Fühle mich von meiner Mutter unverstanden?

Ich bin ein sehr sensibler Mensch. Ganz im Gegenteil zu meiner Mutter von der ich mir immer öfter Sprüche anhören muss wie: "jetzt reiß dich mal zusammen" oder "also diese Unsicherheit hast du ganz sicher nicht von mir" etc. Ich war schon früher öfter allein Zuhause da meine Eltern Arbeitsbedingt von früh bis spät meist nicht daheim waren. Da sollte man eigentlich meinen dass ich ein selbstständiges Kind bin. Bin ich aber leider nicht. Mit meinen 17 Jahren sitze ich viel alleine Zuhause rum. Zwar würde ich mich gerne immer wieder mit Freunden treffen aber dafür fehlt mir meist der antrieb. Ich hab häufig das Gefühl dass die Leute mit mir nicht so viel Spaß haben wie ohne mich. Dann sitze ich halt allein Zuhause und mache mir abends Vorwürfe dass ich so unproduktiv gewesen bin anstatt z.b. Was für die schule getan zu haben. In der schule bin ich an sich keine schlechte Schülerin. Meine Angst zu versagen nimmt jedoch immer mehr zu, da nächstes Jahr das Abi ansteht. Deshalb muss ich mich auch entscheiden welche Fächer ich abwähle. Ich schwanke ja noch zwischen Physik und kunst. Da ich mich selbst nicht wirklich entscheiden konnte habe ich meine Mutter gefragt. Ihre Meinung dazu war direkt dass nur dumme Schüler die nichts im Kopf haben Kunst behalten und dass Physik ja 1000x wichtiger wäre. Daraus entstand dann eine Diskussion in der ich versuchte zu erklären warum Kunst auch eine gute Möglichkeit fürs nächste Jahr wäre (interessantes Thema etc.) aber sie blieb bei ihrer Meinung sagte aber am Ende es sei meine Entscheidung. Ich hab jetzt allerdings angst Kunst zu behalten da meine Mom ja eine so schlechte Haltung dazu hat und bin nun noch verwirrter als vorher. Dabei hatte ich nur gehofft dass sie mir ein mal ernsthaft helfen würde. Das ist immer so bei ihr. Ich habe das Gefühl dass ich über solche Themen nicht normal mit ihr reden kann. Genau so ist das mit dem autofahren. Seit ich vor knapp 6 Monaten meinen Führerschein mit begleiteten fahren gemacht habe konnte ich kaum Praxiserfahrung sammeln da ich nur mit meiner Mutter fahren kann und sie kaum zeit hat. Mittlerweile hat sich bei mir aber eine gewisse angst entwickelt da ich nun so lange nicht mehr gefahren bin und auch mit unserem Auto nicht wirklich zurecht komme... ich habe auch darüber bereits versucht mit ihr zu sprechen aber da blockt sie ebenfalls ab. Ich soll mich einfach rein setzten und fahren. Nur ist in meinem Kopf eine richtige Blockade entstanden und es geht einfach nicht mehr... Aber sie versteht das nicht...
Was kann ich jetzt tun? Wie könnte ich mit ihr darüber reden? Oder bin tatsächlich doch ich das Problem. Diejenige die alles falsch versteht und aus unnötigen Dingen ein Riesen Drama macht?

Streit, Unsicherheit
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Lupus erythematodes. Psychische Beschwerden....

Hey Leute, vor ca. zwei Monaten wurde bei mir Lupus (Autoimmunkrankheit) diagnostiziert. Diese Krankhheit macht mich psychisch echt fertig. Zur Therapie muss ich mindestens noch 2 weitere Monate Cortison einnehmen. Und ich spreche hier nicht von 5mg oder so. Zur Zeit liege ich bei 70mg/Tag. Leider treten bei mir sehr viele Nebenwirkungen auf. Unter anderem Zittern, Herzrasen, Verwirrtheit, Überforderung (z.b. in der Schule selbst bei noch so einfachen Themen), Müdigkeit, Gestresstheit (auch wenn nichts zu tun ist), das ständige Gefühl etwas vergessen zu haben, keine-Lust-auf-garnix, Vollmondgesicht (für mich mit eine der schlimmsten Nebenwirkungen, weil mich von meinen ,,Freunden" jeder auf mein Fettes Gesicht anspricht) und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich keine wirklichen Freunde mehr habe. Durch meinen Krankenhausaufenthalt habe ich aus meiner Klasse niemanden für einen Zeitraum von 5 Wochen gesehen und ich habe das Gefühl nun nicht mehr dazuzugehören. Irgendwie ausgegrenzt zu werden. Vor meiner Erkrankung war alles super. Ich hatte meine Freundinnen und auch mit einigen Jungs habe ich mich super verstanden. Doch seit ich weg war ist alles anders. Irgendwie kann ich mit meinen Mädels nicht mehr reden. Ich weiß nicht was bei ihnen so abläuft momentan. An sich ist alles normal ich stehe in den Pausen bei ihnen wie sonst auch, aber ich kann nicht mehr mitreden. Ich stehe meist nur stumm daneben, weil ich einfach nicht weiß, was ich sagen soll. Mit den Jungs verstehe ich mich irgendwie auch nicht mehr. Sie gehen mit mir nicht mehr so um wie früher. Ich kann nicht sagen wie, aber es ist anders als sonst. Ja, als wenn sie mich meiden. Deshalb habe ich auch keine Lust mehr auf irgendwas. Ich will mich nicht in großen Gruppen treffen, da die meisten nicht mit mir reden, ins Freibad will ich irgendwie auch nicht mehr, aber durch das alles vereinsame ich total. Ich habe keine wirkliche Freundin mehr glaube ich, mit der ich einfach mal über alles reden kann. Bisher versteht glaube ich niemand von ihnen, wie ernsthaft krank ich bin, dass ich eine unheilbare Krankheit habe, die mich von innen zerfrisst nicht nur körperlich auch psychisch. Doch was soll ich machen? Soll ich es ihnen allen erzählen? Ihnen sagen, wie es um meine Gesundheit steht? Oder mich nur einen von ihnen anvertrauen? Oder einfach alles in mich hinein fressen? Bitte helft mir. Was soll ich tun? Ich geh sonst noch kaputt an allem.

Krankheit, Depression, Lupus
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