bild im TV aufmerksam geworden ist, auch hinschaun würde wenn ein Ball oder ein Jeep auf Safari durch's Bild rollen würden. Mein Kater schaut gelegentlich z.B. auch gerne Fußball und jagt -zur "Freude" meines Freundes- dann den Ball, weswegen mein Freund schon das ein oder andere Tor nicht gesehen hat, weil eine schwarze, fellige Kugel den Blick versperrt hat ;-)

Hat zwar jetzt nicht direkt was mit deiner Frage zu tun aber irgendwie schon ein bisschen: Mir ist z.B. aufgefallen, dass meine Katzen viel häufiger fernsehen seitdem wir unseren alten Röhrenfernseher gegen einen Flachbildfernseher mit besserer Auflösung getauscht haben. Ich denke früher haben sie einfach gemerkt, dass das, was sie da gesehen haben, "nicht echt" ist. Wenn wir heute eine Tiersendung in HD ansehen, sind die Miezen mit Begeisterung dabei und suchen auch noch hinter dem Fernseher nach dem Vogel, der auf der rechten Seite gerade aus dem Bild geflogen ist... :-)))

Beobachte einfach mal noch ein bisschen, ob sie wirklich NUR auf Tiere reagiert oder auch auf andere bewegliche Sachen, wenn ihre Aufmerksamkeit erstmal auf's Bild gelenkt ist. (Dass sie erst dann hin schaut wenn sie ein interessantes "Tiergeräusch" hört und nicht wenn ein Traktor rum fährt ist ja irgendwie logisch und ganz natürlich...)

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Hallo Maroni,

Du hast recht, Bengalkatzen sind sehr spezielle und aufgeweckte Tiere und sie brauchen extrem viel Bewegung und Beschäftigung.

Ich selbst habe keine Bengalen und kann deshalb nur von dem schließen, was ich selbst mal über die Tiere gelesen habe. Bevor ich Katzen hatte, habe ich mich auch stark für Bengalen interessiert, weil sie so toll aussehen. Habe mich dann aber für "ganz normale" Katzen entschieden und bin selbst auch sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

Wie das in deinem Fall wäre kann ich nicht beurteilen, es ist deine Entscheidung und Du wirst auch mit den Konsequenzen leben müssen. Ich selbst sehe meine Katzen übrigens auch nicht als "Testobjekte" oder "Vorbereitung auf eine Bengalkatze" oder so etwas an. Es sind wundervolle Tiere, jede hat ihren eigenen Charakter. Und mir reicht schon der Aufwand, den ich mit meinen normalen Katzen habe. Denn auch die brauchen Bewegung und Beschäftigung und ich mag mir gar nicht vorstellen wie extrem aufwändig das sein muss, zwei Bengalen daheim zu haben.

Ein großer Unterschied zwischen Bengalen und der typischen Hauskatze ist z.B. dass Bengalen häufig Wasser sehr gerne mögen. Habe schon von Bengalbesitzer gehört deren Miezen mit unter die Dusche hüpfen oder die gerne mit Schwimmbällen in kleinen Plantschbecken oder dem Waschbecken spielen. Außerdem apportieren Bengalen häufig Spielzeug und viele gehen wohl auch "gerne??" am Geschirr Gassi, wobei ich das mal als fraglich hinstellen würde, ob das tatsächlich auch so ist und was generell davon zu halten ist.

Die Bengal ist zwar in der Züchtung schon weiter von einer wilden Katze entfernt und kann deshalb auch als Haustier gehalten werden, dennoch sollte man nie vergessen, dass eben doch ein recht großer Wildkatzenanteil vorhanden ist. Deshalb auch der starke Bewegungsdrang etc. Das Bedeutet für Dich als Halter, dass Du dich auch möglichst stark an der Natur dieses Tieres orientieren solltest was ihr Lebensumfeld angeht. Bengale klettern gerne und sie sollten bei Dir auch definitiv mehr als eine Kratzbaum-Klettermöglichkeit haben. Am Besten auch einen "Catwalk", der in mehreren Zimmern verfügbar ist und viele Auf- und Abgänge hat. Bedenke, dass Bengalen unfassbar hoch springen können - Schau also was in deiner Wohnung für so etwas anfällig und ggf. für so eine Katze gefährlich sein könnte (bzw. was durch sie umgeworfen oder zerstört werden könnte, woran sich das Tier verletzen könnte usw.).

