Was haltet ihr von der Ideologie der Omnivoren?

Hallo werte Fleisch- und Pflanzenfressende,

ich frage mich: Was haltet ihr von der Ideologie der Omnivoren? Konkret spreche ich von dem Begriff Karnismus.

Vorweg: Es geht hier weder um Vegetarismus noch um Veganismus dazu möchte ich keine Meinungen hören.

Karnisten gehen von einigen zentralen Thesen aus, die ihrer Ideologie innewohnen:

  1. Deskriptiv: Der Mensch hält sich für geistreicher, zivilisierter und moralischer als andere Tiere.
  2. Schlussfolgerung: Daraus leitet er ab, dass seine eigene Existenz wertvoller sei als die von anderen Tieren.

Moralische Ableitungen von einigen Karnisten:

  • „Für meinen Genuss ist es gerechtfertigt, dass Tiere leiden und sterben.“
  • „Es ist normal und natürlich, dass wir tierische Produkte konsumieren (Recht des Stärkeren).“

Karnismus ist zudem sehr vielfältig. Je nach Kultur unterteilt ihr Tiere in willkürliche Wertigkeitskategorien. In Europa gibt es beispielsweise die Unterteilung in „Haustiere“ und „Nutztiere“. Haustiere genießen dabei einen höheren Status. In anderen Teilen der Welt haben hingegen Kühe eine höhere Wertigkeit.

Wie schon gesagt. Ich will wirklich nur Meinungen zum Thema Karnismus. Nichts zu Veganismus und auch nichts zu Vegetarismus.

Ich möchte auch was sagen 47%
Ich ernähre mich pflanzlich und lehne Karnismus ab 35%
Ja. Ich stimme alle Thesen des Karnismus zu 12%
Ich esse zwar Tierisches, aber nutze andere Rechtfertigungen 6%
Ich stimme dem Karnismus teilweise zu 0%
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Diskutieren mit Menschen in Reaktanz

Moin🤗

und zwar habe ich gestern eine Debatte geführt, die ungefähr so war:

Ich:

Findest du es in Ordnung, wenn Tiere für unseren Konsum leiden oder sterben?

Er:

Da entsteht kein Tierleid.

Ich:

Wie definierst du Tierleid?

Er:

Wenn Tiere schlecht behandelt werden oder zu wenig Platz haben.

Ich:

Wenn Tiere in engen Ställen stehen, sich kaum bewegen können, Kühe dauerhaft geschwängert werden, Schweine vergast werden, Hühner so gezüchtet sind, dass sie kaum laufen können – ist das kein Leid?

Er:

Nein.

Ich:

Also ist es für dich kein Leid, wenn ein fühlendes Lebewesen Schmerzen hat oder unter Zwang lebt?

Er:

Das gehört halt dazu.

Ich:

Warum sollte das „dazugehören“, wenn es vermeidbar ist?

Er:

Ist menschliche Natur.

Ich:

Ist alles, was menschlich ist, automatisch richtig?

Er:

Man braucht tierische Produkte.

Ich:

Selbst wenn das stimmen würde – rechtfertigt ein Nutzen automatisch Leid?

Er:

Ich sehe da kein Leid.

Ich:

Wenn wir uns nicht einmal darauf einigen können, was offensichtliches Leid ist, dann diskutieren wir nicht über Meinungen – sondern über die Anerkennung von Realität.

(Wollte die echte Debatte nicht zitieren, weil ich das unfair dem Nutzer gegenüber. Hab es mit ChatGPT zusammenfassen lassen).

Das Problem in solchen Diskursen:

Ich merke oft, dass wir nicht zur Begründungsebene kommen.

Beliebt sind auch Phrasen, wie diese hier:

"Jeder so wie er mag"

"Leben und leben lassen"

Oder ad hominem Argumente.

Außerdem wird ständig ausgewichen.

Vielleicht könnten wir hier einen sachlichen Austausch darüber führen, wie man solche Reaktanz brechen kann. Ich würde mit diskutieren, wenn es keinen stört. Vielleicht kann man sich gegenseitig austauschen und voneinander was mitnehmen. Ich bin in dem Thema Kommunikation nicht tief drin und würde gerne dazu lernen.

Schreibt gerne auch, wie ihr mit religiösen Menschen über Veganismus kommuniziert.

Habe da mal einen (wie ich finde, doch gelungenen) Austausch geführt. Vielleicht kann ich da selbst auch etwas zu sagen.

Ps. Bitte lasst uns respektvoll bleiben und keine neuen Infights starten!

