Ich fand alle Menschen psychisch gestört und komisch? Auch mich selbst und meine Familie? Alle machten mir Angst, wollte allein sein?

Ich habe traumatisierende Sachen erlebt. Mir ging es immer schlechter. Ich fing an jeden Menschen gestört zu finden selbst meine engsten Freunde und Familie. Was sie taten fand ich komisch. Wie sie sich verhielten. Ich wollte so wenig wie möglich in Kontakt mit Menschen sein. Doch auch mich selbst fand ich gestört. Ich ekelte mich an und machte mir Angst. Ich kam nicht mehr darauf klar, was in der Welt vorgeht, dass Menschen so grausam zueinander sind. Mobbing, das System der Arbeitswelt das einen so unter Druck setzt, Mord, Missbrauch, Vergewaltigung. Wie rücksichtslos Menschen miteinander umgehen. Wie gemein sie zueinander sind. Wie sie sich verletzen. Selbst lästern fand ich abartig. Ich fühlte mich alleine und wollte auch niemandem sagen was in mir vorging weil ich mich dafür schämte und ich auch nicht dachte dass mir jemand helfen kann da ich ja alle gestört fand.

Dieser Zustand dauerte ungefähr ein dreiviertel Jahr an. Manchmal war es schlimmer. Manchmal weniger schlimm. Bis heute ist er noch nicht ganz verschwunden.

Was sagt ihr dazu? Hat jemand von euch das selbe erlebt oder kennt ihr jemanden? Wenn ja, wie seit ihr damit umgegangen? Würdet ihr das als psychische Krankheit bezeichnen?

Mir geht es mittlerweile besser. Unter anderem dadurch, dass ich mich mit Eckhart Tolle beschäftigt habe und mir das ganze durch seine Theorie erklärt habe. Falls ihn jemand kennt würde mich interessieren was ihr zu meinem Zustand mit Bezug auf seine Lehre sagt.

Liebe Grüße,

Lena

Krise, Freundschaft, Angst, Spiritualität, Sex, Psychologie, Liebe und Beziehung, Psychische Krankheiten, Eckhart Tolle
4 Antworten