Wenn Du noch nie eine Katze hattest, kannst Du dir wahrscheinlich auch gar nicht vorstellen, auf was für "dumme" Gedanken schon eine normale Katze kommt. Dieser Radius erweitert sich bei einer kreativen Bengalkatze die deutlich höher springen kann als eine "normal" natürlich nochmal um ein ganzes Stück.

Gerade wenn Du Jungtiere anschaffst (mal ganz unabhängig von der Rasse) kann das durchaus eine sehr stressige Zeit werden weil die einfach total viel Energie haben, überall hin kriechen, viel Mist anstellen und sich selbst auch erst ausprobieren und noch nicht gut einschätzen können. Das Sofa wird zerkratzt werden auch wenn es die Tiere nicht mutwillig als Kratzmöglichkeit missbrauchen. Sie sind halt noch nicht so sicher im Springen etc. Es wird höchstwahrscheinlich vieles kaputt gehen. Ich habe damals ganz schön große Augen gemacht in der ersten Zeit als meine beiden Racker bei mir einzogen. Und wie gesagt, das sind ganz normale Hauskatzen. Auch bei ihnen ist die Beschäftigung nicht gerade anspruchslos, auch sie wollen dass man viel Zeit mit ihnen verbringt und sie körperlich und mental fordert.

Ich kann mir vorstellen dass mit einer Bengal auch Clicker Training gut funktionieren kann, sie sind ja sehr intelligent und wollen auch beschäftigt werden.

Weißt Du was passieren kann, wenn eine Katze unzufrieden ist bzw. unterfordert oder wenn sie nicht das bekommt, was sie braucht? Ich frage das nur weil das sehr viele Katzenhalter und va auch Neulinge oft unterschätzen. Eine Katze ist nicht einfacher zu halten als ein Hund oder so, nur weil man nicht täglich mehrfach mit ihr Gassi gehen muss. Sie haben teilweise auch sehr hohe Ansprüche, denen man Gerecht werden muss. Man muss viel über die Tiere lesen und sich mit ihnen beschäftigen, um die Tiere im allgemeinen und sein Exemplar im besonderen halbwegs verstehen zu können und somit auch in der Lage zu sein zu erkennen, ob dem Tier gerade etwas fehlt oder nicht. Spätestens wenn das Tier richtig unzufrieden ist wird der Besitzer es dann aber auch merken und das ist der Zeitpunkt, wo viele Tiere leider dann auch im Tierheim laden oder an andere Leute abgegeben werden, weil sich dann "herausstellt", dass man sich eine "Problemkatze" ins Haus geholt hat.
So eine Unzufriedenheit bei der Katze kann sich in vielen verschiedenen Dingen herausstellen. Manchen Katzen geht das an die Psyche und man merkt es erst recht spät. Sie ziehen sich zurück, oft treten Unsauberkeiten auf oder Streit zwischen den Tieren weil ein Tier den Frust am anderen (i.d.R. dem schwächeren) auslässt. ...

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Welches Bein fehlt der Katze denn? Ein hinteres oder ein Vorderes?

Also beschäftigen kannst Du sie denke ich z.B. auch gut mit einem Katzenfummelbrett. Dafür nimmst Du ein Holzbrett und schraubst alle möglichen Gegenstände drauf - leere Joghurtbecher, Eierkartons, auf verschiedene Längen geschnittene Papprollen vom Klopapier oder Küchenrolle und was Dir sonst noch so einfällt. In diese Gegenstände füllst Du ein paar Leckerchen. Die Katze muss sie dann mit der Pfote heraus angeln. Wie gut das funktioniert wenn sie vorne nur ein Bein hat kann ich Dir nicht sagen, aber sie scheint sich ja so auch ganz gut zu schlagen und vllt. schafft sie es ja mit etwas Übung, damit gut umgehen zu können. Ein Erfolgserlebnis hätte sie hierbei jedesmal wenn sie sich ein Leckerchen angelt ;-)

Ansonsten kannst Du auch mal überlegen was sich für ne Katze gut eignet wenn sie liegt oder so, da ist ja der Nachteil dann nicht ganz so groß. Mir würde z.B. ein Baldriankissen (oder Kissen mit Katzenminze / Catnip gefüllt) einfallen. Meine Katzen tragen es zwar auch manchmal durch die Gegend, aber meistens liegen sie mit dem Kissen irgendwo rum, schlecken dran, oder "töten" es indem sie mit den Hinterpfoten dran "kratzen"...

