Frage zur Auslegung des Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) und des Teilzeit und Befristungsgesetz (TzBfG)?

Annahme: Ein Arbeitgeber besäftigt einen Arbeitnehmer vom 10.01 bis zum letzten des Monats mit einer Sachgrundbefristung. Der Arbeitsvertrag wurde am 05 des Monats vereinbart.

Das selbe geschieht jetzt in den weiteren 11 Monaten auch, also Immer Vertrag vereinbart am 5. des Monats, gearbeitet vom 10. bis zum letzten des Monats.

Hat der Arbeitnehmer einen Urlaubsanspruch oder nicht?

Meine Annahmen dazu: (lasse mich gern berichtigen, wo ich falsch liege)

Die Wartezeit nach dem BUrlG erfüllt er nicht, da diese bei jeder Einstellung von neuem beginnt. (da gibt es meines Wissens Urteile vom BAG)

In §1 steht dass jeder einen Anspruch auf bezahlten Urlaub hat

In §5 Absatz 1 Ziffer a) steht: für Zeiten eines Kalenderjahrs, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt;

Zeiten ist die Mehrzahl von Zeit. Bedeutet dies dass verschiedene Arbeitsverhältnisse zusammengezählt werden dürfen um einen "vollen Monat" zu erreichen?

Wenn dem nicht so wäre, würde dies bedeuten, dass der Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres an 257 Tagen beim selben Arbeitgeber beschäftigt ist, ohne auch nur einen einzigen Tag Urlaub zu bekommen.

für mich stellt sich auch die Frage ob eine Disskriminierung nach TzBfG § 4 Absatz 2 Satz 3 vorliegt?

Sind bestimmte Beschäftigungsbedingungen von der Dauer des Bestehens des Arbeitsverhältnisses in demselben Betrieb oder Unternehmen abhängig, so sind für befristet beschäftigte Arbeitnehmer dieselben Zeiten zu berücksichtigen wie für unbefristet beschäftigte Arbeitnehmer, es sei denn, dass eine unterschiedliche Berücksichtigung aus sachlichen Gründen gerechtfertigt ist.
Arbeit, Recht, Arbeitsrecht, Auslegung, BUrlG, TzBfg, Ausbildung und Studium
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