Vielen Dank im Voraus♥️

Diskussion, Kommunikation, vegan, Argumentation, Argumente, Debatte, Veganismus, Diskurs, Plant-based

Bringen hochwertige Quellen uns weiter im Diskurs mit Nichtveganern?

Hallo. Ein Thema, das mich aktuell sehr beschäftigt ist: wie gegen Nichtveganer argumentieren?

Ich denke, ihr habt auch schon öfters Argumente gehört, wie vorallem:

- Aber die Veganer mit ihrem Tofu zerstören die Umwelt

- Durch Ackerbau sterben Insekten

- Die veganen Produkte verschwenden super viel Wasser.

Oder auch noch sinnlosere Argumente wie, wie auf mein Argument, Kühe stoßen viel Methan aus:

- Veganer stoßen auch Methan aus

Von Anekdoten über die eigene Familie möchte ich gar nicht erst anfangen (gerade im Reallife, immer mit dabei😅)

Meistens Versuche ich solche Argumente möglichst einfach und effizient zu zerpflücken.

Das ist einerseits aufwendig, weil man immer die Zitate rauspicken muss. Und würden die Menschen wenigstens noch auf die Argumente eingehen.

Meistens bekomme ich dann solche Antworten, wie:

- Aber es gab auch Mal eine Studie, die falsch war.

- Man sollte diesen Studien nicht vertrauen.

Das empfand ich auch so, als ich mir mal die Mühe machte, ein paar Beiträge von euch durchzulesen.

Ich habe früher mich ein wenig antifaschistisch engagiert und daher kenne ich diese Ablehnung der Wissenschaft. Allerdings dachte ich, dass das eher ein nischenbedingtes Ding ist. Die Argumente, die man gebracht hat, waren mehr für andere neutrale Leser/Zuschauer als für die Person gegenüber. Bei Fleischkonsum, hat man diese Gruppe kaum, denke ich (die Neutralen). Die meisten sind überzeugte Fleischesser. Bringt es da mehr ausschließlich auf Moral zu setzen, oder bleiben die Argumente zumindest bei manchen im Kopf und es ist nur anfängliche Reaktanz?

Bringt es vielleicht eher was, erst Fragen zu stellen? Also statt:

In Studie XY steht...

Meinst du wirklich, dass soviel CO2 durch vegane Ernährung entsteht?

Ich glaube das nennt sich sokratische Methode oder so.

Was meint ihr dazu? Eher moralisch argumentieren oder bringen Quellen und Studien, etwas?

Danke im Voraus🤗

Teils/Teils 67%
Es bringt etwas 17%
Nein, überhaupt nicht 17%
Kommunikation, Wissenschaft, Psychologie, vegan, Argumentation, Debatte, Ethik, Studie, Veganismus, Beleg

Habt ihr eigentlich noch Hoffnung mit der Menschheit?

Allein in Deutschland häufen sich die Probleme: Ein Bildungssystem, das an vielen Stellen zerfällt. Altersarmut, die in den kommenden Jahrzehnten wohl kaum verschwinden wird. Frauen, die sich nachts noch immer nicht sicher fühlen. Rechtsextreme, die an den Türen des Bundestags rütteln.

Und blickt man über unsere Grenzen hinaus, verdunkelt sich das Bild noch mehr. Autoritäre Kräfte sind weltweit auf dem Vormarsch, Diktaturen breiten sich aus. Kriege lodern, verflechten sich mit einem leisen, aber stetigen Protektionismus und mit Waffenarsenalen, deren zerstörerische Kraft uns allen bekannt ist. Menschen- und Tierrechte sind in weiten Teilen der Welt noch nicht einmal im Ansatz verwirklicht. Wir beuten sie aus,Menschen und Tiere gefangen in einem System, das über Leben stellt. Und über all dem wächst der Klimawandel, langsam, aber unaufhaltsam, zu einem monströsen Schatten heran

Dann stehst du da, schaust auf diese Qelt und fragst dich: Was kann ich überhaupt verändern. Kann ich überhaupt etwas verändern? Manchmal legt sich diese Frage wie ein Schleier über mich. Sie macht mich still. Sie macht mich handlungsunfähig.

Wie ist das bei euch und wie geht ihr damit um? Vielleicht auch mit Alter.

Ich mache mir manchmal darüber Gedanken 69%
Schränkt mich nicht ein 31%
Es schränkt mich stark ein 0%
Es lähmt mich voll und ganz 0%
Zukunft, Angst, Politik, Klima, Philosophie, Reform
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