Kommt sie auf einen Kratzbaum hoch? Da Könnstest Du vielleicht über den Liegeflächen so Spielzeuge befestigen mit denen sie dann im Liegen spielen kann.

Ansonsten zum Krallenschärfen gibt es auch spezielle Bretter welche man an die Wand schrauben kann oder Sisalmatten für auf den Boden. Vielleicht gibt es sowas auch in schön groß wie ein Teppich oder so, das könnte ihr auch gefallen. Da kann sie sich dann selbst überlegen wie sie am besten ihre Krallen schärfen kann, vllt. zieht sie sich mit ein paar Pfoten über den Teppich oder, oder, oder...

Ich könnte mir vorstellen, dass auch ClickerTraining mit einer dreibeinigen Katze gut funktionieren kann. Natürlich musst Du ein bisschen umdenken und manche Sachen werden nicht möglich sein (wenn ein Hinterbein fehlt wird's mit dem Männchen machen schwer etc.), aber durch das fehlende Bein ist deine Katze auf den anderen Beinen vermutlich stärker und kann somit vielleicht einige ganz tolle Sachen machen, die eine vierbeinige Katze nicht so gut könnte...

Wenn deine Katze Mäuse fängt, dann hat sie ja auch Freigang, nehme ich an? Wie groß ist denn ihr "Außenradius"? Denn manche Katzen beschäftigen sich auch gerne mit Sachen aus der Natur, die ungewohnt für sie sind. Z.B. im Herbst eignet sich Laub aus einem Park oder Wald ganz gut. Das kann man aufsammeln und in einen Karton geben. Vielleicht wirft man noch ein paar Leckerchen rein, dann kann/muss sie sich durchs Laub wühlen und hat so auch einiges an Beschäftigung und Abwechslung.

Ein leerer Karton oder ein Stuhl über den man eine Decke wirft (wie eine Höhle) sind oft auch schon ein riesen Anreiz. Meine Katzen z.B. lieben Kartons. Sie hüpfen rein und drauf, werfen ihn um, und früher oder später kommt der "Reißwolf" in ihnen durch und der Karton wird in lauter kleine Stückchen zerrupft. Das schafft auch eine Katze mit 3 Beinen gut ;-) Ist halt ne ordentliche Sauerei, aber dafür hatte Katz' ihren Spaß ;-)

Hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen.

Ich denke speziell für dreibeinige Katzen hergestellte Spiele wirst Du nicht finden, du musst versuchen herauszufinden mit welchen "Normalen" Spielsachen deine Katze gut umgehen kann und Freude daran hat, oder wie Du die Spielsachen entsprechend auf die Bedürfnisse deiner Katze umfunktionieren kannst.

Alles Gute!

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Naja, was heißt "darf". Also es gibt kein Gesetz dagegen und sie wird sich auch nicht in ihre Bestandteile auflösen wenn sie Wasser ausgesetzt ist.

Allerdings solltest Du abwägen, ob es unbedingt nötig ist, das Tier zu baden. Die allerwenigsten Katzen mögen Wasser und somit hassen sie es auch, gebadet zu werden. Das wird sich vermutlich auch auf Dich auswirken, wenn das Tier in Panik versucht sich an deinem Arm aus der glitschigen, Nassen Badewanne zu retten und dabei die Krallen tief in einen Arm schlägt... nicht so toll.

