Weshalb ist die Gesellschaft gegen Suizid?

Wir alle müssen irgendwann sterben und genau das, macht die Zeit auf der Erde so kostbar. In unser heutigen Gesellschaft wird dieses Thema aber gerne verdrängt, es wird zum Tabu-Thema gemacht.

Und genau das ist der Fehler. Statt offen und ehrlich mit einer existentiellen Thematik wie dem Tod umzugehen, wird geschwiegen und so getan, als wäre unser Leben endlos, als wären wir individuell unantastbar.

Grad im Bezug auf Suizid und Sterbehilfe finde ich es unverantwortlich, wie stur sich gerade auch unsere ach so liberale Politik stellt. Suizid wird verschrien, selbst wenn man unter chronischen Schmerzen leidet oder sein Leben als trostlos erachtet. 'Suizid ist keine Lösung' ist einer der grenzdebilen Sprüche, die gerne zitiert werden.

Aber - Suizid ist eine Lösung. Eine Lösung auf schwerwiegende Krankheiten, die mit unserer heutigen Medizin nicht mehr zu bekämpfen sind. Oder seelische Leiden, die das Leben einer Person über Jahre hinweg trotz diverser Therapien massiv stören und ein glückliches Leben undenkbar machen. Oder auf altersbedingte Gebrechen, Einsamkeit im Alter, ich habe mit so vielen Menschen gesprochen, sie wollen eigentlich nicht mehr, die Einsamkeit ist erdrückend, aber der Tod möchte nicht kommen.

Grade in diesen Fällen finde ich - Suizid ist eine Lösung. Eine Lösung, dem Leiden ein Ende zu bereiten. Warum muss auf Biegen und Brechen weitergelebt werden, nur um zu existieren, als wäre die Existenz per se das, was ein Leben ausmacht (nicht!).

Haut mal eure Meinung diesbezüglich raus.

Leben, Tod, Psychologie, Suizid, Philosophie und Gesellschaft
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