Hast Du das Tier schonmal gebadet? Hast Du Erfahrungen damit? Also ich rate Dir es sein zu lassen wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Wenn sie sich in was extrem ekligem gewälzt hat oder so und es nicht anders geht, teste bitte erst aus wie die Katze auf Wasser reagiert. Werfe sie keinesfalls in eine volle oder halbvolle Badewanne, sie wird den Schock ihres Lebens bekommen und vllt das Bad nie wieder betreten. Am Besten wäre es wenn Du die Katze nicht in eine Wanne oder ähnliches setzen würdest sondern mit einem nassen Lappen die schmutzige Stelle "bearbeitest" und danach vorsichtig mit dem Handtuch drüber gehst um die Katze zu trocknen. Shampoo solltest Du nicht verwenden, wenn dann nur spezielles Tiershampoo. Bedenke, dass die Katze sich nach dem Waschen erstmal stundenlang fast wie in Trance abschlecken wird bis das eklige Gefühl des Badens weg ist, da wäre so chemisches/reizendes Shampoo nicht gut. Wenn Du Tiershampoo verwendest, schau dass du es gut wieder "auswäscht". Rede der Katze gut zu beim Baden / Waschlappen-Behandlung, gebe ihr währenddessen vllt auch das ein oder andere Leckerchen. Und wie gesagt, tue es nur wenn es nicht anders geht (oder Du das seltene Glück hast eine Katze zu haben die Wasser nicht hasst). Gehe langsam und behutsam vor und zwinge sie nicht mit Gewalt zu etwas, sonst wird die Ablehnung noch extremer.

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Hallo Catha12,

dass deine Katze nicht versteht was du sagst ist schon richtig. Aber sie kann anhand dessen wie Du mit ihr sprichst schon merken, wie es Dir geht und ob Du sie z.B. lobst oder mit ihr schimpfst etc.

Außerdem haben Katzen gerne Kontakt zu ihren Menschen und wenn Du mit ihr sprichst, schenkst Du ihr damit Aufmerksamkeit und das macht sie glücklich. Demnach würde ich dir schon raten, es einfach weiterhin so zu machen wie bisher.

War derjenige, der das zu dir gesagt hat vllt ein "Hundemensch"? Also ich hab das mal gehört dass man auf Hunde nicht die ganze Zeit einreden soll, weil sie irgendwann auf "Durchzug" stellen und dann auch auf Kommandos nicht mehr reagieren oder so. Aber ob das jetzt richtig und gängige Praxis ist weiß ich nicht, mit Hunden habe ich keine Erfahrung.

Einer Katze gibt man ja i.d.R. keine Kommandos und die Beziehung Mensch-Katze ist auch eine ganz andere als Mensch-Hund. Eine Katze freut sich wenn man ihr Aufmerksamkeit schenkt (und wenn sie grad keinen Bock drauf hat wird sie dir das auch zeigen). Du kannst wenn Du auch mal auf "kätzisch" mit der Miez reden willst dich etwas über die Katzensprache informieren. Denn Katzen reden untereinander nicht mit "Stimme" (also miau), sondern mit Körpersprache. Die Stellung von Schwanz, Ohren etc. kannst Du natürlich nicht nachmachen. Aber wenn Du ihr z.B. langsam zuzwinkerst wäre das ein Zeichen für sie, dass alles in Ordnung ist, alles gut ist und keine Gefahr droht. Viele Katzen zwinkern dann auch zurück. Wenn man den Kopf etwas schief legt dann tut sie das vllt auch. So kannst du auch nonverbal mit ihr Kommunizieren. Aber das können wir Menschen eben nicht so gut und deshalb kommt die Katze uns entgegen und spricht mit uns auf "unserer" Lautsprache und sagt auch mal Miau, die eine mehr, die andere weniger. Mit der Lautsprache unterhalten sich Katzen übrigens eigentlich nur im Kittenalter mit ihrer Mama. Aber Katzen die so nahe mit dem Menschen zusammen leben werden quasi nie richtig erwachsen, wir sind für sie fast wie ein Muttertier, wir geben ihr ja auch zu fressen, "putzen" (=streicheln) sie, beschützen sie, machen ihr Klo usw.

Hoffe ich konnte Dir etwas helfen. Ich denke Du hast ein ganz gutes Gespühr was Katzen angeht, mach einfach so weiter wie bisher. WEnn Du den Eindruck hättest deine Katze würde das nicht mögen, würdest Du es bestimmt lassen. Das machst Du schon alles ganz richtig :-)

Alles Gute für euch!

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Hm. So aus dem Bauch heraus schwer zu sagen. Wie ist denn die Situation dazu, also wann macht sie das? Schaust du sie in dem Moment und die ganze Zeit über auch so an? Oder beobachtet sie dich einfach?

Es gibt mehrere Arten des "glotzens/anstarrens". Unter Katzen ist ein gegenseitiges Anstarren ein Zeichen von Aggressivität. Sie kommunizieren ja untereinander nicht über das Miau sondern über Körpersprache, und viel geht da auch über die Augen. Ein Anstarren ohne Zwinkern ist eine Art Machtkampf! Es geht darum, wer länger starrt ohne zu zwinkern. Derjenige ist dann der Chef. Wenn Du die Katze anschaust und sie dich daraufhin so anstarrt, könnte es in diese Richtung gehen. Aber wahrscheinlich nicht wirklich weil sie unbedingt mit dir einen Machtkampf ausüben will. Es könnte vllt sein dass sie sich von Dir provoziert fühlt. Unsere sehr schnellen Blinzelbewegungen nimmt eine Katze manchmal gar nicht als Blinzeln wahr. Für die Katze ist es also vielleicht so eine Art Kampfaufforderung oder ein "anpöbeln". Und da kann es schonmal sein dass sie dann "zurückstarrt", obwohl Du ja eigentlich gar nicht gestarrt hast. Absichtlich solltest Du so etwas nicht mit einer Katze machen, da das für sie kein Spiel sondern Ernst ist und eben auch ein Zeichen von Aggressivität. Und du willst ja ein gutes Verhältnis zu der Katze haben, nehme ich an? Solche Situationen kann man übrigens recht einfach aufheben, indem Du wenn Du merkst dass sie wieder so schaut, einfach mal den Blickkontakt abbrichst und ganz wo anders hin schaust. Oder Du zwinkerst ihr einmal mit beiden Augen gleichzeitig gaaanz langsam zu. Das ist eine sehr freundliche Geste in Katzensprache und bedeutet so viel wie "alles ist in Ordnung, es droht keine Gefahr". Die Katzenmama zwinkert ihren Kitten auch oft zu wenn die irgendwo rum kriechen und sie dann fragend anschaun... Viele Katzen zwinkern übrigens zurück! Das ist dann sehr lieb gemeint und zeigt dass sie viel Vertrauen zu dir hat und sich ebenfalls sicher fühlt.

So. Nicht jedes lange ansehen ist ein "böses anstarren". Oftmals beobachtet dich eine Katze auch nur. Aber sie zwinkern nicht so häufig wie Menschen, deshalb gleicht es einem Anstarren. Beobachten hat auch viele Gründe. Der Miez ist vielleicht langweilig und sie will sehen was Du so treibst. Oder sie will Kontakt zu dir aufnehmen. Manche Miezen haben es eben noch nicht ganz aufgegeben, in ihrer Sprache mit uns zu kommunizieren und sagen nicht gleich "Miau" sondern versuchen es erstmal auf ihre Weise. Wenn man es so betrachtet, unterhalten wir Menschen uns auch manchmal so. Wenn man mit vielen Menschen am Tisch sitzt und zu einer bestimmten Person etwas sagen möchte, vllt. sogar etwas was nicht jeder mitbekommen soll, dann sucht man auch erstmal Augenkontakt zu der Person um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Im Restaurant ja genauso, da schreit man auch nicht einfach "Ey Kellner bring mal die Rechnung!" Sondern schaut ihn erst an, zeigt ihm durch Augenkontakt an dass man was mag und sagt es dann etwas leiser zu ihm wenn er in der Nähe ist. Wie auch immer, eine Art der Kontaktaufnahme kann es also auch sein. Kannst ja mal zurück schaun (bitte immer wieder mal langsam zwinkern oder wo anders hinsehen damit sie es nicht als Starren interpretiert) und vllt. den Kopf schief legen oder so. Meine Katze legt ihn dann auch oft schief. Und wenns ihr zu doof wird weil ich nicht sofort ihre Gedanken lesen kann, dann schreit Madame mir ein "Mau!" entgegen, steht auf und läuft... zum Futternapf weil sie was fressen will, ... zur Balkontüre weil sie raus will, ... zu ihrem Lieblingsspielzeug weil sie unterhalten werden will... oder sie kommt dann zu mir auf den Schoß getrampelt und wirft sich gegen meine Hand weil sie gestreichelt werden will... :-)

Wenn es ein eher abwesendes geglotze ist, Du das Gefühl hast dass sie durch dich durch schaut, dann hast Du mit der Vermutung wahrscheinlich nicht ganz Unrecht. Katzen haben keinen solchen Schlaf wie wir. Sie schlafen zwar auch oft mit geschlossenen Augen, i.d.R. aber den größten Teil davon in einem Hab-Acht-Schlaf, der sie sofort aufwachen lässt wenn irgendein ungewohntes Geräusch ertönt. Man sagt ca. 45 Minuten so, und wenn da nix war dann ca 10 Minuten im Tiefschlaf usw. Das ist natürlich nicht so effizient wie unser Schlaf. Deshalb schlafen Katzen auch generell um die 20 STunden am Tag. Wenn eine Katze irgendwo rum liegt oder sitzt und in die Leere starrt, dann döst sie auch oft vor sich hin. Genauso wie sie im Hab-Acht-Schlaf ungewöhnliche Töne von gewöhnlichen Tönen herausfiltern kann, funktioniert das so in Etwa auch mit den Augen. Die Katze schläft in dem Moment zwar nicht richtig, aber sie ruht sich aus. Wenn irgendwelche Bewegungen auf sie zu kommen die irgendwie bedrohlich sind oder so, dann ist sie sofort wieder bei Sinnen. Wenn nichts besonderes passiert, schwelgt sie halt so ihren Träumen nach und ruht aus...

Vielleicht konnte ich es ja halbwegs gut erklären und du hast erkannt was diese Katze tut?

LG!

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Lach. Ja das Problem kennt wohl jeder Katzenbesitzer...

Ich fand es am Anfang auch ganz ganz furchtbar. Inzwischen ist es nicht mehr so schlimm, zum einen weil ich mich wahrscheinlich etwas dran gewöhnt habe, und zum anderen bin ich nach jeder Wäsche froh über meine Anschaffung: den Wäschetrockner. Schon klar, wenn die Katze mal drauf lag, liegen wieder Haare auf der Bettwäsche. Aber dafür sind auch nach dem Trocknen wirklich alle Haare weg. Das ist der absolute Hammer und ich kann es oft immernoch nicht glauben wenn ich den Trockner nach dem Wäschetrocknen säubere, wie viele Haare und Fussel sich da in dem Netz sammeln! Der Trockner ist etwas, was ich seit ich Katzen habe echt nicht mehr MIssen will.

Ansonsten hilft auch, die Katze gut und oft zu bürsten. Ich habe einen Unterwollekamm (allerdings auch "stinknormale", kurzhaarige Hauskatzen) und wenn ich auf dem Balkon da mal ordentlich durch's Fell gegangen bin fusseln die Miezen bedeutend weniger ;) Wie oft ich die Katzen kämme kann ich dir echt nicht sagen, denn ich biete es ihnen fast jeden Tag an und mach es nur dann wenn sie Lust drauf haben. Manchmal drehen sie sich wie ein Hühnchen am Spieß freiwillig im Kreis und lassen sich schnurrend ne Viertelstsunde intensivst durchbürsten, manchmal sind es nur 2 Minuten, manchmal wollen sie gar nicht. So oder so, das hilft auch viel.

Was auch helfen könnte, das hängt zwar jetzt nicht direkt mit dem Bett zusammen aber könnte ggf trotzdem was bringen: Ein Zimmerbrunnen/Luftbefeuchter macht die Luft sozusagen schwerer bzw. sorgt dafür, dass die Katzenhaare eher auf den Boden fallen und nicht so hoch gewirbelt werden. So liegen die Haare nicht überall auch in den Regalen etc und man kann sie gut aufsaugen. Das "Gesamtvorkommen" an Haaren wird so geringer und somit landen auch weniger Haare auf dem Bett. Klar, wenn die Katze sich drauf pflanzt ist es immernoch haarig, aber diese herumwirbelnden Haare sind nicht zu verachten, das unterschätzt man manchmal ganz gerne.

Und dann kommt es natürlich auch noch auf das Material der Bettdecke an. Ich hab Bettwäsche die kommt einem Pelzmantel gleich nachdem die Katze einmal drauf lag und ich hab Bettwäsche die ist nach zwei Wochen noch fast Haarfrei. Satin z.B. ist ganz gut (wenig Haare drauf), aber auch andere Stoffe. Nur weiß ich leider grad nicht wie sie sich nennen. Aber das kannst Du ja selbst auch austesten und dann halt hauptsächlich solche Bettwäsche kaufen die nicht so haaranfällig ist. Kennst Du ja bestimmt von den Klamotten auch, manche sind pelzig wenn man die Katze nur anschaut, anderen Teilen macht es nix wenn man vor dem aus dem Haus gehen die Katze nochmal durchwuschelt...
Wenn es Dir hauptsächlich um die Bettwäsche geht die geschützt werden soll, kannst Du auch mal über ne Tagesdecke nachdenken die Du zum Schutz über das Bett legst. Dann können die Miezen tagsüber da drauf liegen und das Bett wird nur in der Nacht vollgehaart - hält somit quasi doppelt so lange ;-)

Und wenn gar nichts mehr hilft, muss wirklich die Fusselrolle her (da gibt es übrigens auch abwaschbare, die kann man länger verwenden). Oder Du musst die Katzen aus dem Schlafzimmer aussperren, wenn die Haare so ein arges Problem sind.

Hoffe aber ich konnte Dir ein paar Tipps geben die es möglich machen dass die Miezen auch zukünftig noch ins Bettchen dürfen ;-)

Alles Gute!

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Nein, ehrlich gesagt kenne ich das nicht.

Ich denke dein Problem liegt auch nicht wirklich darin sondern wo anders. Entweder darin dass Du den Kater nicht magst oder darin dass Du mit deinem Freund in eurer Beziehung ein Problem hast - aber daran ist dann bestimmt nicht der Kater schuld sondern ihr, wenn ihr das Problem nicht gelöst bekommt.

Also wir haben zwei Katzen und wenn er oder ich nach Hause kommen werden auch bei uns die Katzen zuerst begrüßt i.d.R. Ich kann gar nicht verstehen wie man da ein Problem draus machen kann? Der Kater ist keine andere Frau die Dir den Rang ablaufen will sonder es ist ein TIER! Tiere behandelt man anders und man liebt sie auf einer völlig anderen Ebene! Wenn mein Freund Erst Kater, dann Katze und dann mich begrüßt, so what?! Die Kleinen hören schon an seinen Schritten oder der Art wie der Aufzug fährt (ehrlich!) dass mein Freund bald zur Tür herein schneien wird und sind schon ne halbe Minute bevor mein Freund rein kommt an der Haustüre. Umgekehrt wenn ich heim komme genauso. Dann werden die kleinen schmusebedürftigen Wuschels geknuddelt und begrüßt und dann bekomme ich meinen Kuss. Und noch viel toller: Er redet mit mir! Und ich kann ihm eine Antwort geben, im Gegensatz zu den Miezen. Und wir machen noch viele andere Dinge miteinander wo die Katzen außen vor sind... ;-) Also mal ehrlich, das kann ich gar nicht verstehen! Vor allem dass Du das nicht nur irgendwie ein bisschen komisch findest oder so, sondern dass es dich so richtig heftig zu stören scheint.

Mach's doch wie die Katze, fordere deine Streicheleinheiten ein! Wenn Du die erste sein willst die begrüßt wird, dann achte drauf wenn der Kater zur Tür flitzt. Nehm ihn auf den Arm oder schling die Arme um deinen Liebsten sobald er zur Tür herein tritt, was auch immer. oder zieh dir was "nettes" an und geleite ihn direkt ins Schlafzimmer... wie auch immer Du das lösen möchtest, da gibt es doch definitiv ein paar Sachen die Du unternehen kannst. Ich mein ich persönlich würde mir etwas komisch vorkommen wenn ich gegen eine Katze um die Gunst meines Partners werben würde, aber ich hab wie gesagt auch kein Problem damit wenn die Katze zuerst begrüßt wird.

Wenn Du deinen Freund mal große Augen machen lassen willst, ködere den Kater in dem Moment in dem dein Freund heim kommt mit Leckerchen. Wenn ihn mal keiner an der Türe wartet um ihn zu begrüßen sondern du den Spieß mal umdrehst und er euch dann erst im Wohnzimmer beim Spielen unterbrechen muss um euch zu begrüßen, merkt er vllt wie Du dich fühlst.

Und ansonsten musst Du halt nochmal mit ihm sprechen. Wenn Du generell mit dem Kater ein Problem hast und es nicht aushalten kannst dass dein Freund viel mit ihm schmust, dann müsst ihr euch mal über eure Beziehung unterhalten. Wobei ich dir hier auch ganz klar sage: Würde mich mein Partner vor die Wahl stellen dass ich mich zwischen meinem Tier, welches ich schon länger habe als die Beziehung andauert, und meinem Partner eintscheiden müsste, dann würde die Wahl wohl zu Gunsten des Tieres ausfallen und ich denke mal fast dass dein Partner das ähnlich sieht. Denn ein Tier gehört mit zur Familie. Du wusstest dass er das Tier hat und eine Katze ist auch kein Spielzeug was man dann mal wieder zurück gibt wenn jemand anderes Probleme mit ihm hat. Deinen Freund gibt es halt nur im Doppelpack mit Katze, und wenn Du das auf Dauer nicht ertragen kannst, solltest Du lieber jetzt einen Schlussstrich ziehen als in ein paar Jahren wenn Du noch länger gelitten hast und es noch schwerer für dich wird.

Und wie gesagt, ansonsten versuche selbst eine bessere Beziehung zu dem Tier aufzubauen und dein "Näheproblem" zu deinem Freund auf zwischenmenschlicher Ebene zu lösen. Spring halt Du ihm mal auf den Schoß nach dem Essen statt dem Kater? Kuschel dich auf dem Sofa an ihn ran. Geh mit ihm ins Schwimmbad oder Kino, da kann man sich auch nahe sein und die Katzen sind nicht mit dabei.

Finde heraus wo dein Problem liegt und gehe es an. Auf eine Katze eifersüchtig zu sein ist weder die Lösung des Problemes nicht besonders produktiv...

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Es gibt unterlagen für vor's Katzenklo, die die Streukrümel auffangen sollen. Zum einen, dass sie nicht überall herumfliegen, zum anderen dass sie nicht an den Pfoten kleben. Vielleicht hat dein Kater wenn er sowas hat nicht mehr das Bedürfnis sich die Pfoten an der Wand zu putzen.

Fall doch, würde ich zusätzlich noch einen Wandschutz anbringen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt extra mit Sisal bespannte Holzstücke, die Du an der Wand anbringen kannst. Du kannst aber auch eine einfache Holzplatte nehmen. Wenn Du der Wand am nächsten kommen willst, kannst Du diese auch tapezieren. (oder ein altes Handtuch oder ein Stück Stoff drauf spannen). Es gäbe aber auch spezielle Kartonteile, welche man an die Wand anbringen kann. Die sind eigentlich zum dran kratzen gedacht, machen die Pfoten aber bestimmt auch sauber.

Ich persönlich würde es erstmal mit etwas versuchen, was nicht genau wie die Wand ist. Also so eine Sisal-Matte oder Karton. Ich würde nicht wollen dass meine Katzen denken sie dürften irgendwo die Tapete so behandeln - ob nun Füße abputzen oder dran kratzen. Mir wäre die Gefahr zu groß dass sie dann "Blut lecken" und es in der ganzen Wohnung unkontrolliert täten. Als nächstes vllt am Fressplatz, weil sie da auch versehentlich in ein Stückchen futter treten oder so und irgendwann dann überall... wäre mir zu riskant. Ich würde schon einen klaren Unterschied schaffen wollen zwischen Nutzfläche und "heiliger Wand", die es nicht zu zerkratzen/verunreinigen gilt... ;-) Aber das musst Du für dich selbst entscheiden.

Hoffe ich konnte helfen!

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